Gasphasen-Phosgenierungstechnologie: Reduzierter Energie- und Rohstoffverbrauch
Die Gasphasen-Phosgenierungstechnologie hat unseren TDI-Produktionsprozess revolutioniert. Dank reduziertem Dampfbedarf für die Lösemittelverdampfung und geringerer Ausbeuteverluste bei der Umwandlung von TDA zu TDI erzielen wir im Vergleich zu Verfahren auf Basis der Flüssigphasentechnologie erhebliche Energie- und Rohstoffeinsparungen. Dies ermöglicht es uns, zukünftige Anforderungen nachhaltiger und kosteneffizienter zu erfüllen.
Revolutionäre Technologie zur Herstellung von Isocyanaten
Unsere Gasphasen-Phosgenierungstechnologie ist ein Meilenstein in der Herstellung von Isocyanaten. Im Vergleich zu Verfahren auf Basis der Flüssigphasentechnologie benötigt sie bis zu 60 Prozent weniger Energie, da deutlich weniger Lösungsmittel in der Produktionsanlage zirkulieren. Dadurch trägt sie zu einer effizienteren Ressourcennutzung und geringeren Energieabhängigkeit bei. Darüber hinaus werden Ausbeuteverluste im Produktionsprozess erheblich reduziert. Die Technologie wird bei der Herstellung von Isocyanaten wie Toluoldiisocyanat (TDI) eingesetzt, die für die Herstellung von Weichschaumstoffen aus Polyurethan benötigt werden. Der Schlüssel zu diesem Durchbruch? Toluoldiamin (TDA) und Phosgen reagieren direkt in der Gasphase bei hohen Temperaturen, wodurch Lösungsmittel überflüssig werden und schnelle Reaktionszeiten ermöglicht werden.
Auf diese Weise stößt eine typische großtechnische Gasphasen-Phosgenierungsanlage mit einem Produktionsvolumen von 250.000 Tonnen TDI pro Jahr 60.000 Tonnen weniger Kohlendioxid aus als ein konventionelles Verfahren. Dank der Gasphasen-Phosgenierungstechnologie kann auch die TDI-Ausbeute verbessert werden, da die Reaktanten schneller umgesetzt werden, was zu einer geringeren Nebenproduktbildung führt.
Kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie
Wir haben die Gasphasen-Phosgenierungstechnologie seit ihrer Einführung kontinuierlich weiterentwickelt. Beide TDI-Gasphasen-Phosgenierungsanlagen in Dormagen (Deutschland) und Shanghai (China) haben 2017 bedeutende Prozessverbesserungen umgesetzt und dabei eine Reduzierung der Destillationsrückstände um bis zu 25 % sowie eine zusätzliche Reduzierung des Energieverbrauchs um 20 % im Vergleich zur ursprünglichen Anlagenkonfiguration erreicht.
Dies ist nur der Anfang unserer Optimierungsbemühungen, wobei aktuelle Projekte auf noch größere Energieeinsparungen abzielen.