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      Mumbai rüstet sich für die Zukunft. Hochwertige Kunststoffe können dabei helfen.

      Stadt der Extreme

      Sechs Spuren, auf jeder Seite. Und trotzdem geht es kaum vorwärts. Genervte Pendler hupen, Laster ruckeln. Mofas und Räder schlängeln sich durch die Reihen. Es geht vorbei an winzigen Geschäften, Hochhäusern, wuchernden Elendsvierteln. Passanten eilen durch Abgaswolken, während Grüppchen vor offenem Feuer am Straßenrand kauern.

      Mumbai am frühen Abend. Die 20-Millionen-Metropole dröhnt und vibriert – und zeigt krass all die Herausforderungen, mit denen Indiens wachsende Ballungsräume gleichzeitig zu kämpfen haben: Verkehrschaos, Luftverschmutzung, problematische sanitäre Versorgung, unzureichender Wohnraum.

      Über zwei Drittel der Menschheit lebt 2050 in Städten

      Herausforderungen, die sich vielerorts auf der Welt und vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern stellen, wo sich in rasendem Tempo Megacities ausbreiten. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt inzwischen in Städten und Metropolregionen, bis 2050 dürften es über zwei Drittel sein. Die Urbanisierung zu kanalisieren, die Metropolen wirtschaftlich, sozial und ökologisch voranzubringen, gehört zu den großen Zukunftsaufgaben – verankert in den Zielen der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung (SDGs): Städte und Siedlungen sollen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten werden.

      Landflucht in die Ballungsräume

      Die Wirklichkeit: Slums in Mumbai
      Die Wirklichkeit: Slums in Mumbai

      In Indien treiben die große Armut auf dem Lande und die zunehmende Industrialisierung in den Ballungsräumen immer mehr Menschen in die Städte – in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die städtische Bevölkerung auf fast 600 Millionen Menschen verdoppelt. Delhi und Mumbai gehören heute zu den einwohnerstärksten Metropolregionen der Welt, sind aber von starken Gegensätzen geprägt: Mumbai gilt als die Wirtschaftsmetropole Indiens, doch mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leben in Slums.

      „Gebäude müssen nachhaltig und erschwinglich sein.“

      Ashok Lall, Kamla Raheja Vidyanidhi Institute for Architecture and Environmental Studies, Mumbai

      Menschenwürdige Lebensbedingungen zu schaffen, ist eine der zentralen Herausforderungen. Unter dem Dachprogramm „100 Smart Cities“ will die indische Regierung Städte bürgernah und nachhaltiger machen. „Wichtig sind dabei nachhaltige Materialien und Produktionsverfahren, aber Wohnen muss auch bezahlbar sein und bleiben, vor allem für ärmere Schichten“, sagt der Architekt Ashok Lall, der am „Kamla Raheja Vidyanidhi Institute for Architecture and Environmental Studies“ in Mumbai lehrt.

      Kostengünstig und energieeffizient bauen

      Die Vision: nachhaltiges, bezahlbares Wohnen
      Die Vision: nachhaltiges, bezahlbares Wohnen

      Bis 2034 sollen in der Stadt eine Million Häuser entstehen, die sich auch Normalverdiener leisten können. In diese Richtung geht ein Ansatz von Covestro und Partnern: Gebäude aus besonders leichten Paneelen zu bauen, die sich günstig in großer Zahl herstellen lassen. Ihre gute Dämmung hilft, den Energieverbrach zu senken. Basis hierfür ist hocheffizienter harter Schaumstoff, dessen Komponenten Covestro produziert und stetig weiterentwickelt.

      Wie ein Haus aussehen kann, das umweltverträglich, komfortabel und erschwinglich ist, haben Studenten aus Mumbai beim „Solar Decathlon“ gezeigt, einem internationalen Wettbewerb um nachhaltiges Bauen und Wohnen, der 2018 in China ausgetragen wurde. In nur zwölf Tagen zogen sie ein Solargebäude von 150 Quadratmetern hoch, das mehr Energie produziert, als es verbraucht. „Wir mussten völlig frei denken und gleichzeitig die Herausforderungen des Stadtlebens in unserer Region beachten“, berichtet Teamleiter Vijay Sharma. „Sehr geholfen hat uns die Erfahrung und Unterstützung unserer Partner wie Covestro.“

      Stefan Paul Mechnig

      Weiter­führende Links

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      Mobilität

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