Die neue Bio-Anilin Anlage.

Wichtige Chemikalie erstmals auf Basis von Biomasse

Anilin, essentiell für Farben, Medikamente und Kunststoffe, wird seit 150 Jahren aus klimaschädlichem Erdöl gewonnen. Covestro und Partner präsentieren eine innovative Methode, Anilin aus pflanzlicher Biomasse zu gewinnen, ein wegweisender Schritt für die Kreislaufwirtschaft.

Wer etwas bewirken will zum Schutz von Klima und Umwelt, der braucht Ideen, Mut und Know-how, Ausdauer und Gleichgesinnte. Bei Covestro ist alles zusammengekommen in einem einzigartigen Projekt. Gemeinsam mit Partnern hat das Unternehmen ein zukunftsweisendes Verfahren zur Herstellung von biobasiertem Anilin entwickelt. Diese Grundchemikalie ist seit langem in der Industrie sehr bedeutsam – als Ausgangsstoff etwa für Kunststoffe, Farben und Medikamente. Der Nachteil: Sie wird bislang überwiegend mit fossilen Rohstoffen wie Erdöl produziert, was CO2 freisetzt und den Klimawandel anheizt.

Aber es geht auch nachhaltiger. Denn das Öl lässt sich erstmals komplett durch pflanzliche Biomasse ersetzen. Das hat ein Forschungskonsortium unter Führung von Covestro bewiesen. Inzwischen hat die über Jahre entwickelte neue Technologie einen wichtigen Meilenstein erreicht: In einer speziellen Pilotanlage am Standort Leverkusen wird sie für die Produktion im industriellen Maßstab erprobt und weiterentwickelt.

Der Prozess für bio-basiertes Anilin.

Das bereits mehrfach prämierte Verfahren führt im Vergleich zu konventioneller Technik zu einem deutlich verbesserten CO2-Fußabdruck des Anilins. Dabei kommt die industrielle („weiße“) Biotechnologie zum Tragen. Denn ein maßgeschneiderter Mikroorganismus hilft dabei, einen aus Pflanzen gewonnenen industriellen Zucker durch Fermentation in ein Zwischenprodukt umzuwandeln. Dieses wird dann in einem weiteren Schritt zu Anilin umgesetzt, das zu hundert Prozent aus pflanzlichem Kohlenstoff besteht. Damit trägt die neue Technologie zur Kreislaufwirtschaft bei, auf die sich Covestro vollständig ausrichtet.

Die Forschung an biobasiertem Anilin wurde von der deutschen Regierung unterstützt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das Projekt (Bio4PURDemo) von März 2022 bis Ende Februar 2025 gefördert. An dem Vorhaben waren und sind neben Covestro die RWTH Aachen, die Universität Stuttgart und die dort angesiedelte Technologie-Transfer-Initiative beteiligt.

Sehen Sie hier Stimmen zur Bedeutung biobasierter Rohstoffe für eine nachhaltige Chemie der Zukunft.

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    Mona Neubaur, Nordrhein-Westfalens stellvertretende Ministerpräsidentin

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    Professor Walter Leitner, geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr

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    Dr. Thorsten Dreier, Technologievorstand von Covestro

Social Media Managerin Marlene Hirzel auf einer Tour durch unser Labor und unsere Pilotanlage für biobasiertes Anilin in Leverkusen. (Bitte wählen Sie die Untertiteloptionen im Player)
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Covestro stellt mit Anilin die Substanz MDI her, die vor allem als Komponente für die Produktion von hartem Polyurethan-Schaumstoff verwendet wird. Das Material dient weltweit zur Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten und leistet damit einen bedeutsamen Beitrag zur Einsparung von Energie.

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