Der bewusste Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen nützt wenig, wenn die Produktionsprozesse selber nicht nachhaltig ablaufen. Deshalb verwendet und entwickelt Covestro innovative Verfahren, die für mehr Nachhaltigkeit bei der Herstellung sorgen.
Egal, ob Basischemikalien wie Chlor oder Polycarbonat und Polyurethan – in der chemischen Industrie wird viel Energie benötigt. Deshalb optimieren wir mit innovativen Energiemess- und Energiemanagement-Systemen den Verbrauch unserer Produktionsanlagen. Denn wir wollen unsere Prozesse einfacher, kostengünstiger und umweltfreundlicher machen. Forscher und Verfahrenstechniker arbeiten darüber hinaus kontinuierlich an Verbesserungen, oft auch in Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Zusätzlich verwenden wir innovative Herstellungsverfahren – wie die Sauerstoff-Verzehrkathoden-Technik bei der Chlorproduktion, mit der sich 30 Prozent Strom einsparen lassen. Aufgrund des Energiehungers der Chlorherstellung macht das einen großen Unterschied: Würde diese Technologie allein in Deutschland flächendeckend eingesetzt, würde sie so viel Energie pro Jahr sparen wie die Millionenstadt Köln verbraucht.

Mit der sogenannten Gasphasen-Technologie können wir darüber hinaus bei der Fertigung der Schaumstoffkomponente TDI (Toluylen-Diisocyanat), einem Vorprodukt für weichen Polyurethan-Schaumstoff, 40 Prozent Energie und bis zu 80 Prozent Lösungsmittel sparen. Hinzu kommt, dass eine typische großtechnische Anlage – also mit einem Produktionsvolumen von 250.000 Tonnen TDI - jährlich rund 60.000 Tonnen weniger Kohlendioxid ausstößt als beim konventionellen Prozess.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Egal ob CO2 oder andere Treibhausgase – in allen Bereichen sind die Emissionswerte bei Covestro rückläufig. So nahmen die CO2-Emissionen aller Unternehmensstandorte zwischen 2005 und 2016 um 12 Prozent ab, obwohl das Produktionsvolumen unserer 17 weltweit wichtigsten Standorte um fast 57 Prozent zugenommen hat. Gegen Ende 2016 hatten wir bereits 40,9 Prozent weniger spezifische CO2-Emissionen als im Vergleichsjahr 2005.