Kreativ bleiben in schwierigen Zeiten
In schwierigen Zeiten wie diesen nehmen Stress und Unsicherheit zu. Die Folge: Kreativität droht zu versiegen. Doch gerade jetzt wird sie besonders gebraucht – als Treibfeder für dringend nötige Innovationen.
Kriege, Lieferengpässe, steigende Lebenshaltungskosten. Rasanter technologischer Wandel in Alltag und Arbeitswelt. Ein rauerer Ton im gesellschaftlichen Miteinander – die Welt ist von Konflikten und Umbrüchen geprägt wie nie zuvor. Das hat auch Folgen für viele Menschen. Stress und mentale Überlastung nehmen zu. Wir werden gereizt, unsicher und verzagt.
Und eine unserer wichtigsten Ressourcen wird gelähmt: die Kreativität. Ohne sie trocknen jedoch auch Innovation und Fortschritt aus, die Fähigkeit zur Konfliktlösung verkümmert, und letztlich bleiben Wertschöpfung und Wohlstand auf der Strecke. Ein Zusammenhang, den es anlässlich des World Creativity and Innovation Day hervorzuheben gilt.
Sorge und Stress engen uns ein. Das Gehirn schaltet vom Weitwinkel in den Tunnelblick. Überlastung lässt wenig Raum für Reflexion und unkonventionelle Gedanken. Angst fördert Konformität – niemand will in unsicheren Zeiten das Falsche sagen oder tun.
Die Welt braucht kreative Lösungen
Aber wenn wir in komplexen Situationen reflexartig auf Bewährtes setzen, riskieren wir, Chancen zu übersehen. Dabei kommt es gerade jetzt darauf an, bewusst Räume für neue Ideen zu schaffen – auch dann, wenn der Alltag dagegen arbeitet. Gerade in dieser schwierigen Welt voller Herausforderungen braucht es neue Lösungen, keine alten Antworten.
Das gilt auch und besonders für die Industrie und für Branchen wie die Chemie, von deren Innovationskraft so viel abhängt: Dass unser modernes Leben funktioniert. Und dass viele große Bereiche zukunftsfähig werden – von Energie über Mobilität bis zu Ernährung und Gesundheitsversorgung. Zugleich muss sich die Chemie selbst immer wieder neu erfinden: um ihre traditionelle Stärke zurückzugewinnen und Schritt zu halten mit der sich verändernden Welt und den Kundenanforderungen von morgen.
Die Tausenden von Beschäftigten in den Unternehmen brauchen also unbedingt ein Umfeld, das Kreativität freisetzt, statt sie einzuschränken. Dazu gehört es zum Beispiel, psychologische Sicherheit zu vermitteln: eine Fehlerkultur zu stärken, in der Ideen offen ausgesprochen werden können – auch dann, wenn sie noch unfertig sind oder sich im Nachhinein als nicht tragfähig erweisen. Hilfreich für eine positive mentale Verfasstheit ist auch ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten.
Und – ganz wichtig: Einfallsreichtum und schöpferische Kraft leben stark von Kollaboration, Inklusion und Zugehörigkeit. In vielen Unternehmen wächst das Bewusstsein dafür, wie wichtig Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg ist. Auch bei Covestro wird dieser Ansatz gelebt – etwa durch interdisziplinäre Teams und externe Partnerschaften mit Universitäten und Start-ups.
Kreativität – Investition in die Zukunft
Unternehmen, die jetzt in kreative Kulturen investieren, sichern ihre Zukunftsfähigkeit. Kreativität entsteht dort, wo Neugier auf Wissen trifft und wo Menschen bereit sind, neue Wege zu denken. Innovation entsteht dort, wo aus diesen Ideen durch Zusammenarbeit und konsequente Forschung etwas Greifbares wird.
Zwar können neue Technologien wie Künstliche Intelligenz kreative Prozesse unterstützen und beschleunigen – sie ersetzen aber nicht die menschliche Fähigkeit, gegen den Strich zu denken, unbequeme Fragen zu stellen und ungewöhnliche Verbindungen herzustellen.
Kreativität wurzelt tief in uns Menschen. Sie äußert sich im Mut, eine unfertige Idee auszusprechen, sie beginnt mit der Bereitschaft, den Gedanken einer Kollegin oder eines Kollegen weiterzudenken. Denn gerade in Zeiten des Umbruchs entscheidet kreative Stärke darüber, wer Wandel nur bewältigt – und wer ihn aktiv gestaltet.