Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner besucht Covestro in Leverkusen
Austausch zu Biotechnologie, Kreislaufwirtschaft und Innovationsstandort
- Einblick in Bio-Anilin-Pilotanlage und Polycarbonat-Technikum
- Gespräch über Rahmenbedingungen für Innovationen in Deutschland
- Chemie als Treiber von Technologien, die Deutschland wettbewerbsfähig halten
Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, hat den Werkstoffhersteller Covestro am Heimatstandort des Unternehmens in Leverkusen besucht. Im Mittelpunkt standen die Rolle der chemischen Industrie für den Innovationsstandort Deutschland, biobasierte Rohstoffe als Alternative zu fossilen Quellen sowie die Frage, wie der Transfer von Forschung in industrielle Anwendung schneller gelingen kann.
„Der Besuch von Franziska Brantner zeigt, dass die Fragen, die uns als Chemieunternehmen beschäftigen, auch in der Politik ankommen", sagte Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro. „Die chemische Industrie ist Treiber von Technologien und Lösungen, die Deutschland zukunftsfest machen: Hochleistungswerkstoffe für Topthemen von morgen wie autonomes Fahren und Robotik, KI-gestützte Produktion, Kreislaufwirtschaft und vieles mehr. Um hier führend zu bleiben, brauchen wir wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und eine konsequente Umsetzung der Hightech-Agenda."
„Es ist beeindruckend, heute bei Covestro zu sehen, mit welcher unternehmerischen Schaffenskraft die Menschen hier am Standort Zukunft gestalten", sagte Franziska Brantner. „Gerade angesichts veränderter Rahmenbedingungen und steigenden Anpassungsdrucks für unsere Volkswirtschaft zeigt sich: Eine starke Industrie braucht Innovation, die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und neue Wege wie die Kreislaufwirtschaft. So sichern wir Arbeitsplätze, erschließen neue Märkte und schaffen die Grundlage für den Wohlstand von morgen."
Beim Besuch führten Markus Steilemann und das Covestro-Team Franziska Brantner durch das Kompetenzzentrum Biotechnologie des Unternehmens, in dem biobasiertes Anilin aus nachwachsenden Rohstoffen erforscht und im Pilotmaßstab hergestellt wird. Anilin ist ein zentraler Grundstoff für die Produktion von MDI, das wiederum als Dämmstoff in so gut wie jedem Kühlschrank oder in Gebäuden eingesetzt wird. Covestro produziert rund eine Million Tonnen Anilin pro Jahr und arbeitet daran, diesen Grundstoff langfristig vollständig aus alternativen Quellen zu beziehen – der aktuellste Fortschritt zielt auf kontinuierliche Produktion in halbindustriellem Maßstab.
Anschließend ging es in den Showroom und das Technikum für Polycarbonat-Anwendungen aus den Bereichen Mobilität, Elektronik und Gesundheit. Gezeigt wurde unter anderem, wie aus alten Reifen über chemisches Recycling hochwertige Rohstoffe für neue Kunststoffbauteile wie Scheinwerfer entstehen. Im Technikum demonstrierte das dortige Team unter anderem die Direct Coating-Technologie, die die Lackierung von Kunststoffteilen wie Kühlergrills oder Front-Ends direkt bei deren Herstellung im Spritzgussprozess ermöglicht und damit Kosten, Zeit und CO2-Fußabdruck reduziert.
Covestro hat seit 2015 rund 3,9 Milliarden Euro allein in die drei nordrhein-westfälischen Standorte in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen investiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 17.600 Mitarbeitende weltweit, davon etwa 40 Prozent in Deutschland.
Über Covestro:
Covestro zählt zu den weltweit führenden Herstellern von hochwertigen Kunststoffen und deren Komponenten. Mit seinen innovativen Produkten und Verfahren trägt das Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität auf vielen Gebieten bei. Covestro beliefert rund um den Globus Kunden in Schlüsselindustrien wie Mobilität, Bauen und Wohnen sowie Elektro und Elektronik. Außerdem werden die Polymere von Covestro in Bereichen wie Sport und Freizeit, Telekommunikation, Gesundheit sowie in der Chemieindustrie selbst eingesetzt.
Das Unternehmen richtet sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft aus. Zudem will Covestro bis 2035 Klimaneutralität für seine Scope-1- und Scope-2-Emissionen erreichen, bis 2050 sollen auch die Scope-3-Emissionen des Konzerns klimaneutral sein. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Covestro einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro. Per Ende 2025 produziert das Unternehmen an 46 Standorten weltweit und beschäftigt rund 17.600 Mitarbeitende (umgerechnet auf Vollzeitstellen).
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.