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Innovatives Recycling – mehr Wiederverwertung, weniger Plastikmüll

Kunststoff – ein unverzichtbares, zukunftsgestaltendes Material. Am Ende ihrer Nutzung landen aber viel zu viele Kunststoffprodukte im Abfall. Das muss sich ändern. Denn gebrauchter Kunststoff bzw. Kunststoffabfall ist nicht zwingend Müll, sondern oft eine wertvolle Rohstoffquelle. Covestro will daher innovative Technologien fördern, um Plastikmüll wieder in den Wertschöpfungskreislauf zurückzuführen. Vor allem das noch junge chemische Recycling muss vorangebracht werden.

Kunststoffe sind das Material unserer Zeit. Sie helfen bei der Bewältigung globaler Herausforderungen – Wirtschaft und Gesellschaft auf Klimaneutralität auszurichten zum Beispiel. Aber auch, um neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln, das Wachstum der Weltbevölkerung zu adressieren oder Ballungsräume lebenswert zu gestalten.

Nur neun Prozent aller hergestellten Kunststoffe wurden recycelt.

Um eine wirklich nachhaltige Zukunft zu erreichen und unsere Umwelt dauerhaft zu schützen, muss sich aber auch unser Verhältnis zum Konsum und das Verständnis von Plastikmüll und Abfall insgesamt ändern. Seit 1970 hat sich der globale Ressourcenverbrauch mehr als verdreifacht. Die natürlichen Ressourcen für 2021 waren schon nach sieben Monaten erschöpft. Gleichzeitig geht die Menschheit mit den Produkten vielfach nicht nachhaltig um. So wurde einer wissenschaftlichen Studie zufolge nur rund neun Prozent des gesamten Kunststoffabfalls recycelt, der von 1950 bis 2015 entstanden ist.

Covestro treibt Recycling voran

Als Vorreiter der Kreislaufwirtschaft will Covestro das Recycling von Kunststoffen voranbringen. Insbesondere zielen wir darauf ab, innovative neue Technologien zu entwickeln und so schnell wie möglich marktfähig zu machen. Hierzu haben wir mehr als 20 Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgesetzt. Wir verfolgen dabei einen breiten technologischen Ansatz, um der Vielfalt der Produkte und Märkte gerecht zu werden.

Bei der Entwicklung neuer Recyclingpfade legen wir besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz. Denn die neuen Verfahren sollen dazu führen, den CO₂-Fußabdruck der Produktionsprozesse und Produkte zu verringern und so zum Klima- und Umweltschutz beizutragen. Gleichzeitig arbeiten wir daran, neue zirkuläre Geschäftsmodelle mit Kunden und Partnern zu entwickeln.

Covestro will neue Wege für das Kunststoffrecycling entwickeln.

Chemisches Recycling

Besonders vielversprechend ist das noch junge chemische Recycling. Hier sieht Covestro großes Potenzial. Denn bei bestimmten Kunststoffen ist es die einzig mögliche Methode der Wiederverwertung. Chemisches Recycling ist vor allem für solche Kunststoffe relevant, die sich nicht oder nur mit viel Aufwand mechanisch recyclen lassen. Dabei können große Mengen des Ausgangsmaterials zurückgewonnen werden.

Wir arbeiten intensiv mit Partnern daran, das chemische Recycling weiterzuentwickeln und am Markt zu etablieren. Eine wichtige Rolle könnte dabei das europaweite Forschungsvorhaben Circular Foam spielen, das 22 unterschiedliche Partner aus neun Ländern umfasst und von Covestro koordiniert wird. Das Ziel: harten Polyurethan-Schaumstoff, der als Dämmmaterial in Kühlgeräten und Gebäuden benötigt wird, auf chemischem Wege in seine Moleküle zerlegen und diese dann neu zusammensetzen. Durch dieses Leuchtturmprojekt könnten in Europa ab 2040 jedes Jahr eine Million Tonnen Abfall, rund drei Millionen Tonnen CO₂-Emissionen und 150 Millionen Euro an Verbrennungskosten eingespart werden.

Beim chemischen Recycling gibt es drei Spielarten, die Covestro verfolgt:

  • Chemolyse: Spaltung von Kunststoffen in Einzelbausteine (Monomere) mit chemischen Mitteln. Dabei kommen Lösungsmittel, Katalysatoren, Hitze oder Druck zum Zuge.
  • Smarte Pyrolyse: Spaltung von Kunststoffen in Einzelbausteine (Monomere) durch Erhitzung unter Ausschluss von Sauerstoff. Der von Covestro verfolgte Ansatz zeichnet sich durch niedrige Temperaturen aus, wodurch gegenüber der herkömmlichen Hochtemperatur-Pyrolyse weniger Prozessschritte und CO2-Emissionen anfallen.
  • Enzymatisches Recycling: Spaltung von Kunststoffen in Einzelbausteine (Monomere) mit Hilfe von Enzymen bei milden Temperaturen.

Mechanisches Recycling

Bei solchen Verfahren entstehen neue Rohstoffe aus einem Ausgangsmaterial, dessen Grundstruktur nicht verändert wird. Plastik wird zum Beispiel nach der Sortierung und Aufbereitung zu Granulat zerkleinert. Dieses kann dann eingeschmolzen und zu neuem Kunststoff verarbeitet werden. Covestro stellt auf diesem Wege unter anderem aus gebrauchten Wasserflaschen hochwertige Kunststoff-Bauteile für Elektronik- und Haushaltsgeräte sowie Autokomponenten her.

Design für Recycling

Wichtig ist, Kunststoffe bereits von Anfang an so zu konzipieren, dass sie am Ende optimal recycelt werden können, und dadurch die Umwelt zu schonen. Auch auf diesem Gebiet ist Covestro aktiv.

Mit dem Produktkonzept Niaga® lassen sich Materialien zurückverfolgen.

Wir haben mit Niaga® ein Konzept, das passgenaues Recycling ermöglicht, indem sich die Materialien der Produkte zurückverfolgen lassen. Hier arbeiten wir mit 16 Partnern weltweit zusammen. Über QR-codierte Etiketten gelangt man zu einem einzigartigen Produktpass. Damit erhalten zum Beispiel Hersteller und Recycler genauen Aufschluss über die Materialien und wie sie sich wiederverwerten lassen. Damit Matratzen, Teppiche und Möbelpaneele weniger oft im Sperrmüll enden.

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