• zurück
        • zurück

      Kohlenstoffdioxid ersetzt Erdöl in Plastik und Kunststoffen

      Auf dem Weg zum Alleskönner

      Schlafen auf Kohlenstoffdioxid? Geht! Laufen auf CO₂? Auch kein Problem. Selbst das Einkleiden mit dem Gas ist wohl bald möglich. Gebunden in Plastik oder Kunststoff, wird Kohlenstoffdioxid Einzug in viele Produkte unseres Alltags halten. Das Treibhausgas ist auf dem besten Weg zu einem nützlichen Rohstoff zu werden – raus aus der Luft und rein in Produkte. Dafür verantwortlich ist ein revolutionäres Verfahren, das wir gemeinsam mit unserem Partner ‚RWTH Aachen’ entwickelt haben und für das wir viele Auszeichnungen erhalten haben. Es handelt sich um mehr als eine rein technische Innovation in der Kunststoff- und Plastikproduktion; mit dem Verfahren lassen sich fossile Energieträger wie Erdöl einsparen und der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Luft reduzieren. Damit handelt es sich um einen echten Beitrag zur effizienten Nutzung von Ressourcen, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.





      „Wir freuen uns riesig, dass wir ins Finale gekommen sind. Der Gedanke hinter der CO₂-Innovation passt genau in unsere Zeit: Fossile Quellen wie Erdöl können nicht länger die zentrale Ressource der Industrie sein, wenn die Welt in eine treibhausgasarme Zukunft aufbricht“
      Covestro-Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Steilemann
      Mehr zum Deutschen Zukunftspreis

      Fit mit CO2

      Die nächsten Schritte bei der Nutzung von Kohlenstoffdioxid

      Mit weichem Schaumstoff für Matratzen hat es angefangen. Vor kurzem folgte der nächste Schritt, vom Labor in den Markt: Kohlenstoffdioxid findet nun auch als Rohstoff im Sport Verwendung. Genauer gesagt, als Zutat eines von uns entwickelten Bindemittels für Sportunterböden. Die Premiere fand Ende 2018 auf dem Gelände eines renommierten Hockeyvereins in Krefeld statt. Dort liegt jetzt ein leuchtend blauer Kunstrasen auf einem Untergrund aus Gummigranulat und dem Bindemittel mit Kohlenstoffdioxid.

      Die entscheidende Komponente für das Bindemittel enthält bis zu 20 Prozent Kohlenstoffdioxid. Das bedeutet: In dieser Größenordnung wird auch Erdöl eingespart und Umweltverschmutzung im weitesten Sinne runtergefahren. Außerdem konnten wir mit dem Bindemittel unsere Rohstoffbasis verbreitern. Hergestellt wird das neue CO₂-basierte Vorprodukt namens cardyon® an unserem Standort in Dormagen, von wo es zur Weiterverarbeitung an den zur Sport Group gehörenden Sportbodenhersteller Polytan geht.

      Mehr über unsere Schaumstoffe erfahren

      An der RWTH Aachen University wird unterdessen an der Herstellung von synthetischen Fasern mit Kohlenstoffdioxid gearbeitet. Das Thema steht an der Schwelle zur Marktreife: Den Forschern in Aachen ist es zusammen mit Kollegen von der Technischen Universität Berlin und unseren Experten gelungen, leistungsfähige Fasern in größerem Maßstab zu produzieren und in ersten Kleidungsstücken zu verarbeiten.

      Mehr Informationen

      Pressemitteilung zu Sportböden mit CO₂
      Pressemitteilung zu Fasern mit CO₂

       
      „Matratzen, Sportböden, Kleidung – Kohlenstoffdioxid hält als nachhaltiger Rohstoff Einzug im täglichen Leben. Ich bin sicher, dass wir hier noch weitere Anwendungen sehen werden.“
      Dr. Persefoni Hilken, Covestro-Projektleiterin.
      Innovative Werkstoffe für Matratzen entdecken

      Weg vom Öl

      Sinnvolle Nutzung von Kohlenstoffdioxid nimmt Fahrt auf

      Wir treiben nicht nur eigene Entwicklungen gegen Klimawandel voran. Wir unterstützen auch andere dabei, ihre Ideen gegen Umwelzerstörung und zu hohe Emissionen zu verwirklichen. Etwa als Sponsor des neuen Innovationspreises „Best CO₂ Utilisation 2019“, den das renommierte nova-Institut vergibt.

      Bei der Erstverleihung wurden drei junge Firmen aus Kanada, Norwegen und Deutschland ausgezeichnet. An ihren Ansätzen dürfte die ganze Welt interessiert sein: Sie können aus Kohlendioxid Treibstoff, Chemikalien und sogar Beton herstellen. Damit zeigen sie auf, wie man dem Klimawandel aktiv begegnen kann, anstatt nur zu reagieren. Der Preis zeigt, welche Bedeutung Entwicklungen in diesem Bereich inzwischen haben und wie wichtig sie für Mensch und Umwelt sind.

      Beton aus Kohlendioxid

      Das Unternehmen Carbicrete aus Kanada hat ein Verfahren entwickelt, um Beton ohne Zement herzustellen – dafür kam es im Rennen um den nova-Preis auf den ersten Platz. Der Zement wird durch gemahlene Stahlschlacke ersetzt und die Mischung anschließend durch CO2 anstelle von Wärme und Dampf ausgehärtet. Das neue Produkt ist kostengünstiger, hochwertiger und nachhaltiger als Beton auf Zementbasis.

      Mehr zum Thema

      Treibstoff aus Kohlendioxid

      Der norwegischen Firma Nordic Blue Crude ist es gelungen, aus CO₂, Wasser und erneuerbarer Energie synthetisches Rohöl zu produzieren. Dieses kann als Diesel oder Kerosin verwendet und zu Benzin veredelt werden. Platz zwei im Wettbewerb.

      Mehr zum Thema

      Chemikalien aus Kohlendioxid

      Die Gesellschaft b.fab aus Dortmund hat ein Verfahren entwickelt, um Kohlendioxid, Wasser und erneuerbare Energie effizient in wertschöpfende Chemikalien wie Milchsäure umzuwandeln. Das bedeutete den dritten Platz im Wettstreit um den von Covestro gesponserten „Best CO₂ Utilisation 2019“.

      Mehr zum Thema

      Berliner Gipfel sieht gute Perspektiven

      Alternativen zum Erdöl und anderen fossilen Brennstoffen finden – das sind nicht nur Themen für die chemische Industrie. Auch Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sehen hier vielversprechende Perspektiven. Dies ist das Fazit des zweiten Rohstoffgipfels, der im Sommer 2018 an der Technischen Universität Berlin stattfand – erneut mitorganisiert von Covestro und unter Schirmherrschaft des Bundesforschungsministeriums. Die Teilnehmer riefen dazu auf, Entwicklung und Einsatz nicht-fossiler Ressourcen wie Kohlendioxid und Pflanzen weiter voranzutreiben, um die Chemie klimafreundlicher zu machen. Insbesondere junge Unternehmen könnten mit ihren wissenschaftlich-technischen Lösungen viel dazu beitragen, der globalen Erwärmung durch Kohlendioxid entgegenzutreten. Fünf Start-ups aus drei Kontinenten wurden auf zu „Resource Innovators 2018“ gekürt.

      Für den 25. November 2019 ist in Berlin der dritte Rohstoffgipfel geplant. Thema: „Kohlenstoff in den Kreisverkehr“.

      Mehr Informationen

      Pressemitteilung zum CO₂-Innovationspreis
      Pressemitteilung zum Rohstoffgipfel 2018
      Pressemitteilung zu den Ressource Innovators 2018

      Um unseren Planeten zu bewahren und die Qualität des Lebens von Millionen Menschen zu verbessern müssen wir neu denken und mutig handeln.
      Wir orientieren uns dabei an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UNSDG). Besonders unsere Forschung und Entwicklung richten wir danach aus.
      Weitere Informationen

      Moleküle munter machen

      Die innovative CO₂-Technologie


      Cardyon® Technologie

      Energiearm und reaktionsträge – Kohlendioxid macht es Chemikern nicht gerade leicht. Um das Molekül in Gang zu setzen, muss normalerweise sehr viel Energie zugeführt werden und das ist ökologisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Seit ein paar Jahren ist dies anders. Dank eines innovativen Katalysators, den wir mit der RWTH Aachen University und dem dort ansässigen CAT Catalytic Center entwickelt haben.

      Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Durchbruch: Denn mithilfe des Katalysators kann Kohlendioxid endlich sinnvoll zur Plastik- und Kunststoffproduktion genutzt werden. An unserem Standort in Dormagen betreiben wir dazu eine spezielle Produktionsanlage. Mit einem patentierten Verfahren wird hier sogenanntes Polyol hergestellt, ein zentrales Vorprodukt für Polyurethan-Kunststoffe, wie z.B. Schäume oder Bindemittel. Ende 2016 ging die erste Lieferung an die Firma Recticel, einen großen Matratzenhersteller.

      Bis zu 20 Prozent Kohlendioxid lassen sich in das Polyol integrieren. Als festes Kohlenstoffdioxid, also in Kunststoff oder Plastik chemisch fest gebunden, kann es nicht wieder in die Atmosphäre gelangen. Das Kohlendioxid stammt aus dem Abgasstrom eines benachbarten Chemiebetriebs. Unsere Anlage ist mit einer Produktionskapazität von 5000 Tonnen pro Jahr noch recht klein. Sie dient erst einmal der Markterkundung und der Weiterentwicklung des Verfahrens.

      Auf lange Sicht können wir uns vorstellen, Polyole auch im großen Maßstab zu produzieren. Schließlich wollen wir nicht nur dazu beitragen, CO₂-Emissionen zu vermeiden, sondern darüber hinaus so viel Kohlendioxid wie möglich zur Produktion von Plastik und Kunststoffen heranziehen.

      Teamwork ist das A und O

      Zusammenarbeiten über Branchen- und Ländergrenzen hinweg – das ist unser Weg zum Erfolg. So wie bei Carbon4PUR, einem von uns geführten Forschungsprojekt, das 14 Partner innerhalb Europas vereint. Das Ziel: eine neue Technologie zu entwickeln, um Abgase von Stahlwerken, wie z.B. CO₂ und Kohlenmonoxid, zur Kunststoffproduktion zu nutzen.

      Mehr Informationen

      Internetseite zu Carbon4PUR
      Pressemitteilung zu Carbon4PUR

      Weil Gutes ausgezeichnet wird

      Covestro hat für seine neue CO₂-Technologie bereits eine Reihe nationaler und internationaler Preise erhalten.

      Erfahren Sie mehr auf unserer cardyon® Produktseite

      Weitere Storys

      Dass wir CO₂ in einen Rohstoff verwandeln, aus dem sich hochwertige Kunststoffe herstellen lassen, ist nur ein Beispiel dafür, wie wir Grenzen ausloten. Folgen Sie den Links, um mehr über unser Engagement zu erfahren, den generellen CO₂-Ausstoß zu reduzieren, Plastikmüll zu vermeiden, Umweltschutz weiter voranzutreiben und unsere Erde lebenswerter zu machen.
      #MyFutureCity
      Innovative Materialien für die Stadt der Zukunft.
      #EfficientWindPower
      Covestro hilft dabei, Windkraft wirtschaftlicher zu machen.
      #CleanerProduction
      Unser Verständnis von Nachhaltigkeit endet nicht an den Werkstoren.
      #PushingBoundaries
      Alle Highlight-Storys im Überblick.
      icon-arrow-large-down icon-arrow-large-left icon-arrow-large-right icon-arrow-large-up icon-arrow-medium-down icon-arrow-medium-left icon-arrow-medium-right icon-arrow-medium-up icon-arrow-small-down icon-arrow-small-left icon-arrow-small-right icon-arrow-small-up icon-calendar icon-circle-arrow-down icon-circle-arrow-left icon-circle-arrow-right icon-circle-arrow-up icon-circle-bookmark icon-circle-play icon-circle-print icon-circle-share icon-clock icon-exit icon-exit-small icon-fullscreen icon-gallery icon-info icon-minus icon-mute icon-pause icon-pdf icon-play icon-plus icon-search icon-share icon-social-delicious icon-social-digg icon-social-facebook icon-social-google icon-social-google-plus icon-social-linkedin icon-social-mail-ru icon-social-myspace icon-social-pinterest icon-social-stumbleupon icon-social-twitter icon-social-vkontakte icon-social-weibo icon-social-xing icon-social-yahoo icon-social-youtube icon-sort icon-video icon-website icon-arrow-small-right-teaser Icon Close Circle Icon Contacts