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                    <title><![CDATA[Newsroom Covestro Blog]]></title>
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                    <language>de</language>
                    <lastBuildDate>Wed, 17 Jun 2026 14:30:52 +0200</lastBuildDate>
                    <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 12:10:00 +0200</pubDate>
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                        <title><![CDATA[Newsroom Covestro Blog]]></title>
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                        <title>Kreativ bleiben in schwierigen Zeiten</title>
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                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/kreativ-bleiben-in-schwierigen-zeiten/</guid><pp:caseid>742706</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>In schwierigen Zeiten wie diesen nehmen Stress und Unsicherheit zu. Die Folge: Kreativität droht zu versiegen. Doch gerade jetzt wird sie besonders gebraucht – als Treibfeder für dringend nötige Innovationen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Kriege, Lieferengpässe, steigende Lebenshaltungskosten. Rasanter technologischer Wandel in Alltag und Arbeitswelt. Ein rauerer Ton im gesellschaftlichen Miteinander – die Welt ist von Konflikten und Umbrüchen geprägt wie nie zuvor. Das hat auch Folgen für viele Menschen. Stress und mentale Überlastung nehmen zu. Wir werden gereizt, unsicher und verzagt.</p><p>Und eine unserer wichtigsten Ressourcen wird gelähmt: die Kreativität. Ohne sie trocknen jedoch auch Innovation und Fortschritt aus, die Fähigkeit zur Konfliktlösung verkümmert, und letztlich bleiben Wertschöpfung und Wohlstand auf der Strecke. Ein Zusammenhang, den es anlässlich des <a href="https://www.un.org/en/observances/creativity-and-innovation-day" target="_blank">World Creativity and Innovation Day</a> hervorzuheben gilt.</p><p>Sorge und Stress engen uns ein. Das Gehirn schaltet vom Weitwinkel in den Tunnelblick. Überlastung lässt wenig Raum für Reflexion und unkonventionelle Gedanken. Angst fördert Konformität – niemand will in unsicheren Zeiten das Falsche sagen oder tun.</p><h2>Die Welt braucht kreative Lösungen</h2><p>Aber wenn wir in komplexen Situationen reflexartig auf Bewährtes setzen, riskieren wir, Chancen zu übersehen. Dabei kommt es gerade jetzt darauf an, bewusst Räume für neue Ideen zu schaffen – auch dann, wenn der Alltag dagegen arbeitet. Gerade in dieser schwierigen Welt voller Herausforderungen braucht es neue Lösungen, keine alten Antworten.</p><p>Das gilt auch und besonders für die Industrie und für Branchen wie die Chemie, von deren Innovationskraft so viel abhängt: Dass unser modernes Leben funktioniert. Und dass viele große Bereiche zukunftsfähig werden – von Energie über Mobilität bis zu Ernährung und Gesundheitsversorgung. Zugleich muss sich die Chemie selbst immer wieder neu erfinden: um ihre traditionelle Stärke zurückzugewinnen und Schritt zu halten mit der sich verändernden Welt und den Kundenanforderungen von morgen.</p><p>Die Tausenden von Beschäftigten in den Unternehmen brauchen also unbedingt ein Umfeld, das Kreativität freisetzt, statt sie einzuschränken. Dazu gehört es zum Beispiel, psychologische Sicherheit zu vermitteln: eine Fehlerkultur zu stärken, in der Ideen offen ausgesprochen werden können – auch dann, wenn sie noch unfertig sind oder sich im Nachhinein als nicht tragfähig erweisen. Hilfreich für eine positive mentale Verfasstheit ist auch ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten.</p><p>Und – ganz wichtig: Einfallsreichtum und schöpferische Kraft leben stark von Kollaboration, Inklusion und Zugehörigkeit. In vielen Unternehmen wächst das Bewusstsein dafür, wie wichtig Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg ist. Auch bei Covestro wird dieser Ansatz gelebt – etwa durch interdisziplinäre Teams und externe Partnerschaften mit Universitäten und Start-ups.</p><h2>Kreativität – Investition in die Zukunft</h2><p>Unternehmen, die jetzt in kreative Kulturen investieren, sichern ihre Zukunftsfähigkeit. Kreativität entsteht dort, wo Neugier auf Wissen trifft und wo Menschen bereit sind, neue Wege zu denken. Innovation entsteht dort, wo aus diesen Ideen durch Zusammenarbeit und konsequente Forschung etwas Greifbares wird.</p><p>Zwar können neue Technologien wie Künstliche Intelligenz kreative Prozesse unterstützen und beschleunigen – sie ersetzen aber nicht die menschliche Fähigkeit, gegen den Strich zu denken, unbequeme Fragen zu stellen und ungewöhnliche Verbindungen herzustellen.</p><p>Kreativität wurzelt tief in uns Menschen. Sie äußert sich im Mut, eine unfertige Idee auszusprechen, sie beginnt mit der Bereitschaft, den Gedanken einer Kollegin oder eines Kollegen weiterzudenken. <span style="text-align:start;">Denn gerade in Zeiten des Umbruchs entscheidet kreative Stärke darüber, wer Wandel nur bewältigt – und wer ihn aktiv gestaltet.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 12:10:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Junge Europäer engagieren sich für die Wissensgesellschaft</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/junge-europaeer-engagieren-sich-fuer-die-wissensgesellschaft/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/junge-europaeer-engagieren-sich-fuer-die-wissensgesellschaft/</guid><pp:caseid>727352</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Der Anstieg von Desinformation und Fake News sägt auch an den Fundamenten von Wissenschaft, Innovation und Fortschritt. Über Lösungen haben engagierte junge Menschen auf dem Europäischen Jugendparlament in </span><span style="text-align:start;">Málaga</span><span> diskutiert, unterstützt von Covestro.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Von überall her in Europa sind sie gekommen. Mehr als 300 engagierte junge Menschen, die eine Woche lang das Kongresszentrum „Edgar Neville“ in <span style="text-align:start;">Málaga</span> bevölkern. Was sie antreibt: drängende gesellschaftspolitische Fragen zu diskutieren und Lösungen mitzugestalten. Ihre Bühne: die 103. internationale Sitzung des Europäischen Jugendparlaments (EYP).</p><p>Hier geht es zu wie in einer „richtigen“ Volksvertretung, mit Fachausschüssen zu zahlreichen Themen und einer Plenarsitzung, in der die erarbeiteten Ergebnisse verabschiedet werden – von den Folgen des Klimawandels bis zu Minderheitenrechten und Migration. Dieser Austausch über nationale und kulturelle Grenzen hinweg schafft ein tiefes, persönliches Verständnis für die demokratischen Prozesse.</p><p>Aber werden wir auch in Zukunft noch fähig sein, komplexe Themen zu behandeln und im Miteinander konstruktive Lösungen zu finden? In dem Tempo, in dem Desinformation und vereinfachende populistische Narrative um sich greifen, kann man daran zweifeln. Wenn Unwahrheit gesät, Verunsicherung geschürt und aufgeklärtes kritisches Denken diskreditiert wird, dann schwindet das Vertrauen in wissenschaftliche Fakten. Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert werden, verliert die Gesellschaft die Fähigkeit, rationale, konsensbasierte Entscheidungen zu treffen. Die Folge: Polarisierung, Frustration, Stagnation.</p><h2>Gefahren für Politik und Wirtschaft</h2><p>Wie lässt sich also die Basis unserer Wissensgesellschaft erhalten? Auch das war Thema im Jugendparlament. Covestro als innovationsgetriebenes Unternehmen mit seinem Eintreten für Faktenorientierung, Bildung und Wissenschaft hatte in <span style="text-align:start;">Málaga</span> Gelegenheit, sich mit den jungen Delegierten dazu auszutauschen. Denn Desinformation, Manipulation und gesellschaftliche Spaltung sind nicht nur eine politische, sondern auch eine immense wirtschaftliche Gefahr.</p><p>Unternehmen wie Covestro und Branchen wie die Chemie sind auf die Akzeptanz wissenschaftsbasierter Lösungen angewiesen; ob für die Entwicklung nachhaltiger Materialien, klimaneutrale Produktion oder die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Wenn das Vertrauen in die Wissenschaft erodiert, verebbt auch die Innovationsbereitschaft.</p><p>Dann werden Investitionen risikoreicher, und dringend benötigte Technologien wie das chemische Recycling erfahren unnötigen Widerstand durch Verzerrung und Fehlinformation. Zuletzt können irreführende Darstellungen den Ruf und damit die Geschäftsgrundlage eines Unternehmens nachhaltig schädigen.</p><h2>Ambivalente Rolle von KI</h2><p>Inzwischen reichen dafür ein paar Mausklicks – durch die ungeahnten Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Aber sie eröffnet zugleich auch neue Chancen. KI als Brandbeschleuniger oder Hoffnungsträger – eine Ambivalenz, die auf dem EYP lebhaft diskutiert wurde.</p><p>Auf der einen Seite bietet KI in Wissenschaft und Wirtschaft enorme Vorteile. Sie revolutioniert die Forschung, verbessert komplexe Produktionsprozesse und hilft, neue, nachhaltige Materialien schneller zu entwickeln. Für Covestro ist KI ein unverzichtbares Werkzeug, um schneller zu Innovationen zu gelangen und die eigenen ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.</p><p>Auf der anderen Seite ermöglicht KI die massenhafte und überzeugende Produktion von Deepfakes. Man denke nur an das Foto von Papst Franziskus im stylischen Daunenmantel. Diese Art der Manipulation macht es selbst für kritische Bürger immer schwieriger, Fakten von Fiktion zu unterscheiden.</p><h2>Medien- und Digitalkompetenz stärken</h2><p>Die jungen Delegierten haben dies erkannt: Es reicht nicht mehr aus, nur Fakten zu präsentieren. Es muss in die Medien- und Digitalkompetenz investiert werden, damit gerade junge Leute im Digitalzeitalter Hintergründe und Zusammenhänge durchschauen, Manipulations-Mechanismen verstehen und die Werkzeuge kennen, um unterscheiden zu können zwischen Wahr und Falsch.</p><p>Die Erfahrung in <span style="text-align:start;">Málaga</span> hat gezeigt, dass viele in der jungen Generation entschlossen sind, sich für Demokratie, Toleranz und ein konstruktives Miteinander einzusetzen. Ihre kritische und lösungsorientierte Haltung ist ein Mutmacher. Das Europäische Jugendparlament: eine strategische Investition in den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der Welt, wie wir sie schätzen. Und in den Geist der Zusammenarbeit, ohne den es keinen Fortschritt gibt.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 11:42:05 +0100</pubDate>
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                        <title>Das Klassenzimmer – da, wo die Zukunft beginnt</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/das-klassenzimmer--da-wo-die-zukunft-beginnt/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/das-klassenzimmer--da-wo-die-zukunft-beginnt/</guid><pp:caseid>723954</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Fortschritt entsteht dann, wenn aus Ideen Lösungen werden – in Laboren, Fabriken und in der Gesellschaft insgesamt. Dafür braucht es Menschen, die den Wandel nicht nur verstehen, sondern gestalten. Das Fundament dafür wird in Schulen gelegt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die Welt steckt voller Herausforderungen. Um sie zu bewältigen und in Chancen zu verwandeln, braucht es häufig technologische Lösungen – und immer kritisches, kreatives Denken. Doch wie bereiten wir insbesondere junge Menschen darauf vor? Die Antwort beginnt früher, als wir denken: im Klassenzimmer. Mit Lehrerinnen und Lehrern, die am Anfang der Innovationskette stehen.&nbsp;</p><p>Idealerweise schaffen sie den Raum für „Future Skills“ wie Problemlösungskompetenz, Anpassungsfähigkeit, interdisziplinäres Arbeiten und Empathie, aber auch naturwissenschaftliches und digitales Verständnis. Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen die besondere Rolle von Lehrkräften jährlich am 5. Oktober mit dem <a href="https://www.unesco.org/en/days/teachers" target="_blank">World Teachers’ Day</a> würdigen.</p><h2>Lehren neu denken</h2><p>Dieses Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Recasting teaching as a collaborative profession“: Lehren als kooperative, vernetzte Profession neu zu denken. Genau das ist der richtige Ansatz. Denn die großen Aufgaben unserer Zeit – vom Klimaschutz über die <a href="https://www.covestro.com/de/sustainability/what-drives-us/circular-economy" target="_blank">Kreislaufwirtschaft</a> bis hin zur Digitalisierung – können nur im Miteinander gelöst werden: interdisziplinär, global und teamorientiert.</p><p>Damit Ideen nicht in Schubladen verschwinden, brauchen wir Menschen, die wissen wollen, Dingen auf den Grund gehen und gemeinsam weiterdenken. Solche Fähigkeiten entwickeln sich nicht allein durch Lehrpläne. Sie wachsen in Projekten, im Austausch und in der Verantwortung füreinander. Genau das sollten Schülerinnen und Schüler heute lernen, denn das werden sie in der Welt von morgen brauchen.</p><p>In der Realität ist das jedoch oft schwer umzusetzen. Zeitdruck, knappe Ressourcen und bürokratische Anforderungen schränken viele Lehrkräfte ein – gerade dann, wenn es darum geht, was Schule eigentlich leisten soll: junge Menschen auf eine komplexe und sich ständig wandelnde Welt vorzubereiten. Umso wichtiger ist es deshalb, die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern nicht nur zu würdigen, sondern sie auch aktiv zu unterstützen. Denn sie vermitteln weit mehr als nur Wissen. Sie befähigen junge Menschen, über Fachgrenzen hinauszudenken, Verantwortung zu übernehmen und sich gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln.&nbsp;</p><p>Das ist wichtig und wird immer bedeutender – nicht nur in der Schule, sondern auch in Unternehmen. Was heute als kollaborative Lernkultur im Klassenzimmer entsteht, bildet morgen die Grundlage für die Zusammenarbeit in internationalen Projektteams.&nbsp;</p><h2>Covestro unterstützt schulisches Lernen</h2><p>Wenn wir unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen, dann beginnt das nicht erst im Studium oder im Beruf, sondern viel früher. Deshalb fördert Covestro Projekte im schulischen Umfeld – in Deutschland etwa den Recherchewettbewerb „<a href="https://www.covestro.com/press/de/starke-ideen-in-recherchewettbewerb-praemiert/" target="_blank">Zukunft braucht Wahrheit</a>“ mit der Handelsblatt Media Group, die <a href="https://www.covestro.com/press/de/covestro-startet-inhouse-days/" target="_blank">Covestro Inhouse-Days</a> oder das „<a href="https://www.leverkusen.de/pressemodul/pressemitteilungen/september/levcreationlab" target="_blank">lev_creation lab</a>“ in Leverkusen, wo schulisches Lernen und wirtschaftliche Praxis zusammenkommen.&nbsp;</p><p>Bei all diesen Initiativen leiten uns klare Grundsätze: Ohne Bildung keine Innovation, ohne Lehrkräfte keine „Future Skills“. Anlässlich des World Teachers’ Day sagen wir deshalb ganz bewusst Danke – an alle Lehrerinnen und Lehrer, die nicht nur unterrichten, sondern inspirieren. Die junge Menschen dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Und die mit ihrer Arbeit den Grundstein legen für das, was wir morgen gemeinsam gestalten.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 13:43:24 +0200</pubDate>
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                        <title>Hinter den Kulissen: Dialog über Imagio® in Autodesk VRED</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/hinter-den-kulissen-dialog-ueber-imagio-in-autodesk-vred/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/hinter-den-kulissen-dialog-ueber-imagio-in-autodesk-vred/</guid><pp:caseid>722975</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Imagio<sup>®</sup>: Covestros digitale Plattform für Polycarbonat-Materialzwillinge ist jetzt in Autodesk VRED integriert. Ein Meilenstein für Designer im Automobilbereich. Wie kam es zur Zusammenarbeit? CovNet sprach mit den Experten Pascal Seifert (Autodesk) und Tobias Rausch (Covestro).</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Imagio<sup>®</sup>: Covestros digitale Plattform für Polycarbonat-Materialzwillinge ist jetzt in Autodesk VRED, einer Software für 3D-Visualisierung und virtuelle Prototypenerstellung, integriert. Ein Meilenstein für Designer im Automobilbereich. Wie kam es zur Kooperation? CovestroNet sprach darüber mit Pascal Seifert, Technischer Produktmanager im Automotive und Conceptual Design Team bei Autodesk VRED und Dr. Tobias Rausch, Digital Sampling – Global Color & Design von Covestro.</p><p><strong>Frage 1: Lieber Pascal, lieber Tobias: Imagio<sup>®</sup> ist jetzt integriert in Autodesk VRED und damit ganz früh im Auto-Designprozess verfügbar. Wie kam es dazu?&nbsp;</strong><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/0b880b98-518d-4352-840f-5f5f8535eb18/500_tobiasrausch2000x2000px.png?x=1758697273487" alt="250924_Tobias Rausch 2000x2000px" width="200">Tobias: „Die Idee kam ganz natürlich – wir haben gesehen, wie Designer immer digitaler arbeiten, aber trotzdem physische Muster anfordern mussten. Das kostet Zeit, Geld und entspricht nicht der immer schnelleren Geschwindigkeit der Automobilentwicklung. Materialhersteller wie wir beschäftigen sich wiederum schon lange mit dem Thema digitaler Materialzwillinge. Bei Covestro haben wir 2019 damit losgelegt und unsere Polycarbonat-Materialien mit Imagio<sup>®</sup> bereits fotorealistisch digitalisiert. Uns war klar: Diese gehören direkt dorthin, wo die Designentscheidungen fallen – in die großen Design-Softwares selbst."&nbsp;<br><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/ade529ee-1350-43eb-b1fb-2bfacb045fff/500_thump1024-pascalseifert.jpg?x=1758696981910" alt="250924_Thump1024-PascalSeifert" width="200">Pascal: “Das AxF-Format für vermessene Materialien, das in Imagio<sup>®</sup> zur Verfügung gestellt wird, gibt es in Autodesk VRED bereits seit einiger Zeit. Die Unterstützung von Covestro, insbesondere durch Tobias, war aber ganz entscheidend für die Implementierung der transluzenten AxF-Materialien in Autodesk VRED 2026. Dabei steckt der Teufel häufig im Detail, und nur mittels der Zusammenarbeit mit einem Materialexperten, konnten wir sicherstellen, dass alle Materialeigenschaften im Rendering korrekt wiedergegeben werden. Als wir erfuhren, dass Covestro mit Imagio<sup>®</sup> eine riesige Bibliothek von fotorealistischen und vermessenen Materialzwillingen zur Verfügung stellt, war uns sofort klar, dass wir diese unseren gemeinsamen Kunden, auf einem direkten und einfachen Weg, zugänglich machen müssen. Der Zugriff auf die Imagio<sup>®</sup> Bibliothek aus Autodesk VRED heraus, ermöglicht es Designern beispielsweise, sofort zu sehen, wie Oberflächen im Auto-Innenraum aussehen würden, ohne vorher aufwändig Einzel Files herunterladen zu müssen.“&nbsp;</p><p><strong>Frage 2: Was waren die größten technischen Herausforderungen bei der Integration?&nbsp;</strong><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/ade529ee-1350-43eb-b1fb-2bfacb045fff/500_thump1024-pascalseifert.jpg?x=1758696981910" alt="250924_Thump1024-PascalSeifert" width="200">Pascal: “Das von Imagio<sup>®</sup> zu Verfügung gestellte AxF Materialmodel ist recht komplex und bis dato waren noch nicht alle Features in Autodesk VRED unterstützt. Die Herausforderung lag also erst einmal in der Vervollständigung des Materialmodels. Die Implementierung der Imagio<sup>®</sup> Bibliothek über einen sogenannten Webshop in Autodesk VRED war doch recht reibungslos, da die dafür benötigte Technologie bereits in Autodesk VRED vorhanden war und sich das Bedienkonzept von Imagio<sup>®</sup> nahtlos in unser Konzept einfügt.&nbsp;<br><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/0b880b98-518d-4352-840f-5f5f8535eb18/500_tobiasrausch2000x2000px.png?x=1758697273487" alt="250924_Tobias Rausch 2000x2000px" width="200">Tobias: „Das stimmt, Pascal – und von unserer Seite war es entscheidend, dass wir unser komplettes Polycarbonat-Portfolio so aufbereiten, dass es nahtlos in eure Umgebung passt. Wir mussten sicherstellen, dass ein Designer bei euch im Autodesk VRED-Tool per Drag&Drop unser Material auf ein Armaturenbrett ziehen kann und sofort sieht: 'Genau so würde es aussehen.' Dank des kontinuierlichen Austauschs zwischen unseren Teams haben wir es sehr gut hinbekommen. Die positiven Rückmeldungen nach nur einem Monat sprechen für sich.”&nbsp;</p><p><strong>Frage 3: Was bedeutet diese Integration für die Zukunft des Automobildesigns? Wie könnte es weitergehen?</strong>&nbsp;<br><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/0b880b98-518d-4352-840f-5f5f8535eb18/500_tobiasrausch2000x2000px.png?x=1758697273487" alt="250924_Tobias Rausch 2000x2000px" width="200">Tobias: „Wir ermöglichen mit der Integration Designern, schon in frühen Entwicklungsphasen die Vielseitigkeit von Polycarbonat unkompliziert und niedrigschwellig zu entdecken. Das passt perfekt in die Arbeitsweise und Erwartungen von Designern heutzutage. Es sorgt auch für Beschleunigung: Wenn ich am Bildschirm schon das möglichst passende Material auswählen kann, spare ich als Designer viel Zeit und vormals notwendige Abstimmung mit Materialherstellern, von denen wir ja auch immer nur einer waren. Das passt auch zur immer kürzeren Entwicklungszeit von Autos, die sich von vormals sieben auf mittlerweile zwei Jahre verkürzt hat, und wo deshalb parallel statt sequenziell gearbeitet werden muss. Für uns als Materialhersteller ist es unheimlich wertvoll, so früh im Designprozess da zu sein - weil im Designprozess Materialentscheidungen getroffen werden. Da müssen wir also präsent sein und das sind wir.&nbsp;<br><br><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/ade529ee-1350-43eb-b1fb-2bfacb045fff/500_thump1024-pascalseifert.jpg?x=1758696981910" alt="250924_Thump1024-PascalSeifert" width="200">Pascal: „Tobias hat einen wichtigen Punkt genannt – die Parallelisierung der Entwicklung und die Geschwindigkeitsvorteile eines solchen digitalen und qualitativ hochwertigen Angebots, ist ganz entscheiden. Was wir hier sehen, ist erst der Anfang. Wo Designer bereits heute ein Material wie Polycarbonat in unserer Software fotorealistisch sehen und für erste optische Simulationen einsetzen können, können wir vielleicht in Zukunft auch Simulationen für mechanische Eigenschaften anschließen oder Alterungsprozesse eines Materials abbilden. Stellt euch vor: Designer testen nicht nur, wie das Material „neu“ aussieht, sondern auch, wie es nach zehn Jahren parken unter freiem Himmel aussehen könnte und können dies in ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen – alles digital, alles mit wenigen Klicks verfügbar. Das wird die Art, wie die Autohersteller ihre Fahrzeuge entwickeln, fundamental verändern."&nbsp;<br><br><i>Die Integration ist ab dem 07.August 2025 global verfügbar – ein Schritt, der zeigt, wie Covestro die Zukunft des Automobildesigns mitgestaltet.</i></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 24 Sep 2025 11:33:09 +0200</pubDate>
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                        <title>Meinungsvielfalt und Medienfreiheit: Humus der Demokratie</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/meinungsvielfalt-und-medienfreiheit-humus-der-demokratie/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/meinungsvielfalt-und-medienfreiheit-humus-der-demokratie/</guid><pp:caseid>722952</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Vielfalt der Meinungen, die Freiheit der Medien und Wissenschaft geraten zusehends unter Druck. Sie sind der Humus der Demokratie und die Triebfeder für kritisches Denken, Kreativität und Innovation. Wir müssen deutlicher für sie eintreten.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>“Fair is foul and foul is fair”: Dieser Ausspruch der Hexen in Shakespeares Drama “Macbeth” kommt mir in den Sinn, wenn ich sehe, wie sich weltweit der Kampf um Meinungen und Deutungen immer weiter zuspitzt. Was die einen als gut und richtig ansehen, brandmarken die anderen als schlecht und falsch – und umgekehrt.&nbsp;</p><p>Begriffe werden umfunktioniert, Wertvorstellungen ins Gegenteil verkehrt. Affekt triumphiert über Ratio. Ursprünglich inakzeptable Ansichten bekommen allmählich den Charakter des Normalen und Sagbaren. Eine Diskursverschiebung, die mit Hasskommentaren und Beleidigungen bis hin zu Boykott- und Gewaltaufrufen einhergeht.&nbsp;</p><p>Diese Entwicklung bereitet mir große Sorgen. Denn der offene Diskurs ist nicht nur der Humus der Demokratie. Sondern auch das Rüstzeug, das wir haben, um den vielen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Wenn er nicht mehr stattfindet, dann erstickt auch Kreativität, dann verkümmern Wissenschaft und Innovation, dann werden Gesellschaften dysfunktional.&nbsp;</p><h2>Toleranz auch den Intoleranten?&nbsp;</h2><p>Das führt zu der Frage, wie offen dieser Diskurs sein darf. Wie gehen wir mit dem Toleranz-Paradoxon um, das der Philosoph Karl Popper vor 80 Jahren beschrieben hat? Dass eine tolerante Gesellschaft es intoleranten Kräften sehenden Auges erlaubt oder ermöglicht, die eigene Toleranz einzuschränken oder abzuschaffen.</p><p>Können und sollen der Meinungsfreiheit beziehungsweise dem, was jeder darunter für sich versteht, Grenzen gesetzt werden? Während sie in einigen Ländern bei Straftatbeständen wie Beleidigung und Volksverhetzung endet, ist in anderen das Rechtsverständnis weiter gefasst. Dort sind teilweise auch Äußerungen, die woanders als unwahre Tatsachenbehauptung oder sogar Anstiftung zu Straftaten gelten würden, noch zulässig. Ob das zielführend ist für den Zusammenhalt, die Bewältigung der Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft, wage ich zu bezweifeln.</p><p>Aber der eigentliche Punkt ist ein anderer und geht viel weiter. Man mag ja noch so radikal und dogmatisch die eigene Position vertreten und jede andere diffamieren dürfen. Auch mit dem Argument, die eigene Meinung werde unterdrückt. Aber man sollte dann auch allen anderen das Gleiche zubilligen. Getreu dem Voltaire in den Mund gelegten Bonmot: „Ich missbillige, was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen.“</p><p>Seit der Aufklärung wurde in Sachen Toleranz und Meinungsfreiheit mühsam viel erreicht. Doch der große Philosoph wäre sicher entsetzt, wenn er sähe, welche Rückschritte wir gerade machen. Zu beobachten sind – im internationalen Vergleich noch recht harmlose – Vorgänge wie jetzt in Deutschland die Abberufung der TV-Moderatorin Julia Ruhs durch den NDR – nachdem man sie kurz zuvor eigens angeheuert hatte, um eine „konservative“ Perspektive ins öffentlich-rechtliche Mediensystem zu bringen.&nbsp;</p><h2>Cancel Culture im großen Stil&nbsp;</h2><p>Gleichzeitig findet Cancel Culture im richtig großen Stil statt: Kampagnen und juristische Feldzüge gegen die Medienlandschaft an sich. Weltweit ist es um die Pressefreiheit schlecht bestellt – im „World Press Freedom Index“ von Reporter ohne Grenzen wird sie jetzt zum ersten Mal als „schwierig“ eingestuft.</p><p>Um das Maß voll zu machen, ist in den vergangenen zehn Jahren auch die Freiheit der Wissenschaft weltweit deutlich zurückgegangen. 2025 verzeichneten insgesamt 34 Länder einen statistischen und substanziellen Rückgang der akademischen Freiheit im Vergleich zu 2015, wie aus dem Academic Freedom Index hervorgeht.</p><p>Meinung, Medien, Forschung: Die Fundamente der Demokratie sind gefährlich unter Druck. Aber demokratische Gesellschaften brauchen eine Vielzahl von Stimmen, Perspektiven und Diskursräumen.&nbsp;</p><p>Das muss auch die Wirtschaft sehen und klar benennen. Auch sie lebt von kritischem Denken. Von Vielfalt und Offenheit, von Respekt, Vertrauen und Zusammenarbeit als Nährboden für Innovationen, die Wachstum und Wohlstand sichern.&nbsp;</p><p>Unternehmen können und sollten Fakten vermitteln, Orientierung geben, Räume für Dialog schaffen. Wir bei Covestro unterstützen zum Beispiel das Europäische Jugendparlament, wo wir dieses Jahr als Pate für die Themen Kreislaufgesellschaft und Innovation/Wissensgesellschaft fungieren.</p><p>Dialog, Partizipation und Vertrauen – wie wichtig das ist, hat kürzlich UNO-Generalsekretär Antonio Guterres noch einmal anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie hervorgehoben. Machen wir uns an jedem einzelnen Tag klar: Demokratie und Toleranz sind keine Selbstverständlichkeiten. Sie sind ein gemeinsames Projekt, das wir gestalten und schützen müssen.</p>]]></description><category><![CDATA[People,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 13:59:25 +0200</pubDate>
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                        <title>Wir brauchen einen Herbst der Einigkeit</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wir-brauchen-einen-herbst-der-einigkeit/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wir-brauchen-einen-herbst-der-einigkeit/</guid><pp:caseid>719994</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die ersten hundert Tage der Regierung Merz waren durchwachsen. Jetzt, mit dem Ende der politischen Sommerpause, muss die Arbeit der Koalition deutlich besser werden. Vor allem sollte sie mehr Einigkeit zeigen und sich nicht verzetteln.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Wir hatten es schon im Sommer spüren sollen – dass sich in Deutschland „langsam etwas zum Besseren“ verändert. So hatte es Bundeskanzler Friedrich Merz Mitte Mai in seiner ersten Regierungserklärung als Ziel ausgegeben. Nun ist Langsamkeit ein relativer Begriff, und vielleicht ist mein Sensorium auch nicht ausgeprägt genug: Jedenfalls neigt sich der Sommer dem Ende zu, ohne dass sich bei mir der Eindruck grundlegender Verbesserungen eingestellt hat.</p><p>Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht kann davon keine Rede sein. Eher im Gegenteil, wenn wir auf die Meldungen aus den Sommermonaten blicken. Juni: Die <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_289_421.html#:~:text=Produktion%20in%20energieintensiven%20Industriezweigen%20gesunken,Internetangebot%20des%20Statistischen%20Bundesamtes%20verf%C3%BCgbar" target="_blank">Industrieproduktion</a> sinkt um fast zwei Prozent gegenüber dem Vormonat auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Juli: Die Zahl der <a href="https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/iwh-insolvenztrend-mehr-firmenpleiten-im-juli" target="_blank">Insolvenzen</a> hingegen nimmt weiter zu – auf den zweithöchsten Wert seit zwei Jahrzehnten. August: Die <a href="https://www.zew.de/presse/pressearchiv/ausblick-truebt-sich-nach-angekuendigtem-eu-us-handelsabkommen-ein" target="_blank">Konjunkturaussichten</a> geben nach drei Anstiegen in Folge deutlich nach (was allerdings hauptsächlich dem Zollabkommen zwischen der EU und den USA geschuldet ist).</p><p>Während die Wirtschaft immer urlaubsreifer wird, hat inzwischen auch der Kanzler selbst eingeräumt, dass die bisherige Regierungsarbeit nicht zufriedenstellend ist. Und da sollte man ihm die durchwachsene Bilanz der ersten hundert Tage (mit Querelen um Stromsteuer und Besetzung des Bundesverfassungsgerichts) nicht mehr vorhalten. Sondern mit dem Ende der Sommerpause im politischen Berlin konstruktiv nach vorn blicken.</p><p>In diesem Sinne einige Anmerkungen. Natürlich ist es überaus wichtig und richtig, dass die Bundesregierung mit dem ausgerufenen „Herbst der Reformen“ nun auch strukturelle Änderungen bei weiteren großen Themen wie Steuern und Sozialleistungen angehen will. Hier gilt es, in der Verwaltung viele Verkrustungen und Ineffizienzen zu beheben und in der Bevölkerung ein neues Realitätsbewusstsein zu vermitteln, ohne dass dies gleich in sozialen Kahlschlag und einen „heißer Herbst“ mündet.</p><h2>Sorgfalt und Plan für große Reformen</h2><p>Diese großen Themen muss man sorgfältig und planvoll angehen. Hier habe ich jedoch meine Zweifel, wenn ich sehe, wie einzelne Mitglieder der Koalition mit Vorstößen für Schlagzeilen sorgen, um sogleich vom jeweils anderen Lager in die Schranken gewiesen zu werden. Und was mich noch bedenklicher stimmt: Dass dabei im Regierungsbündnis offenbar tieferliegende Grundüberzeugungen aufeinanderprallen wie tektonische Verwerfungen in der Erdkruste.</p><p>Ich mache mir aber nicht nur Sorgen um die Stabilität der Koalition. Ich befürchte auch, dass sie sich verzettelt. Denn die anderen großen Themen, bei denen schon Steine ins Rollen gebracht wurden, sind ja auch noch da und harren der Umsetzung.</p><p>Was ist mit dem Infrastrukturpaket? Wie werden die 500 Milliarden Euro für Straßen, Brücken und Schienen, für Schulen und Krankenhäuser konkret und zielführend verwendet? Wann kommt endlich ein belastbares Konzept für den versprochenen Bürokratieabbau? Und die Energiewende – wie gestalten wir sie kosteneffizienter, ohne dass Nachhaltigkeitsziele dabei geopfert werden (oder zumindest der Eindruck entsteht)?</p><h2>Laufende Großprojekte abarbeiten</h2><p>Die Koalition täte gut daran, bei all diesen extrem wichtigen Themen erstmal zu liefern. Anstatt gleich wieder neue Großbaustellen aufzumachen und die Komplexität der Regierungsarbeit zu erhöhen.</p><p>Und noch ein weiterer Punkt, der auch schon bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags aufgeworfen wurde: Die deutsche Politik sollte nicht nur als Summe von Einzelmaßnahmen daherkommen. Was weiterhin fehlt, ist eine Vision, ein Zielbild für unser Land, das als einigende Klammer dient und die Menschen motiviert.</p><p>Aber auch so wäre es ratsam, sich den Vertrag immer mal wieder zu Gemüte zu führen. Ich habe da besonders Zeile 80 im Sinn: „Wir werden beweisen, dass drei Parteien der demokratischen Mitte das Land gemeinsam erfolgreich gestalten können.“ Die Betonung sollte auf „gemeinsam“ liegen.</p><p>An einem Strang ziehen – das gilt aber nicht nur für das Regierungslager allein. Auch Politik und Wirtschaft könnten noch viel mehr bewirken, wenn sie Hand in Hand agieren. So wie bei der Standortinitiative „Made for Germany“, die – trotz aller öffentlicher Kritik – den richtigen Ansatz fährt. Wenn Regierung und Industrie nun ein dauerhafter, enger Dialog mit Blick auf entscheidende strategische Fragen gelingt, ist schon viel gewonnen.</p><p>Damit auf den wirtschaftlich verhagelten Sommer kein noch trüberer Herbst folgt.</p>]]></description><category><![CDATA[People,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 10:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Partnerschaft auf Augenhöhe: Wie Covestro und Henkel mit dem Sonnenwagen nachhaltige Mobilität vorantreiben</title>
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                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/partnerschaft-auf-augenhoehe-wie-covestro-und-henkel-mit-dem-sonnenwagen-nachhaltige-mobilitaet-vorantreiben/</guid><pp:caseid>713939</pp:caseid><pp:subtitle>Partnerschaft auf Augenhöhe: Wie Covestro und Henkel mit dem Sonnenwagen nachhaltige Mobilität vorantreiben</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Der neue Solarrennwagen „Æthon“ ist ein technisches Meisterstück – gebaut von Studierenden aus Aachen, angetrieben von der Sonne, ausgelegt für 3.000 Kilometer durch das australische Outback. Doch hinter dem eleganten Leichtbau verbirgt sich mehr als Ingenieurskunst: Der Sonnenwagen ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie nachhaltige Mobilität durch partnerschaftliche Zusammenarbeit entsteht.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Mit Covestro und Henkel engagieren sich zwei Unternehmen für das Projekt, die ihre Zusammenarbeit bereits seit Jahren entlang gemeinsamer Wertschöpfungsketten leben – insbesondere im Bereich Klebstofftechnologie. Wir haben mit Guido Naberfeld, Head of Sales and Market Development Mobility bei Covestro und Projektsponsor des Sonnenwagens, und Sjoerd Dijkstra, Director Sustainability Strategy & Excellence bei Henkel Adhesive Technologies, über ihre Beiträge zum Sonnenwagen gesprochen – und über das, was möglich wird, wenn man Kräfte bündelt.</p><h2><strong>Was hat Sie motiviert, sich im Sonnenwagen-Projekt zu engagieren?</strong></h2><p><strong>Guido Naberfeld (Covestro):</strong><br>Das Team Sonnenwagen beeindruckt uns jedes Mal aufs Neue – mit Pioniergeist, technischem Können und einem klaren Blick auf die Mobilität von morgen. Für uns ist das Projekt viel mehr als Sponsoring: Es ist eine Plattform für partnerschaftliche Entwicklung entlang der Wertschöpfungskette. Wir bringen Materialien und Know-how ein – und gewinnen im Gegenzug neue Perspektiven und wertvolle Impulse. Gleichzeitig müssen sich unsere Lösungen unter Extrembedingungen beweisen. Das macht den Sonnenwagen für uns zu einem echten Gradmesser für nachhaltige Innovation.</p><p><strong>Sjoerd Dijkstra (Henkel):</strong><br>Wir haben in der Vergangenheit bereits Teams bei der World Solar Challenge über unsere Kollegen in Australien mit Produkten unterstützt. Deshalb wissen wir, mit welchem Pioniergeist und mit welch vorausschauender Ingenieurskunst das Team Sonnenwagen seinen Solarrennwagen konzipiert – und dass die Schnittmenge zwischen den Ideen des Teams und Henkel sehr groß ist. Durch unsere Partnerschaft wollen wir die jungen Talente fördern und natürlich auch die Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit unserer Lösungen in anspruchsvollen Anwendungen zentraler Industriesegmente sichtbarer machen. Wir sehen in dem Projekt eine ideale Innovationsplattform für zukunftsweisende Klebstofftechnologien.</p><h2><strong>Wo genau kommen Ihre Technologien im Sonnenwagen zum Einsatz?</strong></h2><p><strong>Guido Naberfeld:</strong><br>Unsere Materialien sind praktisch im ganzen Fahrzeug verbaut. Diesmal über zehn Produkte, so viel wie noch nie. Zum Beispiel besteht der Fahrersitz aus chemisch recyceltem Polyurethanschaum – ein Material, das ursprünglich aus alten Autositzen stammt. Auch in der Batterieumhausung setzen wir auf recyceltes Material (massenbilanziert): Dort sind es Elastomere, die Schwingungen zuverlässig dämpfen. Die Cockpit-Haube und Scheinwerferabdeckungen bestehen aus hochschlagzähem Polycarbonat – leicht, robust und UV-beständig. Dazu kommen ein wärmeleitfähiges Polycarbonat in den Batteriezellhaltern, eine nachhaltige Lackierung, die ohne energieintensive Prozesse aushärtet und <a href="https://www.covestro.com/de/innovation/flagship-solutions/sonnenwagen" target="_blank">einige weitere Anwendungen</a>.</p><p><strong>Sjoerd Dijkstra:</strong><br>Wir haben für die aktuelle Generation des Rennwagens vor allem unsere bewährten Lösungen der Marken Loctite und Teroson geliefert. Diese Produkte kommen sowohl in der Automobilindustrie als auch in verschiedensten Anwendungen weiterer Industrien zum Einsatz. Dazu zählen Strukturklebstoffe, Spezialklebstoffe für Komponenten wie den Motor sowie Schraubensicherungen, Klebebänder oder Hybridklebstoffe für unterschiedliche mechanische Bauteile. In Zukunft sehen wir hier aber auch großes Potenzial für den Einsatz weiterer fortschrittlicher Klebstofftechnologien. Ein Fokus wird dann verstärkt auf Produkten liegen, die aus bio-basierten oder recycelten Rohstoffen hergestellt werden – hier arbeiten wir bereits seit Jahren intensiv mit Covestro als einem unserer wichtigsten Lieferanten weltweit zusammen. Wir schließen mit unserem Engagement sozusagen den Kreis, Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit entlang der Wertschöpfungskette partnerschaftlich voranzutreiben.&nbsp;</p><h2><strong>Warum ist Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette so entscheidend für nachhaltige Mobilität?</strong></h2><p><strong>Guido Naberfeld:</strong><br>Die Richtung ist klar: Die Fahrzeuge der Zukunft müssen leichter, effizienter und zirkulär sein. Mit der geplanten EU-End-of-Life-Vehicle-Verordnung wird das auch regulatorisch sichtbar: Künftig sollen 25 % der in Neufahrzeugen eingesetzten Kunststoffe aus Recyclingmaterial bestehen – ein Viertel davon sogar aus Altfahrzeugen. Solche Ziele lassen sich nur gemeinsam erreichen – durch enge Zusammenarbeit aller Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wenn Industrie, Wissenschaft und weitere Partner ihre Kräfte bündeln, entstehen Lösungen, die wirklich etwas verändern können – für den Markt und fürs Klima. Das ist das Tolle am Sonnenwagen: Er zeigt auch solche Zusammenarbeit. Dass Henkel und wir – und natürlich noch viele andere Partner – Teil dieses Projekts sind, spricht für sich. Und dass solche Partnerschaften echte positive Auswirkungen haben, zeigen wir mit Henkel auch an anderer Stelle schon: Im Bausektor greift Henkel auf unsere massenbilanzierten bio-basierten Rohstoffe zurück und entwickelt daraus nachhaltigere Klebstofflösungen für Holzbauteile, die in großen Gebäuden tragend sind. Das ist der Spirit, der die Kreislaufwirtschaft im Mobilitätssektor, aber auch in vielen anderen Bereichen Realität werden lassen wird!&nbsp;</p><p><strong>Sjoerd Dijkstra:</strong><br>Nachhaltigkeit ist das entscheidende Leistungskriterium im Bereich der Zukunftsmobilität. Das gilt nicht nur für die Automobilindustrie, sondern beispielsweise auch in der Luftfahrt oder im Zugverkehr. Die Herausforderungen bei technologischen Aspekten wie der E-Mobilität und bei regulatorischen Fragen wie der Reparierbarkeit oder der Wiederverwertung sind so groß, dass Lösungen nur über eine ganzheitliche Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette hinweg funktionieren. Mit unserem Klebstoffgeschäft arbeiten wir an der Schnittstelle zwischen der chemischen Industrie und der Anwendung. Wir arbeiten daher eng sowohl mit Lieferanten als auch Herstellern zusammen. Deshalb verstehen wir sehr genau, dass nachhaltige Designs nur durch die Kombination der verschiedenen Wissensträger und durch eine entsprechende Transparenz ermöglicht werden können. Der Sonnenwagen eignet sich als ideales Modellprojekt für industrielle Kooperationen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir hier sammeln, wollen wir auch in den Serienbau von Fahrzeugen miteinbringen. Wenn Studierende solch unglaublich innovative und leistungsfähige Autos bauen können, sollte das auch uns als Industrie dazu inspirieren, die vor uns liegenden Herausforderungen in Sachen Nachhaltigkeit zu lösen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 12:20:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Raum für das, was man nicht googeln kann</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/raum-fuer-das-was-man-nicht-googeln-kann/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/raum-fuer-das-was-man-nicht-googeln-kann/</guid><pp:caseid>714074</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Junge Menschen treiben Wandel – wenn wir ihnen inneren Freiraum geben. Der World Youth Skills Day macht deutlich, dass Lernen heute mehr denn je Haltung braucht. Und wie Unternehmen diesen Weg begleiten können.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>In meinem Alltag – beruflich und privat – erlebe ich es immer wieder: Junge Menschen bringen frische Ideen, neue Perspektiven und eine ordentliche Portion Neugier mit. Sie hinterfragen, denken quer, wollen gestalten. Das ist inspirierend. Und es zeigt, wie wichtig eine Kultur des Lernens ist, die genau das fördert. Der <a href="https://www.un.org/en/observances/world-youth-skills-day" target="_blank">World Youth Skills Day</a> am 15. Juli ist ein guter Moment, darüber nachzudenken: Was bedeutet Lernen heute eigentlich – und wie können wir junge Menschen darin stärken?</p><p>Unsere Welt wird immer komplexer und brüchiger. Klimawandel, Digitalisierung, Angriffe gegen die Demokratie – all das fordert neue Lösungen. Es reicht längst nicht mehr, vorhandenes Wissen nur zu vertiefen. Und schon gar nicht, in simple Antwortmuster zu verfallen. Wir müssen auch lernen, unser Denken immer wieder neu auszurichten. Und dabei auch Mehrdeutigkeiten und Widersprüchen klarkommen, Stichwort Ambiguitätstoleranz.</p><h2>Zwischen Tempo und Orientierung</h2><p>Gerade junge Menschen bewegen sich scheinbar mühelos in digitalen Räumen. Sie sind schnell, vernetzt, kreativ. Gleichzeitig stehen sie unter hohem Druck – denn die Welt, in der sie agieren, ist ständig im Wandel. Orientierung fällt da nicht leicht. Umso wichtiger ist es, ihnen nicht nur Werkzeuge an die Hand zu geben, sondern auch Räume, in denen sie Stärke entwickeln können. Räume für Selbstreflexion, für einen inneren Kompass – für das, was man nicht googeln kann.</p><h2>Wenn Lernen Haltung schafft</h2><p><a href="https://www.covestro.com/blog/de/lernen-sich-zu-veraendern/" target="_blank">Transformatives Lernen</a> schafft genau solche Räume. Es verlangt nicht nach schnellen Antworten, sondern stellt die richtigen Fragen: Warum machen wir das so? Was wäre, wenn es noch nichts gäbe – wie würden wir es gestalten? Solches Lernen ist unbequem, aber wertvoll. Es schafft nicht nur Know-how, sondern Haltung.</p><p>Und genau die brauchen wir, um zukunftsfähig zu bleiben. Für sozialen Fortschritt und für technologische Innovationen, so wie sie auch in meiner Branche, der Chemie- und Kunststoffindustrie, stattfinden. Und dieser Wandel beginnt nicht in der Technik, sondern im Denken.</p><p>Wie wirkungsvoll das sein kann, zeigt das Beispiel von Tim Wirtz, 26 Jahre alt und Mitarbeiter im HR-Team von Covestro. Angeregt durch Gespräche mit seinem Teamleiter entwickelte er eine automatisierte Lösung für das Matching im internen Mentoring-Programm – ein Prozess, der bislang aufwändig manuell erfolgte, um herauszufinden, welche Mentoren und Mentees am besten zusammenpassen. Mithilfe von KI und Eigeninitiative entstand ein neues System, das heute rund 95 Prozent der bisherigen Arbeitszeit einspart. Grundlage für diese Veränderung war nicht nur technisches Know-how, sondern vor allem eins: Tim Wirtz bekam genügend Raum für Dialog, Kreativität und Reflexion.</p><p>Diesen Raum schafft Covestro auch außerhalb des Unternehmens. Etwa mit dem deutschlandweiten Recherchewettbewerb „<a href="https://anmeldung.me/zukunftbrauchtwahrheit/" target="_blank">Zukunft braucht Wahrheit</a>“, in dem unser Unternehmen Schülerinnen und Schüler aufgerufen hatte, Ideen zu gesellschaftspolitischen Herausforderungen zu entwickeln. Oder durch die Unterstützung des <a href="https://eyp.org/" target="_blank">Europäischen Jugendparlaments</a>, wo wir ein demokratisches, lösungsorientiertes Miteinander fördern.</p><h2>Vertrauen statt Vorgaben</h2><p>Wenn ich daher heute auf den World Youth Skills Day blicke, sehe ich keinen Aktionstag, sondern eine Einladung: Lernen neu zu denken – nicht als Pflicht, sondern als gemeinsame Chance. Manchmal braucht es weniger Vorgaben und mehr Vertrauen. Weniger Planung, mehr Zuhören. Und den Mut, junge Menschen nicht nur zu führen, sondern sich von ihnen überraschen zu lassen. Denn gerade darin liegt oft der Impuls zur Veränderung.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 12:01:30 +0200</pubDate>
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                        <title>Mehr als nur Business: Unternehmen als Schlüsselakteure gegen Hass</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-als-nur-business-unternehmen-als-schluesselakteure-gegen-hass/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-als-nur-business-unternehmen-als-schluesselakteure-gegen-hass/</guid><pp:caseid>711496</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Hassrede und Ausgrenzung sind moralische No-Gos. Und sie schaden letztlich allen. Die Millionen von Beschäftigten in Unternehmen können vormachen, wie es anders geht: durch Zusammenhalt, Fairness und Toleranz.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Was oft mit herablassenden Bemerkungen oder Spott hinter dem Rücken beginnt, eskaliert nicht selten zu offener Beschimpfung, Anfeindung und digitaler Hetze. Hinzu kommen subtilere Formen – etwa die Umdeutung von Begriffen oder eine Art „Neusprech“, der menschenfeindliche Inhalte hinter wohlklingenden Phrasen verbirgt. In welcher Form auch immer: Hass im Netz und im Alltag ist längst keine Randerscheinung mehr. Dahinter steht ein zunehmendes Wir/Ihr-Lagerdenken, oft gespeist aus Nichtwissen, Falschinformationen und Vorurteilen, aus Gruppenzwang und Unsicherheit.</p><p>Die Folgen sind fatal. Hassrede und Ausgrenzung schaden nicht nur den direkten Opfern, sondern der gesamten Gesellschaft. Wenn immer mehr Gräben gezogen und Mauern errichtet werden, dann fällt das Gemeinwesen am Ende auseinander.</p><p>Wo Offenheit, Empathie, Solidarität und der konstruktive Dialog verloren gehen, verlieren wir auch die Grundlage für Innovation und Fortschritt. Denn dort, wo Menschen nicht sie selbst sein dürfen, kommt es zu Stagnation, Stillstand – und am Ende Rückschritt. Wenn schon Appelle an ethische Grundsätze bei den Urhebern toxischer Propaganda nichts fruchten, dann vielleicht solche pragmatischen Argumente: Polarisierung und Nullsummendenken bringen nur Verlierer hervor.</p><p>So oder so – das Bewusstsein gegen Hassparolen muss gestärkt werden. Daran erinnert der <a href="https://www.un.org/en/observances/countering-hate-speech" target="_blank">Internationale Tag für die Bekämpfung von Hetze</a> am 18. Juni. Die Vereinten Nationen setzen damit vor allem auf Aufklärung. Um etwas zu bewirken, kann man zudem zu gesetzgeberischen Mitteln greifen wie etwa in der EU. Die Europäische Kommission hat zum Beispiel Anfang dieses Jahres ihren <a href="https://commission.europa.eu/strategy-and-policy/policies/justice-and-fundamental-rights/combatting-discrimination/racism-and-xenophobia/eu-code-conduct-countering-illegal-hate-speech-online_en?prefLang=de" target="_blank">Verhaltenskodex</a> zur Bekämpfung illegaler Hetze im Internet überarbeitet. Mit der Folge, dass sich große Onlineplattformen wie Facebook, YouTube, X und TikTok verpflichtet haben, entschlossener gegen Hassrede vorzugehen.</p><h2>Unternehmen können besonders wirksam sein</h2><p>Doch Regulierung allein reicht nicht. Es braucht eine breite gesellschaftliche Bewegung – und hier spielen Unternehmen mit ihren Millionen von Beschäftigten eine entscheidende Rolle. Vor allem deshalb, weil sie große Schnittmengen aufweisen. Während „draußen“ die Gesellschaft immer mehr zerfasert und Einzelne in sozialen Blasen häufig nur das Echo ihrer bereits bestehenden Ansichten empfangen, lassen sich innerhalb der Büros, Labore und Betriebe viele Menschen gleichermaßen erreichen.</p><p>Botschaften können in Unternehmen mithin leichter durchdringen. Wertegerüste und Verhaltenskodizes können helfen, gegen Intoleranz, Diskriminierung, Vorurteile und Stereotype zu sensibilisieren. Und Mitarbeitende können die Anwälte sein, die solche Überzeugungen weitertragen – zu Kunden und Partnern, in ihre Familien und die Nachbarschaft, in Kitas und Schulen, beim Einkaufen, im Sportverein.</p><p>Bei Covestro als multinationalem Unternehmen mit Beschäftigten aus mehr als 80 Nationen heißt es zum Beispiel klipp und klar: „Wir behandeln einander fair und mit Respekt.“ Und in der ganzen Vielfalt wird die innere Verbundenheit mit dem Motto „Wir sind 1“ ausgedrückt.</p><h2>Werte müssen gelebt werden</h2><p>Allerdings müssen Werte und Verhaltensregeln auch aktiv gefördert und durchgesetzt werden. Das Beratungshaus LRN weist in einer globalen <a href="https://lrn.com/blog/lrn-research-exposes-gaps-in-ethical-culture-and-risk-management" target="_blank">Studie</a> vom Mai 2025 darauf hin, dass Ethik- und Compliance-Programme nach wie vor erhebliche Defizite aufweisen. Unternehmen müssten mehr tun, um ethisches Verhalten in die tägliche Entscheidungsfindung einzubetten.</p><p>So darf eine „Speak-up“-Kultur nicht nur auf dem Papier stehen. Und wer Missstände anprangert, darf nicht Angst vor Nachteilen haben. Nur so werden ethische Prinzipien Teil einer Unternehmenskultur, die auch gesellschaftlich Verantwortung übernimmt.</p><p>Beschäftigte und Unternehmen bieten sich aber noch aus einem anderen Grund als Helfer gegen Hass und Spaltung an. Weil sie täglich erfahren, dass Zusammenhalt mehr bringt als Ausgrenzung. Dass Vielfalt und Pluralismus meist den Horizont erweitern und die Kreativität beflügeln. Wer erlebt, wie gemeinsam mit anderen und dank des eigenen Einsatzes nützliche Produkte und gute Ideen entstehen, erfährt Sinn, Selbstwirksamkeit und einen Feel-Good-Effekt. Und hat es nicht nötig, andere niederzumachen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 18 Jun 2025 16:02:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Faktor Mensch und Faktor Maschine – so wird Deutschland produktiver</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/faktor-mensch-und-faktor-maschine--so-wird-deutschland-produktiver/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/faktor-mensch-und-faktor-maschine--so-wird-deutschland-produktiver/</guid><pp:caseid>707925</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Um Deutschland wieder nach vorne zu bringen, muss auch die Arbeitswelt effizienter werden. Dazu sollten wir insbesondere auf Künstliche Intelligenz setzen, die Motivation der Beschäftigten erhöhen – und uns ehrgeizigen Ziele verschreiben.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>1.343 Stunden: die durchschnittliche Arbeitszeit der Deutschen im Jahr 2023. Damit ist die drittgrößte Industrienation der Welt das Schlusslicht unter der 38 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ob angesichts dessen nun mehr gearbeitet werden muss, wie es Friedrich Merz in seiner ersten Regierungserklärung gefordert hat, möchte ich mit Blick auf mehr als eine Milliarde Überstunden dahingestellt lassen. Klar widersprechen will ich auf jedem Fall populistischem Getöse, hier sei ein Land der Faulpelze und Sozialschmarotzer. Ganz im Gegenteil!</p><p>Aber der Bundeskanzler hat eindeutig Recht, wenn er sagt, dass wir vor allem effizienter arbeiten müssen. Denn Fakt ist: Die Arbeitsproduktivität – also das Ergebnis der Arbeit im Verhältnis zum Aufwand wie etwa der Zahl der Arbeitsstunden – befindet sich konstant im Sinkflug. Dieser Wert gibt Auskunft über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit den materiellen Wohlstand unseres Landes. Lag das Produktivitätswachstum insgesamt bis in die Mitte der Nullerjahre noch bei weit über einem Prozent, ist es in den 2020ern auf magere 0,4 Prozent zusammengeschrumpft. Wenn wir uns demgegenüber wachsende Staatsausgaben etwa im Gesundheitswesen vor Augen führen (im OECD-Vergleich am dritthöchsten), wird klar: Wir laufen in Deutschland Gefahr, über unsere Verhältnisse zu leben.</p><p>Das ist hinreichend konstatiert worden. Und auch an Ableitungen mangelt es nicht. Mehr in Bildung und Forschung investieren; das Steuersystem reformieren, um bei den Beschäftigten Arbeitsanreize zu erhöhen und die Firmen zu entlasten; strukturelle Veränderungen anschieben, um vor allem Frauen aus der Teilzeitfalle zu holen und die Arbeitszeiten flexibler gestalten zu können; für qualifizierte Zuwanderung sorgen; die schwerfällige Bürokratie auf Vordermann bringen – und bei allem langfristig, verlässlich und pragmatisch planen: Das und vieles mehr sind Maßnahmen, damit einzelne Unternehmen wie unsere Volkswirtschaft insgesamt wieder effizienter werden können.</p><p>Wobei es mit Effizienz allein nicht getan ist. Sie braucht immer auch ihren Zwilling – die Effektivität. Das heißt: Nicht nur die Dinge richtig tun, sondern auch die richtigen Dinge tun, um das gewünschte Ergebnis erzielen.</p><h2>Produktivitätsschub durch KI</h2><p>Ich möchte an dieser Stelle den Blick auf zwei weitere Faktoren für mehr Effizienz und Effektivität lenken: den Faktor Mensch und den Faktor Maschine. Letzterer trägt den Namen KI. Denn die konsequente Nutzung Künstlicher Intelligenz kann uns einen deutlichen Produktivitätsschub bescheren. Für die Jahre 2025 bis 2030 könnte die Rate dadurch im Schnitt auf 0,9 Prozent steigen, um sich im kommenden Jahrzehnt weiter auf 1,2 Prozent zu erhöhen, wie aus einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft vom Februar dieses Jahres hervorgeht.</p><p>Hier lohnt der Blick auf andere Länder. Singapur etwa hat schon vor Jahren ein umfassendes KI-Förderprogramm aufgelegt, um unter anderem die Einführung der Technologie in industriellen Branchen zu beschleunigen. Noch steckt KI in vielen Unternehmen und Industriezweigen nämlich in den Kinderschuhen. In der Chemie etwa, „meiner“ Branche, sehe ich hier ein Riesenpotenzial – für Forschung und Entwicklung, Einkauf und Produktion, für Logistik und Kundenbeziehungen, von der Verwaltung und persönlichen Unterstützung der Beschäftigten ganz zu schweigen. Entsprechend treiben wir bei Covestro die KI-Nutzung überall energisch voran.</p><p>Der Produktivitäts-Faktor Mensch trägt den Namen Motivation. Was ich in diesem Zusammenhang in einer anderen aktuellen Studie lese, versetzt mich in Sorge: Nicht einmal jede und jeder zweite Angestellte in Deutschland gibt an, im Job sein Bestes zu geben, so die Unternehmensberatung EY.</p><p>Warum das so ist? Häufig hapert es an einer zeitgemäßen Führungskultur, die stärker auf Potentialentfaltung, Qualifizierung, Wertschätzung und Kreativität beruhen sollte. Es braucht Gestaltungsspielraum, Eigenverantwortung und schlanke Entscheidungswege. Außerdem muss die Unternehmenskultur stimmen – die Menschen benötigen ein Umfeld, in dem Fairness und Teamgeist regieren. Und sie brauchen insbesondere auch Sinnstiftung im Wissen darum, mit ihrer Arbeit einen gesellschaftlichen Nutzen zu erbringen und etwas zu bewirken.</p><h2>Große Ziele anvisieren</h2><p>Was in der Unternehmenswelt unter dem Schlagwort „Purpose“ läuft, können und sollten wir in den XXL-Maßstab überführen. Auch unsere Volkswirtschaft braucht eine Art Mission. Eines oder mehrere klar definierte ehrgeizige Ziele, auf welche die Nation ihren Fokus und ihre Energien richtet.</p><p>Wo dabei unsere Stärken liegen, ist für mich klar: in unserem Erfindergeist. Ihn müssen wir entfesseln, um Großes zu erreichen. Warum wollen wir nicht das Land werden, das KI am besten anwendet? Oder auf dem weltweiten Robotermarkt von Platz fünf auf Platz eins rückt? Oder die Kreislaufwirtschaft zu einem globalen Leitprinzip macht? Oder, oder…</p><p>Unser Land steckt voller Möglichkeiten. Wenn wir dann noch die Faktoren Mut und Miteinander weiterentwickeln, kommen wir auch bei der Produktivität wieder nach vorn.</p><hr><p><i>Copyright des Bildmaterials: © Covestro</i></p>]]></description><category><![CDATA[People,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Wed, 04 Jun 2025 10:03:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Mensch und Maschine: Ein Blick auf die digitale Transformation bei Covestro</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/mensch-und-maschine-ein-blick-auf-die-digitale-transformation-bei-covestro/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/mensch-und-maschine-ein-blick-auf-die-digitale-transformation-bei-covestro/</guid><pp:caseid>703369</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Künstliche Intelligenz ist längst zu einem stetigen Assistenten an unserer Seite geworden – sie analysiert, optimiert und beschleunigt Innovationen in rasantem Tempo. Laut dem Hays HR-Report 2024 setzen Unternehmen KI zunehmend ein, um Produktivität zu steigern. Doch wie stellen wir sicher, dass Mitarbeitende diesen Wandel als Chance begreifen und nicht als Bedrohung? Die Antwort liegt in Transparenz, Weiterbildung und einer klaren Vision für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Parallel zeigt eine aktuelle Fraunhofer-Studie, dass der KI-Einsatz in der industriellen Produktion noch in den Anfängen steckt – mit gerade einmal 16 % direkter Nutzung in Produktionsprozessen. Doch das Potenzial ist enorm: KI kann komplexe Abläufe autonomisieren, Effizienz steigern und völlig neue Innovationsmöglichkeiten eröffnen.</span></p><p><span>Genau hier setzen wir bei Covestro an. Wir sehen KI nicht als experimentelles Zukunftsthema, sondern als essenziellen Bestandteil unserer digitalen Transformation. Unser Ziel ist es, Mensch und Maschine so zusammenzubringen, dass neue Möglichkeiten der Wertschöpfung entstehen – für unsere Mitarbeitenden, unsere Kunden und die gesamte Industrie.</span></p><h2>KI ist unser Schlüssel zur Zukunft – und wir gestalten sie aktiv mit</h2><p>Die Einführung von KI ist für Covestro keine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“. Sie wird darüber entscheiden, ob Unternehmen in Zukunft führen oder zurückfallen. Für uns ist KI keine Bedrohung, sondern ein Katalysator für Fortschritt – eine Technologie, die unsere Fähigkeiten exponentiell erweitert und neue Horizonte erschließt.</p><p>Unsere Vision ist eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI. Stellen Sie sich vor: Das Wissen unserer besten Experten, jederzeit für die ganze Belegschaft zugänglich. Entwicklungszeiten, die sich von Monaten auf Tage oder sogar Stunden verkürzen. Eine neue Dimension der Effizienz und Innovationskraft – und wir arbeiten bereits heute daran, diese Vision Realität werden zu lassen.</p><h2>Covestro Virtual Assistant: Unser Sprungbrett in die KI-Zukunft</h2><p>Ein Beispiel dafür ist der Covestro Virtual Assistant. Mehr als nur ein KI-Tool, ist er unser Tor zu einer neuen Art des Arbeitens. Er kombiniert die Stärken gängiger KI-Anwendungen mit maßgeschneiderten Funktionen für Covestro und gewährleistet dabei höchste Datensicherheitsstandards.</p><p>Mit dem Covestro Virtual Assistant stellen wir jedem Mitarbeiter einen „Silizium-basierten Partner“ zur Seite – eine Unterstützung, die Routineaufgaben vereinfacht und kreatives Denken fördert.</p><h2>Von der Finanzabteilung bis zur Produktion: KI revolutioniert unser Unternehmen</h2><p>Die Auswirkungen von KI sind bei Covestro bereits deutlich spürbar:</p><ol><li><strong>Finanzmanagement:</strong> Mit Hilfe von maschinellem Lernen haben wir das Liquiditätsmanagement revolutioniert – mit messbarem Erfolg. Allein durch verbesserte Cashflow-Prognosen konnten wir Zinskosten von mehreren Millionen Euro einsparen.</li><li><strong>Autonome Produktion:</strong> In Dormagen läuft seit Juni 2024 eine unserer 15 Produktionsstraßen im Batch-Verfahren vollständig autonom – ein Meilenstein auf unserem Weg zu einer selbststeuernden Anlage. Dies schafft Raum für unsere Mitarbeiter, sich stärker auf Energieeffizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu konzentrieren.</li></ol><h2>Mensch-KI-Kollaboration: Unser wertvollstes Asset</h2><p>Bei aller technologischen Innovation steht für uns eines fest: KI ist keine Ersatztechnologie für Menschen, sondern eine Technologie, die völlig neue Räume für Innovation und Wertschöpfung schafft. Sie nimmt uns repetitive Aufgaben ab und gibt uns mehr Raum für strategisches Denken, Kreativität und Innovation.</p><p>Deshalb investieren wir gezielt in Weiterbildung und Maßnahmen, die die Transformation unterstützen, damit jede und jeder bei Covestro die Chancen der KI nutzen kann. Denn der größte Wert einer intelligenten Zukunft liegt in den Menschen, die schnell lernen, die neue Technologie zu adaptieren und die Zukunft mitgestalten.</p><h2>Verantwortungsvoller Umgang mit KI</h2><p>Mit großen Chancen kommen auch große Herausforderungen. Der verantwortungsvolle Einsatz von KI ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir setzen auf klare ethische Leitlinien, Transparenz und Datenschutz, um sicherzustellen, dass unsere Technologie verantwortungsvoll und fair genutzt wird.</p><p>Dazu gehört auch, dass wir KI nicht nur einführen, sondern auch aktiv steuern – mit klaren Governance-Mechanismen und einem kontinuierlichen Austausch mit unseren Mitarbeitern.</p><h2>Blick in die Zukunft: KI als Wachstumstreiber für Covestro</h2><p>Meine Aufgabe als CIO ist es, die Orchestrierung der Mensch-KI-Kollaboration zu gestalten. Wir bringen die besten Technologien in unser Unternehmen, integrieren sie sinnvoll. Das heißt, zuerst dort, wo sie den größten wirtschaftlichen Wert generieren. Dabei setzen wir KI so ein, dass sie im Einklang mit unseren Werten stehen.</p><p>Ich bin überzeugt: KI wird Covestro nicht nur effizienter machen, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Indem wir an vorderster Front dieser Entwicklung stehen, werden wir nicht nur Teil der Transformation sein – wir werden sie aktiv mitgestalten.</p><p>Die Reise, auf der wir uns befinden, ist aufregend. KI wird unser Unternehmen und unsere Branche nachhaltig verändern. Die Symbiose aus menschlicher und künstlicher Intelligenz eröffnet uns Chancen, die wir uns heute noch kaum vorstellen können.</p><p>Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam gehen – mit Mut, Innovationsgeist und der festen Überzeugung, dass die Zukunft nicht nur digital, sondern intelligent sein wird.</p><p>&nbsp;</p><hr><p>Bildrechte aller Bilder: © Fabelzucker</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 30 Apr 2025 10:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Sonnenwagen exklusiv: Zukunftsmobilität aus Aachen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/sonnenwagen-exklusiv-zukunftsmobilitaet-aus-aachen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/sonnenwagen-exklusiv-zukunftsmobilitaet-aus-aachen/</guid><pp:caseid>689171</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="text-align:justify;">In den Werkstätten des Team Sonnenwagen ist schon richtig was los. Hier wird Werkzeug bereitgelegt, dort die Carbonmatten vorbereitet. Moritz Mitzel, Strukturleiter des Team Sonnenwagen, spricht sich mit seinem Schichtverantwortlichen ab. Heute wird geklebt, geschliffen und geschichtet. Und zwischendrin die Sponsoren des Teams.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Auch eine Covestro-Delegation war in Aachen mit dabei und bekam den aktuellen Stand des jüngsten Sonnenwagens präsentiert. Hautnah dabei sein, wenn ein Solarauto gebaut wird, das wollte das Team Sonnenwagen ermöglichen und noch viel mehr. Radwechseln und Fräsen zum Beispiel. Doch der Reihe nach.</p><h2>Ein Tag voller Innovation und Praxis</h2><p>Alle zwei Jahre, wenn ein neues Rennauto gebaut wird, erhalten Besucher spannende Einblicke in die Werkstattarbeit. In diesem Jahr fand der Tag der offenen Werkstatt erstmals in dieser Form statt. Er verspricht interessante Eindrücke hinter die Kulissen der Entwicklung des neuen Solarflitzers.</p><p>Schon beim Betreten der Werkstatt spüre man die Energie des Teams. Zwischen Arbeitsbänken, Bauteilen und Laptop-Bildschirmen tüfteln, schrauben und testen Studierende. Die zwei Werkstätten des Teams sind Orte an denen Innovation lebendig wird. In den Büroräumen an den Produktionsorten gab es nebenher Vorträge zur Fahrstrategie, Simulation und Sicherheit. Wissenswert: Wenn es bewölkt ist, fährt das Team Sonnenwagen schneller, als wenn es sonnig ist, ganz einfach, weil die Wolkendecke dann schneller unterfahren wird. Auf der Büroebene über der Werkstatt wurde erklärt, wie der Prüfstand des Teams arbeitet. Getestet wurde live vor den Augen der Gäste bereits der neue Sonnenwagen-5-Motor. Ein echtes Highlight!</p><p>Wer einmal wissen wollte, wie es sich anfühlt, Teil der Sonnenwagen-Crew zu sein, konnte dies zum Beispiel beim Räderwechsel-Workshop erleben. Kurzeinführung: Schutzbrillen, Kapselohrschützer, Schlagschrauber für ein Viererteam. Aerodynamikklappe runter. Dann ran an die Schrauben, ansetzen und lösen, jeder hat seine Aufgabe. Rad ab, neues Rad dran und die Aerodynamikklappe wieder draufsetzen. Was das Team Sonnenwagen im Renngeschehen in unter 90 Sekunden mit drei Mechaniker:innen schafft, ist für ungeübte eine echte Herausforderung. Am Ende stehen mehr als drei Minuten auf der Stoppuhr.</p><p>"Der Tag der offenen Werkstatt war eine fantastische Gelegenheit für uns, hautnah mitzuerleben, welche Hingabe und technologisches Know-how in die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Solarautos einfließen," sagte Daniel Steinke, Covestro Projektleiter des Sonnenwagen Projektes. “Hier dürfen wir Sponsoren erleben, wie es ist, Teil des Teams zu sein. Mein persönliches Highlight war es, die ersten Covestro-Produkte in den Teilen des neuen Sonnenwagen 5 zu sehen.”</p><p>Als Hauptsponsor unterstützt Covestro das Team seit vielen Jahren mit innovativen Materialien und Expertise aus den eigenen Reihen. Diese Partnerschaft trägt dazu bei, das Solarauto stetig leistungsfähiger und nachhaltiger zu gestalten. Das große Ziel in diesem Jahr ist erneut die erfolgreiche Teilnahme an der World Solar Challenge 2025.</p><h2>Der Countdown läuft: Letzte Vorbereitungen für die World Solar Challenge</h2><p>In den Pausen gibt es fast nur ein Thema: Ab jetzt zählt jeder Tag, Verschnaufen ist keine Option. Bis zur World Solar Challenge in Australien bleibt nicht mehr viel Zeit. Das Auto muss bis zum nächsten Meilenstein im Mai fertig sein. Am 26. Mai steht das große Roll-Out-Event in Aachen an. Dann wird der neue Sonnenwagen 5 der Öffentlichkeit präsentiert.</p><p>Das Team arbeitet in der entscheidenden Fertigungsphase unter Hochdruck. Die Außenhülle nimmt Form an, die einzelnen Komponenten unter der Motorhaube und das Fahrwerk werden zusammengeschraubt, verdrahtet und verlötet. Die Tests beginnen, sobald das Auto fahrbereit ist. Alles für das eine Rennen. Quer durch Australien, von Nord nach Süd. Darum wird auch unter Rennbedingungen simuliert. Das ganze Team ist schon Wochen vor Rennstart vor Ort. Dort erfolgt die finale Abstimmung unter den extremen Bedingungen des australischen Outbacks, um maximale Leistung und Zuverlässigkeit im Rennen sicherzustellen. Denn am Ende steht ein Ziel: Im zehnten Jahr des Vereins endlich den Weltmeistertitel nach Aachen zu holen. Bisher läuft dafür alles nach Plan.</p><p>Der Sonnenwagen 5 wird für die renommierte World Solar Challenge 2025 gebaut und am 26. Mai in Aachen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Covestro-Kolleginnen und Kollegen sind dazu herzlich eingeladen. Weitere Informationen folgen.</p><hr><p><i><sub>Copyright Header Bild: © Sonnenwagen Aachen</sub></i></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 28 Feb 2025 13:30:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Starke Industrie als Stabilitätsanker</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/starke-industrie-als-stabilitaetsanker/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/starke-industrie-als-stabilitaetsanker/</guid><pp:caseid>687837</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>In unserer hochkomplexen Welt nimmt das Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit zu. Es braucht ein umfassendes Konzept für gesamtgesellschaftliche Resilienz – mit einer starken Industrie als Stabilitätsanker und Zukunftsgestalter.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Verunsicherung, Misstrauen, Überforderung. Leider kommen mir derzeit eher solche Begriffe in den Sinn, um die wohl vorherrschende Gemütsverfassung in der Gesellschaft zu beschreiben. Der Wunsch nach Orientierung und Stabilität in unserer vielschichtigen Welt scheint immer ausgeprägter zu werden. Womit vielfach die fatale Neigung zu vereinfachenden Lösungen, Polarisierung und autoritären Ordnungsprinzipen einhergeht. Eine Tendenz, die auch in Deutschland spürbar ist, wo mit der Bundestagswahl Ende Februar die Frage verknüpft ist, in welche Richtung sich das Land entwickeln wird.</p><p>Damit aber diffuse Ängste nicht stetig weiter um sich greifen, braucht es ein neues, breiteres Verständnis von Sicherheit, ein umfassendes Konzept für gesamtgesellschaftliche Resilienz. Insofern bin ich froh, dass jetzt auf der <a href="https://securityconference.org/en/msc-2025/" target="_blank">Münchner Sicherheitskonferenz</a>, die ich besuche, trotz des Schwerpunktes auf Geopolitik auch gesellschafts- und umweltpolitische Themen wie „demokratische Resilienz“ und Klimasicherheit auf der Tagesordnung stehen.</p><p>Denn Sicherheit ist in unserer fragilen Welt weit mehr, als sich für militärische Konflikte zu wappnen, hybriden Bedrohungen zu begegnen oder Kriminalität zu bekämpfen. Sicherheit heißt auch, wieder überlebensfähige Ökosysteme zu schaffen und für inklusivere Gesellschaften zu sorgen. Themen, die immer noch zu wenig zusammengedacht und ganzheitlich angegangen werden.</p><h2>Nachhaltiges Wachstum: Basis für Stabilität</h2><p>Es geht aber noch um mehr: Eine resiliente Nation, ein funktionierendes globales System muss auch auf nachhaltigem Wachstum und Wohlstand fußen. Und dafür braucht es eine starke Industrie. Sie ist in meinen Augen das Fundament für politische Autonomie, für den Erhalt der Umwelt, die Bekämpfung des Klimawandels und eine stresstolerante Gesellschaft.</p><p>Eine starke Industrie – das ist, zumindest bislang, auch die Chemiebranche, mit 480.000 Beschäftigten und 225 Milliarden Euro Umsatz einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland und Europa. Chemikalien, Pharmazeutika, Kunststoffe sind Impulsgeber für viele Innovationen und Ausgangspunkt zahlloser Güter des täglichen Lebens. Und sie bilden das Rückgrat, um ein Land wie unseres am Laufen zu halten.</p><p>Wie systemrelevant etwa die Pharmabranche ist, hat uns allen die Corona-Krise gezeigt. Viele andere Beispiele lassen sich leicht finden. Etwa bei der kritischen Infrastruktur: Die Daten- und Stromkabel, die Deutschland mit der Welt verbinden, halten nur dank Kunststoffen den rauen Bedingungen in den Ozeanen Stand. Oder im Hinblick auf wirtschaftliche Autarkie: Als führende Exportnation ist Deutschland auf sichere Seewege angewiesen. Ohne Lacke und Beschichtungen der Chemieindustrie wären die Frachter weniger haltbar und ressourceneffizient.</p><p>Ich will hier aber kein Loblied auf „meine“ Branche singen. Sondern an ihrem Beispiel betonen: Um stark zu bleiben, um die Zukunft mitzugestalten, muss die industrielle Basis in Deutschland nicht nur erhalten bleiben, sondern gestärkt werden. Im Moment bröckelt sie hingegen gefährlich ab.</p><p>Um den Trend zu stoppen, liegen viele gute Vorschläge auf dem Tisch. Bürokratie, Energiekosten, Steuern senken. Verkehrswege, Digitalisierung, Bildung, europäische Integration ausbauen. Zukunftstechnologien und das Potenzial aller Menschen fördern. Punkte, die von der nächsten Bundesregierung beherzigt und konsequent umgesetzt werden müssen.</p><p>Das A und O für alles ist mehr Aufgeschlossenheit und Zusammenarbeit, über die ganze Breite. Der 2023 aufgelegte „Operationsplan Deutschland“ der Bundeswehr etwa – um den Bogen zur Sicherheitskonferenz zu schlagen – zeigt auf, wie Politik, Gesellschaft und Wirtschaft im Verteidigungsfall sinnvoll ineinandergreifen.</p><p>Ein Ansatz, den wir zum Normalfall machen sollten. Damit das Potenzial der Industrie für eine nachhaltige, prosperierende und widerstandsfähige Zukunft voll zum Einsatz kommen kann.</p><p>&nbsp;</p><hr><p><i><sub>Copyright Headerbild: © covestro</sub></i></p>]]></description><category><![CDATA[People,Planet]]></category>
            <pubDate>Wed, 12 Feb 2025 15:44:40 +0100</pubDate>
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                        <title>KI – die Kunst der intelligenten Nutzung</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/ki--die-kunst-der-intelligenten-nutzung/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/ki--die-kunst-der-intelligenten-nutzung/</guid><pp:caseid>687060</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Angesichts der Zunahme von Fake News und Manipulation wird Künstliche Intelligenz in Europa nun reguliert. Bei allen Risiken müssen wir aber unbedingt ihr immenses Potenzial ausschöpfen, vor allem im digital mittelmäßigen Deutschland.&nbsp;</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Der Papst im glänzenden Daunenmantel. Kanzler Olaf Scholz beim Salto über das Rednerpult im Deutschen Bundestag. Beispiele für täuschend echt gefälschte Fotos und Videos, die mit Hilfe Künstlicher Intelligenz erzeugt werden und deren Zahl explosionsartig zunimmt. Von daher ist es nachvollziehbar, dass viele Menschen derzeit KI eher mit Manipulation und Gefahr gleichsetzen. Desinformation durch KI wird mittelfristig als größtes globales <a href="https://www.weforum.org/publications/global-risks-report-2025/digest/" target="_blank">Risiko</a> angesehen, noch vor Extremwetter und bewaffneten Konflikten.</p><p>Und es ist verständlich, dass versucht wird, Auswüchsen einen Riegel vorzuschieben – etwa mit dem „<a href="https://artificialintelligenceact.eu/" target="_blank">AI Act</a>“ der Europäischen Union, dem weltweit ersten Regelwerk für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz, das jetzt in Kraft getreten ist. Doch so wichtig ethische Prinzipien und eine verantwortungsvolle Nutzung von KI sind, so wichtig ist es auch, den Regulierungsrahmen angesichts der extremen Schnelllebigkeit der Tech-Welt praktikabel und innovationsfreundlich zu gestalten. Wie rasch sich die Verhältnisse ändern können, zeigt uns gerade der Aufstieg des chinesischen Chatbots DeepSeek, der die Platzhirsche aus dem Silicon Valley herausfordert.</p><p>Ich will aber an dieser Stelle weniger über die Risiken sprechen als vielmehr den Blick auf die Chancen der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung insgesamt richten. Und zwar vor allem in Bezug auf Deutschland, das einen Digitalisierungsgrad aufweist, der seinem gefährdeten Rang als drittgrößte Industrienation nicht gerade förderlich ist.</p><h2>Deutschland bei Digitalisierung nur Mittelmaß</h2><p>Zwar sind <a href="https://de.statista.com/themen/9036/digitalisierung-in-deutschland/#topicOverview" target="_blank">95 Prozent</a> der Bevölkerung inzwischen online; insbesondere in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Mobilität und Klimaschutz werden mit der Digitalisierung große Erwartungen verbunden. Dennoch – im internationalen Vergleich liegt das Land in verschiedenen <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1284906/umfrage/laenderranking-zur-digitalen-wettbewerbsfaehigkeit-weltweit/" target="_blank">Rankings</a> bestenfalls im Mittelfeld. Ein Befund, mit dem wir uns nicht zufriedengeben dürfen.</p><p>Ich hoffe daher, dass nach der Bundestagswahl mehr Drive in zentrale Handlungsfelder kommt: die digitalen Kompetenzen der Gesellschaft stärken, eine funktionierende Infrastruktur und digitale Verwaltung zur Verfügung stellen sowie digitale Transformation und Innovation fördern.</p><p>Den Digitalturbo müssen wir vor allem für die ebenfalls abstiegsgefährdete hiesige Industrie einlegen. Denn viele Unternehmen schöpfen einer aktuellen <a href="https://www.mckinsey.de/news/presse/2025-01-15-stifterverband-ki-kompetenzen" target="_blank">Studie</a> zufolge noch bei weitem nicht das große Potenzial der Künstlichen Intelligenz aus, wonach sich die Produktivität im Schnitt um fast 20 Prozent erhöhen lässt. Die Autoren sprechen mir aus der Seele, wenn sie KI als „Jahrhundertchance“ für Deutschland beschreiben.</p><p>Wir bei Covestro setzen alles daran, diese Chance zu ergreifen. Deswegen haben wir KI auch kürzlich in unsere Unternehmensstrategie aufgenommen. Wir sehen in ihr einen einzigartigen Innovationstreiber und Wachstumsmotor, wollen sie zu einem fundamentalen Bestandteil unserer Arbeitsweise, Entscheidungsfindung und der Wertschöpfung für unsere Kunden und die Gesellschaft machen. Dazu braucht es aber auch die richtige Einstellung: KI nicht als Bedrohung oder Übermacht sehen, sondern als Bereicherung, als einen hilfreichen Assistenten.</p><p>Ein solches Mindset sollte sich auf das gesamte Land übertragen, damit es als Hightech-Nation wieder aufschließt. Immerhin, die Grundvoraussetzungen sind offenbar nicht schlecht. Jedenfalls hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) <a href="https://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/2024/vorstellung-des-oecd-berichts-zu-kuenstlicher-intelligenz-in-deutschland.html" target="_blank">bescheinigt</a>: Deutschland hat im globalen Wettbewerb um KI eine gute Ausgangsposition, vor allem in der Forschung und mit seinem menschenzentrierten Ansatz, der weltweit Maßstäbe setzt. Jetzt liegt es an uns, mehr daraus zu machen.</p><p><br>&nbsp;</p><hr><p><sub>Copyright Headerbild: © ipopba - stock.adobe.com</sub></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 05 Feb 2025 11:24:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Mehr Vertrauen in die Wirtschaft</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-vertrauen-in-die-wirtschaft/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-vertrauen-in-die-wirtschaft/</guid><pp:caseid>686310</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Weltweit herrscht Frust und Depression. Eine massive Vertrauenserosion, die auch mit Hilfe der Wirtschaft überwunden werden kann und muss. Dazu braucht es einen neuen Politikstil, der ihr genügend Vertrauen entgegenbringt.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Polykrise, Zeitenwende, Epochenbruch: Die Zusammenballung der massiven Konflikte und Herausforderungen, die unser Jahrzehnt bislang prägt, hat sich nicht nur mit neuen Begriffen im kollektiven Gedächtnis niedergeschlagen. Sie hat auch dazu geführt, dass sich weite Teile der Menschheit inzwischen wie unter einer düsteren Glocke fühlen – hochgradig verunsichert, verängstigt, unzufrieden. Laut dem aktuellen <a href="https://www.edelman.com/trust/2025/trust-barometer" target="_blank">Edelman Trust Barometer</a> herrschen weltweit massive Vertrauenserosion und Zukunftsangst.</p><p>Was mich als ausgeprägten Optimisten besonders betroffen macht: Nur gut ein Drittel aller Befragten glaubt noch an ein positives Morgen. In <a href="https://www.edelman.com/trust/2025/trust-barometer" target="_blank">Deutschland</a>, wo die Studie jetzt vorgestellt worden ist, rechnen sogar bloß noch 14 Prozent damit, dass es der nächsten Generation einmal besser gehen wird. Und zur Depression kommt der Frust: Ganze 69 Prozent – deutlich mehr als der globale Durchschnitt – hegen hierzulande einen starken bis mittleren Groll. Gegen politisch Verantwortliche, gegen Unternehmen, gegen die „oberen Zehntausend“.</p><p>Angesichts vieler Versäumnisse aus vielen Jahren ist das Verlangen nach Veränderung mit Händen greifbar. Und die Bereitschaft, sie auch mit radikalen Mitteln durchzusetzen, nimmt zu: Fast vier von zehn Befragten befürworten feindseligen Aktivismus. Mit Blick auf die Bundestagswahl sollte das ein Weckruf für alle Akteure im demokratischen Spektrum sein. Ein Appell zu Zusammenarbeit und Lösungsorientierung.</p><p>An konkreten, wenn auch teils konträren Plänen, wie sich der Reformstau beheben lässt, herrscht unter Politikern, Ökonomen und Fachleuten aller Couleur kein Mangel. Auch meine Branche, die Chemieindustrie, bringt sich mit konstruktiven Vorschlägen in die Debatte ein. Jetzt geht es darum, gemeinsam konstruktive Kompromisse zu finden.</p><p>Ich möchte aber an dieser Stelle vor allem den Blick auf zwei übergeordnete Aspekte in der Vertrauenskrise lenken. Zum einen muss die Chemie wie die Wirtschaft insgesamt mehr Vertrauen aufbauen beziehungsweise zurückgewinnen. Sie muss zeigen, dass es bereits viele gute Lösungen gibt für eine nachhaltige, smarte, resiliente, gesellschaftsdienliche Zukunft. Dass viele engagierte, gewissenhafte Menschen an bahnbrechenden Ideen arbeiten. Dass Fortschritt machbar ist, Endzeitstimmung und Gereiztheit nicht die vorherrschende Gefühlslage sein müssen.</p><p>Zum anderen muss der Wirtschaft und der Chemieindustrie aber auch genügend Vertrauen in ihre Kompetenzen entgegengebracht werden. Die Unternehmen benötigen Freiraum, um ihre Fähigkeiten ausspielen zu können. Wer uns am Gängelband führen will, der untergräbt unsere Kreativität, blockiert unser Potential.</p><h2>Weg vom politischen Mikromanagement</h2><p>Um wieder ein Klima des Vertrauens und der Offenheit zu schaffen, braucht es einen neuen Politikstil. Der Staat muss sich im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft wieder auf seine ordnungspolitische Steuerungsfunktion besinnen. Das heißt, auf Basis einer angebotsorientierten Politik generelle Ziele setzen – aber den Weg dorthin der Wirtschaft und ihrer Expertise überlassen. Große Linie statt kleines Karo.</p><p>Denn die Unternehmen finden im Wettbewerb meist die besten Lösungen und setzen sie effizient um. Dafür müssen sie nach dem Prinzip der Technologieoffenheit diejenigen Verfahren und Produkte selbst bestimmen können, die ihnen am meisten Erfolg versprechen. Dass sie hierfür von einem aufgeblähten bürokratischen Apparat befreit werden müssen, dessen häufig kleinteilige Auflagen enormen Aufwand nach sich ziehen, versteht sich von selbst.</p><p>Wir brauchen aber nicht nur einen neuen Politikstil. Wir brauchen auch gesamtgesellschaftlich eine neue Geisteshaltung. Ein Deutschland als Motor Europas, das zu seiner Anpackmentalität zurückfindet. Das mehr Realitätssinn entwickelt. Das sich endlich wieder als Triebwerk des technologischen Fortschritts definiert. Und in dem die Empathie überwiegt. Ein Deutschland aus Hightech und Herz.</p>]]></description><category><![CDATA[People,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 10:00:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Lernen, sich zu verändern!</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/lernen-sich-zu-veraendern/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/lernen-sich-zu-veraendern/</guid><pp:caseid>685772</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Die Welt ist im Umbruch, die Herausforderungen nehmen zu. Um sie zu bewältigen und in Chancen zu verwandeln, müssen wir die gesellschaftlichen Grundlagen stärken – mit einem neuen Verständnis von Bildung.</span></p><p>&nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.un.org/en/observances/education-day"><span>Internationale Tag der Bildung</span></a><span> am 24. Januar unterstreicht jedes Jahr die zentrale Rolle der Bildung für Chancengleichheit und nachhaltigen Wandel. Er erinnert uns daran, dass Bildung die Voraussetzung dafür ist, dass jeder Mensch sein Potenzial persönlich und beruflich voll ausschöpfen kann. Für mich ist klar: Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und neue Chancen zu nutzen, brauchen wir ein neues gesamtgesellschaftliches Verständnis von Bildung.</span></p><p>Denn in einer Welt, die von rasantem technologischen Fortschritt, Klimawandel und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, reichen traditionelle Bildungskonzepte nicht mehr aus. Ich glaube daher, dass wir <a href="https://www.covestro.com/de/innovation/reinforcing-progress/education"><span>Bildung</span></a><span> in Zeiten permanenter Transformation neu denken sollten. Wir brauchen eine Kultur, die Offenheit, Flexibilität und kritisches Denken fördert. Wir sollten stärker befähigt werden, unser Denken grundlegend zu verändern und die Welt aktiv mitzugestalten.</span></p><p>Das ist leicht gesagt, aber überlegen wir doch einmal, wann wir persönlich das letzte Mal etwas gelernt haben, das unsere Sichtweise wirklich grundlegend verändert hat. Haben wir wirklich Beispiele dafür? Und wie gehen wir mit Informationen um, die bestehende Überzeugungen in Frage stellen und sich von unseren eigenen Perspektiven unterscheiden?</p><h2>Transformative Zeiten erfordern neue Inhalte</h2><p>Transformatives Lernen stellt diese Fragen und fördert flexibles Denken. Es hilft, neue Realitäten zu verstehen und bestehende Paradigmen in Frage zu stellen – so können wir den Herausforderungen einer komplexen und dynamischen Welt viel klarer begegnen. Transformatives Lernen trägt insgesamt dazu bei, eine wissensbasierte, empathische Gemeinschaft zu schaffen, die mit Neugier, Engagement und Fachwissen die Herausforderungen unserer Zeit in Chancen verwandelt. Die zusätzlichen positiven Effekte des transformativen Lernens sind dabei vielfältig. Vor allem hilft es den Menschen, ihren Lebenswege aktiv und bewusst zu gestalten und ihre Selbstwirksamkeit zu verbessern. So werden sie dabei unterstützt, sich neue Fähigkeiten anzueignen und Veränderungen aktiv zu gestalten.</p><p>Für mich ist dabei sonnenklar: Bildung endet nicht mit der Schulzeit – im Gegenteil. Denn oft müssen wir Erwachsenen nachholen, was wir in der Schule nicht gelernt haben oder nicht lernen konnten. Wesentliche Lebenskompetenzen wie die Steuerung von Bewusstsein, Emotionen, Finanzen und Mindset sollten daher in der Schule relevanter werden, um junge Menschen besser auf eine komplexe Welt vorzubereiten. Später haben wir doch alle gelernt, dass wir nicht nur die Technologien beherrschen, sondern auch lernen müssen, besser mit uns selbst umzugehen. Das heißt, unsere Emotionen, unser Denken und unsere Einstellungen bewusster zu reflektieren und zu gestalten. Das sind für mich die eigentlichen Schlüsselkompetenzen für eine erfolgreiche Transformation, sowohl auf individueller als auch auf organisatorischer Ebene.</p><h2>Lernen als ganzheitlicher Prozess</h2><p>Dass dies möglich ist, zeigen wir bei Covestro. Unser Unternehmen setzt auf eine Kultur, die transformatives Lernen fördert. Neben klassischen Weiterbildungsangeboten wie Kursen und Workshops werden verstärkt Formate angeboten, die kritisches Denken, Innovation und soziale Kompetenzen stärken. Ein Beispiel dafür ist die Expedition C, die den Covestro-Mitarbeitenden Raum für Dialog, Kreativität und Reflexion bietet. Diese interne Weiterbildungsplattform vermittelt nicht nur Wissen, sondern macht – wie ich finde – richtig Spaß, stiftet Sinn und verbindet die Mitarbeitenden untereinander. So wird Lernen zu einem ganzheitlichen Prozess, der persönliche Entwicklung, Wohlbefinden und beruflichen Erfolg fördert – genau der richtige Weg in den herausfordernden Zeiten der Transformation!</p><p>Die Beispiele zeigen: Transformatives Lernen schafft eine Kultur des kontinuierlichen Wachstums und der Innovation. Das ist gut für Unternehmen, um ihre Wettbewerbsposition und Innovationskraft zu stärken. Aber das ist auch gut für jeden Einzelnen, denn Bildung ist weit mehr als der Erwerb von Wissen. Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige und innovative Zukunft – und damit eine Chance für uns alle! Nutzen wir sie – jeden Tag aufs Neue!</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 24 Jan 2025 13:29:55 +0100</pubDate>
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                        <title>Mit vielen Bällen jonglieren</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/mit-vielen-baellen-jonglieren/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/mit-vielen-baellen-jonglieren/</guid><pp:caseid>685635</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Unsere hochkomplexe Welt braucht einen neuen Kollaborationsansatz –&nbsp;nur mit einem Höchstmaß an Agilität, Flexibilität und Pragmatismus lässt sich Stagnation überwinden und Innovationskraft entfesseln.&nbsp;</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Was für eine Koinzidenz der Gegensätze, möchten man meinen. Am einen Tag zieht ein neuer Präsident ins Weiße Haus in Washington, der weithin mit Abschottung und einer (transparenten) Politik der nationalen Prioritäten gleichgesetzt wird. Am Tag darauf beschwört das Weltwirtschaftsforum in Davos noch einmal den Geist von Offenheit und Kooperation.</p><p>Doch sollte das vermeintlich „liberale“ Lager nun nicht reflexartig selbst in Wagenburgmentalität und moralische Überlegenheit verfallen. Nationale Interessen und Egoismen haben schließlich stets auch den Hohepredigern von Multilateralismus und Globalisierung zugrunde gelegen. Nur dass deren eigene Interessen mitunter etwas vernebelt waren. Was insbesondere für Europa und Deutschland gilt. Insofern könnte der Antritt der Trump-Administration nun der Weckruf sein, diese Interessen endlich klarer zu definieren – und energischer zu verfolgen.</p><p>Sicherlich sollte sich Europa dabei im Spannungsfeld zwischen den USA, China und anderen wirtschaftlichen und politischen Gravitationszentren stärker auf seine Gemeinsamkeiten besinnen. Aber wir dürfen uns dabei eben nicht von Schwarz-Weiß-Denken leiten lassen. Ein zukunftsfähiger Kollaborationsansatz bedeutet, nach allen Seiten hin offen zu sein, mit vielen Bällen gleichzeitig zu jonglieren. Das ist meine wesentliche Ableitung aus dem aktuellen <a href="https://reports.weforum.org/docs/WEF_Global_Cooperation_Barometer_2025.pdf" target="_blank">Global Cooperation Barometer</a>, das jedes Jahr anlässlich des WEF erscheint.</p><p>Zukunftsfähige Kollaboration: Das bedeutet ein Höchstmaß an Agilität, Flexibilität und Pragmatismus in einer hochkomplexen, zunehmend unvorhersehbaren Welt, in der wie in einem Kaleidoskop immer wieder neue Konstellationen entstehen und neue Herausforderungen auftauchen. Eine Welt, die aber immer auch neue Chance bietet.</p><p>Wenn wir das beherzigen, lässt sich hoffentlich auch die Stagnation in der globalen Zusammenarbeit überwinden, die seit 2020 herrscht. Aktuell laufen wir Gefahr, dass der Fortschritt nicht Schritt hält mit den immensen Aufgaben, die es zu lösen gilt, und für die es eine starke und innovative Wirtschaft braucht. So zeichnet sich etwa bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien eine Fragmentierung ab, die das Produktivitätswachstum gefährden könnte.</p><p>Das bereitet mir Sorgen, auch und besonders für Deutschland. Denn vor allem auf Innovation und Zusammenarbeit basiert unsere Konkurrenzfähigkeit. Doch hier befindet sich unser Land in einem Abwärtstrend: 2024 ist es im <a href="https://www.imd.org/centers/wcc/world-competitiveness-center/rankings/world-competitiveness-ranking/" target="_blank">globalen Vergleich</a> um weitere zwei Plätze zurückgefallen. So scheint es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch den Rang als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt verspielt haben werden.</p><p>Es muss also dringend auch hierzulande ein frischer Wind wehen. Die anstehende Bundestagswahl könnte die Chance dazu bieten. Nach innen hinein muss die Losung für alle demokratischen Parteien lauten, sich von Freund-Feind-Zuschreibungen zu verabschieden, Gemeinsamkeiten stärker herausstellen und Kooperationsfähigkeit zu beweisen. Nach außen sollten wir weiter einen Multilateralismus verfolgen, ohne uns zu sehr auf einzelne Partner festzulegen und Kooperation in ideologischen Kategorien zu verankern.</p><p>Auch wenn uns vieles nicht gefällt – an den Realitäten kommen wir nicht vorbei. Und Doomsday-Stimmung hilft auch nicht weiter.</p>]]></description><category><![CDATA[People,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 16:30:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Zurück zum fruchtbaren Streiten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/zurueck-zum-fruchtbaren-streiten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/zurueck-zum-fruchtbaren-streiten/</guid><pp:caseid>650392</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><span>Schwarz-Weiß-Denken und Abschottung statt konstruktivem Austausch – die Dialogkultur droht uns abhanden zu kommen. Das kann auch fatale Folgen für Wirtschaft und Wohlstand haben. Ein Plädoyer für faires Debattieren. &nbsp;</span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Vom Buchdruck bis zum Völkerrecht, vom Mikroskop bis zu Kernspaltung und Quantencomputing – die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte der Ideen und Errungenschaften, im Guten wie Schlechten. Unsere Lösungskompetenz liegt seit der „kognitiven Revolution“ vor 70.000 Jahren in zwei wesentlichen Fähigkeiten: Miteinander sprechen und zusammenarbeiten. Jetzt drohen sie uns abhanden zu kommen.&nbsp;</span></p><p><span>Denn die gesellschaftspolitische Entwicklung geht zunehmend in die falsche Richtung. Die Kultur des Dialogs wird ausgehöhlt. Streit verkommt zu Zwietracht, der Kontrahent wird zum Feind. Anstatt gemeinsam um Lösungen zu ringen, driftet der öffentliche Diskurs ab in Polemik, Dogmatismus und Abschottung. </span>Der Umgangston wird verletzend, Schwarz-Weiß-Denken erstickt differenzierte Betrachtungen und katapultiert zu oft die von der vermeintlichen Mehrheit abweichende Meinung in ein Extrem des politischen Spektrums.</p><p><span>Das sind besorgniserregende Tendenzen, auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Fanatismus und Nullsummendenken wirken abschreckend auf Investoren und Fachkräfte aus dem Ausland. Und Erfindergeist, die Triebfeder für Wertschöpfung und Wohlstand, kann sich nur da regen, wo Vielfalt und Austausch herrschen, wo ehrlich und fair, offen und sachlich diskutiert wird.</span></p><p><span>Eine Ingenieurin muss äußern können, dass der Verbrennungsmotor vielleicht doch noch eine Zukunft hat, ohne gleich als Klimaleugnerin zu gelten. Der Volkswirt, der sich Gedanken über eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit macht, ist nicht automatisch ein herzloser Neoliberaler. Und wer für eine Stärkung der nationalen Wettbewerbsfähigkeit eintritt, darf nicht Gefahr laufen, als Ethnozentrist abgestempelt und vereinnahmt zu werden.</span></p><h2><span><strong>Diskutieren – nicht stigmatisieren</strong></span></h2><p><span>Wir müssen diskutieren, ohne zu stigmatisieren – daran sei anlässlich des Internationalen Tages des Parlamentarismus erinnert, der jedes Jahr am 30. Juni begangen wird. Nicht von ungefähr kommt der Begriff Parlament vom französischen „parler“: Das Reden und Argumentieren ist ein konstitutives Element auf dem Weg der gemeinsamen Willensbildung. Seit den Zeiten der antiken Agora ist das Aushandeln von Konflikten, das Austarieren von Interessen und das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen eine gute Idee – und das nicht nur auf politischer Ebene im engeren Sinne.</span></p><p><span>Nun will ich aber nicht selbst in Schubladendenken und Defätismus verfallen. Natürlich ist Politik mühselig und verläuft oft im Schneckentempo – ein „starkes langsames Bohren von harten Brettern“, wie es der Soziologe Max Weber in einem berühmten Vortrag einmal formuliert hat. &nbsp;Aber vieles geht im Maschinenraum des parlamentarischen Systems auch durchaus geräuschlos, konstruktiv und effizient vonstatten; unzählige Expertinnen und Experten sind voller Engagement im Einsatz. Das gilt auch für den Austausch im vorparlamentarischen Raum, wo sich unter anderem die Wirtschaft mit ihrer Sachkenntnis einbringt.</span></p><p>Nur im konstruktiven Miteinander kommt die Gesellschaft weiter; wer trotzig in seiner ideologischen Wagenburg verharrt, torpediert nicht zuletzt Innovation und Fortschritt. Um die vielen Herausforderungen zu bewältigen, muss der gesellschaftliche Umgang daher neu justiert werden.</p><p><span>Erstens: Wir brauchen wieder eine veritable Kultur des Streitens. Indem wir andere Argumente – auch vermeintlich abwegige – anhören, abwägen und nicht vorschnell verwerfen. Indem wir Kontrahenten nicht diffamieren – und indem wir uns primär auf Konsens und Lösung hin orientieren.</span></p><p><span>Zweitens: Wir brauchen mehr faktenorientiertes Denken und Handeln. Angesichts der wachsenden Gefahr von Desinformation und simplifizierendem Populismus gilt es, die Bedeutung und den Nutzen von sachbezogener Auseinandersetzung stärker zu vermitteln. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</span></p><p><span>Drittens: Wir brauchen einen wirklich inklusiven Dialog, der in die Breite geht. Das Verhandeln von Problemen im öffentlichen Raum muss alle gesellschaftlichen Kräfte einbeziehen – auf Basis des oben Gesagten.</span></p><p><span>Und viertens: Wir brauchen mehr Toleranz. Dem Gegenüber den Respekt entgegenbringen, den man selbst erwartet; Ambivalenzen zulassen und Gräben einebnen. Und innerhalb dieses Systems auch bereit sein, über heikle Fragen wie das „Toleranz-Paradoxon“ zu diskutieren: Wonach allzu große Toleranz es möglich macht, dass intolerante Kräfte die Oberhand gewinnen und die Toleranz einschränken oder gar abschaffen.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 27 Jun 2024 10:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>#InspireInclusion IWD 2024</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/inspireinclusion-iwd-2024-de/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/inspireinclusion-iwd-2024-de/</guid><pp:caseid>622889</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><span>Ist der Internationale Frauentag (IWD) nur ein weiterer Tag, an dem ein Thema gefeiert wird, das den Rest des Jahres hintenansteht? Unsere Realität ist komplexer – aber der Internationale Frauentag ist eine großartige Gelegenheit, uns zu fragen, ob wir uns für ein Arbeitsumfeld stark machen, das weibliche Talente fördert, Karrieren unterstützt und für Gleichberechtigung eintritt.</span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Erinnern Sie sich an das letzte Mal, als Sie mit jemandem über ein Unternehmen mit einer Vorständin oder Geschäftsführerin gesprochen haben und Sie in dem Gespräch diese unausgesprochene "Wow, wie außergewöhnlich"-Stimmung gespürt haben? Normalerweise denke ich: "Ja, die haben eine Chefin. Na und?" Eine solche menschliche Reaktion verdeutlicht eindrucksvoller als jede Statistik, dass das Thema Inklusion eine ungelöste Herausforderung bleibt.</p><p>Vielleicht ist es eine Frage der Generationen. Wenn ich mit Studentinnen, Studenten oder Berufseinsteigern spreche, herrscht ein Gefühl von Selbstverständlichkeit, wenn es um weibliche Führungskräfte geht. Während wir den Internationalen Frauentag dieses Jahr noch feiern, frage ich mich, ob die Generation meiner Kinder diesen Tag noch brauchen wird. Ich persönlich glaube, dass wir diesen Tag aktuell noch würdigen müssen. Auch wenn es Stimmen gibt, die argumentieren, dass an diesem Tag alle Debatten darüber, was auf dem Weg zur Gleichberechtigung noch fehlt, ihre 24 Stunden Ruhm bekommen – und am Tag danach schnell wieder vergessen sind.</p><h2>Aber jeder IWD erinnert uns daran, das nicht zuzulassen</h2><p>In Deutschland sind Frauen in der Forschung und Entwicklung nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Im Jahr 2021 war der Anteil von Frauen in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen deutscher Unternehmen mit nur 16 Prozent besonders niedrig. Inklusion bedeutet, jeden Tag den nächsten Schritt zu gehen. Beginnen Sie in Meetings und werfen Sie einen Blick auf Forschungs- und Projektgruppen: Sind Frauen und Minderheitsgruppen vertreten? Werden ihre Beiträge gehört, wertgeschätzt und gefördert? Wann immer wir Zeuge von Diskriminierung werden, müssen wir das Wort ergreifen. Covestro engagiert sich dafür, weibliche Talente zu rekrutieren, zu halten und zu fördern. Wir stellen sicher, dass diese Talente die Unterstützung und Ressourcen erhalten, die sie für ihre Karriere benötigen. Um eine Kultur der Gleichberechtigung und Chancengleichheit zu fördern, ist es wichtig, dass auch und vor allem die oberste Führungsebene die Maßnahmen des Unternehmens zur Förderung der Integration nachdrücklich unterstützt. Bei Covestro steigt der Anteil von Frauen an der gesamten Belegschaft stetig an, denn es ist unser Ziel, bis 2029 die Marke von 40 Prozent zu erreichen. In den oberen Führungsebenen verzeichnen wir bereits einen Frauenanteil von 24 Prozent.</p><p>Als eine starke Befürworterin einer Mentoring-Kultur bin ich stolz darauf zu sagen, dass Covestro Mentoring- und Entwicklungsprogramme für Frauen in jeder Phase ihrer Karriere fördert. Warum ist das so wichtig? Weil junge Frauen manchmal nicht erkennen, was sie erreichen können. Als Führungskräfte müssen wir Verbündete junger Talente werden. Wenn ich mit Frauen spreche, die ihre Karriere gerade erst begonnen haben, frage ich sie: Was möchtest Du erreichen? Was kannst nur Du tun, um diesen Einfluss zu erzielen, und warum setzt Du es nicht um? So einzigartig jeder Mensch ist, gibt es doch auch Eigenschaften und Einstellungen, die viele Frauen teilen oder mit denen sie sich identifizieren können.</p><p>Zum Beispiel neigen Frauen dazu, eher bescheiden über ihre Fähigkeiten zu denken. Seien Sie mutig mit dem, was Sie können! Frauen sehen Krisen zum Beispiel eher als Gelegenheit, Dinge anders zu machen. Und meiner Erfahrung nach sind Frauen oft flexibler, da sie das berufliche und private Leben ausbalancieren müssen. Ich habe zwei Söhne und musste mich auf diese Flexibilität verlassen. Solange wir nicht Chancengleichheit fördern und sie in unser Leben mit all ihren Konsequenzen integrieren, wird es keinen echten Fortschritt in Richtung Gleichberechtigung für alle geben.</p><p>Der diesjährige Internationale Frauentag kann eine gute Erinnerung sein, mutig zu sein – in Bezug auf Ihre Fähigkeiten, Ihren Karriereplan und die Work-Life-Balance, die Sie sich wünschen.</p><p>Lassen Sie uns diesen IWD als Katalysator für mutiges Handeln nutzen – und #InspireInclusion!</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 08 Mar 2024 08:00:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Leuchtturm in unsicheren Zeiten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/leuchtturm-in-unsicheren-zeiten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/leuchtturm-in-unsicheren-zeiten/</guid><pp:caseid>617396</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><span>Unsicher, unübersichtlich, unwägbar – die Welt steckt in einer Vertrauenskrise. Unternehmen müssen jetzt ihr Vertrauenskapital stärker ausspielen. Ihre Mission: erklären, einordnen, Lösungen aufzeigen und Wandel herbeiführen.</span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Vertrauen ist der Klebstoff der Gesellschaft, sagen Soziologen. Der Hauptfaktor für Zusammenhalt und Zusammenarbeit, für Wohlstand, Innovation und Fortschritt. Doch die Menschheit ist dabei, dieses hohe Gut zu verspielen. Denn der soziale Kitt wird immer brüchiger, weltweit schwächelt das Vertrauen in Institutionen weiter, so die aktuelle Diagnose anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF). Dieses Ergebnis des <a href="https://www.edelman.com/sites/g/files/aatuss191/files/2024-01/2024%20Edelman%20Trust%20Barometer%20Global%20Report_0.pdf" target="_blank">Edelman Trust Barometer</a> korreliert mit einem düsteren Blick auf den Gesamtzustand der Welt. Die Aussichten für die nächsten zehn Jahre hätten sich zunehmend verschlechtert, heißt es in dem jetzt ebenfalls in Davos vorgestellten <a href="https://www.weforum.org/publications/global-risks-report-2024/" target="_blank">Global Risk Report</a>.</p><p>Die vier apokalyptischen Reiter des Jahres 2024 sind extreme Wetterereignisse, Desinformation durch künstliche Intelligenz, gesellschaftliche und politische Spaltung sowie steigende Lebenshaltungskosten. Zahlreiche andere Missstände kommen hinzu. Die Welt erscheint vielen als Abfolge schier endloser Krisen und Zusammenballung riesiger Langfrist-Probleme, überschwemmt von einer Informations- und Meinungsflut. Verständlich, dass Verunsicherung, Mutlosigkeit, schlimmstenfalls Resignation um sich greifen.</p><p>Doch hier kommt der ewige Dualismus von pessimistischer und optimistischer Sicht ins Spiel. Ist das Glas halbleer – oder nicht doch eher halbvoll? Die Geschichte der Menschheit: Ist sie nicht letzten Endes – bei allen Rückschlägen und Katastrophen – eine Geschichte des Fortschritts, der technologischen Innovationen und sozialen Errungenschaften? Für mich eher eine rhetorische Frage. Denn ich stehe im Lager der (kritischen) Optimisten. Vor allem, weil wir – neben der Fähigkeit zu vertrauen und gemeinsam sinnvoll zu handeln – noch einen anderen wertvollen Rohstoff in uns tragen: Erfindergeist und Kreativität.</p><p>Auch dieser Rohstoff muss wieder stärker zutage gefördert und veredelt werden. Denn er sorgt für die Innovationen und zukunftsfähigen Lösungen, welche die Welt so dringend braucht. Die Wirtschaft, insbesondere die Chemie- und Kunststoffindustrie mit ihren unzähligen großen und mittleren Firmen, Start-ups und Kooperationen, beweist das immer wieder aufs Neue.</p><h2>Vertrauenskapital zurückzahlen</h2><p>Doch ausgerechnet das Vertrauen in die Steuerung und Umsetzung von Innovationen erodiere gewaltig, lautet der Warnruf aus Davos. Und damit bin ich bei dem, was ich aus dem Trust Barometer und dem diesjährigen WEF-Motto „Rebuilding Trust“ ableite: die Verantwortung von Unternehmen, bei der Durchsetzung von Innovationen, bei der Wiederherstellung von Vertrauen, bei der Verbreitung von Zuversicht aktiv mitzuwirken. Denn Firmen wird weiterhin unter aller Institutionen das höchste Vertrauen entgegengebracht. (Was nicht heißt, dass nicht auch die Wirtschaft gehörig an ihrem Ansehen arbeiten muss.)</p><p>Gleichwohl – mit diesem Vertrauenskapital, mit ihrem großen Wissen und Einfluss müssen Unternehmen als Leuchtturm wirken in unserer hochkomplexen Welt: einordnen, erklären, Lösungen aufzeigen, Wandel herbeiführen. Und zwar auf allen Ebenen – ökologisch, ökonomisch und sozial. Covestro will einen solchen Wandel in 3D befördern. In puncto Umwelt heißt das: Mit unserem entschiedenen Eintreten für die <a href="https://www.covestro.com/de/sustainability/what-drives-us/circular-economy" target="_blank">Kreislaufwirtschaft</a> wollen wir helfen, die Lebensgrundlagen auf der lädierten Erde zu bewahren. Zirkularität muss zum globalen Leitprinzip in Wirtschaft und Gesellschaft werden.</p><p>Gleichzeitig gilt es, die gesamte Wirtschaftsordnung zu überdenken. Hier muss auch das Thema Suffizienz, die Frage nach dem richtigen Maß für Konsum und Produktion, diskutiert werden. Eines ist dabei klar: Die Wertschöpfung muss makro- und mikroökonomisch künftig stärker auf nachhaltige Ziele ausgerichtet werden. Covestro fördert diesen Gedanken, indem wir die grüne Transformation in vielen Bereichen durch kreislauforientierte, klimaneutrale Materialien vorantreiben.</p><p>Aber der Wandel wird ausbleiben, wenn nicht auch die gesellschaftlichen Grundlagen dafür gestärkt werden. Das gilt besonders für drei ineinandergreifende Sphären: die Bereitschaft zum konstruktiven, rationalen Dialog, die naturwissenschaftliche Bildung sowie die Akzeptanz und den Spielraum der Wissenschaft.</p><p>Alle drei sind unter Druck. Laut Trust Barometer ist die „Infodemie“ eine wesentliche Ursache für die Vertrauenskrise, und im Global Risk Report werden KI-gesteuerte Fehl- und Desinformationen sogar als das größte Risiko auf Zweijahressicht genannt. Das sollte jeden aufrütteln, auch die Wirtschaft. Alle gesellschaftlichen Ebenen müssen zunehmendem Populismus und Spaltungstendenzen jetzt mehr faktenbasiertes Denken entgegensetzen. Hinzu kommt: Die Bildungssysteme sind vielfach weder zukunftsweisend noch zugänglich genug. Und die Wissenschaftsskepsis steigt – nach einer Zunahme an Glaubwürdigkeit in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – inzwischen wieder an.</p><p>Covestro will als wissenschaftsbasiertes, offenes Unternehmen im Verbund mit Gleichgesinnten diese Themen stärker ansprechen. Es gilt, den Wert von Rationalität, Bildung und Forschung zu vermitteln und Innovationen, die Wirtschaft und Gesellschaft nach vorne bringen können, greifbar zu machen. Wir müssen zeigen, dass positiver Wandel machbar ist. Und dass er sich für alle lohnt. Dann lässt sich hoffentlich Vertrauen zurückgewinnen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 17 Jan 2024 12:29:15 +0100</pubDate>
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                        <title>Energiereiches Duo</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/energiereiches-duo/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/energiereiches-duo/</guid><pp:caseid>614402</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><span><strong>Windkraft und Chemie: die eine Branche kann nicht ohne die andere. Gemeinsam beschleunigen beide die Energiewende. Dazu ein Doppelinterview mit Covestro-CEO Markus Steilemann und Peter Obling, SVP Head of Central Europe Ørsted.</strong></span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Chemie und erneuerbare Energie – zwei Branchen, die auf vielfältige Weise miteinander verflochten sind. Und ohne deren Zusammenspiel eine klimaneutrale Zukunft nicht möglich ist. Was Ørsted und Covestro dafür unternehmen, darüber sprechen Peter Obling, der Europa-Chef des Energieanbieters, und Markus Steilemann als Vorstandsvorsitzender des Kunststoffherstellers und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).</span></p><h3><span>Bis 2050 sollen zwei Drittel der weltweiten Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen stammen. Ein guter Teil davon aus Windkraft. Ausbauziele sind genügend da, aber der Ausbau stockt. Woran liegt das?</span></h3><p><strong>Peter Obling:</strong> Wir arbeiten an nichts Geringerem als an der Umstellung unserer kompletten Energieversorgung. Dass es da auch mal Rückschläge oder Verzögerungen gibt, ist nachvollziehbar. Denn die Anforderungen und die Komplexität an unsere Industrie sind enorm und wachsen insbesondere mit den neuen Ausbauzielen, wie in Deutschland, weiter. Bis 2045 sollen hier mindestens 70 Gigawatt Offshore-Wind Leistung installiert werden. Ausgehend von aktuell gerade einmal rund 8-9 Gigawatt. Es ist toll zu sehen, dass die Politik die Potentiale erkannt hat und ausbauen will – europaweit. Aber diese Schnelligkeit muss eine Industrie auch stemmen können. Wichtig ist das Vorhandensein einer robusten, großskalierten, europäische Lieferkette. Und das ist aktuell nicht in ausreichendem Maße der Fall. Die Produktionskapazitäten müssten sich mit den steigenden Investitionen in grüne Technologien eigentlich verdoppeln. Zudem kämpft auch unsere Industrie wie so viele andere mit höheren Preisen in der Materialbeschaffung. Außerdem ist das aktuelle Auktionssystem für Offshore-Windparks in Deutschland eine weitere Herausforderung.</p><h3><strong>Warum das?</strong></h3><p><strong>Obling:</strong> Das ist aktuell sehr preisgetrieben, was zwar zu erheblichen Einnahmen für den Staat führt. Aber dieser Ansatz macht es für energieintensive Industrien und Unternehmen wie Covestro kostspieliger, auf grüne Energie umzustellen, und könnte letztlich zu einer Verlangsamung der grünen Transformation führen. Wir brauchen ehrgeizige, vorhersehbare, langfristige Strategien, bei denen die Offshore-Windenergie zu einem integralen Bestandteil eines kostengünstigen, CO<sub>2</sub>-armen und flexiblen Stromnetzes werden kann. Und das die Möglichkeit bietet, einen industriellen Wachstumspfad zu schaffen. Zum Beispiel durch die Integration von Elektrolyseuren für die Produktion von Grünem Wasserstoff, der dann in der Schifffahrt oder die Dekarbonisierung der Schwerindustrie eingesetzt werden kann.</p><h3>Und wie kommt man trotzdem voran?</h3><p><strong>Obling:</strong> Wir bauen natürlich auch unter den aktuellen Bedingungen weiterhin aus. Wie gerade auch in Deutschland, wo derzeit zwei Offshore-Projekte realisiert werden. Ørsted hat als Marktführer eine erhebliche Pipeline, die wir auch dank bestehender Verträge und guter Partnerschaften mit unseren Zulieferern und Dienstleistern umsetzen können. Und es gibt glücklicherweise Lichtblicke aus der Wirtschaft, die den Ausbau mit vorantreiben: Immer mehr Unternehmen wollen klimaneutral werden und sprechen uns an, sodass wir gemeinsam Lösungen finden. Covestro ist da ein tolles Beispiel. Wir sind sehr froh, dass sich der Kunststoffersteller früh mit einem Direktvertrag Grünstrom aus einem Windpark gesichert hat, den es seinerzeit noch gar nicht gab. Das hat uns Planungssicherheit ermöglicht. Inzwischen befindet sich Borkum Riffgrund 3 in der Nordsee im Bau – als erster großer Offshore-Windpark weltweit, der mit einem Null-Cent-Gebot den Zuschlag erhalten hat.</p><h3><strong>Warum schließt sich Covestro mit Energieanbietern kurz?</strong></h3><p><strong>Markus Steilemann:</strong> Unsere Anlagen benötigen so viel Energie wie ganze Städte. Die ist derzeit noch überwiegend fossiler Herkunft. Um bis 2035 klimaneutral zu werden, brauchen wir aber zuverlässig große Mengen an grüner Energie. Außerdem hat die Energiekrise infolge des Ukrainekrieges gezeigt, dass man tunlichst auf zukunftsfähige Quellen umstellen sollte. Das tun wir konsequent seit 2019, als Covestro mit Ørsted den damals weltgrößten Strom-Liefervertrag für Industriekunden aus Offshore-Windkraftanlagen geschlossen hat. Es ist fantastisch, jetzt zu sehen, wie in der Nordsee die ersten Fundamente der Türme gesetzt werden, aus denen wir ab 2025 dann Ökostrom beziehen. Parallel schließen wir weltweit immer mehr solcher Verträge ab, zuletzt in den USA und ebenfalls mit Ørsted. Insgesamt wollen wir Ende dieses Jahres schon bis zu 18 Prozent unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken.</p><h3><strong>Nun ist die Chemiebranche in einer Doppelrolle: nicht nur Kunde, sondern auch Zulieferer der Energiewirtschaft.</strong></h3><p><strong>Steilemann:</strong> Genau, es heißt ja immer, ohne die Chemie dreht sich kein Windrad. Das gilt auch für unsere Produkte. So besteht der Kern von Rotorblättern teils aus Holz, teils aus Kunstharzen von Covestro, die beispielsweise Carbonfasern umschließen. Das gibt so einem Rotor genau die richtige Balance zwischen Härte und Flexibilität. Damit eine Windkraftanlage auch im harschen Wetter gerade auf hoher See lange hält, ist sie mit Schutzlacken überzogen, für die wir ebenfalls die Materialien bereitstellen. Und auch für die Kabel unter der Meeresoberfläche wird unser Material eingesetzt, damit sie nicht beschädigt werden. Das alles senkt bei den Betreibern die Wartungskosten oder erhöht die Energieausbeute. Es hat also einen echten wirtschaftlichen Vorteil, gute Materialien einzusetzen.</p><p><strong>Obling:</strong> Auch dieses Beispiel zeigt, wie eng unsere beiden Branchen miteinander verflochten sind. Ich bin sehr froh, dass diese Bande nun weiter gestärkt werden und zwar auch im energiepolitischen Kontext. So wollen wir etwa in Deutschland über unsere Verbände mit einem gemeinsamen Positionspapier helfen, den schleppenden Ausbau der Erneuerbaren voranzubringen. Diese Art von Schulterschluss sollte über viele andere Sektoren hinweg Schule machen. Es gilt, die Energiewende ganzheitlich zu sehen, Synergien zu nutzen und vor allem Industrie- und länderübergreifend zusammenzuarbeiten werden.</p><h3>Die Wirtschaft also als Treiber der makroökonomischen Veränderungen?</h3><p><strong>Steilemann:</strong> Ja, wir müssen die Energiewende und letztlich die volkswirtschaftliche Transformation zu umfassender Nachhaltigkeit viel mehr im Kontext sehen und den Umbau der einzelnen Sektoren stärker koordinieren. Die Chemie zum Beispiel hat sich mit der angestrebten Klimaneutralität bis 2045 ein riesiges, sehr ehrgeiziges Programm gegeben, das aber nur aufgeht, wenn sich viele andere Räder drehen. Und der Wandel in anderen Sektoren wie Mobilität wiederum hängt auch von den Fortschritten in der Chemieindustrie und im Energiebereich ab. Und insgesamt gilt: Je mehr klimaneutrale Produkte auf Basis von Ökostrom und grünen Rohstoffen die Chemie anbietet, desto besser wird auch der ökologische Fußabdruck von unzähligen Unternehmen. Und das wiederum unterstützt den volkswirtschaftlichen Umbau Richtung Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft.<span>&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 19 Dec 2023 12:12:23 +0100</pubDate>
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                        <title>Aus dem Chefsessel in den Hörsaal</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/aus-dem-chefsessel-in-den-hoersaal/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/aus-dem-chefsessel-in-den-hoersaal/</guid><pp:caseid>613542</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i>Für viele ein beruflicher Traum: Einmal im Chefsessel eines großen Unternehmens sitzen. Für Yolanda Raffay ging dieser Traum 2019 in Erfüllung, als sie als Teil der Aktion "Meine Position ist spitze" die Möglichkeit bekam, für einen Tag die Leitung der Niederrheinwerke von Covestro zu übernehmen.</i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Der Kontakt von Yolanda Raffay zu Covestro und ihrem damaligen Mentor Daniel Koch ist seitdem nie abgerissen. Und so führte der Weg sie kürzlich erneut in die Covestro-Konzernzentrale in Leverkusen. Eine Geschichte: Von der Schulbank in den Chefsessel – und nun in den Hörsaal.</p><h3>Yolanda, vor vier Jahren hast Du Dich mit den Worten verabschiedet, dass Du gern bereits wieder morgen bei Covestro auf der Matte stehen würdest. Ist das jetzt das Comeback, auf das Du gehofft hast?</h3><p>Yolanda Raffay: [Lacht] Fast. So ganz als Comeback würde ich das noch nicht bezeichnen. Denn es ist nur ein Nachmittag und ich brauche noch etwas Zeit für mein Studium, das ist nicht über Nacht gemacht. Aber wenn es nach mir geht, werde ich sehr gern wiederkommen. Dann aber für mehr als nur einen Tag.</p><h3>Chemie zählte in der Schule ja zu Deinen Lieblingsfächern. Wie ist es nach der Schule denn für Dich weitergegangen?</h3><p>Die Faszination ist ungebrochen. Ich habe dann Chemie als Studienfach gewählt und trotz der gelegentlichen Herausforderungen bereue ich diese Entscheidung auch bis heute nicht.</p><h3>Ist das Studium so, wie Du es Dir vorgestellt hast, oder gab es unvorhergesehene Herausforderungen, die Du meistern musstest?</h3><p>Teils, teils. Im Vergleich zur Schule muss man im Studium sehr viel selbst organisieren. Die Anfangszeit war daher schon ein kleiner Schock, aber sobald man sich eingewöhnt, findet man seinen Weg. Das Studium selbst ist inhaltlich genauso, wie ich es mir erhofft hatte – besonders dank der Unterstützung durch Kommilitonen.</p><h3>Inwiefern haben die praktischen Erfahrungen bei Covestro Dich denn beeinflusst?</h3><p>Ich hatte schon davor die Absicht, Chemie zu studieren. Die Teilnahme an „Meine Position ist spitze“ hat mich aber nochmal nachhaltig darin bestärkt, später in die Industrie zu gehen. Zuvor war ich mir unsicher, ob ich eher in der Forschung oder Industrie tätig sein möchte. Diese Erfahrung hat mir also geholfen. Im Studium hat besonders die technische Chemie mein Interesse geweckt. Es ist ein Bereich, der sehr industrienah ist, was meine Neigung zur praktischen Anwendung nur bestärkt.</p><h3>Gibt es spezielle Themen in der Chemie, die dich für deine zukünftige Arbeit besonders begeistern?</h3><p>Ich habe mich noch nicht auf ein spezifisches Thema festgelegt. Es gibt in der Chemie viele Bereiche, die mich interessieren und in denen man wirklich etwas bewegen kann. Und dabei denke ich nicht nur an große Fragestellungen. Es gibt ja auch viele kleine Prozesse, die man zum Beispiel so optimieren kann, dass weniger Energie verbraucht wird oder weniger Nebenprodukte anfallen. Ich möchte daher verschiedene Forschungsgruppen erkunden, um zu sehen, welche Themen mich am meisten faszinieren.</p><h3>Was würdest Du anderen jungen Menschen raten, die mit dem Gedanken spielen, ebenfalls Chemie zu studieren oder eine Ausbildung in diesem Feld zu beginnen?</h3><p>Man muss sich nur trauen. Es ist natürlich viel Arbeit, aber ich mache es wirklich gern. Im Labor zu stehen und sich mit praktischen Fragestellungen zu befassen ist etwas Besonderes. Die Chemie ist eine absolut faszinierende Wissenschaft.</p><h3>Und welche Pläne hast Du für die Zukunft?</h3><p>Ich werde jetzt zunächst meinen Bachelor abschließen und dann den Master in Angriff nehmen. Wenn es möglich ist, würde ich gern für eine Forschungsarbeit ins Ausland gehen. Ich möchte in meinem Leben jedenfalls noch gern die Welt erkunden – nach Möglichkeit gern auch im späteren Berufsleben.</p><h3>…und dann zurück zu Covestro?</h3><p>[lacht] wenn sich das ergibt, komme ich sehr gern erneut wieder. Aber man kann im Leben natürlich nicht alles planen, ich lasse also die Dinge auf mich zukommen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 12 Dec 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
            <enclosure url="https://content.presspage.com/uploads/2697/ae1150e7-a328-41ea-957d-722dbc538dc0/500_dscf8478.jpg?52408" length="0" type="image/jpg" />
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                        <title>Design für die zirkuläre Zukunft des Wohnens</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/design-fuer-die-zirkulaere-zukunft-des-wohnens/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/design-fuer-die-zirkulaere-zukunft-des-wohnens/</guid><pp:caseid>610175</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Thomas Schnur ist Produkt- und Interieur-Designer und unterrichtet an der Design Akademie ecosign in Köln. Er ist stetig auf der Suche nach Materialien, mit denen er Möbel und Alltagsgegenstände weiterdenken kann. Was Design solcher Gegenstände mit Kreislaufwirtschaft zu tun hat, darüber spricht er auf dem Covestro Blog.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h3>Lieber Herr Schnur, Kreislaufwirtschaft und Produktdesign gehen Hand in Hand – stimmt so?</h3><p><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/be831891-4932-4bac-8f3d-2b0fdea79003/800_datgeneral-thomasschnur.png?x=1700653535573" alt="DAT general-Thomas Schnur">Eine Kern-Herausforderung der Kreislaufwirtschaft ist ja, dass Produkte heutzutage oftmals eine Vielzahl an Materialien enthalten, die sich am Ende ihres Lebens nicht wieder sortenrein trennen lassen. In den meisten Möbeln und Produkten stecken beispielsweise Stoffe, vielleicht Schaumstoffe, Metalle, verschiedene Kunststoffe, gern auch Holz mit verschiedenen Kleb- und Zusatzstoffen und und und. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.</p><p>Wenn wir es also ernst meinen mit der Kreislaufwirtschaft, muss bei Produkten schon bei der Konzeption die Wahl der Materialien und die Recyclingfähigkeit mitgedacht werden. Kreislaufwirtschaft geht also nicht ohne durchdachtes Design. Durch diese sich verändernden Anforderungen an Materialien ist die Vielseitigkeit eines Materials ein entscheidender Faktor. Kunststoffe bieten hier beispielsweise aufgrund ihrer unterschiedlichen Materialeigenschaften wunderbare Voraussetzungen, um geschlossene Materialkreisläufe zu fördern.</p><h3>Sie selbst designen Möbel und Alltagsgegenstände. Was heißt ein solches „Design für Kreislaufwirtschaft“ für die Zukunft? Auf was müssen wir uns beispielsweise in unserem Wohnzimmer einstellen?</h3><p>Durch die Auswahl der richtigen Materialien und deren Verbindungen können wir dem Wunsch nach bewussteren und nachhaltigeren Materialien nachkommen.</p><p>Hinsichtlich der Formgebung werden wir keine Änderung bemerken, wenn wir es nicht wollen. Denn mit modernen Materialien und neuen Herstellungstechnologien lassen sich Möbel in jeder Form realisieren. Wir können vertrautes vertraut bleiben lassen – oder eben ganz neu denken.</p><p>Ein gutes Beispiel dafür ist ein Stuhl, den ich kürzlich mit Covestro und Arcesso Dynamics gestaltet habe: Die Sitzschale besteht aus einem Material, dass per speziellem Verfahren in einem Stück nahtlos hergestellt wurde – Arfinio®. Herausgekommen ist ein sehr skulpturales und vielseitig einsetzbares Sitzmöbel, welches zerlegbar ist und dessen Einzelteile aufgrund ihrer Mono-Materialität voll recycelbar wären.</p><h3>Was muss passieren, damit die Vision von zirkulären Wohnumgebungen der Zukunft Wirklichkeit wird?</h3><p>Recycling und Rücknahmesysteme müssen weiter optimiert werden, sodass die Stoffe in Ihre Kreisläufe gelangen können. Zudem braucht es das Bewusstsein für die Relevanz von Design und Materialien. Und es braucht Menschen mit einem solchen Bewusstsein an den richtigen Stellen in Unternehmen, Designbüros, an Hochschulen. Solchen Menschen müssen wir die Hand ausstrecken und aktiv mit auf die Suche nach Gleichgesinnten gehen – dann kann in einem solchen Zusammenspiel ein Durchbruch für den Wandel gelingen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 23 Nov 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Die chemische Industrie braucht die Jugend für die nachhaltige Transformation</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/die-chemische-industrie-braucht-die-jugend-fuer-die-nachhaltige-transformation/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/die-chemische-industrie-braucht-die-jugend-fuer-die-nachhaltige-transformation/</guid><pp:caseid>605366</pp:caseid><description><![CDATA[<p>Die chemische Industrie ist dabei, sich komplett neu zu erfinden. Sie entdeckt Technologien wie <a href="https://www.covestro.com/blog/de/google-und-covestro-verschieben-grenzen-bei-quantencomputing/">Quantencomputing für die chemische Forschung</a> und <a href="https://www.covestro.com/press/de/kuenstliche-intelligenz-hilft-bei-der-gestaltung-des-industriellen-wandels-in-der-chemie/">Künstliche Intelligenz (KI) für die Optimierung von Produktionsprozessen</a>. Sie wird zu einer Vorreiterin für Nachhaltigkeit, indem sie sich von fossilen Rohstoffen verabschiedet und mehr und mehr kreislauffähige Produkte entwickelt. Was sie bei diesem Wandel dringend braucht, sind frische Impulse. Junge Menschen, die sie bei dieser Transformation unterstützen. Worin liegt das Potential der jungen Generation für unsere Industrie?</p><h2><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/ef4404f4-e48a-4e8f-9c44-dd07e40040db/800_thereisnoplanetb.png?x=1699265952172" alt="Large-There's no planet B">1. Nachhaltigkeit im Herzen</h2><p>Die junge Generation ist sensibilisiert für Umweltthemen wie keine Generation zuvor. Sie ist hochmotiviert, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft und Umwelt zu leisten. Mit ihrem starken Bewusstsein für Nachhaltigkeit kann sie die Industrie weiter dazu antreiben, Ressourcen effizienter zu nutzen und klimafreundliche Technologien zu entwickeln.</p><h2><strong><img class="image_resized image-style-align-right" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/bd5f3923-d15c-4868-9157-59fee25da944/800_meinjob-ist-spitze.png?x=1699265963740" alt="MeinJob_ist_spitze">2. Frische Perspektiven</strong></h2><p>Die junge Generation bricht mit traditionellen Denkmustern. Sie hat eine eigene Sichtweise auf unsere Welt und die Herausforderungen, vor denen wir stehen. Zusammen mit traditionellem Fachwissen können ihre kreative Energie, Innovationsfreude und Offenheit für Neues eine treibende Kraft für eine noch nachhaltigere Industrie sein.</p><h2><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/b5e0d4e6-2a8d-4f32-a21d-136db94f58d3/800_datgeneral-girlsday2017.jpg?x=1699265977468" alt="20231106_Die chemische Industrie braucht die Jugend für die nachhaltige Transformation_3">3. In der digitalen Welt zu Hause</h2><p>Die junge Generation ist in einer Welt aufgewachsen, in der digitale Technologien den Alltag prägen. Sie sind vertraut mit Daten und digitalen Tools. Ihre Technik-Affinität ist von unschätzbarem Wert, um in der chemischen Industrie das Potential digitaler Technologien voll auszuschöpfen und so letztlich Prozesse und Materialien effizienter und noch nachhaltiger zu gestalten.</p><p><img class="image_resized image-style-align-right" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/4f6d6838-e1e8-4912-99d0-8d410b0cf951/800_buchholznic.jpg?x=1699265996965" alt="20231106_Die chemische Industrie braucht die Jugend für die nachhaltige Transformation_4">Ein starkes Nachhaltigkeitsbewusstsein, frische Ideen und digitale Fähigkeiten also sind die Triebkräfte der jungen Generation und machen sie so zu einem Schlüsselakteur für eine nachhaltige und innovative Zukunft der chemischen Industrie. Wir müssen sie für unsere Branche begeistern. Dazu nehmen wir bei Covestro unter anderem seit einigen Jahren an dem <a href="https://meine-position-ist-spitze.de/">Schülerwettbewerb „Meine Position ist spitze“</a> der Brancheninitiative Chemcologne teil. Schülerinnen und Schüler aus dem Rheinland erhalten dabei die Möglichkeit, die chemische Industrie von innen kennenzulernen, indem sie einen Tag lang eine/n leitende/n Angestellte/n im Job begleiten. Dieses Jahr hatten wir den Neusser Schüler Elias Nic zu Gast, der unserer Dormagener Produktions- und Standortleiterin Susanne Buchholz einen ganzen Tag lang über die Schultern schauen konnte. Wie er sich dabei geschlagen hat und welche Eindrücke er mitgenommen hat? Das erfahrt ihr hier im Video.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Mon, 06 Nov 2023 12:55:05 +0100</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/97d1c9ce-b4be-4fb9-bb1c-133d4a1c15b3/datgeneral-asiangirlusingamagnifyingglass.jpg?23996</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[20231106_Die chemische Industrie braucht die Jugend f&amp;uuml;r die nachhaltige Transformation_2]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Die junge Generation ver&amp;auml;ndert die Welt mit ihrem frischen Blick und innovativen Geist. &amp;copy; ryanking999 - stock.adobe.com]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Covestro, Transformation und die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI)</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/covestro-transformation-und-die-rolle-von-kuenstlicher-intelligenz-ki/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/covestro-transformation-und-die-rolle-von-kuenstlicher-intelligenz-ki/</guid><pp:caseid>596265</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Welche Auswirkungen hat Transformation – wie hält man als Unternehmen Schritt? Und wie schaffen es Unternehmen, alle Mitarbeitende auf der Transformationsreise mitzunehmen? Das sind einige der Fragen, die Sophie von Saldern, Global Head of Human Resources bei Covestro, in dem Podcast New Work Stories besprochen hat. Ein paar Themen haben wir nochmal vertieft.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2>Liebe Sophie, alle sprechen über Transformation. Ist das nun ein weiteres Buzzword, das top-down herunterdekliniert wird? Wer treibt eigentlich die Transformation bei Covestro?</h2><p>„Transformation gehört auf jeden Fall zu den Wörtern, die eher inflationär genutzt werden. Das liegt natürlich auch daran, dass Transformationen in ganz unterschiedlichen Kontexten auftreten, ob wir nun von digitaler, ökologischer oder technologischer Transformation sprechen. Oftmals hängen die verschiedenen Bereiche, in denen uns Transformationen begegnen, auch zusammen oder beeinflussen sich wechselseitig. Wichtig ist, dass wir unsere Mitarbeitenden mitnehmen auf der Transformationsreise.</p><p>Die Verantwortung, die Transformation voranzutreiben, ist meiner Meinung nach aufgeteilt. Es gibt Transformationsaspekte, die müssen klassisch top-down durch eine Organisation getrieben werden. Wir können beispielsweise die Kultur im Unternehmen nicht verändern, wenn nicht bestimmte Werte vom Vorstand vorgelebt, von den Führungskräften eingefordert, mitgetragen und dann weitergegeben werden. HR kommt eine wesentliche Rolle zu: die Belegschaft zu befähigen und partizipieren zu lassen an den transformatorischen Themen. Wir müssen unsere Mitarbeitenden hier nicht nur im Lernen unterstützen, sondern emotional einbinden. Andererseits hat jeder Beschäftigte auch die Aufgabe, sich selbst als Teil der Reise zu verstehen und sich aktiv einzubringen.“</p><h2>Kannst du das vielleicht etwas konkretisieren? Nehmen wir beispielsweise Künstliche Intelligenz als Transformationsfeld – wie handhabt Covestro das? Wie genau lässt sich hier die Verantwortung teilen?</h2><p>„Bei Covestro setzen sich gerade viele unterschiedliche Bereiche sehr stark mit dem Thema Künstlicher Intelligenz auseinander. Flankierend bieten wir bei HR unseren Mitarbeitenden sehr viele Formate an, um das Thema Künstliche Intelligenz nahe zu bringen. So haben wir eine holistische Lerninitiative ins Leben gerufen, die Expedition C, die sich mit sechs verschiedenen Transformationsfeldern beschäftigt. Die Mitarbeitenden über alle Funktionen und Länder hinweg sind aufgerufen, daran teilzunehmen und sich beispielsweise zu Themen wie Nachhaltigkeit, Kultur aber auch Künstliche Intelligenz weiterzubilden. Wichtig ist hier der respektvolle und vor allem ehrliche Diskurs. Unsere Mitarbeitenden sind aufgefordert, ihre Gedanken und Meinungen frei mit uns zu teilen, wenn sie erste Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz gemacht haben. Das heißt auch, dass sie Sorgen und Ängste benennen und Fragen stellen sollen. Es wäre naiv, wenn wir ausnahmslos Begeisterung von unseren Kolleginnen und Kollegen erwarten. Aber genau dafür muss es auch einen betrieblichen Raum geben. Bei Covestro können unsere Mitarbeitenden mit Experten und Führungskräften hierüber diskutieren und sich einbringen. Das ist die Seite der Verantwortung, die bei unseren Mitarbeitenden liegt, wenn wir von geteilter Verantwortung sprechen.</p><p>Durch Weiterbildung, Austausch und Befähigung stärken wir unsere Mitarbeitenden und sorgen dafür, dass sie selbstbewusst mit dem Thema Künstliche Intelligenz umgehen. Und eine Belegschaft, die selbstbewusst ist, weil sie mitgenommen wird auf der Transformationsreise von Covestro, ist fähig, aktiv zu mitzugestalten. Weil sich die Mitarbeitenden auf zukünftige Fragen konzentrieren können, statt sorgenvoll im Jetzt zu verharren. Wir bei HR nehmen unsere Aufgabe wahr, befähigen unsere Mitarbeitenden und ermöglichen Partizipation.“</p><h2>Wenn du eine Kristallkugel hättest: Was meinst du, wie sähe die Zukunft der Arbeit bei Covestro aus?</h2><p>„Generell denke ich, dass wir uns zu Prognosen, die länger als zwei Jahre in die Zukunft blicken, nicht hinreißen lassen sollten. Zu schnelllebig sind Wandel und Fortschritt. Ich würde mir wünschen, dass wir weiterhin genügend Arbeitsplätze mit gestalterischem Spielraum haben. Künstliche Intelligenz ist meiner Meinung nach ein Vorbote dafür, was uns an rasanter Entwicklung bevorsteht. Mensch-und-Maschine-Schnittstellen verändern sich zunehmend. Das wird dazu führen, dass wir noch integrierter zusammenarbeiten, über Abteilungsgrenzen hinweg. Künstliche Intelligenz wird zunehmend in unseren Arbeitsalltag integriert werden. Wir bei HR nehmen uns die Frage vor, wie wir mit diesen Veränderungen umgehen. Was bedeuten diese Veränderungen kulturell für unsere Belegschaft – und wie nehmen wir unsere Mitarbeitenden bei diesen Fragen mit.</p><p>Human Resources ist nicht nur Transformationstreiber sondern transformiert sich auch selbst. Diese Entwicklungen mit zu gestalten ist unfassbar spannend.“</p><p>Wer den Podcast hören möchte, findet ihn hier: <a href="https://nwx.new-work.se/newworkstories/detail/die-kunst-der-transformation-welche-auswirkungen-hat-sie-und-wie-halt-man-schritt" target="_blank">https://nwx.new-work.se/newworkstories/detail/die-kunst-der-transformation-welche-auswirkungen-hat-sie-und-wie-halt-man-schritt</a> (nur auf Deutsch verfügbar).</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 18 Oct 2023 14:02:10 +0200</pubDate>
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                        <title>Inspiration und Karrieretipps vom CEO</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/inspiration-und-karrieretipps-vom-ceo/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/inspiration-und-karrieretipps-vom-ceo/</guid><pp:caseid>585844</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>CEO Markus Steilemann tauschte sich vor kurzem mit Praktikantinnen und Praktikanten im Campus aus, wobei er persönliche Einblicke gab und seine Perspektive zu verschiedenen Themen teilte. Anna Chiara Kleinert war mit dabei und berichtet.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Vor kurzem tauschte sich Vorstandsvorsitzender Markus Steilemann mit einer Gruppe von Praktikantinnen und Praktikanten aus. Als Praktikantin in der Unternehmenskommunikation durfte auch ich mit dabei sein. Ich habe in den letzten drei Monaten schon viel gesehen und viel gelernt bei Covestro. Dass ich aber einen solch tiefen Einblick bekommen darf, damit hatte ich nicht gerechnet.</p><p>Alles ging damit los, dass wir – also meine Mitpraktikanten und ich – uns dachten, dass es doch schön wäre, mal mit dem Vorstand zu sprechen. Also haben wir eine Mail an Markus Steilemann formuliert und nach einem Treffen gefragt. Und: Er sagte zu!</p><p>&nbsp;</p><p>Netterweise begleitete Sophie von Saldern, Global Head of HR, das Event und ging auf den personalbezogenen Teil unserer Fragen ein. Rund eine Stunde lang tauschten wir, die rund 25 Teilnehmenden, uns aus – auf Basis verschiedener Fragen, die wir vorbereitet und untereinander abgestimmt hatten. Nach dem ersten Witz von Markus Steilemann war das Eis gebrochen und unsere anfängliche Scheu verflogen. Schnell entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch in offener, lockerer Atmosphäre. Es bot uns die Gelegenheit, aus erster Hand Informationen über die Vision und Strategie des Unternehmens, allgemeine Karrieretipps bis hin zur persönlichen Motivation für die eigene Laufbahn zu erhalten.</p><p>Felix Wammes, Praktikant im Bereich Global Technology Development, betonte danach die Bedeutung der Veranstaltung für ihn selbst: „Die Tatsache, dass Markus Steilemann auf unsere Anfrage eingegangen ist und sich Zeit für den Austausch genommen hat, war schon für sich genommen ein Highlight. Besonders inspirierend fand ich seine Ansichten zu Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie beziehungsweise seine detaillierte Darstellung der Nachhaltigkeitspläne von Covestro in Bezug auf die kreislauforientierten Fragen."</p><p>Da das Thema künstliche Intelligenz (KI) aktuell in aller Munde ist, interessierte uns natürlich auch die Haltung von Markus Steilemann dazu. KI ist für ihn ein zweischneidiges Schwert – auf der einen Seite stark überschätzt, auf der anderen Seite massiv unterschätzt. Insbesondere in Forschung und Entwicklung gehöre KI auf jeden Fall die Zukunft, werde neue Dimensionen eröffnen und die Effizienz noch einmal stark steigern, so der CEO. Das fanden wir alle im Meeting sehr spannend.</p><p>Markus Steilemann beantwortete unsere Fragen unter anderem auch zum Thema Karriereplanung. Für mich war der entscheidende Moment, als er betonte, dass es bei Arbeit auch um Lebenszeit gehe und man Karriereentscheidungen auch dahingehend treffen müsse. Diese Perspektive hat mir einen wichtigen Denkanstoß für meinen eigenen weiteren Werdegang gegeben. Am Schluss waren wir uns auf jeden Fall einig: Es war eine fruchtbare Zusammenkunft, die eine inspirierende Diskussion auf beiden Seiten ermöglichte.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Mon, 28 Aug 2023 13:25:56 +0200</pubDate>
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                        <title>Was es heißt, innovativ zu sein: Recyclingtechnologien</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/was-es-heisst-innovativ-zu-sein-recyclingtechnologien/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/was-es-heisst-innovativ-zu-sein-recyclingtechnologien/</guid><pp:caseid>581850</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Innovation ist nicht nur eine Frage des Könnens. Es ist eine Frage der Kreativität und der Resilienz. Manchmal geht man drei Schritte vorwärts und zwei Schritte zurück und trotzdem bleibt der Antrieb, weiterzumachen. Wir haben zwei Innovatoren bei Covestro nach ihrem persönlichen Weg bei der Entwicklung neuer Recyclingtechnologien gefragt und was es für sie heißt, innovativ zu sein.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Unsere Interviewpartner arbeiten in ganz unterschiedlichen Stadien des Innovationsprozesses. Beide arbeiten an neuen Recyclingtechnologien. Karin Clauberg ist Plattformleiterin für Kreislaufwirtschaft bei Covestro und arbeitet derzeit an der Kommerzialisierung von Evocycle<sup>®</sup> CQ Mattress, einer chemischen Recyclingtechnologie für Polyurethan-Weichschaum. Jan Heijl ist Leiter der Gruppe für die Entwicklung chemischer Prozesstechnologien für Polycarbonate, TPU und Folien.&nbsp;</p><h2>&nbsp;</h2><h2>Karin, Jan, an welcher Innovation habt ihr zuletzt gearbeitet?&nbsp;</h2><p><strong>Karin</strong>: Das chemische Recyclingverfahren, das wir im Rahmen unserer ersten Initiative Evocycle<sup>®</sup> CQ Mattress entwickelt haben: Wir verwandeln ausgedienten Matratzenschaum direkt wieder in erneuerte Rohstoffe für Polyurethan – und geben ihnen neues Leben. Ich bin sehr stolz darauf, Teil dieser Entwicklung zu sein. In unserem Technikum in Leverkusen konnten wir zeigen, dass die beiden Hauptrohstoffe, die aus dem Polyurethan-Weichschaum aus gebrauchten Matratzen gewonnen wurden, vollständig durch Chemolyse zurückgewonnen werden können.&nbsp;</p><p><strong>Jan</strong>: Mein Team und ich arbeiten gerade daran, einen Ansatz für das chemische Recycling von aromatischen Polycarbonaten zu finden. Ziel ist es, eine gute Ausbeute und Selektivität zu erreichen, den Prozess aber nicht zu energieintensiv zu machen. Da Polycarbonatabfälle selten selektiv gesammelt werden, ist auch die Anwendbarkeit auf eine breite Palette von Produkten und Mischungen ein Muss. Nehmen wir zum Beispiel Autoteile. Sie sind meist beschichtet, daher muss der Prozess auch für diese Materialmischungen funktionieren.&nbsp;</p><h2>Jan, du arbeitest eher am Beginn des Innovationszyklus. Woher weißt du, welche Technologien es sich auszuprobieren lohnt?&nbsp;</h2><p><strong>Jan</strong>: Die Entwicklung von Recyclingtechnologien läuft ähnlich wie andere F&E-Projekte. Die Unternehmensstrategie gibt vor, in welche Richtung man grundsätzlich schauen sollte. Dann beginnt alles mit einer Literaturstudie, dem Köpfe-Zusammenstecken kreativer Forscher und dem richtigen Expertennetzwerk. Die Kombination dieser drei Faktoren führt dann zu ersten Screening-Experimenten zu den ausgewählten Technologien. Sobald Experimente ins Spiel kommen, zeigt sich schnell, welche Technologien vielversprechend sein könnten und auf welcher Route wir nicht weiterkommen.&nbsp;</p><h2>Während des Prozesses der Entwicklung von neuen Recyclingtechnologien, was war die größte Herausforderung für euch?&nbsp;</h2><p><strong>Jan</strong>: Die Verfügbarkeit eines klaren Rohstoffstroms für eine Polycarbonat-Recyclingtechnologie ist vergleichbar mit einer Henne-Ei-Diskussion. Da derzeit keine Technologie für den Umgang mit einem potenziellen Abfallstrom verfügbar ist, wird auch kein Abfall gesammelt und zur Verfügung gestellt. Wir müssen also sowohl die Technologie als auch die Abfallverfügbarkeit, also unseren Rohstoffstrom für die Recyclingtechnologie parallel entwickeln.</p><p><strong>Karin</strong>: Der Schlüssel für eine erfolgreiche Prozessindustrialisierung liegt sicherlich in der Entwicklung und Validierung innovativer Technologien auf industrieller Ebene, aber auch in der Etablierung zirkulärer ökokommerzieller Systeme. Nur gesammelte Kunststoffabfälle können recycelt werden, wie Jan schon sagt. Daher ist es notwendig, die Abfallentsorgung sowie die Sammel- und Sortiersysteme zu verbessern. Zudem sollen gesetzliche Regelungen die Entsorgung von Kunststoffen auf Deponien verbieten, sobald Recyclingtechnologien verfügbar sind. Im Falle der Matratzen haben bisher nur einige europäische Länder Sammelsysteme eingerichtet, die das Recycling von Matratzen ermöglichen. So arbeiten wir mit Recyclingspezialisten wie Interzero und Eco-mobilier sowie weiteren Partnern entlang der Wertschöpfungskette zusammen, um letztlich den Materialkreislauf für Polyurethan-Matratzen zu schließen.&nbsp;</p><h2>Wenn ihr im Prozess auf solche Schwierigkeiten stoßt, wie fühlt sich das an?&nbsp;</h2><p><strong>Jan</strong>: Für unsere technischen Experten, die sich nichts sehnlicher wünschen, als kreativ Lösungen für technische Fragen zu finden und zu testen, gibt es nichts Frustrierenderes, als eine hypothetische Logistikfrage ohne klare Antwort zum x-ten Mal zu diskutieren. Frustration ist also das richtige Wort, um das Gefühl zu beschreiben, glaube ich.&nbsp;</p><p><strong>Karin</strong>: In den letzten Jahren standen wir vor einigen technischen Herausforderungen und einige Fragen sind auch heute noch nicht beantwortet. Das kann manchmal entmutigend sein. Auf der anderen Seite ist man durch die Arbeit an Entwicklungsprojekten auf diese Höhen und Tiefen vorbereitet. Meistens schaffe ich es also, Mut und Zuversicht zu bewahren.&nbsp;</p><h2>Wie motiviert ihr euch dazu, weiterzumachen?&nbsp;</h2><p><strong>Karin</strong>: Meiner Meinung nach ist es entscheidend, dass das gesamte Team, interne und externe Stakeholder, an den Erfolg des Projekts glauben. Wir müssen zuversichtlich sein, das Richtige zu tun! Es geht nicht nur darum, Teil dieses enormen Wandels hin zur Kreislaufwirtschaft zu sein, sondern auch um die Überzeugung, dass die Technologie die Polyurethanindustrie als Ganzes verändern wird.&nbsp;</p><p><strong>Jan</strong>: Das gesamte Team glaubt an die Technologie, die wir entwickeln, und wir sind davon überzeugt, dass, sobald die Technologie verfügbar ist, auch ein Zustrom zur Verfügung gestellt wird. Wir wissen, dass wir reichlich Abfallprodukte aus verschiedenen Branchen und Produktgruppen haben werden, um die ersten Schritte für die Skalierung zu machen, wenn wir soweit sind. Wenn wir dort erfolgreich sein können, sind wir überzeugt, dass dies den notwendigen Anstoß geben wird, größere Mengen zu sammeln und zu recyceln, um den Umfang und die Anwendbarkeit der Technologie weiter auszubauen.&nbsp;</p><h2>Karin, mit Evocycle<sup>®</sup> CQ Mattress habt ihr bereits ein paar Jahre der Entwicklung hinter euch. Wie habt ihr euch als Team über die Zeit motiviert?&nbsp;</h2><p><strong>Karin</strong>: In der Tat bin ich bereits seit 2019 für diese Aktivitäten verantwortlich. Um ehrlich zu sein, war es nicht allzu schwierig, motiviert zu bleiben, da unser Management sehr schnell beschloss, die Technologie auf der Grundlage unserer ersten Labortests hochzuskalieren. Seitdem haben wir, das gesamte Team und ich, intern viel Unterstützung, Vertrauen und Rückhalt bekommen. Zuletzt hatten wir ein positives Kundenfeedback, das beweist, dass Polyurethanschaum chemisch recycelbar ist. Das war ein großer Erfolg für uns und ein echter Vertrauensschub, dass wir auf dem richtigen Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft sind.&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Mon, 24 Jul 2023 15:02:30 +0200</pubDate>
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                        <title>Ein „Pinguin“ mit Solarantrieb</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/ein-pinguin-mit-solarantrieb/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/ein-pinguin-mit-solarantrieb/</guid><pp:caseid>581802</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Was für ein tolles Gefühl, wenn das, worauf man lange Zeit hingefiebert hat, endlich Realität wird! Mit großer Vorfreude hat sich Dr. Inga Bargende gemeinsam mit zahlreichen KollegInnen von Covestro am 5. Juni auf den Weg nach Aachen zur Enthüllung des neuen Sonnenwagens gemacht. Hier beschreibt sie, wie sie die Enthüllung erlebt hat.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Nun war es also soweit: 5. Juni, 17 Uhr. Aachen. Eurogress. 800 Gäste. Darunter fast 30 TeilnehmerInnen von Covestro. Auf der Bühne verhüllt mit einem schwarzen Tuch: der neue Sonnenwagen.&nbsp;</p><p>Nach Reden von Prof. Malte Brettel (RWTH Aachen), Prof. Bernd Pietschmann (FH Aachen), Nico Michels (Siemens) sowie Etienne Pudell und Florian Fröhlich (Mercedes-Benz) wird das „Making of“ Video des neuen Sonnenwagens gezeigt. Gänsehaut pur! Man kann die Energie, die die Studierenden in die Entwicklung und den Bau des neuen Sonnenwagens gesteckt haben, förmlich spüren. Es breitet sich ein Gefühl von ungemeinem Stolz in mir aus, dann kommt die Ungeduld – ich will den neuen Sonnenwagen endlich sehen. Und schon läuft der Countdown zur Enthüllung des neuen Autos: 10, 9, ... 3, 2, 1. Absolute Stille. Langsam wird das schwarze Tuch vom Auto gezogen. Der neue Sonnenwagen ist enthüllt. Über dem Auto der Name “Covestro Adelie”. Die Begeisterung ist riesig, der ganze Saal bebt vor Applaus. Dann erscheinen Fragezeichen in den Gesichtern der Gäste. Was bedeutet Adelie? Und wie spricht man den Namen überhaupt richtig aus?&nbsp;</p><p>Ein Foto eines Pinguins erscheint auf der Leinwand. Dann wird aufgeklärt: Es handelt sich um den Adeliepinguin, einen besonders aerodynamischen Pinguin (Fun Fact: Aufgrund seiner außerordentlichen Stromlinienform kann ein Adeliepinguin mit der Energie einer Mahlzeit von nur 1,2kg seiner Lieblingsspeise, den Krill-Garnelen, eine Strecke von 120 km schwimmen). Für das Team also der ideale Name für ihr neues Solarauto. Denn die Aerodynamik des Solarautos ist eine der relevantesten technischen Features. Schon kleinste Designänderungen können eine Erhöhung des Luftwiderstandes zur Folge haben; das gilt es natürlich zu vermeiden. Nach über 600 Modelldesigns und mehr als 200.000 Stunden Simulationsarbeit hat es das Team geschafft, den Luftwiderstand der „Covestro Adelie“ im Vergleich zum Vorgängermodell, dem Covestro Photon, um 20 % zu reduzieren. Mit außerordentlicher Begeisterung stellen die einzelnen Teamleiter ihre Entwicklungen vor, die „Covestro Adelie“ zum Sieg des härtesten Solarrennens der Welt, der World Solar Challenge in Australien, verhelfen sollen.&nbsp;</p><p>Die Zahlen sind beeindruckend: 16 % Gewichtsreduktion der Struktur und 20 % Gewichtsreduktion des Fahrwerks (der Wagen wiegt nur noch 130 kg!), 567 Solarzellen, die bei einer 96-prozentigen Flächenausnutzung eine Peakleistung von mehr als 1kW erzeugen können, 600 km Reichweite der Batterie ohne Energiezufuhr über Solarzellen (da wurde wahrscheinlich auch der eine oder andere Automobilhersteller im Saal blass vor Neid), 96 % Gesamteffizienz des Antriebsstranges. Auch zur Verbesserung der Fahrstrategie wurden einige Entwicklungen getätigt. So werden „Covestro Adelie“ und das sogenannte „Strategy Car“ während des Rennens über Telemetrie kommunizieren, es werden Wetterdaten in Echtzeit ausgewertet, und über ein Fahrzeugmodell werden in kürzester Zeit Optimierungsvorschläge an den Fahrer des Sonnenwagens gespielt. Professioneller geht es wohl kaum.&nbsp;</p><p>Dass Covestro nicht nur auf dem Sonnenwagen steht, sondern auch drin ist, macht mich besonders stolz. Gemeinsam mit meinem Kollegen Daniel Steinke darf ich das Projekt Sonnenwagen seitens Covestro seit Beginn dieses Jahres leiten. Für uns stehen seitdem der intensive Austausch mit den Studierenden aus Aachen und die Identifikation von Materiallösungen für den Sonnenwagen an erster Stelle. Im neuen Sonnenwagen wurden Polycarbonat für die Batterieeinhausung, TPU für die Sitzschalenauskleidung sowie diverse Rohstoffe zum Verkleben der einzelnen Komponenten und zur Fertigung der Struktur verwendet. Als Teil des Growth Business Textiles bin ich mindestens genauso glücklich darüber, dass wir das Team auch abseits des Autos mit unseren nachhaltigeren Materialien ausstatten konnten. In Kooperation mit einem Innovationspartner wurden gänzlich individuelle Sonnenwagen-Schuhe gefertigt, noch dazu Shorts, bei denen unsere biobasierten Polyurethandispersionen zum Einsatz kamen.&nbsp;</p><p>Es war (und ist immer noch 😊) eine großartige Erfahrung, mit dem Team Sonnenwagen zu arbeiten – seine Leidenschaft, sein Teamgeist, sein Fleiß und sein immenser Antrieb sind wirklich ansteckend. Die Zusammenarbeit hat mir gezeigt, dass "anders denken" der Schlüssel ist, um die Grenzen in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft zu verschieben!&nbsp;</p><p>Jetzt steht das Team Sonnenwagen kurz vor dem Abflug nach Australien. Dort erwarten sie noch ein Monat Testfahren unter Realbedingungen und ein letztes Fine-Tuning. Dann wird das Team Sonnenwagen mit der „Covestro Adelie“ gegen 41 andere Teams aus der ganzen Welt antreten. Es gilt, die 3022 km lange Strecke zwischen Darwin und Adelaide zu bewältigen.&nbsp;</p><p>Ich bin mir sicher, dass nicht nur die „Covestro Adelie“, sondern insbesondere auch der Siegeswille und der Zusammenhalt des Teams dazu beitragen werden, dass sich die Studierenden nach Zieleinfahrt auf dem obersten Treppchen wiederfinden werden. Die Vorfreude darauf, das Rennen (wenn auch nur aus der Ferne) zu verfolgen, steigt von Tag zu Tag. Ich drücke euch die Daumen, Team Sonnenwagen – ihr habt es verdient zu gewinnen!&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 20 Jul 2023 15:34:46 +0200</pubDate>
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                        <title>Sicherheit beginnt mit dem Faktor Mensch</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/sicherheit-beginnt-mit-dem-faktor-mensch/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/sicherheit-beginnt-mit-dem-faktor-mensch/</guid><pp:caseid>570943</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Manchmal braucht es eine kleine Erinnerung, um den Wert der Dinge zu erkennen. Am 28. April erinnert uns der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz daran, dass wir alle einen Beitrag zu einer sicheren und gesunden Arbeitskultur leisten. Als führendes Unternehmen in der chemischen Industrie sind wir auch führend in Sachen Sicherheit. Mein Kollege Carsten Rosner, der bei Covestro die so genannten „Team Resource Management“- Trainings betreut, und ich wurden kürzlich interviewt, wie wir bei Covestro eine Kultur der Sicherheit und des Umgangs miteinander definieren, pflegen und leben.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2>Wir sind alle Menschen, was bedeutet, dass wir auch Fehler machen. Aber wenn Maschinen oder Chemikalien im Spiel sind, können Unfälle schwerwiegende Folgen haben. Sucheta Govil, wie fördern Sie und andere Führungskräfte bei Covestro das Sicherheitsbewusstsein im Unternehmen?</h2><p>SG: Sicherheit war für uns auf allen Ebenen schon immer von größter Bedeutung. Die Sicherheit von Mitarbeitern, Produktionsprozessen und Anlagen steht im Mittelpunkt unseres Geschäfts. Unsere Vision ist ein unfallfreies Unternehmen. Auf dieses Ziel hinzuarbeiten, ist eine Verpflichtung, die wir jeden Tag eingehen. Covestro beschäftigt weltweit rund 18.000 Mitarbeiter und hat Standorte überall auf der Welt. Wir müssen uns also genau ansehen, welche Faktoren zu einem sicheren Arbeitsumfeld beitragen und wie es möglich ist, die Sicherheit hochkomplexer Produktionsanlagen jederzeit zu gewährleisten.</p><h2>Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur beim Thema Sicherheit?</h2><p>SG: Lassen Sie mich eines klarstellen: Schulungen und Sicherheitsrichtlinien sind eine Sache, aber die Unternehmenskultur ist es, die den Unterschied ausmacht, wenn es darum geht, Sicherheit jeden Tag wirklich zu leben. Bei Covestro sind sich die Mitarbeiter ihrer Verantwortung für die Prozesse, für sich selbst und für andere bewusst. Ihr Einsatz ist der Grund dafür, dass Covestro in den letzten Jahren eine großartige Erfolgsbilanz im Bereich Sicherheit vorweisen kann. Unterm Strich haben wir große Fortschritte gemacht, aber wir sind noch nicht am Ziel.</p><h2>Carsten, wie kann „der Faktor Mensch“ als Vorteil und nicht als Risiko verstanden werden?</h2><p>CR: Der menschliche Einfluss auf potenziell gefährliche Situationen kann vielfältig sein. Manchmal unterschätzen Menschen eine gefährliche Situation. Manchmal kommt es zu Missverständnissen. Es gibt einige menschliche Faktoren, die aufeinanderfolgend zu Unfällen führen können. Wenn wir uns der menschlichen Unvollkommenheit und damit der Notwendigkeit gegenseitigen Schutzes bewusst sind, können wir proaktiv handeln und einen echten kulturellen Wandel fördern.</p><h2>Wie geht Covestro mit dieser Herausforderung um?</h2><p>CR: Wir arbeiten mit einem Zusammenspiel aus Programmen, Awareness-Trainings und Coaching. Eines davon ist ein Verhaltenstraining namens Team Resource Management (TRM). Es basiert auf systematischer Unfallforschung und wurde Ende der siebziger Jahre erfolgreich in der Luftfahrt entwickelt, um diese zusammenhängenden menschlichen Faktoren zu adressieren, die Unfälle verursachen oder verhindern können. Erinnern Sie sich an die berühmte Notlandung auf dem Hudson River? Beide Piloten wiesen darauf hin, dass TRM ein wesentlicher Faktor für den glimpflichen Ausgang des Unfallfluges war.</p><p>TRM wurde für andere Hochrisikobranchen adaptiert. Covestro hat sich entschieden, dieses Konzept als Vorreiter in der chemischen Industrie anzuwenden. Unser externer Partner ist ein Unternehmen von aktiv tätigen Flugzeugkapitänen und Instruktoren mit Erfahrung in TRM-Ausbildungen. In einer zweitägigen Schulung erleben die Anlagen- und Instandhaltungsteams die Auswirkungen menschlicher Fehler und üben in einer Simulation, wie sie diese umgehen können. Sie analysieren reale Fallbeispiele von Covestro und reflektieren ihr Kommunikationsverhalten und die Fehlerkultur. Am Ende kehren sie mit einer Reihe von Werkzeugen und Strategien für ihre tägliche Routine an ihren Arbeitsplatz zurück und wenden das Gelernte in einem strukturierten Ansatz an.</p><h2>Inwiefern fördert das Lernen aus der Luftfahrt Ihrer Meinung nach, die Sicherheitskultur weiterzuentwickeln, Sucheta Govil?</h2><p>SG: Ich war wirklich beeindruckt, als ich das Training kürzlich selbst gemacht habe! Mir wurde klar, wie leicht wir aufgrund von mangelndem Bewusstsein oder Missverständnissen Fehler machen – aber auch, dass wir trainieren können, sie zu vermeiden. Die Luftfahrt und die chemische Industrie haben viele Parallelen: Beide beschäftigen technisch bestens ausgebildetes Personal und versuchen, Risiken und Probleme vor allem durch Technologie zu lösen. Aber das Ziel eines unfallfreien Unternehmens werden wir nicht allein mit Technologie erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir alle soziale, kommunikative und psychologische Fähigkeiten. Mit Trainings wie TRM können wir lernen, unser eigenes Verhalten und das anderer einzuschätzen, Situationen richtig zu bewerten, Entscheidungen zu treffen und Fehler zu vermeiden. Teamarbeit erhöht nachweislich die Sicherheit in der Produktion – als Team können wir ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld schaffen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 28 Apr 2023 08:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Der neue Sonnenwagen kommt</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/der-neue-sonnenwagen-kommt/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/der-neue-sonnenwagen-kommt/</guid><pp:caseid>568386</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Das Team Sonnenwagen Aachen kämpft auch 2023 um den Sieg bei der World Solar Challenge. Bei einem Werkstattbesuch haben Covestro-Mitarbeitende bereits erste Blicke auf Bauteile des neuen Solarwagens erhaschen können. Covestro-Projektleiter Daniel Steinke erzählt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/64cf41c4-c069-45fb-8a0a-57e846337b5e/800_bild1-daniel-steinke-1.png?x=1680532902528" alt="20230331_The-new-Sonnenwagen-will-be-ready-soon___Daniel_Steinke_1">Ganz schön kalt hier! Der Gedanke schießt einem sofort in den Kopf, wenn man die unbeheizte Lagerhalle im Aachener Industriegebiet betritt. Das Team Sonnenwagen werkelt hier von früh bis spät am neuen Solarautomodell. Gerade fügen zwei der Studierenden millimetergenau zwei Werkteile zusammen und fixieren sie mit Schraubklemmen. Etwas abseits wertet eine andere Gruppe an ihren Laptops die neusten Batteriemessergebnisse aus. Im hinteren Teil der Halle bewegt sich surrend der computergesteuerte Arm einer Fräse und arbeitet ein neues Bauteil aus einem massiven Polyurethanblock heraus.</p><p>Ein paar Covestro-Kollegen und ich sind zu Besuch bei dem Team aus Studierenden der RWTH und FH Aachen, und das Bild das sich uns bietet, ist überraschend - zumindest für jemanden wie mich, der noch nie mit Solarmobilität zu tun hatte. Die Gruppe aus jungen Leuten in ihren 20ern arbeitet äußerst professionell und ist wie ein richtiges Unternehmen strukturiert: mit verschiedenen Teams, Teamleitern und einem Vorstand. Es gibt detaillierte Projektpläne und Verfahrensbeschreibungen für jeden einzelnen Arbeitsschritt.</p><p>Covestro ist Hauptsponsor des Projektes. Das Unternehmen begleitet die Studierenden schon seit Jahren bei der Entwicklung eines immer besseren Solarautos. Die langjährige Partnerschaft zahlt sich aus: Über die Jahre hinweg kamen immer wieder Materialien von Covestro im Sonnenwagen zum Einsatz – und das Solarauto wurde von mal zu mal besser. Derzeit gestaltet das Team einen neuen Sonnenwagen für das härteste Solarauto-Rennen der Welt quer durch die Wüste. Ende Oktober ist es so weit: Es geht zur World Solar Challenge in Australien.&nbsp;</p><p>Vorher muss der Wagen fertig werden. Von der groben Form arbeiten sich die Studierenden bis in die kleinsten Details rund um Aerodynamik, Mechanik und Elektronik vor. Seit Anfang des Jahres entstehen die ersten Bauteile in der eigens angemieteten Werkstatt. Die Zeit ist knapp, schließlich möchte das Team am 05. Juni bei einem feierlichen „Event“ den neuen Sonnenwagen vorstellen. Um den Zeitplan einzuhalten, arbeiten die Studierenden sogar in Schichten. Alle sind Feuer und Flamme und geben alles: Sie nehmen das Projekt sehr ernst.</p><p>Covestro begleitet das Team auf seinem Weg. Dafür gibt es alle zwei Wochen ein virtuelles Meeting mit mir als Covestro-Projektleiter, meiner Co-Projektleiterin Inga Bargende und den Aachener Studenten. Regelmäßig nehmen auch Covestro-Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen teil und unterstützen mit Know-how und Materialexpertise. Ich mag die Meetings immer sehr, weil die Atmosphäre vertrauensvoll und offen ist. Es sind ehrliche Fachgespräche über die Vor- und Nachteile von bestimmten Lösungen.</p><p>Die Aachener Studierenden achten darauf, dass die konkreten Pläne geheim bleiben. Die Form der Karosserie lässt sich bei unserem Besuch in der Werkstatt nur erahnen und bleibt auch für uns vorerst ein Geheimnis. Für das diesjährige Rennen fräst das Team in einem mehrstufigen Prozess die Karosserieform aus Polyurethanblöcken. Danach glätten die Studenten noch weiter per Hand die letzten Unebenheiten mit Schleifpapier.</p><p>Lina aus dem Vorstand des Sonnenwagen Teams erklärt warum: “Jede Unebenheit auf der Oberfläche erhöht den Luftwiderstand und kostet im späteren Rennen wertvolle Sekunden“. Die vorgeschliffenen Blöcke werden anschließend mit Carbon-Matten ausgelegt, die als eigentliche Form für die finalen Karosserieteile dienen.&nbsp;</p><p>Auch beim Antrieb und den Batterien - dem Herz des Wagens - sind die Aachener genau. Bei dem Antrieb wollen die Studierenden keine Kompromisse eingehen und optimieren ihn ständig. Sie haben unzählige Versionen des Stators (ein wichtiges Bauteil des Elektromotors) entworfen, fertiggestellt, getestet, wieder verworfen und weiter verbessert. Um im Rennen alles aus dem Wagen herauszuholen zu können, prüfen die Elektroingenieure jede Batteriezelle einzeln auf ihre Funktion und ob sie die versprochene Leistung bringt. Später im Rennen kann dieses Detailwissen den entscheidenden Vorsprung bedeuten und den Sieg bringen.</p><p>Anfang Juni stellt das Team den neuen Wagen zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor, danach bleiben dem Team noch ca. 3 Monate für ausgiebige Testläufe, bevor der neue Sonnenwagen auf seine lange Reise nach Australien geschickt wird. Dort hat das Team noch einige Wochen Zeit für die letzten Abstimmungen, bevor am 22.10. die World Solar Challenge in Darwin startet.&nbsp;</p><p>Live vor Ort dabei sein, kann ich dann wahrscheinlich nicht. Aber ich werde das Rennen online verfolgen und am PC mitfiebern. Ziel ist natürlich Platz eins. Und ich bin mir sicher: Mit dem Engagement und Einsatz schaffen sie das auch!&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 05 Apr 2023 14:01:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Wir müssen Chancengerechtigkeit leben</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wir-muessen-chancengerechtigkeit-leben/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wir-muessen-chancengerechtigkeit-leben/</guid><pp:caseid>563332</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><strong>Wir feiern den International Women´s Day. Für Sucheta Govil, Chief Commercial Officer von Covestro, ist das diesjährige Kampagnenthema „Embrace Equity“ eine Erinnerung daran, wie viel Arbeit noch vor uns liegt.</strong></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Der Internationale Frauentag wird seit mehr als hundert Jahren am 8. März gefeiert. Ich bin zuversichtlich und ermutigt durch die Fortschritte, die wir auf dem Weg zur Chancengerechtigkeit schon heute erleben: UN Women berichtet, dass in den letzten zwei Jahren acht Länder ihre erste weibliche Staats- oder Regierungschefin gewählt oder vereidigt haben, darunter Estland, Barbados und Tunesien. Deutschland bekommt 2021 sein erstes paritätisches Kabiƒnett. Und auch bei Covestro steigt der Anteil der Frauen in der Gesamtbelegschaft stetig an und wird so bis 2029 eine Quote von 40 % erreichen. In den oberen Führungsebenen haben wir bereits einen Frauenanteil von 24 % erreicht.</p><p>Doch die Dringlichkeit und Notwendigkeit, die Gleichstellung zu fördern, ist auch im Jahr 2023 noch aktuell. Es erfüllt mich mit tiefer Traurigkeit zu sehen, dass Frauen an vielen Orten der Welt als Bürgerinnen zweiter Klasse behandelt werden, dass sie von der Bildung und vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Sie werden misshandelt und zum Schweigen gebracht. Afghanistan und Iran sind dafür nur zwei aktuelle Beispiele.</p><p>Vor diesem Hintergrund ist der Weltfrauentag umso wichtiger, um uns selbst zu fragen, wie wir uns aktiv für eine Welt einsetzen, in der alle Menschen gleichberechtigt sind – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer sexuellen Identität. Im diesjährigen Kampagnenthema des Internationalen Frauentags #EmbraceEquity schwingt für mich eine ganzheitliche Entschlossenheit mit: Solange wir Chancengerechtigkeit nicht annehmen und mit all ihren Konsequenzen in unser Leben einbeziehen, wird es keinen echten Fortschritt in Richtung Gleichberechtigung für alle geben.</p><p>Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion sind heute in fast allen Unternehmen Teil der Selbstverpflichtung. Wir haben bereits einen weiten Weg zurückgelegt von der Chancengerechtigkeit, die nur als „nice-to-have“ betrachtet wurde, zu einem Status, über den wir ständig nachdenken, an den wir glauben und nach dem wir streben sollten. Deshalb ist der 8. März für mich umso wichtiger: Lassen Sie uns die Fortschritte feiern, die bereits auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit gemacht wurden. Wir sollten aber auch das Bewusstsein für die noch immer bestehenden Defizite bei Gleichberechtigung und Frauenrechten schärfen. Denn wir sehen immer noch in vielen Bereichen, im Großen wie im Kleinen, dass Chancengerechtigkeit häufig nur auf dem Papier gelebt wird.</p><p>Als Führungskraft eines Unternehmens, die sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist, habe ich auch darüber nachgedacht, was mir persönlich im Zusammenhang mit Chancengerechtigkeit am wichtigsten ist. Für mich ist es die Stärkung von Frauen.</p><p>Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai sagt: "Wir können nicht gemeinsam erfolgreich sein, wenn die Hälfte von uns zurückgehalten wird." Ich kann dem nur zustimmen. Beim Empowerment von Frauen geht es darum, Mädchen und Frauen sowohl im sozialen als auch im wirtschaftlichen Bereich zu fördern und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Denn ich glaube an die exponentielle Kraft von Frauen – aber um erfolgreich zu sein und an der Spitze zu bleiben, brauchen Frauen auch Verbündete. In der Wirtschaft ist es vor allem die oberste Führungsebene, die die Maßnahmen des Unternehmens für mehr Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion nachdrücklich unterstützen muss. Diese Unterstützung hat eine wichtige Signalwirkung – intern für das Unternehmen und extern für die Gesellschaft insgesamt.</p><p>Ich bin stolz darauf, dass @Covestro der gemeinsamen Initiative Women's Empowerment Principles von @UNWomen und dem UN Global Compact zur Förderung der Gleichberechtigung beigetreten ist. Mit dem Beitritt zur WEP-Gemeinschaft mit mehr als 4.250 Unternehmen weltweit ist Covestro einer der ersten Unterzeichner in der europäischen Chemieindustrie.</p><p><span>Um die Werte Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion nachhaltig in Gesellschaft und Wirtschaft zu verankern, können wir alle einen Beitrag leisten. Sprechen Sie Missstände an, seien Sie solidarisch, engagieren Sie sich persönlich. Kollektiver Aktivismus ist der Motor für Veränderungen.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 08 Mar 2023 10:00:00 +0100</pubDate>
            <enclosure url="https://content.presspage.com/uploads/2697/2b972f21-1bac-4805-8568-69bc273ce7ac/500_2023-02-iwd-sg.jpg?97910" length="0" type="image/jpg" />
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                        <title>Praktikum mit Einblicken</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/praktikum-mit-einblicken/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/praktikum-mit-einblicken/</guid><pp:caseid>559313</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><span><strong>German Krieger ist 21 Jahre alt und studiert im 5. Bachelorsemester Chemieingenieurwesen / Farbe und Lack an der Hochschule Esslingen. Hier berichtet er über sein Pflichtpraktikum in der Abteilung Construction Coatings bei Covestro in Leverkusen.</strong></span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/0f67b84f-8603-4965-9ae1-90fff76b8ced/500_germankrieger.jpeg?x=1676455530675" alt="20230215_German Krieger">Covestro kenne ich schon ein bisschen länger, denn während meiner Ausbildung zum Lacklaboranten bin ich häufig mit Produkten von Covestro in Berührung gekommen. Besser kennengelernt habe ich das Unternehmen dann aber in meinem Studium, da es eine Kooperation mit meiner Uni, der Hochschule Esslingen, hat und ich im dritten Semester an einer Infoveranstaltung teilgenommen habe. Die Referent:innen haben einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen und die Vorträge, insbesondere mit Hinblick auf die Covestro Vision, sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten, haben mich stark beeindruckt, zumal ich nicht gedacht hätte, dass ein Chemiekonzern so nachhaltig handeln kann. Zudem wurden spannende Projekte vorgestellt, an denen Forscherinnen und Forscher aktuell arbeiten. Die Aspekte haben in jedem Fall dazu geführt, dass ich mir gerne einen eigenen Eindruck des Unternehmens verschaffen und mein Praktikum hier machen wollte. Durch eine ansprechende Vergütung des Praktikums war es auch problemlos möglich, mir für dessen Dauer eine Wohnung zu leisten. Ich bin tatsächlich mit einem Kommilitonen, der ebenfalls sein Praktikum bei Covestro absolviert, in eine gemeinsame WG nach Leverkusen gezogen.&nbsp;<br><br>Nach meinem Praktikumsstart im September habe ich recht schnell mein eigenes Projekt bekommen, bei dem ich Rohstoffe für Lackformulierungen untersuchte. Zu meinen Aufgaben im Rahmen des Projektes gehörten u.a. die Versuchsplanung, die Kalkulation der Rezepturen, das Ansetzen und die Applikation der Beschichtungsstoffe, die Erstellung von Prüfkörpern, die Messung bestimmter Eigenschaften und natürlich die Interpretation der generierten Daten, die Vorstellung vor den Entwicklungsabteilungen sowie das Verfassen eines Berichtes. Das vielseitige Projekt sorgte immer für genügend Abwechslung und Challenges, weshalb mir nie langweilig wurde.&nbsp;</p><p>Was ich während meines Praktikums als sehr angenehm empfunden habe, ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen, auch über Abteilungen und Standorte hinweg. Alle waren von Beginn an sehr nett, haben mich super ins Team integriert und waren immer hilfsbereit. Zudem bietet Covestro eine Prakti-Community an. Hier treffen sich freiwillig Praktikant:innen aus allen Bereichen zu einem gemeinsamen, informellen Austausch – entweder digital oder zum Lunch vor Ort. So lernt man einfach viele neue Leute kennen, was auch echt cool ist.&nbsp;<br><br>Eins meiner größten Highlights war aber definitiv der Besuch auf der K 2022, der weltweit größten Kunststoffmesse in Düsseldorf, die nur alle drei Jahre stattfindet. Hier haben wir Tickets von Covestro erhalten und konnten uns den riesigen Stand inkl. Bühnenprogramm sowie viele Produktinnovationen – auch aus anderen Abteilungen – anschauen.&nbsp;</p><p>Neben den Highlights gab es aber auch eine etwas herausfordernde Phase während der Startphase meines Projektes, da sich die Erstellung von Polyurethan-Lackfilmen zunächst als eher schwierig erwiesen hat. Hier musste ich mich definitiv in Geduld üben, da ich bestimmt 2-3 Wochen immer wieder unterschiedliche Versuche durgeführt habe, um das Problem lösen zu können. Mithilfe der Ideen und Erfahrungen meiner Betreuer:innen und anderen Kolleg:innen hat es dann aber letztendlich funktioniert, und das Projekt konnte gut bearbeitet werden.&nbsp;<br><br>Zu guter Letzt möchte ich noch betonen, dass Arbeitssicherheit bei Covestro sehr groß geschrieben wird und viele Maßnahmen dafür eingeführt und umgesetzt werden. Für so einen großen Konzern vermutlich unerlässlich, nichtsdestotrotz ist mir auch das sehr positiv aufgefallen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 15 Feb 2023 16:53:44 +0100</pubDate>
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                        <title>Meine Erfahrung mit Mentoring</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/meine-erfahrung-mit-mentoring/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/meine-erfahrung-mit-mentoring/</guid><pp:caseid>555946</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i><strong>Welchen Beruf möchte ich mal ergreifen? Diese Frage stellen sich viele junge Menschen weltweit. Michelle Montgomery hat ihren Einstieg in die Chemie ihrem Lehrer zu verdanken – und wurde schließlich selbst Mentorin.</strong></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:200px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/500_pic1.png?x=1674560496146" alt="20230124_My Experience with Mentorship_1">Als ich in der High School war, kämpfte ich damit, herauszufinden, welchen Beruf ich ergreifen wollte. Ich hatte eine künstlerische Seite, die sich nach Kreativität sehnte, und eine analytische Seite, die Organisation und Ordnung brauchte. Ich erinnere mich an den Moment, in dem mir ein Licht aufging, als wäre es gestern gewesen. Ich saß in meinem AP-Chemiekurs (Advanced Placement) und stellte eine "Was wäre wenn..."-Frage zu unserer Laboraufgabe. Anstatt mir eine Antwort zu geben, antwortete mein Lehrer: "Finde es heraus." Diese Ermutigung, selbst zu erforschen und kreativ zu denken, half mir zu erkennen, dass ich in meiner täglichen Arbeit immer wieder die "Was wäre wenn"-Fragen erforschen wollte – und das war es, was mich auf meinen Weg zu einer Karriere in der Chemie brachte.</p><p>Ich betrachte diesen Chemielehrer als den ersten einer ganzen Reihe von Mentoren, die mir geholfen haben, mich zu dem Menschen zu entwickeln, der ich heute bin. Im Laufe meiner Entwicklung hatte ich das Glück, viele Vorbilder zu haben, an denen ich mich orientieren konnte und bei denen ich das Gefühl hatte, dass ihnen mein Erfolg wirklich am Herzen lag. An der Universität war es mein Berater, der mir half, Forschungs- und andere Möglichkeiten zu finden, und der mir gleichzeitig ein Beispiel dafür gab, wie eine starke Frau in der MINT-Branche (Wissenschaft, Technik, Ingenieurwesen, Mathematik) aussehen kann. Während meiner Forschungsarbeit im Grundstudium war es eine Studentin, die mich ermutigte, mich für ein Praktikum bei Covestro zu bewerben, nachdem sie sich meine Interessen und Sorgen über das Leben nach dem Studium angehört hatte. Bei Covestro sind es die großartigen weiblichen Führungskräfte, die mit gutem Beispiel vorangehen und mich dazu gebracht haben, einen Hochschulabschluss zu machen und mehr Verantwortung zu übernehmen.</p><p>Ohne diese einflussreichen Mentoren und Coaches in meinem Leben hätte mein Weg ganz anders aussehen können. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich so viel Unterstützung erfahren habe – und deshalb gebe ich mein Bestes, um die nächste Generation von weiblichen Führungskräften genauso zu unterstützen!</p><p>Repräsentation ist wichtig. Wenn junge Menschen jemanden in einem Beruf sehen, der so aussieht wie sie, ist es wahrscheinlicher, dass sie diesen Beruf für sich in Betracht ziehen. Es ist wichtig, junge Mädchen schon viel früher im Leben mit Führungspersönlichkeiten in Kontakt zu bringen, die ihnen ähnlich sehen: Sie müssen eine Vielzahl von Berufen kennen lernen und ihnen zeigen, dass sie selbst in der Lage sind, eine Führungsrolle zu übernehmen. Wenn sie mehr Kontakt zu Mentoren und Führungskräften in verschiedenen Branchen haben, ist es viel wahrscheinlicher, dass ihnen ein Licht aufgeht und sie erstaunliche Kontakte knüpfen, die ihnen zu ihrem Erfolg verhelfen werden.<span>&nbsp;</span></p><h2><strong>Wie mache ich Mentoring?</strong></h2><p>Gegenwärtig führe ich die meisten meiner Mentoring-Aktivitäten über eine Organisation namens Strong Women Strong Girls (SWSG) durch. SWSG hat sich zum Ziel gesetzt, Mädchen im Grundschulalter mit College-Mentoren und diese wiederum mit professionellen Mentoren in Kontakt zu bringen, um ein Unterstützungsnetz für alle Altersgruppen und Erfahrungsstufen zu schaffen. Im Rahmen von SWSG bin ich ehrenamtlich als Einzelmentorin tätig, wobei ich jedes Semester einer Frau im College-Alter zugeteilt werde und für Unterstützung zur Verfügung stehe, was auch immer das bedeuten mag! Manchmal bedeutet Unterstützung, dass ich bei der Erstellung eines Lebenslaufs oder bei der beruflichen Entwicklung helfe, aber manchmal bedeutet es auch einfach, dass ich mich mit der Mentee auf einen Kaffee treffe und ihr bei Problemen zur Seite stehe. Ich liebe es, diese erstaunlichen Frauen kennenzulernen und zu sehen, wie vielversprechend ihre Zukunft ist, und es ist ein schöner Gedanke, dass ich vielleicht in irgendeiner Weise zu ihrem Erfolg beitragen kann.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich habe auch an einem zweiten Programm der SWSG teilgenommen, das Role Models in Residence heißt. Bei diesem Programm erstelle ich einen Unterrichtsplan und unterrichte dann eine Gruppe von Mädchen im Grundschulalter über meinen Beruf. In meinem Fall bereite ich normalerweise einige wissenschaftliche Experimente für die Mädchen vor, um ihnen zu zeigen, wie viel Spaß MINT machen kann. Wir haben schon Polymerwürmer, Schleim, selbstgemachtes Eis und vieles mehr hergestellt! Ich beginne meine Stunde gerne mit der Frage an die Mädchen, ob sie sich vorstellen könnten, später einmal Wissenschaftlerin zu werden, was in der Regel nicht zu vielen erhobenen Händen führt. Nach der Stunde stelle ich dieselbe Frage und erhalte immer ein paar begeisterte "JAs", was alles ist, was ich mir wünschen kann.</p><p>Im vergangenen Jahr habe ich außerdem begonnen, mich im Rahmen des LAUNCH-Programms des Pittsburgh Technology Council als Mentorin zu engagieren. LAUNCH zielt darauf ab, die natürliche Neugier von Highschool-Mädchen in eine Führungsrolle im Bereich MINT zu verwandeln. Ich nahm als Podiumsteilnehmerin an der Auftaktveranstaltung teil, zusammen mit einigen erstaunlichen weiblichen Führungskräften in der MINT-Branche in der Region Pittsburgh. Die Schülerinnen wurden ermutigt, Fragen zu unseren Karrierewegen zu stellen, und wir hatten die Gelegenheit, ehrlich und offen darüber zu sprechen, wie es ist, eine Frau in der MINT-Branche zu sein, und wie wir am besten vorgehen, um erfolgreich zu sein. Über die Podiumsdiskussion hinaus habe ich später im Rahmen des LAUNCH-Programms auch an persönlichen Mentoring-Sitzungen teilgenommen und stand für virtuelle Mentoring-Sitzungen über das Latitude-Portal zur Verfügung.</p><h2><strong>Was hat das Mentoring für mich bedeutet?</strong></h2><p>Ich bin durch die Teilnahme an diesen Mentoring-Möglichkeiten persönlich sehr gewachsen. Es gibt so viele unglaubliche junge Frauen da draußen, die dazu bestimmt sind, in ihren Gemeinschaften einen großen Einfluss zu haben. Ich habe Einblicke in Perspektiven und Hintergründe erhalten, die sich von meinen eigenen stark unterscheiden, und ich habe zugehört, als die Mädchen von ihren persönlichen Kämpfen und Zielen erzählten, und bin dadurch zu einer viel einfühlsameren und offeneren Person geworden. Ich habe auch entdeckt, dass viele der Werkzeuge, die ich für mein Leben gelernt habe, nicht spezifisch für meine Ausbildung oder Karriere sind. Einige der wichtigsten Erkenntnisse, die ich an künftige Führungskräfte weitergeben kann, betreffen die Stressbewältigung, den Umgang mit dem Impostersyndrom und die Bewältigung des Lebens als junger Mensch in einer großen, beängstigenden Welt!</p><p><span>Ich weiß noch, wie nervös ich war, meine Mentoren um Rat zu fragen, wenn ich Unterstützung brauchte, weil ich das Gefühl hatte, dass ich ihnen zu viel aufbürde. Ich erinnere mich auch daran, wie diese Angst verschwand, wenn ein Mentor mich eifrig fragte, wie er mir helfen konnte, weil ich wusste, dass er sich wirklich um mich sorgte. Jetzt darf ich diese Person sein! Jedes Mal, wenn ich denke, dass ich meine Grenzen erreicht habe, wie ich in meiner Gemeinde einen Beitrag leisten und als Mentorin tätig sein kann, bietet sich eine neue Gelegenheit, und ich kann einfach nicht anders. Wenn es meine Bandbreite zulässt, werde ich immer offen und begeistert sein, unserer nächsten Generation von Führungskräften auf jede erdenkliche Weise zu helfen. Es fühlt sich nie wie eine Verpflichtung an – es ist eine Gelegenheit, Mädchen zu erziehen, ihnen zu zeigen, wie toll sie bereits sind, und ihnen zum Erfolg zu verhelfen.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 25 Jan 2023 16:38:37 +0100</pubDate>
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                        <title>Auch die Ingenieure sind an Bord</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/auch-die-ingenieure-sind-an-bord/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/auch-die-ingenieure-sind-an-bord/</guid><pp:caseid>554846</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i>Das White Paper des Vereins Deutsche Ingenieure (VDI) zur Kreislaufwirtschaft trägt den Titel „Circular Economy für Kunststoffe neu denken“. Damit trifft es die Herausforderung der Industrie exakt, findet Christian Haessler von Covestro.</i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Neben einer intensiven Einbindung von Vertretern der Politik, stand während des runden Tisches vor allem die Abbildung des gesamten Kreislaufs der Kunststoffindustrie und die Analyse der gegenseitigen Abhängigkeiten im Mittelpunkt. Nur gemeinsam und wenn jede Position der Wertschöpfungskette bereits Interessen und Treiber anderer Stufen mitberücksichtigt, können wir eine Kreislaufwirtschaft erfolgreich gestalten.&nbsp;<br><br>Verschiedene Handlungsfelder zur erfolgreichen Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft sind bekannt. Für mich persönlich sind die Felder „Regulatorische Anreize für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft schaffen“ und „Produkte für den Kreislauf konzipieren“, d.h. Design for Recycling, von besonderem Interesse.<br>&nbsp;</p><p>Eine erfolgreiche Umsetzung der Kreislaufwirtschaft setzt passende regulatorische Rahmenbedingungen voraus. Recyclingquoten, die zum Beispiel an mehreren Stufen der Wertschöpfungskette ansetzen, etwa bei Kunststoffherstellern und den OEM, würden aus meiner Sicht die Innovation für Circular Economy entlang der Wertschöpfungskette deutlich stärken. Design for Recycling ist das Gebot der Stunde, um Circular Economy Konzepte noch erfolgreicher in den Markt zu bringen. Für uns bei Covestro, aufbauend auf unserer Stärke in der Anwendungstechnik, auch eine klare Chance zur Differenzierung.&nbsp;<br><br>Dass die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft nicht nur entlang der Wertschöpfungskette, sondern auch stark fachübergreifend gedacht werden muss, ist offensichtlich. Wir freuen uns auf eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit auch zwischen Ingenieurtechnik und Chemie!&nbsp;<br><br><a href="https://www.vdi.de/White-Paper-Circular-Economy" target="_blank">https://www.vdi.de/White-Paper-Circular-Economy</a></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 12 Jan 2023 14:53:28 +0100</pubDate>
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                        <title>Das Jahr 2023 mit Ihnen gestalten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/das-jahr-2023-mit-ihnen-gestalten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/das-jahr-2023-mit-ihnen-gestalten/</guid><pp:caseid>554200</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="margin-left:0px;text-align:start;"><i>2023 wird so weitergehen wie 2022 endete: mit vielen akuten Krisen und langfristigen Herausforderungen. Dennoch sollten wir zuversichtlich bleiben und auf Technologien und Hochleistungswerkstoffe setzen, sagt Covestro-CEO Markus Steilemann.</i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Ich denke, dass es vielen Menschen so geht wie mir: Ich bin ziemlich froh, dass 2022 hinter uns liegt. Ein Jahr mit extremen globalen Ereignissen, wie ich sie noch nie erlebt habe. Ein Jahr mit noch nie dagewesenen Herausforderungen – für uns alle, für die Gesellschaft, für die Wirtschaft und für die Politik in aller Welt.</p><p>Aber es war nicht alles düster und traurig. Wir sollten auch die vielen positiven Momente nicht übersehen. In der Wissenschaft zum Beispiel brachte das Jahr 2022 viele zukunftsweisende Durchbrüche. Die Liste der Forschungs- und Entwicklungserfolge reicht von Pflanzen, die auf Mondboden gezüchtet wurden, über die vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms bis hin zur ersten Kernfusion, bei der mehr Energie erzeugt als zugeführt wurde.</p><p>Und auch in der Welt der Werkstoffe gab es einige bedeutende Innovationen. Was "mein" Bereich, die Kunststoffindustrie, erreicht hat, wurde auf der K 2022, der größten Messe unserer Branche, im Oktober in Düsseldorf eindrucksvoll demonstriert.</p><h2>Auf positiven Wandel hinwirken</h2><p>Das Motto von Covestro lautete hier "Crafting Connections With You". Ich denke, das drückt etwas Entscheidendes im chaotischen Jahr 2022 aus. Denn Crafting bedeutet: Wir können etwas schaffen, etwas bewegen, wir sind nicht nur Objekte in einer von Klimaexzessen und Blutvergießen geprägten Welt. Es liegt an uns, auf eine positive Veränderung hinzuwirken.</p><p>Und es gibt viele Dinge, die dringend angepackt werden müssen.&nbsp;<br>Gewiss, erst einmal verdient die akute Mehrfachkrise unsere größte Aufmerksamkeit. Ein Ende des russischen Angriffskrieges ist nach wie vor nicht in Sicht. Ebenso wie die Welt insgesamt immer angespannter und unberechenbarer zu werden scheint. Die Wirtschaftsprognosen gehen nach unten, die Inflationsraten steigen, und wir stecken in einer Energiekrise von ungeahntem Ausmaß.</p><p>Wir dürfen jedoch auch die vielen unterschwelligen, langfristigen und schleichenden Herausforderungen nicht außer Acht lassen. Die Menschheit braucht dringend Lösungen für den Klimawandel und die Klimaanpassung, für den Umbau der Energiesysteme. Unser gestresster Planet muss für die mittlerweile acht Milliarden Menschen bewohnbar bleiben. Sie müssen ein lebenswertes Leben führen können, auch wenn es in wenigen Jahrzehnten zwei Milliarden mehr sein werden. Wir müssen den Hunger bekämpfen – jeder zehnte Mensch hat zu wenig zu essen –, saubere Mobilität fördern und Auswege für Städte finden, die immer mehr zu unwirtlichen Zonen werden.</p><p>Die Liste dieser Herausforderungen ließe sich fast unendlich verlängern. Aber praktisch alle haben eines gemeinsam: Um sie zu bewältigen und eine wirklich nachhaltige Welt zu schaffen, braucht man Technologie – und zukunftsweisende Werkstoffe wie Kunststoffe.</p><p>Unsere Industrie arbeitet intensiv daran, diese ressourcenschonend und emissionsarm zu produzieren – so wie die klimaneutralen und kreislauffähigen Kunststoffe, die Covestro 2022 auf den Markt gebracht hat.</p><h2>Eine kreislauffähige Welt schaffen</h2><p>Aber hinter all diesen Bemühungen steht noch etwas Größeres: die Überzeugung, dass wir einen neuen umfassenden strategischen Ansatz brauchen. Das ist in meinen Augen die Kreislaufwirtschaft. Ein vielversprechender Weg, um Klimaschutz, Ressourcenschonung und den Schutz unserer fragilen Umwelt mit nachhaltigen Lebensweisen und Wertschöpfung zu vereinen.</p><p>Die Kreislaufwirtschaft zum Leitprinzip in der Wirtschaft und im Privatleben zu machen, steht ganz oben auf meiner Neujahrswunschliste. Ich gebe zu, dass es viel Anstrengung erfordert: Willenskraft, Ausdauer, Veränderungsbereitschaft, Ideenreichtum, Flexibilität. Und einen Rahmen, der genügend Spielraum lässt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall – für uns und für künftige Generationen. In diesem Sinne freue ich mich sehr darauf, mit Ihnen das Jahr 2023 zu gestalten.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 05 Jan 2023 11:23:27 +0100</pubDate>
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                        <title>Coming-Out am Arbeitsplatz</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/coming-out-am-arbeitsplatz/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/coming-out-am-arbeitsplatz/</guid><pp:caseid>536726</pp:caseid><pp:subtitle>LGBTQ+</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span><strong>Heute ist Coming-Out-Day, ein jährlich weltweiter Aktionstag der LGBTQ+ Community. Doch was hat dies mit der Arbeit zu tun? Unternehmen beteiligen sich und beziehen Stellung. Zurück in den Juni: Pride Month und die Gestaltung dessen bei Covestro.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Juni 2022: Regenbogenflaggen, soweit das Auge reicht. Spätestens da nämlich beteiligt sich auch das letzte Unternehmen und färbte sich bunt ein. Und während Betrieben noch vor wenigen Jahren angekreidet wurde, solche Tage nicht aktiv mit Aktionen zu bespielen, ist in diesem Jahr der Begriff „Rainbow Washing“ in aller Munde: Unternehmen stehen in der Kritik, sich ihre vermeintlich progressive Unterstützung der Community zu Marketingzwecken zunutze zu machen.</span></p><p><span>Für uns bei Covestro war die Devise, sich nicht dabei einzureihen, als die Planung des Pride Month begann. Wie bereits in der Vergangenheit war es uns ein Anliegen, dort aktiv zu werden, wo es Lücken zu schließen gilt: Intern wie extern Inhalte vermitteln, Unklarheiten aufklären und die Relevanz des Themas an die Mitarbeitenden herantragen. Ganz nach dem Motto: Solidararitätsbekundung ist wichtig, reicht aber nicht aus.</span></p><p><span>Da schien es passend, dass unser Logistikpartner MAERSK uns anbot, mit seinem Regenbogen-Container bei uns einen Halt zu machen. Nicht nur ein starkes Symbol, um unsere Position zu demonstrieren, sondern eine gute Gelegenheit, um einen Ort des Austauschs zu schaffen. Es galt, all den noch kontroversen Themen und offenen Fragestellungen einen Raum und diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die die Antworten liefern können: Die Mitgliederinnen und Mitglieder unserer Mitarbeitendennetzwerke UNITE (LGBTQ+)&nbsp;und Compass (Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion).</span></p><p><span>Herausgekommen sind drei bunte Tage, an denen Mitarbeitende aus jeglichen Fach- und Arbeitsbereichen den Container vor unserem Headquarter in Leverkusen besuchten und ihre Botschaften zu den Themenfeldern Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion in die Innenwand des Containers schrieben. Meinungen wurden ausgetauscht, es gab zahlreiche intensive Gespräche und konstruktive Diskussionen.&nbsp;</span></p><p><span>Die wichtigsten Take-Aways, die ich während der drei Tage sammeln durfte:</span></p><p><span>1. Homosexualität wird auch heute noch in 69 Staaten strafrechtlich verfolgt. In 11 Ländern droht sogar die Todesstrafe. Transphobie und Diskriminierungen sind noch immer häufig an der Tagesordnung. Um die Sichtbarkeit zu erhöhen und Mut zu machen, muss es Aktionstage wie diesen geben. In Zeiten in denen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit noch immer gang und gäbe sind, ist es essenziell, dass Unternehmen ihre Positionen offen darlegen und vertreten – und das konsequent und kontinuierlich.</span></p><p><span>2.&nbsp;Ängste, wie etwa vor Mobbing, Diskriminierung oder beruflichen Einschnitte führen dazu, dass die Mehrheit der Homo-, Trans- und Bisexuellen ihre sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz geheim hält. Zahlreiche Studien belegen, dass diese Sorgen leider auch heutzutage nicht unberechtigt sind. Eine strikte Trennung von Beruf- und Privatleben ist schon lange passé. Zumindest die ein oder andere Frage nach Urlaubs- oder Wochenendplänen mit dem Partner sollte jede oder jeder schon einmal erhalten oder selbst gestellt haben. Somit lässt sich die sexuelle Orientierung bei solchen Flurgesprächen nicht immer ausklammern.</span></p><p><span>3.&nbsp;Das Geschlechter-Outing spielt auch im Berufsleben eine Rolle. Warum? Das biologische Geschlecht entspricht nicht zwingend auch der Geschlechteridentität. Um also als die Person wahrgenommen und angesprochen zu werden, als die man sich fühlt ist ein Outing unumgänglich.</span></p><p><span>4. Eine Solidaritätsbekundung in Form des Hissens einer Regenbogenflagge ersetzt keine Maßnahmen für ein diskriminierungsfreies Umfeld. Was darüber hinaus wichtig ist: Klare Richtlinien gegen Diskriminierung zu formulieren, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bereitzustellen, LGBTQ+-Netzwerke aufzubauen und interne Schulungen zu geben.</span></p><p><span>Wir bei Covestro sind auf einem guten Weg. Es ist gut und wichtig, dass solche Aktionen nicht nur an der Zentrale in Deutschland, sondern an Covestro-Standorten weltweit stattfinden. So wurde im Pride Month beispielsweise in den USA, Mexiko oder China an Paraden teilgenommen und zahlreiche weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit der LGBTQ+-Diskriminierung und Sensibilisierung für der Nichtdiskriminierung als Menschenrecht ergriffen.</span></p><p><span>Doch der Weg hin zu einer diskriminierungsfreien Welt ist noch nicht zu Ende. Daher widmen wir uns auch heute am Coming-Out-Day an unseren Standorten weltweit dem Thema. Wir müssen weiterhin Farbe bekennen, denn als Unternehmen sind wir ein Teil der Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der jede Person lieben und sich so entfalten können sollte wie sie es möchte.</span></p><p><span>Unser Regenbogencontainer wurde im Anschluss übriges mit Covestro-Materialien befüllt und hat seine Reise, zunächst nach Südamerika, fortgesetzt. Unsere Gedanken und Botschaften wurden so in die Welt getragen.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 11 Oct 2022 11:51:32 +0200</pubDate>
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                        <title>Gemeinsamer Start in die Ausbildung</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/gemeinsamer-start-in-die-ausbildung/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/gemeinsamer-start-in-die-ausbildung/</guid><pp:caseid>530296</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p style="margin-left:0cm;"><span><strong>Startschuss für die neue Generation bei Covestro: Am ersten September sind traditionell die neuen Ausbildungsjahrgänge in ihre Ausbildung gestartet und haben damit nicht nur ihre Zeit bei Covestro begonnen, sondern einen spannenden Tag im Chemiekonzern aktiv mitgestaltet.</strong></span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2 style="margin-left:0cm;"><span>Gemeinsamer Welcome-Day in NRW</span></h2><p style="margin-left:0cm;"><span>Nachdem in den vergangenen Jahren coronabedingt ein gemeinsamer Start in die Ausbildung nicht möglich war, war in diesem Jahr einiges anders: In Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen wurden insgesamt 147 neue Azubis eingesammelt und zusammen nach Ratingen für den gemeinsamen Welcome-Day gebracht.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Dort begrüßte Stephan Busbach, Ausbildungsleiter Deutschland bei Covestro, die Gruppe: „Ich bin sehr glücklich, dass wir in diesem Jahr endlich wieder einen gemeinsamen Welcome-Day organisieren konnten. So lernen die Auszubildenden von Anfang an, was unser Covestro „We are 1“ Gedanke bedeutet!“, so Busbach.</span></p><h2 style="margin-left:0cm;"><span><strong>Denkvermögen und Kreativität sind gefragt</strong></span></h2><p style="margin-left:0cm;"><span>Die Azubis – unter ihnen künftige Chemikantinnen, Chemielaboranten sowie Elektronikerinnen und Elektroniker – lernten nach einem gemeinsamen Frühstück schnell, dass es bei Covestro viel auf Denkvermögen und Kreativität ankommt.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Die erste Challenge: Seifenkisten aus recycelbarem Makrolon bauen. Dadurch bekamen die neuen Azubis von Covestro bereits an ihrem ersten Tag ein Gefühl für Kreislaufwirtschaft und wie diese im Arbeitsalltag bei Covestro verankert ist. Die Seifenkisten wurden am Ende wieder abgebaut, granuliert und können wiederverwendet werden.</span></p><p style="margin-left:0cm;"><span>Doch nicht nur der Lernaspekt stand im Vordergrund: In kleinen Gruppen testeten die Azubis, wer die schnellste Seifenkiste entwerfen kann und wer das Fahrzeug am kreativsten umsetzt. „Alle hatten richtig gute Ideen und haben sich gegenseitig unterstützt, sodass unsere&nbsp;Seifenkiste ein richtiges Gemeinschaftswerk geworden ist“, freuten sich die Auszubildenden über&nbsp;die gemeinsame Arbeit in der Gruppe. Ein guter Ausblick darauf, wie die Ausbildung und Arbeit bei Covestro abläuft: Ideen einbringen, untereinander austauschen und so gemeinsam zum Ziel kommen!</span></p><h2><span><strong>Onboarding geht in den nächsten Wochen weiter</strong></span></h2><p><span>Auch außerhalb von NRW starteten neue Azubis in ihre Zeit bei Covestro.&nbsp;</span></p><p><span>In Brunsbüttel wurden 22 Auszubildende und 14 Starthilfe-Teilnehmende zum Welcome-Day begrüßt: Neben den Basisinformationen zum Thema Sicherheit und dem richtigen Verhalten am Arbeitsplatz waren die Azubis auch hier direkt geistig und kreativ beim gemeinsamen „Escape-Game“ gefordert, um die unterschiedlichen Ausbildungsbereiche kennenzulernen.</span></p><p><span>Mit dem Welcome-Day endete die Einführungsphase für die neuen Azubis bei Covestro aber nicht, vielmehr ging sie damit erst richtig los. Die Brunsbütteler Azubis werden ab Mitte September gemeinsam für vier Tage nach Grömitz reisen, wo neben ersten Lerneinheiten besonders der Teamgedanke und das gemeinsame Kennenlernen im Fokus stehen. In den kommenden Wochen stehen dann für alle neuen Auszubildenen bei Covestro Vertiefungen in den jeweiligen Berufsgruppen an.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Mon, 12 Sep 2022 10:23:31 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/220182-0564-2.jpg?79300</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[220182_0564_Keyvisual]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>Meet The Innovators auf der K 2022</title>
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                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/meet-the-innovators-auf-der-k-2022/</guid><pp:caseid>525763</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft bringt viele Herausforderungen und Veränderungen mit sich – für Menschen auf der ganzen Welt. Überall braucht es Innovationen, damit eine nachhaltigere Gesellschaft und Wirtschaft gelingen kann. Hinter Innovationen wiederum stehen Menschen, die als Forscher, Erfinder oder Entwickler auf der Suche nach Lösungen für die Zukunft sind. Die K 2022, die Weltleitmesse für die Kunststoffindustrie, ist ein Eldorado für Innovatoren, denen eine nachhaltigere Zukunft am Herzen liegt. Viele von ihnen sind Partner von Covestro, einige werden auch als Teil des Bühnenprogramms auf dem Messestand zu sehen sein.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Kunststoffe finden sich in sehr vielen Anwendungen und werden auch in Zukunft unverzichtbar sein, der Bedarf wird weiter steigen. Bisher werden sie zwar vor allem aus Erdölderivaten hergestellt, aber es gibt innovative Köpfe, die genau das ändern möchten. So arbeitet etwa Lars Börger bei Neste an Abfall- und Rückstandsölen und -fetten, zum Beispiel gebrauchtem Speiseöl, um sie als Alternativen zu fossilen Rohstoffen zu verwenden. Und Kai Vogt, Leiter Innovation & Hardware Equipment beim Outdoor-Ausrüster VAUDE, plant, dass 90 Prozent der kunststoffbasierenden Produkte seines Unternehmens bis 2024 zu mindestens 50 Prozent auf biobasierten oder recycelten Rohstoffen basieren sollen.</p><p>Gebrauchte Kunststoffe sind kein Abfall, sondern eine wertvolle Ressource. Allerdings ist es noch ein weiter Weg, um sie in vollem Umfang nutzen zu können. Aber es gibt Menschen, die innovative Technologien entwickeln, um komplexe Recyclingprozesse in den Griff zu bekommen, damit aus Abfällen wieder neue Produkte hergestellt werden können. Alexander Maak vom Recycling-Dienstleister Interzero beschäftigt sich mit dem Management der gesamten Lieferkette von Rohstoffen, während Mesbah Sabur, Gründer des Start-up-Unternehmens Circularise, die Blockchain-Technologie einsetzt, um Kunststoffe bis zu ihrer Rohstoffbasis zurückzuverfolgen und trotz der Transparenz noch Herstellerinformationen zu schützen.</p><p>Partnerschaften sind nicht nur im Privatleben wichtig, sie können auch ganze Branchen verändern. Partnerschaften werden eine ganz neue Rolle spielen, wenn künftig in größerem Stil Materialkreisläufe aufgebaut werden. Dann werden nicht nur Kunden und Lieferanten zusammenarbeiten, sondern auch so unterschiedliche Player wie Recyclingspezialisten, Kunststoffhersteller und Abfallwirtschaftsbetriebe. Ein Beispiel: Der Taschenhersteller FREITAG fertigt seit langem Produkte aus gebrauchten Lkw-Planen. Jetzt will das Unternehmen den Kreislauf schließen und arbeitet an verschiedenen Lösungen, unter anderem zusammen mit einem Planenhersteller, einem Logistikunternehmen und Covestro.</p><p>Der Ausbau erneuerbarer Energien aus Wind-, Solar- und Wasserkraft hat bereits gute Fortschritte gemacht. Wenn wir jedoch die Klimaziele erreichen und eine Energiewende komplett aus erneuerbaren Quellen umsetzen wollen, brauchen wir noch viel mehr Innovationen. Die Herausforderung ist nicht nur, saubere Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, sondern auch die Energienetze und -speicher auf die künftigen Anforderungen auszurichten.</p><p>So beschäftigt sich zum Beispiel Professor André Bardow von der ETH Zürich mit der Frage, wie überschüssige erneuerbare Energie gespeichert oder anderweitig genutzt werden kann, also mit dem Thema „Power2X“. Vor allem in der chemischen Industrie sieht er noch viel Potenzial, Energie in Form von Wasserstoff oder Ammoniak für eine spätere Nutzung oder als Energiepuffer zu speichern.</p><p>Felicity Underhill setzt sich beim australischen Unternehmen Fortescue Future Industries für die Herstellung von kohlenstofffreiem grünem Wasserstoff aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen ein. Ziel ist letztlich die Verringerung von Emissionen in schwer zu dekarbonisierenden Branchen. Die Vision von Christina Sobfeldt Jahn und ihres Arbeitgebers, des Energieversorgers <span>Ørsted, ist hingegen eine völlig aus grüner Energie versorgte Welt – unter anderem mit Wind- und Solarenergie. Covestro hat mit Ørsted und anderen Energieversorgern Lieferverträge über grünen Strom geschlossen.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People,rothbarth]]></category>
            <pubDate>Tue, 30 Aug 2022 17:20:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Jeder kleine Schritt schafft eine Veränderung</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/jeder-kleine-schritt-schafft-eine-veraenderung/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/jeder-kleine-schritt-schafft-eine-veraenderung/</guid><pp:caseid>524940</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Ich bin Leonie, 17 Jahre alt und komme aus Wiesbaden. In den vergangenen vier Wochen habe ich ein Praktikum bei Covestro in Leverkusen gemacht, teilweise in den Ferien. Mir ist es wichtig, dass ich am Puls der Zeit bin und informiere mich darum vielfältig.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Rückblickend waren die letzten Jahrzehnte echt unverantwortlich von uns Menschen, Ressourcen sind nicht unendlich vorhanden. Das wird an den Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher.</p><p>Ich hoffe dennoch, dass wir früh genug handeln, sodass meine Kinder unsere Erde einmal so erleben können, wie ich es tue. Mit dieser Hoffnung bin ich glücklicher Weise nicht die Einzige. Gerade in meiner Generation wächst das Bewusstsein für die Umwelt immer weiter. Unser Denken hat sich geändert, Nachhaltigkeit rückt immer weiter in den Mittelpunkt. Die Vision einer Kreislaufwirtschaft wird nach Jahrzehnten der linearen Wirtschaft immer beliebter.&nbsp;</p><p>Momentan ist die Kreislaufwirtschaft zwar nur eine Vision, aber ich mag sie trotzdem. Und ich weiß: bis der geschlossene Kreislauf Realität wird, haben wir noch viele Schritte vor uns. Dennoch ist es mir wichtig, dass wir uns bewusst sind, jeder kleine Schritt schafft eine Veränderung. Bei Covestro im speziellen habe ich in den vergangenen vier Wochen gelernt, dass es schon Möglichkeiten zur Wiederverwendung gibt. In diesen Forschungsprojekten gibt es stetige Fortschritte. Das ist eine coole Gewissheit!</p><p>Mir als jungem Menschen muss die Wirtschaft die Idee der Kreislaufwirtschaft, wie glaube ich allen Konsumenten, noch besser näher bringen. Schließlich können wir mit unserem Handeln alle Einfluss nehmen. Dann können sich auch nachhaltige Produkte langfristig etablieren, auch wenn es etwas mehr kostet. Ich finde, das es das Mindeste ist, was wir tun können, um unsere Zukunft auf diesem Planeten zu sichern.</p><p>Ich wünsche mir, dass erneuerbare Energien, ressourcenschonender Umgang, Recycling und Abfallmanagement mehr Aufmerksamkeit erhalten, am besten gesamtheitlich und nicht als Einzellösungen. Die Kreislaufwirtschaft ist in der Lage, alle diese Bereiche in einem laufenden System zu vereinen, auch wenn sie bisher nur eine Vision ist. Ich bin zuversichtlich, dass sie der beste Weg zu kompletter Klimaneutralität ist. Um das zu schaffen, müssen wir alle mitnehmen und ein gutes Vorbild sein! Ich bin gerne auf diesem Weg unterwegs.</p>]]></description><category><![CDATA[People,Planet]]></category>
            <pubDate>Fri, 19 Aug 2022 12:26:40 +0200</pubDate>
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                        <title>Chemie bringt DE&amp;I zum Leuchten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/chemie-bringt-dei-zum-leuchten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/chemie-bringt-dei-zum-leuchten/</guid><pp:caseid>523497</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion (Diversity, Equity, Inclusion – DEI) sind wichtige Elemente der Kultur von Covestro und bilden den Rahmen, aus dem die "Covestro MagicMaterial School" hervorgegangen ist. Das Konzept trägt dazu bei, die Rechte und Interessen hörgeschädigter Schüler zu schützen, an deren Schulen ein großer Mangel an naturwissenschaftlichen Lehrmitteln herrscht. Darüber hinaus sollen die verschiedenen Inklusionsaktivitäten Kindern und Erwachsenen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit geben, Spaß zu haben und mit der Wissenschaft zu spielen, während sie auf spielerische Weise lernen, die Unterschiede zu anderen kennen und respektieren zu lernen und das unendliche Potenzial zu verstehen, das jeder Mensch hat.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>"Ich bin wirklich sehr dankbar für die Bemühungen und die Ermutigung durch Covestro im Laufe der Jahre", sagt Fang-duo Lee, eine Schülerin der Taipeh-Schule für Hörgeschädigte, die auch dreimal in einem wissenschaftlichen Theaterstück mitspielte und einmal als Wissenschaftslehrer für die Covestro MagicMaterial School tätig war. "Als ich in einer normalen Grundschule lernte, war ich nicht sehr selbstbewusst. In den vergangenen Jahren konnte ich dank der von Covestro bereitgestellten Bühne nicht nur mein Talent vor hörenden Schülern unter Beweis stellen, sondern auch anderen Kindern ohne Hörbehinderung zeigen, dass die Fähigkeiten hörgeschädigter Schüler ihre Vorstellungskraft übersteigen können. Dank dieser Möglichkeiten kann ich mich jetzt auch mit hörenden Schülern bequem und selbstbewusst unterhalten!"</p><p>&nbsp;</p><p>Tung-Liang Chen, der Hauptdarsteller des ersten wissenschaftlichen Theaterstücks mit vollständigem Hörverlust an der MagicMaterial-Schule, wurde nach seinem Abschluss an der Hörgeschädigtenschule an der Nationalen Vereinigten Universität in den Fachbereich Naturwissenschaften und Technik aufgenommen. Damit wurde auch ein neues Kapitel in der Geschichte der Schule geschrieben. Chen meint: "Solange wir gleichberechtigt wissenschaftliche Bildungsressourcen erhalten, können auch hörgeschädigte oder nicht hörende Kinder im Bereich der Wissenschaft und Technik glänzen. Ich möchte mich bei Covestro bedanken, das mir nicht nur mehr Selbstvertrauen in die Wissenschaft und in mich selbst gegeben hat, sondern auch dazu beigetragen hat, dass ich mich beim Studieren und Leben mit hörenden Kommilitonen an der Universität wohlfühle. Jedes hörgeschädigte Kind hat ein unendliches Potenzial!"</p><p>In den vergangenen sieben Jahren haben 280 Freiwillige insgesamt 4.848 Kinder unterstützt. Indem wir den Samen der Hoffnung gepflanzt haben, konnten wir die Leidenschaft der Kinder und eine Veränderung ihrer Perspektiven beobachten. Covestro ist der festen Überzeugung, dass Vielfalt, Integration, Harmonie und nachhaltige Entwicklung eine vielversprechende Zukunft sowohl für die Gesellschaft als auch für unsere Kinder darstellen. In diesem Jahr wurde das von Covestro Taiwan initiierte Projekt MagicMaterial School von Gartner, einem Unternehmen, das Führungskräften und ihren Teams umsetzbare, objektive Erkenntnisse liefert, mit einem Gartner Communications Award 2022 ausgezeichnet. Die Gartner Communications Awards wurden in diesem Jahr in acht Kategorien vergeben. Die MagicMaterial School aus Taiwan wurde als Finalist in der Kategorie "Excellence in ESG, Sustainability and DEI Communications" ausgezeichnet.<span>&nbsp; </span>Darüber hinaus erhielt das Projekt von Covestro Taiwan die globalen 2022 PR News Social Impact Awards in den Kategorien "Diversity and Inclusion Series" und "In-House Diversity and Inclusion Campaign".</p><p><a href="https://www.prnewsonline.com/go/2022-social-impact-awards/" target="_blank"><span>Informationen zu den PR News Social Impact Awards 2022</span></a><span> und zum </span><a href="https://www.gartner.com/en/about/awards/marketing-and-communications-awards#:~:text=Since%202011%2C%20the%20Gartner%20Communications%20Awards%20has%20been,achieved%20real%2C%20measurable%20business%20outcomes%20in%20their%20organizations" target="_blank"><span>Gartner Communication Award 2022</span></a><span>.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 12 Aug 2022 09:30:54 +0200</pubDate>
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                        <title>Farbenrausch in Mailand</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/farbenrausch-in-mailand/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/farbenrausch-in-mailand/</guid><pp:caseid>523310</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Corona-Pandemie ist zwar noch nicht vorüber, aber nach zwei Jahren Homeoffice und Lethargie erwachen viele Events wieder zu neuem Leben. Aufatmen konnten auch die Veranstalter und Teilnehmenden der Mailänder Designwoche vom 6. bis 12. Juni – der Fuori Salone Milan wurde zu einem wahren Farbenrausch und sprühte vor kreativen Ideen. Im Zentrum der Kreationen stehen nicht nur Ästhetik und Funktionalität, sondern auch ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ein zirkuläres Design.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>„Der Salone wird das Design und die DesignerInnen verändern“ – in diesen Worten einer Mailänderin schwingt Stolz auf ihre Stadt mit, aber auch Begeisterung für dieses Format, das von einem offenen Austausch, von der Sinnlichkeit der Begegnung und vielen Objekten mit spielerischen Aspekten lebt. Nach der Phase der pandemie-bedingten Enthaltsamkeit ist nun die Zeit des besonderen Design gekommen. Die plötzlich zur Verfügung stehende Ressource Zeit und die damit verbundene Ruhephase vermittelte eine ganz neue Kreativität und Energie. Ganz gleich, ob lebendige Farben, neue Inszenierungen oder die Ergebnisse kreativer Home Bases vorgestellt wurden – Mailand ist und bleibt das Mekka der Designer, der perfekte Ort für alle, die gestalten.&nbsp;</p><p>Ähnliches gilt auch für die Digitalität, die zunehmend das Design beeinflusst. Die öffentliche Abstinenz während der Pandemie wurde zum Anlass, Grenzen zu anderen Kunstformen aufzuheben, zum Beispiel beim Einsatz von Displays, die über Gesten und Licht gesteuert werden, oder bei neuen Formen des interaktiven Tanzes. Viele Inszenierungen stellten den Menschen in den Mittelpunkt und wollten ihn inspirieren – eine konsequente Weiterführung des „Customer Centricity“ Gedankens.&nbsp;</p><p>Für das Team von Covestro, das zum ersten Mal auf diesem Hotspot für Designer vertreten war und sich auf Augenhöhe mit ihnen austauschte, war es ein ganz besonderes Erlebnis. Mit Farben, Werkstoffen und vielseitigen Möglichkeiten der Oberflächengestaltung (CMF, Color Material, Finish) Emotionen zu erzeugen, ist Teil des Mehrwerts, den Covestro Kunden mit seinen Kunststoffen bietet. Designerinnen und Designer spielen hier eine besondere Rolle, denn sie wirken als Übersetzer, indem sie begeistern und inspirieren und Produkte begreifbar und erlebbar machen. Covestro bietet dazu eine Reihe von Ästhetik-Toolkits an, die die optischen und haptischen Eigenschaften seiner Polycarbonate erläutern.&nbsp;</p><p>Vor allem diese Kunststoffe sind Enabler für einen Farben- und Sinnesrausch, denn ihrer farbigen, haptischen und Oberflächengestaltung sind kaum Grenzen gesetzt. Designer sind hier eine wichtige Zielgruppe – nicht nur, weil sie Teil des Einkaufsteams beim Kunden sind, sondern auch, weil sie begeisterungsfähig und inspirierend und Influencer für unser Portfolio sind und Design Thinking als Grundlage des Gestaltungsprozesses empfinden. Dieser Ansatz ist komplett auf den Menschen und den Nutzer ausgerichtet.&nbsp;</p><p>In Mailand erregte noch ein weiterer wichtiger Treiber für künftige Designentwicklungen das Interesse der Teilnehmenden: die Ausrichtung von Industrie und Gesellschaft auf die Kreislaufwirtschaft. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Ziel, „irgendwie“ zu gestalten, sondern bewusst Veränderungen zu bewirken. Covestro bietet verschiedene Materiallösungen an, um Designer bei solchen Entwicklungen und Projekten zu unterstützen. Sie sind quasi Tools für Circular Design – neben der Erfüllung funktionaler und ästhetischer Anforderungen. Dazu gehören alternative Rohstoffe auf pflanzlicher Basis, zum Teil auch massenbilanzierte Komponenten, aber auch innovative Recyclingtechnologien, die gemeinsam mit Partnern entlang der Wertschöpfungsketten entstehen.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 09 Aug 2022 16:12:12 +0200</pubDate>
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                        <title>Rethink Work Podcast trifft Sophie von Saldern, Global Head of HR bei Covestro</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/rethink-work-podcast-trifft-sophie-von-saldern-global-head-of-hr-bei-covestro/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/rethink-work-podcast-trifft-sophie-von-saldern-global-head-of-hr-bei-covestro/</guid><pp:caseid>522528</pp:caseid><description><![CDATA[<p><strong>Liebe Frau von Saldern, Sie waren zu Gast beim Rethink Work Podcast des Handelsblatts. Hier stehen Themen wie neue Führung, neue Arbeitsmodelle, Purpose und die Veränderungen der Arbeitnehmerwelt durch Megatrends wie Digitalisierung auf der Agenda. Als globale Leiterin HR von Covestro: Welches der Themen steht ganz oben auf Ihrer Agenda?</strong></p><p>Wenn Sie mich so fragen, dann muss ich erstmal sagen: Ganz oben auf meiner Agenda stehen nach wie vor die belastenden Zeiten, durch die wir alle gerade gehen. Der Ukraine-Krieg hat Europa weiter im Griff, die möglichen Auswirkungen der Gassituation auf Privathaushalte, auf energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie und damit auch auf Covestro und unsere Mitarbeitenden beschäftigen uns jeden Tag. Unsere Mitarbeitenden erleben dadurch eine herausfordernde Zeit, da unterstützt das HR-Team an ganz unterschiedlichen Stellen.</p><p>Und dennoch treiben wir Themen wie New Work, neue Führung und die Transformation bei Covestro weiter voran. Insofern habe ich mich sehr gefreut, dass ich über diese Facette von HR, über unser Verständnis von Führung und auch meine persönlichen Erfahrungen sprechen konnte.</p><p><strong>Bevor Sie Ihre Karriere im HR-Bereich starteten, waren Sie Nationalspielerin im Basketball und Profisportlerin. Das wird auch im Podcast thematisiert. Werden Sie oft auf Analogien zum Profisport in Ihrer Rolle als Global Head of HR angesprochen?</strong></p><p>Es gibt im Personalbereich Themen, bei denen es starke Parallelen zwischen Sport und Wirtschaftsleben gibt und beide Bereiche voneinander lernen können. Teamgeist und -führung, Rückschläge, Leistung und Motivation gehören unter anderem zu diesen Themen, zu denen ich manchmal nach meiner persönlichen Vergangenheit gefragt werde. So haben wir bei Covestro ein Personalentwicklungskonzept für Führungskräfte aufgesetzt, das wir ab September diesen Jahres ausrollen wollen. Unter „Moments that matter“ möchten wir unsere Führungskräfte weiter sensibilisieren, welche Momente im Leben eines Mitarbeitenden von entscheidender Bedeutung sind. Im Arbeitsleben sind solche Momente beispielsweise Krankheitsfälle in der Familie oder ein Beförderungsgespräch. Hier muss ich als Führungskraft zu 150 % für mein Team da sein. Diese Momente und unser Umgang damit sind sehr prägend, wenn wir auf Mitarbeitendenloyalität blicken.</p><p><strong>Derzeit dreht sich viel um Leistung, Überforderung und Gleichzeitigkeit. Wie helfen Sie den Teams bei Covestro, mit dem Leistungsgedanken umzugehen?</strong></p><p>In dem wir uns klar mit dem Begriff Leistung auseinander setzen. Leistung ist kein stabiles Konstrukt. Das sollten wir uns regelmäßig vor Augen führen. Jeder und jede von uns ist nicht immer gleich leistungsfähig. Hierzu sollte es erstmal einen Konsens geben, so viel Ehrlichkeit erwarte ich auch von unseren Führungskräften. Was aber auch klar sein muss – es gibt entscheidende Momente, in denen Leistung abrufbar sein muss. Hier liegt in unserem Personalentwicklungskonzept, das wir ab September ausrollen wollen, ein starker Fokus.</p><p>Im Sportvergleich ist das eindeutig, was ich meine. Ein Training erfordert eine andere Leistung als ein Spiel, ein Spiel wieder eine andere als eine Meisterschaft, das lässt sich fortführen. Im Unternehmen haben wir oft eine zu stabile Vorstellung von Leistung bei Menschen. Dies entspricht für mich einfach nicht der Realität. Jede Sportlerin und jeder Sportler setzt sich auseinander mit der eigenen Leistung, aber eben nicht nur mit Blick auf eine Saison, sondern auf Wochen, auf Tage oder gar auf einzelne Trainingsminuten. Sogar innerhalb eines Tages kann die Leistung schwanken. Das müssen wir uns immer wieder vor Augen führen.</p><p>Ein weiteres Thema, bei dem ich gerne einen Vergleich ziehe: Regeneration. Durch die Erholung werde ich im Sport noch leistungsfähiger. Das Zusammenspiel zwischen Be- und Entlastung muss harmonieren und ausbalanciert sein. Das kommt in der Unternehmenswelt oft zu kurz. Klar, die Verfügbarkeiten durch mobiles Arbeiten, die ständige Gleichzeitigkeit verführen auch. Wir müssen selbst aber auch innehalten, uns Zeit zum Reflektieren nehmen und Zeit zum Auftanken. Und das für unsere Kolleginnen und Kollegen aktiv einplanen. Sowohl um leistungsfähig als auch um gesund zu bleiben. Besonders in unseren unruhigen Zeiten müssen wir ein starkes Augenmerk darauf haben, dass es unseren Mitarbeitenden gut geht.</p><p><a href="https://www.handelsblatt.com/audio/rethink-work-podcast/" target="_blank">Hier geht es zu dem Podcast ›</a></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Mon, 01 Aug 2022 12:21:13 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/globalheadofhr-sophievonsaldern.jpg?75497</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Global Head of HR_Sophie von Saldern]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>Klimamaßnahmen vorantreiben – den Status quo in Frage stellen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/klimamassnahmen-vorantreiben--den-status-quo-in-frage-stellen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/klimamassnahmen-vorantreiben--den-status-quo-in-frage-stellen/</guid><pp:caseid>520809</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Kürzlich war die Kölner Journalistenschule (KJS) bei uns zu Gast und ich hatte das Vergnügen, mich mit den angehenden Journalistinnen und Journalisten austauschen zu dürfen. Für mich war dieser Austausch eine großartige Erfahrung – und auch wichtig, weil wir über die entscheidende Rolle der Industrie im Kampf gegen den Klimawandel gesprochen haben. Wenn diese intelligenten jungen Menschen als Journalistinnen und Journalisten in die Welt hinausgehen, übernehmen sie eine Aufgabe von enormer Bedeutung. Mit ihrer Berichterstattung vermitteln sie Wissen zu den Themen, die die Zukunft unseres Planeten bestimmen werden. Sie erzählen die Geschichten, die Zusammenhänge für die Menschen begreifbar machen.&nbsp;</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Intelligenter Qualitätsjournalismus trägt dazu bei, den Fortschritt weiter voranzutreiben – entscheidend dafür ist, neugierig und mutig an schwierige und komplexe Themen heranzugehen und zu wissen, wie man die richtigen Fragen stellt. Aus diesem Grund schätze ich den Austausch mit engagierten jungen Journalistinnen und Journalisten umso mehr. Ihre Fragen können gesellschaftliche Debatten auslösen und gleichzeitig Wirtschaft und Politik anspornen, echte Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen.&nbsp;</span></p><h2><span>Bislang haben wir nur an der Oberfläche gekratzt</span></h2><p><span>Dabei geht es vor allem darum, ehrlich zu sein und das bisher Erreichte kritisch zu prüfen. Bislang haben wir nur an der Oberfläche gekratzt. Das reicht nicht aus. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Ressourcenschonung und Recycling – auch hier braucht es ein Umdenken. Indem wir beispielsweise Abfall noch stärker als wertvolle Ressource in den Blick nehmen, anstatt ihn zu verbrennen oder auf Deponien abzuladen und ihn so zu einem Teil des Problems zu machen. Alternative Rohstoffe, die sich beispielsweise durch innovative Recyclingmethoden gewinnen lassen, können Schritt für Schritt fossile Brennstoffe in industriellen Prozessen ersetzen.&nbsp;</span></p><p><span>Als Mutter von zwei Kindern und Mitglied des Vorstands von Covestro ist es mir wichtig zu betonen, dass wir es uns selbst, der Gesellschaft und künftigen Generationen schuldig sind, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden und uns nicht mit dem Status quo und unzureichendem Recycling zufrieden zu geben. Bei Covestro haben wir bereits in vielen Bereichen auf alternative Rohstoffe umgestellt und werden dies weiter vorantreiben, da die Nachfrage nach alternativen Rohstoffen auch auf Seiten unserer Kunden steigt.</span></p><h2><span><strong>Investitionen in Forschung und Entwicklung zahlen sich aus</strong></span></h2><p><span>Guter Journalismus ist eine beständige Erinnerung, uns als Branche immer wieder zu hinterfragen. Tun wir genug, um potenzielle Partner für zukunftsweisende Projekte zu gewinnen? Um Maßnahmen zu beschleunigen, die uns im Kampf gegen den Klimawandel voranbringen? Ich bin mir sicher, dass es noch viel mehr gibt, was wir verbessern können. Tiefgreifende Veränderungen, die Fortschritte bringen, kommen nicht von allein. Dafür bedarf es beständiger, gezielter Investitionen in Forschung und Entwicklung, die sich langfristig auszahlen – auch bei Covestro arbeiten F&E-Teams weltweit an neuen Technologien wie chemisches Recycling und Pyrolyse.</span></p><p><span>Wir sehen, dass Klimabewegungen Fortschritte erzielen und Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden, aber wir müssen schneller sein und neue Lösungen schneller liefern. Bei Covestro stehen wir deshalb in ständigem Dialog mit Entscheiderinnen und Entscheidern aus Politik und Wirtschaft in China, Deutschland und den USA. Entscheidend ist: Wir müssen schon heute an die Herausforderungen von morgen denken und den Blick auf den nächsten Schritt richten, der vor uns liegt.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[People,Govil]]></category>
            <pubDate>Thu, 21 Jul 2022 09:10:04 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/suchetagovilmeetswithyoungjournalists-2.jpg?10000</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Sucheta Govil meets with young Journalists_2]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>Die Außenperspektive</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/die-aussenperspektive/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/die-aussenperspektive/</guid><pp:caseid>514559</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><i>Warum 18 Journalistenschüler*innen bei einem Besuch bei der Covestro AG zu Social-Media-Berater*innen für einen Rennstall waren und was sie mit der CCO (Chief Commercial Officer) Sucheta Govil diskutierten. Der Besuch des 2020er- Jahrgangs der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft im April 2022 war lehrreich für alle Teilnehmenden. Die Sicht einer Studierenden.</i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Ein Rennen mitten im australischen Outback. 3022 Kilometer, sieben Tage, eine Regel: Nur Solarstrom ist erlaubt!</p><p>Dieses Rennen zu gewinnen, das hat sich das Team Sonnenwagen von der <span>RWTH Aachen</span> und der <span>FH Aachen</span> zum Ziel gesetzt. Wir Journalistenschüler hörten gespannt zu, wie einige der Studierenden des Teams, uns an ihren Erlebnissen auf der Strecke teilhaben ließen. Alle zwei Jahre tritt das knapp 50-köpfige Team bei dem internationalen Wettbewerb, der World Solar Challenge an. Hierbei geht es neben dem Abenteuer auch darum nachhaltige Mobilität weiter zu erforschen und zu entwickeln. Auch Covestro, Hauptsponsor des Teams, sieht in diesen Zukunftstechnologien Antworten auf globale Herausforderungen. Sparsame Autos, die aus leichten Materialien bestehen – eine gemeinsame Basis.</p><p>Nach der Vorstellung waren wir Journalistenschüler*innen gefragt. Das Team Sonnenwagen Aachen wollte von uns Tipps für ihre Social-Media-Kanäle. Ihre Fragen: Wie können wir die Off-Season mit spannenden Inhalten füllen? Wie bekommen wir mehr mediale Reichweite? „Bringt eure Leidenschaft für euer Projekt auch online rüber“, war unser einhelliger Rat. Das Team Sonnenwagen Aachen vermittelte Teamspirit und jede Menge Spannung bei den Rennen, das muss stärker in den Fokus. „Nehmt eure Zuschauer mit in euren Alltag, lasst sie ein Teil eures Teams werden“, gaben wir den Studierenden aus Aachen mit auf den Weg und wurden prompt von ihnen zu einem Besuch in ihre Werkstatt eingeladen.</p><h2 style="text-align:justify;">&nbsp;</h2><h2 style="text-align:justify;">Gegenseitiges Verständnis – von Anfang an</h2><p>Im <span>Interview mit Sucheta Govil</span> durften dann wir die Fragen stellen. Die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft war das Thema des Tages, aber auch der Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf Produktionen in verschiedenen Sektoren. Sucheta Govil nahm sich viel Zeit für die einzelnen Fragen: „Es ist extrem wichtig, sich jetzt mit diesen jungen Menschen zu beschäftigen, wenn sie auf dem Weg in ihre Zukunft sind.“</p><p>Von diesem Austausch profitieren beide Seiten, wie Felix Heck, Schüler der Journalistenschule zusammenfasst: „Wir haben als Journalist*innen die Aufgabe, unseren Lesern die Welt zu erklären. Dazu müssen wir die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln verstehen, Unternehmen wie Covestro sind natürlich ein wichtiger Bestandteil.“</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 07 Jul 2022 08:53:39 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/sonnenwagen2019-2.png?91944</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Key_Sonnenwagen 2019]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>Wie misst man eigentlich Klimaneutralität?</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wie-misst-man-eigentlich-klimaneutralitaet/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wie-misst-man-eigentlich-klimaneutralitaet/</guid><pp:caseid>506884</pp:caseid><pp:subtitle>Innovation als Treiber für Nachhaltigkeit</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span>Wie kann Covestro klimaneutral werden? Wie wirken sich einzelne Maßnahmen aus? Wie funktioniert das Zusammenspiel? Covestro hat eine innovative Software entwickelt, um dabei zu helfen, diese Fragen realistisch zu beantworten: CEEPTER.&nbsp;</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>“If you can’t measure it, you can’t manage it.” Der Spruch ist zwar alt, aber nicht weniger wahr. Wenn es keine verlässlichen Zahlen gibt, dann ist es sehr schwer, gute und richtige Entscheidungen zu treffen. Das gilt insbesondere dann, wenn mit viel Pioniergeist Neuland betreten wird. Wie ist es beispielsweise überhaupt möglich, als einer der führenden Hersteller von Hightech-Polymerwerkstoffen klimaneutral zu werden? Und mit welchen großen Hebeln lässt sich dieses Ziel erreichen?</p><h2>Der Mann hinter den Zahlen</h2><p>Dr. Björn Bahl ist einer, der diese Fragen beantwortet – er ist sozusagen der Mann hinter den Zahlen. Sie beschäftigen den Maschinenbauingenieur schon seit seinem Einstieg bei Covestro Anfang 2019. Damals hat er im Bereich Energy Excellence mit Excel erste Fragen zur zukünftigen Entwicklung des CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Ausstoßes beantwortet. „Handgestrickt“, wie er schmunzelnd erzählt. Aber schon früh war ihm klar: „Solche Fragestellungen wird es künftig öfter geben und wir brauchen hierfür bei Covestro eine professionelle Lösung.“</p><p>&nbsp;</p><p>Doch am Anfang dieses Weges stand zunächst vor allem viel Eigeninitiative: Neben seinem Tagesgeschäft tüftelte er an einer Lösung für eine Software, die wichtige Produktionskennzahlen und Einflussfaktoren bündeln kann, um Energieverbrauch und Treibhausgas-Emissionen vorherzusagen. Rückenwind gab es dabei von seinen Chefs, die das Projekt von Beginn an unterstützten. Zunächst musste Bahl, der sich selbst schon mal als „Energiedaten-Enthusiast“ bezeichnet, dafür aber die Programmiersprache Python lernen. Zwei Kollegen haben ihm dabei geholfen.</p><h2>CEEPTER half bei der Bestimmung der Klimaziele</h2><p>Ausgezahlt hat sich die ganze Arbeit dann erstmals, als CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Emissionen in immer mehr Fragestellungen bei Covestro eine wichtige Kennzahl wurden: „Als wir maßgeblich dabei unterstützten, ein CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Ziel als nicht-finanzielle Kennzahl für die langfristige Managementvergütung zu entwickeln und hierbei die Frage gestellt wurde, was realistische Größen seien und wohin sich der CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Fußabdruck von Covestro entwickelt, zeigte sich die Stärke unseres Tools“, erinnert sich Bahl. <a href="https://www.covestro.com/press/de/covestro-wird-klimaneutral/">Die am 1. März veröffentlichten Klimaziele</a> wurden ebenfalls über CEEPTER berechnet. Bis 2035 klimaneutral für Scope 1 und 2, so lautet das ehrgeizige Ziel. „Mit Verabschiedung dieser Ziele war klar, dass sich unsere Aufgabe des Energiemanagements in Richtung Energie- und Emissionsmanagement weiterentwickeln wird“, so Dr. Alexander Plum, Leiter Energy Excellence.</p><p>Mit CEEPTER war Bahl in der Lage, innerhalb kürzester Zeit verschiedene Szenarien zu berechnen, die unterschiedliche Maßnahmen und Effekte berücksichtigen und bis auf die einzelnen Standorte von Covestro runtergebrochen werden können. Die Treibhausgase wie beispielsweise CO<span style="text-align:start;">₂</span> (Kohlendioxid) und N<sub>2</sub>O (Lachgas) können in Treibhausgas-Äquivalente umgerechnet werden, CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Einsparpotenziale aus verschiedenen Energieeffizienz-Projekten sowie Einkaufsverträgen für Grünstrom bewertet und in die Prognosen einbezogen werden. So hat Bahl im Team mit Kollegen der Business Intelligence eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage geschaffen, die alle wesentlichen Einflussgrößen des Konzerns auf Treibhausgas-Emissionen zusammenführt und jederzeit abrufbar ist.</p><p>Mittlerweile greifen viele verschiedene Abteilungen bei Covestro auf die Daten zurück. Sie werden für die vierteljährliche Berechnung der Prognose der nicht-finanziellen CO<span style="text-align:start;">₂</span>-Kennzahl genutzt und fließen in die Energieeffizienzsteigerung sowie in die Planung und Umsetzung von Klimazielen an den einzelnen Standorten ein.</p><p>„Jetzt ist CEEPTER in die nächste Phase gegangen und wurde ins Business Warehouse von SAP integriert“, sagt Alexander Plum. So haben alle Abteilungen bei Covestro, die die Daten benötigen, direkten Zugriff auf verschiedene Auswertungen. „Jeder sollte die Möglichkeit haben, in seinem Job Herzensprojekte umzusetzen. Covestro hat mir diese Chance gegeben“, resümiert Björn Bahl.<br>&nbsp;</p><h2>CEEPTER</h2><p><span>CEEPTER ist die Abkürzung für <strong>C</strong>ovestro <strong>E</strong>nergy & <strong>E</strong>mission <strong>P</strong>rediction <strong>T</strong>ool for <strong>E</strong>nvironmental <strong>R</strong>eporting. Die Software verarbeitet Daten wie geplante Produktionsmengen, Anlagenspezifische Energieverbräuche, Energieeffizienzprojekte, Grünstromverträge, andere Reduktionsmaßnahmen und externe Einflussfaktoren, um die Treibhausgas-Emissionen von Covestro vorherzusagen. Da das Programm eine Eigenentwicklung ist, ist es speziell auf die Datensysteme von Covestro zugeschnitten. Ein weiterer Vorteil: Das Programm hat sehr kurze Reaktionszeiten und kann unterschiedliche Szenarien sehr schnell berechnen und betrachten.&nbsp;</span></p><h2><span style="text-align:start;">Ambitionierte Klimaziele</span></h2><p><span>Covestro hat sich vorgenommen, bis 2035 klimaneutral zu werden und die Netto-Null-Emissionen für Scope&nbsp;1 und Scope&nbsp;2 zu erreichen, also für die eigenen Emissionen und die bezogenen Energien. Auf dem Weg zu diesem Ziel plant das Unternehmen, die Treibhausgas-Emissionen in diesem Bereich um 60 Prozent bis 2030 zu verringern. Ab 2023 rückt auch der Ausstoß von Treibhausgasen aus vor- und nachgelagerten Prozessen in der Wertschöpfungskette (Scope 3) in den Fokus.&nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[Planet,People]]></category>
            <pubDate>Mon, 30 May 2022 10:12:46 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/220098-038-sjo.jpg?49984</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[20220525_How to actually measure climate neutrality_Key]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>&quot;Väter möchten heute eine aktivere Rolle übernehmen&quot;</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/vaeter-moechten-heute-eine-aktivere-rolle-uebernehmen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/vaeter-moechten-heute-eine-aktivere-rolle-uebernehmen/</guid><pp:caseid>507631</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Väter in ihrer Vaterrolle stärken: Das ist die Idee hinter dem neuen Väternetzwerk bei Covestro. Über sechzig Mitarbeiter haben sich mittlerweile dem Mitarbeitenden-Netzwerk seit seiner Gründung vor rund einem Jahr angeschlossen. Warum ist es so wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus der Väterperspektive zu betrachten? Wem nützt das? Und wie haben sich eigentlich die Anforderungen an berufstätige Väter verändert? Dazu haben wir anlässlich des Vatertags mit Fabienne Mainz, Diversity and Inclusion Managerin bei Covestro in Deutschland, sowie den beiden Gründungsmitgliedern Murat Demirtas und Jürgen Schumacher gesprochen. Drei spannende Perspektiven. Lesen Sie hier das Interview.&nbsp;</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2><span><strong>Murat, was hat dein Vater gut gemacht?&nbsp;</strong></span></h2><p><span>Murat: Mein Vater war einer der ersten Gastarbeiter, die die BRD betreten haben. Er war stets ein großes Vorbild für mich und hat Bildung immer einen hohen Stellenwert gegeben. Das sorgte dafür, dass Integration für uns kein Thema war.</span></p><h2><span><strong>Gibt es auch etwas, das du an ihm kritisieren würdest?</strong></span></h2><p><span>Murat: Arbeit hatte damals einen gesellschaftlich sehr hohen Stellenwert. Entsprechend wurde auf viele anderen schönen Dinge verzichtet. Mehr Zeit mit der Familie wäre schöner für alle gewesen. Aber heute ist der gesellschaftliche Konsens Gott sei Dank ein anderer.</span></p><h2><span><strong>Fabienne, aus deiner Sicht als Diversity and Inclusion Managerin bei Covestro: Wie hat sich der Blick von Männern auf das Thema Familie und Beruf verändert?&nbsp;</strong></span></h2><p><span>Fabienne: Für die jüngere Generation werden Väter als Vorbild für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wichtiger. 48 Prozent der zukünftigen Väter wollen nach der Geburt ihrer Kinder eine gleichmäßige Aufteilung der Elternzeit auf beide Partner. Das zeigt: Väter möchten&nbsp; heute eine viel aktivere Rolle übernehmen als noch in der Vergangenheit. &nbsp;</span></p><h2><span><strong>Waren das auch die Beweggründe für euch das Väternetzwerk zu gründen?</strong></span></h2><p><span>Murat: Ja, auf jeden Fall. Mir persönlich ist die Zeit mit meinen beiden Töchtern viel wichtiger als sie Vätern im Allgemeinen vor 20-30 Jahren war. Und das ist auch gut so. Zu einem ausgeglichenen Verhältnis von Familie und Beruf gehört das nun dazu. Das waren unsere Motive für die Gründung.&nbsp;</span></p><h2><span><strong>Was ist die Bedeutung des Väternetzwerks für Covestro?</strong></span></h2><p><span>Fabienne: Wie jedes unserer Netzwerke hilft uns auch das Väternetzwerk dabei, die vielfältigen Sichtweisen unserer Belegschaft noch besser zu verstehen. Außerdem sind sie ein wichtiger Treiber für unsere Unternehmenskultur, da wir uns gemeinsam über Themen austauschen können.</span></p><h2><span><strong>In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind Männer privilegierter als Frauen. Warum ist das Väternetzwerk dennoch eine wichtige Institution?</strong></span></h2><p><span>Fabienne: Es zeigt sich in zahlreichen Studien zwar, dass Männer den Wunsch nach mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben, in der Praxis wird dieser Wunsch aber oft nicht umgesetzt. Ängste und Vorurteile spielen dabei eine wichtige Rolle. Hier müssen wir ansetzen und dafür ist das Netzwerk genau richtig. Wenn Männer einen größeren Anteil der Arbeit zu Hause übernehmen, zahlt dies außerdem auch auf die Chancengerechtigkeit von Frauen ein. &nbsp; &nbsp;</span></p><h2><span><strong>Wem nützt das Väternetzwerk? Männern oder Frauen?&nbsp;</strong></span></h2><p><span>Jürgen: Vom Väternetzwerk profitieren sowohl Frauen als auch Männer. Im Netzwerk teilen wir zum Beispiel hilfreiche Inhalte für Familien wie etwa Webinar-Ankündigungen oder Infomaterialien für alle interessierten Covestro-Mitarbeitenden. Darüber hinaus bauen wir Kontakt mit den anderen Covestro-Netzwerken auf, um uns gegenseitig zu inspirieren.</span></p><p><span>Murat: Vom Väternetzwerk profitieren alle Beteiligten. Es bringt die Geschlechtergerechtigkeit voran, weil Väter sich stärker bei der Kindererziehung einbringen können. Mit diesen Impulsen fördert das Netzwerk das Familienleben. Das macht auch Covestro als Arbeitgeber attraktiver, weil die Mitarbeitenden wissen, die Frage, „Familie oder Karriere?“ stellt sich hier nicht. Beides ist möglich. Das motiviert die Mitarbeitenden.</span></p><h2><span><strong>Ist das nicht eine Utopie?</strong></span></h2><p><span>Jürgen: Die Vaterrolle hat sich über die Generationen gewandelt, denn auch Männer wünschen sich inzwischen Gleichstellung, die Vorteile für sie bietet, insbesondere mehr Zeit mit der Familie und den Kindern. Heute weiß ich, dieser Wunsch ist keine Utopie mehr, sondern bereits Realität, er muss nur immer wieder von Vorbildern vorgelebt werden.</span></p><h2><span><strong>Für euch persönlich: Was versteht ihr unter Gleichberechtigung?</strong></span></h2><p><span>Jürgen: Wenn ich mit meinen beiden Töchtern über Gleichberechtigung spreche, sage ich ihnen, dass es um gleichen Rechte für alle geht. Gleichberechtigung bedeutet für mich, dass alle Menschen und alle Geschlechter die gleichen Rechte und Chancen auf ein gutes Leben haben sollen. Ich wünsche mir, dass meine Töchter in einer solchen Welt aufwachsen und ihren Weg gehen dürfen.&nbsp;</span></p><p><span>Murat: Ungeachtet jeglicher Merkmale eines Mitmenschen, die Gleichbehandlung auf allen Ebenen einer Gesellschaft wie Recht, Arbeit und Moral.</span></p><p><span>Fabienne: Gleichberechtigung bedeutet für mich, dass jeder Mensch unabhängig von persönlichen Merkmalen wie z.B. Geschlecht die gleichen Chancen hat, sich nach den eigenen Wünschen zu entwickeln. &nbsp;</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 25 May 2022 18:18:46 +0200</pubDate>
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                        <title>Zur Tat schreiten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/zur-tat-schreiten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/zur-tat-schreiten/</guid><pp:caseid>504980</pp:caseid><pp:subtitle>2022 STEP Ahead Awards</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><span>"Wie habe ich es hierher geschafft?"</span></p><p>&nbsp;</p><p><span>Diese Frage mussten sich Madison Miller und Emily Connor stellen, nachdem sie den STEP Ahead Award erhalten hatten - eine Auszeichnung, die im Jahr 2022 an 130 Frauen in den USA verliehen wurde. Jede Preisträgerin wurde aufgrund ihrer Führungsqualitäten und ihres Beitrags für die produzierende Industrie ausgewählt.&nbsp;</span></p><p><span>Beide Mitarbeiterinnen von Covestro reflektierten die Frage, indem sie über ihre Inspirationsquellen, ihre Leidenschaft und ihren beruflichen Werdegang berichteten.</span></p><p>&nbsp;</p><p><i><span>Das Interview führte Andy Sharfman, Communications Americas.</span></i></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2><span><strong>Wer hat Ihnen geholfen, an sich selbst und Ihre Fähigkeiten zu glauben?</strong></span></h2><p><span><strong>Madison Miller: </strong>"Für mich war diese Person meine Mutter. Ich erinnere mich noch genau an etwas, das sie mir jeden Tag vor der Schule sagte: 'Sei gut und gib dein Bestes.' Diesen Rat habe ich mein ganzes Leben und meine Karriere lang beherzigt."</span></p><p><span><strong>Emily Connor: </strong>"Ich hatte eine Professorin für Chemieingenieurwesen, die sehr offen über die Realitäten von Frauen in diesem Beruf sprach. Sie sprach über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und darüber, dass sie sich eine Auszeit genommen hat, um ihre Kinder großzuziehen. Unabhängig von den Hindernissen stellte sie ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Familie in den Vordergrund, während sie in ihrer Karriere erfolgreich war, was wirklich inspirierend war.</span></p><h2><span><strong>Was macht Ihre Leidenschaft für die Produktion aus?</strong></span></h2><p><span><strong>Madison Miller: </strong>"Alles, was für die Öffentlichkeit in Massenproduktion hergestellt wurde, ist das Ergebnis der Hochskalierung in der Produktion. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Gesellschaft nur dann weiter voranschreiten können, wenn wir ständig neue Produkte und Dienstleistungen für die Öffentlichkeit entwickeln."</span></p><p><span><strong>Emily Connor: </strong>"Die Fertigung ermöglicht es uns, Materialien herzustellen, mit denen die Menschen täglich zu tun haben. Diese sichtbaren Anwendungen in der Welt zu sehen, ist das, was mich überhaupt zu Covestro gezogen hat."</span></p><h2><span><strong>Mentorenschaft scheint ein gemeinsames Thema Ihrer Arbeit zu sein. Warum ist das für Sie wichtig und wie sieht für Sie eine gute Mentorenschaft aus?</strong></span></h2><p><span><strong>Emily Connor: "</strong>Ich hatte in meinem Leben viele weibliche Mentorinnen, und das hat mich dazu inspiriert, dies auch in meiner Arbeit weiterzugeben. Eines der Dinge für die ich mich engagiere, ist die gemeinnützige Mentoring-Organisation namens "Strong Women, Strong Girls.</span></p><p><span>Durch das Programm bringen wir den Mädchen bei, dass Wissenschaft Spaß machen und aufregend sein kann, z. B. durch die Herstellung von Eiscreme. Ich möchte den Mädchen helfen, Aspekte unseres alltäglichen Lebens zu hinterfragen, indem sie Fragen wie "Wie funktioniert das?" stellen. Mein Ziel ist es, sie dabei zu unterstützen, ihre Neugierde zu entdecken."</span></p><h2><span><strong>Kultur scheint ein sehr wichtiger Schwerpunkt für Sie zu sein. Was motiviert Sie, Covestro bei der Gestaltung seiner Kultur zu unterstützen?</strong></span></h2><p><span><strong>Madison Miller:</strong> Meine Leidenschaft dafür, eine starke Kultur zu schaffen, kommt aus eigener Erfahrung. Als ich anfing war ich die einzige Ingenieurin in meiner Gruppe. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, ein unterstützendes und einladendes Umfeld für alle zu schaffen.&nbsp;</span></p><p><span>Der Moment, auf den ich am meisten stolz bin, hängt mit diesem Ziel zusammen. Im Jahr 2020 habe ich geholfen, eine Gruppe des Black Employee Network zu gründen. Alles begann mit einer E-Mail an den Präsidenten, und danach waren wir in der Lage, durch diese Gruppe wirklich sinnvolle Programme und Verbindungen zu schaffen.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 12 May 2022 10:00:00 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/03-stepahead-2.jpg?87979</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[03_STEP Ahead Key]]></pp:imageTitle></item><item>
                        <title>Weltfrauentag – Ein Tag zum Feiern?</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/weltfrauentag---ein-tag-zum-feiern/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/weltfrauentag---ein-tag-zum-feiern/</guid><pp:caseid>500599</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Weltfrauentag – ist das ein Tag zum Feiern? Diese Frage haben wir bei Covestro uns anlässlich des 8. März 2022, dem International Women´s Day (IWD), in diesem Jahr gleich aus verschiedenen Blickwinkeln gestellt.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span>Ist es tatsächlich angebracht beim Weltfrauentag von „Feiern“ zu sprechen, angesichts der Tatsache, dass selbst heute, im 21. Jahrhundert, die Geschlechter in Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesundheit eben noch immer nicht gleichgestellt sind? Ist die Erkenntnis, dass bis zu eben dieser Gleichstellung nach aktuellen Berechnungen noch 135,6 Jahre vergehen müssen nicht vielmehr Anlass zur Resignation?</span></p><p><span>Nun ja – Fakt ist: Wir haben noch einen weiten Weg zu beschreiten. Um diesen erfolgreich zu begehen und idealerweise sogar abzukürzen, ist es elementar, das Bewusstsein für noch zu nehmende Hürden und noch zu schließende Defizite zu schärfen. Auch das ist eine maßgebliche Funktion des Tages. Fakt ist auch: Es wurde schon so vieles und bedeutendes erreicht. Diese Errungenschaften verdienen es, gewürdigt zu werden. Was Frauen im vergangenen Jahrhundert, seit dem ersten internationalen Frauentag, bewirkt, welche Kämpfe sie gefochten haben, soll und muss zelebriert werden.</span></p><p><span>Aber da war noch ein anderer Kontext, der uns infrage stellen ließ, am Weltfrauentag von Feierlichkeiten zu sprechen: Die täglich eintreffenden, dramatischen und leidvollen Bilder und Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine. Könnten Aktivitäten zum IWD &nbsp;in diesen Zeiten als unangemessen aufgefasst werden? Schnell wurde klar: Trotz oder gerade in diesen Zeiten darf ein solcher Tag nicht untergehen. Schließlich sind es Frauen, die oftmals zu den besonders Leidtragenden in Kriegen und anderen Krisen zählen. Ihnen, den Frauen in der Ukraine und in anderen Krisensituationen, sollte der Frauentag 2022 symbolisch gewidmet sein.</span></p><p><span>Der Frauentag sollte also auch in diesem Jahr bei Covestro gefeiert werden. Chancengerechtigkeit, Gleichstellung und Diversität sind wichtige Elemente unserer Unternehmenskultur. Dem wollte man mit diversen Aktivitäten rund um den Tag Ausdruck verleihen. Auch, wenn die Gegebenheiten dabei lokal differieren und die Herausforderungen mancherorts größer erscheinen mögen als woanders: An diesem Tag fühlte man eine Solidarität rund um den Covestro-Globus.</span></p><h2>Interne Aktionen ein voller Erfolg</h2><p><span>Bereits im Vorfeld zum IWD beteiligten sich zahlreiche Covestro-Mitarbeitende weltweit an der </span><a href="https://www.internationalwomensday.com/theme"><span>Fotokampagne des IWD</span></a><span> und reichten Fotos ein, auf denen sie mit verschränkten Armen symbolisch ihre Bereitschaft ausdrückten, Vorurteile und Stereotypen abbauen zu wollen. Die Beteilung war in diesem Jahr so hoch, dass sich aus allen Fotos ein Mosaik als Gesamtkonstrukt bilden ließ, dass die Botschaft „#Breakthebias“ visualisierte.</span></p><p><span>Auch eine interne Kampagne „Let´s think colorful!“ zeigte schon in den Wochen und Monaten vor dem IWD ihre Wirkung. Veranstaltet von der Employee Resource Group COMPASS GER wurde in insgesamt fünf Einheiten Gleichstellungsthemen Raum gegeben. Darunter beispielsweise Vorträge und Diskussionsräume zu Themen wie „Belästigung am Arbeitsplatz“ oder „Unbewusste Vorurteile am Arbeitsplatz“. Über den Verlauf der Veranstaltungen durften Ideen, die zur Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit bei Covestro beitragen, eingereicht werden. Die Beteiligung war hoch und viele zukunftsfähige Ideen konnten generiert werden. Die besten wurden am Weltfrauentag selbst in einer Preisverleihung gekürt.</span></p><h2>Externer Auftritt –&nbsp; Covestro Vorständin Sucheta Govil in Vorbildfunktion</h2><p><span>Für Vorständin Sucheta Govil ist der Tag eine Herzensangelegenheit. Ihr ist es ein großes Anliegen, dass Covestro Aktivitäten zu einer gleichberechtigten Welt unterstützt und sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion einsetzen. Gemeinsam mit den Vorständinnen anderer Industrie- Unternehmen nahm sie an einem </span><a href="https://www.linkedin.com/video/event/urn:li:ugcPost:6904817359442583553/"><span>LinkedIn Live Talk</span></a><span> teil, um ihre Einstellung in der Öffentlichkeit zu vertreten.</span></p><p><span>Dabei teilte sie ihre Meinung zu aktuellen und&nbsp; kontroversen Themen und gab auch sehr persönliche Geschichten und Erfahrungen preis.</span></p><p><span>Doch auch auf lokaler Ebene fanden vielseitige Aktionen statt und Kolleginnen und Kollegen nutzten den Tag, um Gleichberechtigungsthemen zu adressieren. Dabei war es eindrucksvoll zu sehen, wie in den unterschiedlichen Kulturen der Tag für sich interpretiert und umgesetzt wurde.</span></p><h2>Mexiko –&nbsp; Ein digitales Event unter dem Motto #Breakthebias</h2><p><span>Aufgehangen am diesjährigen Motto des IWD hatte in Mexiko das lokale COMPASS Mitarbeitenden Netzwerk zu einer virtuellen Veranstaltung geladen. „#Breakthebias“ zog sich als rote Line durch die drei Sektionen des Events.</span></p><p><span>Im ersten Part kam eine externe Sprecherin aus Argentinien, Maria Lujan Bianchi, Spezialistin für Compliance, Vielfalt und Gleichberechtigung, zu Wort. Sie klärte auf, welche Ausprägungen von Voreingenommenheit in Unternehmen verbreitet sind und welche negativen Effekte dies auf eine Geschlechtergleichstellung haben kann. Die Bedeutung des Erkennens von Vorurteilen für deren Abbau wurde schnell ersichtlich.</span></p><p><span>Im Anschluss wurde ein </span><a href="https://web.microsoftstream.com/video/1a3c2ac9-6e7a-4840-8e88-2924c85bf878?list=studio"><span>Video</span></a><span> vorgeführt, welches auf emotionale Weise verbildlicht, wie Kolleginnen und Kollegen tagtäglich Vorurteile überwinden.</span></p><p><span>Das Event gipfelte in einer offenen Gesprächsrunde: Zwei Kolleginnen (Liz Aguirre und Mary Carmen Ávalos sowie ein Kollege (Iván Escalante) berichteten über die sie prägenden Erfahrungen und Momente in ihrer persönlichen und beruflichen Laufbahn, die sie anstießen, bestehende Grenzen zu überschreiten und Vorurteile und Voreingenommenheit abbauen zu wollen.</span></p><h2>Spanien – Gleichstellung in Wissenschaft und Industrie</h2><p><span>Gleiche Sprache, anderes Land: Auch in Spanien nutzte man den Tag, um Gleichstellungsthemen zu adressieren. Sechs lokale Kolleginnen haben in diesem Rahmen an der „Women in Chemistry“ Kampagne teilgenommen. Diese wird vom nationalen Berufsverband FEIQUE gefördert und zielt darauf ab, die Stellung von Frauen in der Branche aufzuwerten. Die Teilnehmerinnen: Laura Mata (HSQ), Noemí Ferrer (Manager of Basic Chemicals), Elena Ilzarbe (Production Expert), Mònica Escrigas (Manufacturing Engineer).</span></p><p><span>Darüber hinaus nahm die Leiterin von HSQ, Mercè Roigé, in einem Podcast (#ODS5) des Konsortiums der Freizone Barcelona teil. In der Folge analysierte sie die Rolle der Frau in Wissenschaft und Industrie, einschließlich der Chemie, sowie die bestehenden Hindernisse auf dem Weg zur vollen Gleichstellung. Die ganze Folge, zum Nachhören für Spanischsprechende, findet man </span><a href="https://zfbarcelona.es/podcast/la-importancia-de-tener-referentes-con-merce-roige/"><span>hier</span></a><span>.</span></p><h2>China – Eine ganze Show zum IWD und mehr</h2><p><span>Es folgt ein Blick nach Asien, nach China um genau zu sein. Als Auftaktveranstaltung fand hier am 7. März die erste Sitzung der lokalen Ausgabe des Mitarbeitendennetzwerks COMPASS statt. Fokus: Das berufliche Wachstum und die Entwicklung von Frauen in verschiedenen Karrierestadien zum Thema "Ausbau der Präsenz als Führungskraft".</span></p><p><span>Die Präsidentin von Covestro China, Holly Lei, nutzte die Gelegenheit, um persönliche Erfahrungen zu teilen. Dabei gab sie auch wertvolle Tipps in Hinblick auf verbessertes Training, Wachstum, Energiemanagement und Einflussnahme. Auch die Teilnehmenden trugen aus verschiedenen Blickwinkeln ihre aktuellen Standpunkte bei.</span></p><p><span>Auch am Weltfrauentag selbst wurden diverse Aktivitäten abgehalten. Unter dem Motto #Breakthebias fand die Talkshow Covestro Shanghai Qiantan Forum statt. Hierzu wurden Gäste aus der Industrie (Dr. Zhang Yi, Regional President von DuPont Asia-Pacific, Christine Liu, Gründerin und Vorsitzende von sHero, zusammen mit Holly Lei, Covestro China President, und Lily Wang, Global Head of BE Engineering Plastics) eingeladen, um ihre Geschichten zu erzählen. Im Anschluss folgte ein Workshop zum Thema „Psychologische Aspekte von Frauen in verschiedenen Lebensphasen“. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Frauenpower in der Krise“ am Abend rundete den Tag ab.</span></p><h2><span><strong>Vereinigte Staaten - #Breakhebias und Würdigung des Engagements von Frauen</strong></span></h2><p><span>In den Vereinigten Staaten ist der März der Monat der Geschichte der Frauen (Women’s History Month).&nbsp; Neben dem Internationalen Frauentag am 8. März wurde auch der Monat der Geschichte der Frauen berücksichtigt und gefeiert.&nbsp; Am 1. März würdigten die drei Mitarbeitendennetzwerken COMPASS, UNITE (ERG mit Schwerpunkt LGBTQ+) und Toastmasters (ERG mit Schwerpunkt Rhetorik) den Monat der Frauengeschichte und den Zero Discrimination Day, indem sie Mark Murphy, Autor und DEI-Redner bei Franklin Covey, zu einer Veranstaltung einluden, die sich mit dem Erkennen und der Bekämpfung von Vorurteilen befasste.&nbsp; Die Veranstaltung war gut besucht, und die Teilnehmenden gingen mit einem Verständnis für die Bedeutung von Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion sowie für den Abbau von Vorurteilen nach Hause.&nbsp; Am 8. März veranstaltete COMPASS in Baytown, TX, in Anerkennung des Internationalen Frauentags eine Podiumsdiskussion, bei der die Beiträge und Herausforderungen von Frauen in der Branche diskutiert wurden.&nbsp; Der Standort Newark, OH, ehrte die Beiträge weiblicher Angestellter mit wertvollen Geschenken, während andere Standorte und Geschäftsbereiche sowohl den Tag als auch den Monat auf vielfältige Weise bedachten. Zum Abschluss des Monats wurden während des US-Townhalls Fakten über den Women's History Month, den Internationalen Frauentag und die Förderung der Geschlechtergleichstellung ausgetauscht.</span></p><h2>Deutschland – Im Zeichen von Women´s Empowerment und MINT</h2><p><span>Zurück nach Deutschland: Am Vortag des IWD gab es hier einen Eigenlandworkshop zum Thema „Gender“ im Bereich Process Technology. Head of Process Technology, Markus Dugal, tauschte sich dazu mit 40 Personen aus unterschiedlichen Ländern aus seinem Bereich aus. Gemeinsam wurde in der Runde diskutiert, wie Gleichberechtigung im Team wahrgenommen wird und was jede und jeder Einzelne heute noch konkret verändern kann.</span></p><p><span>Am 12. März wurde sich zudem in Grevenbroich am „Womens Power Day“ beteiligt. Organisiert wurde dieser von der Frauenunion im Jugendtreff St. Joseph. Neben Covestro haben sich unter anderen auch die Frauenberatungsstelle, und das Familienbüro beteiligt. Vor Ort war neben unserem Employer Branding Kollegen Daniel Avanzato auch Karolin, Chemielaborantin. Am Covestro-Stand hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen mini Helikopter zu bauen. So konnten MINT Themen erlebbar gemacht werden.</span></p><p><span>Das war nur ein Auszug von alldem, was an und um den 8. März bei uns geschehen ist. Auch an vielen anderen Covestro Standorten fand ein breites Spektrum vielfältiger und spannender Aktionen statt.</span></p><p><span>Am Ende bleibt nur noch eines zu sagen: Weltfrauentag ist jeden Tag. Auch wenn der 8. März in seinen Funktionen Bewusstsein zu stärken, und Leistungen zu würdigen seinen Stellenwert hat, ist es mindestens ebenso bedeutsam, auch an den übrigen 364 Tagen im Jahr Mädchen und Frauen eine Stimme zu geben und entsprechend zu handeln. Hier ist jede und jeder gefragt. Zumindest für die nächsten 135,6 Jahre – bis Diskriminierung, Vorurteile und Chancenungerechtigkeit keinen Platz mehr in dieser Welt haben.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 31 Mar 2022 14:34:00 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/bild1.png?82839</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[20220330_Weltfrauentag_1]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[Alle Fotos der Aktion in einem Bild: Mitarbeitende von Covestro rund um den Globus bekennen sich dazu, Vorurteile &amp;uuml;berwinden zu wollen #BreakTheBias]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>„Unser starker Zusammenhalt in diesen Zeiten: Das macht uns bei Covestro aus“</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/unser-starker-zusammenhalt-in-diesen-zeiten-das-macht-uns-bei-covestro-aus/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/unser-starker-zusammenhalt-in-diesen-zeiten-das-macht-uns-bei-covestro-aus/</guid><pp:caseid>499134</pp:caseid><pp:subtitle>ARBEITEN BEI COVESTRO</pp:subtitle><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Krieg in Europa, die anhaltende Corona-Pandemie, geschäftliche Herausforderungen – die Zeiten sind turbulent. Und alle Mitarbeitenden erleben eine anspruchsvolle, intensive Zeit, die von jedem Einzelnen viel fordert. Deshalb ist der Fokus für </strong><span style="text-align:start;"><strong>Human Resources</strong></span><strong> klar: Die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen steht für Sophie von Saldern, Global Head of Human Resources, und ihr weltweites Team an erster Stelle.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<h2><i><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/800_acutesophy.jpg?x=1647511914236" alt="´Sophy">Die Zeiten sind turbulent. Deshalb zu Beginn eine ganz persönliche Frage an Sophie von Saldern, Global Head of Human Resources: Wie geht es Ihnen?</i></h2><p><strong>Sophie von Saldern:</strong> Ich bin ehrlich: Der Krieg in der Ukraine geht mir, wie uns allen, sehr nahe. Gleichzeitig macht es mir aber Mut, wenn ich die große Hilfsbereitschaft weltweit sehe. Das gilt uneingeschränkt auch für Covestro: Weltweit engagieren sich viele unserer Mitarbeitenden persönlich und sind aktiv – auch außerhalb Europas. Dieser starke Zusammenhalt und das Füreinander-Dasein zeigen mir einmal mehr, was uns und unsere Kultur bei Covestro so besonders macht. Es macht mich stolz, Teil dieses Unternehmens zu sein. Covestro hat mit gezielten Spenden von insgesamt 290.000 Euro an die Uno-Flüchtlingshilfe und an die lokalen Organisationen des Roten Kreuzes in der Slowakei und Polen unterstützt, um die humanitäre Notlage in der Ukraine und den Nachbarländern möglichst schnell und unbürokratisch zu verbessern. Außerdem fördern wir international das ehrenamtliche Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen, zum Beispiel durch Freistellungen für humanitäre Hilfe oder bei deren Organisation durch unsere Mitarbeitenden. <span style="text-align:left;">Gleiches gilt für den Betriebsrat von Covestro – auch hier sind die Kolleginnen und Kollegen stark engagiert und rufen unter anderem zu Spenden auf, damit den Betroffenen geholfen werden kann.&nbsp;</span>Unsere Kolleginnen und Kollegen in den USA arbeiten beispielsweise mit der Organisation World Central Kitchen zusammen und unterstützen so in der Ukraine. Ich finde, das sind gute Signale in einer schwierigen Zeit.</p><p>&nbsp;</p><h2><i>Das vergangene Jahr war auch ohne den Krieg schon sehr intensiv. Viele Mitarbeitende hatten durch die Pandemie eine schwere Zeit. Trotzdem liefen die Geschäfte gut und viele arbeiteten an der Kapazitätsgrenze.<span>&nbsp;</span></i></h2><p><strong>Sophie von Saldern:</strong> Das stimmt. Deshalb haben wir viel Wert darauf gelegt, trotz dieser schwierigen Umstände nah bei unseren Kolleginnen und Kollegen zu sein. Viele haben sich über das übliche Maß hinaus und unter erschwerten Bedingungen in ihrem Job engagiert, damit es reibungslos lief. Besonders die Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort sein mussten, wie zum Beispiel im Labor, in der Produktion oder entlang der Supply Chain waren sehr gefordert. Das verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Diesen besonderen Einsatz hat der Vorstand gewürdigt. Mehr als zwei Drittel der Produktionsstandorte haben bereits oder werden das auch mit einer Prämie anerkennen.</p><p>&nbsp;</p><h2><i>Trotz des herausfordernden Corona-Jahres gab es dennoch ein tolles Unternehmensergebnis. Das ist außergewöhnlich.</i></h2><p><strong>Sophie von Saldern:</strong> Was unsere Mitarbeitenden geleistet haben, ist auch außergewöhnlich. Und genau deswegen partizipieren sie auch an diesem tollen Unternehmensergebnis. Wir handeln als ein Team und werden auch als ein Team belohnt. Über alle Ländergrenzen und Ebenen hinweg. Das gilt weltweit für alle Mitarbeitenden sowie den Vorstand von Covestro gleichermaßen – und lässt sich anhand der veröffentlichten Geschäftsergebnisse nachvollziehen.</p><p>Die finanzielle Komponente ist natürlich nur ein Aspekt. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dass es allen Mitarbeitenden gut geht. Und Covestro als Arbeitgeber tut Einiges, um die Mitarbeitenden zu unterstützen. Die regelmäßige Mitarbeitendenumfrage ENGAGE, die bald wieder startet, lieferte uns bisher wichtige Hinweise. Wir haben den Fragenkatalog unter anderem in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden erweitert. Besonders in den Zeiten von Corona ist dieses Thema nochmals stärker in den Fokus gerückt. Die Widerstandsfähigkeit unserer Mitarbeitenden in schwierigen und herausfordernden Zeiten ist uns ein besonderes Anliegen. Gleichzeitig haben wir viel in Angebote rund um das Thema persönliche Gesundheit investiert. International sind verschiedene Initiativen gestartet. Dazu gehören beispielsweise eine Fitness-Plattform in Deutschland, Angebote zusätzlicher Bildungs- und Unterstützungsprogramme wie „Mental-Health-Workshops“ und Ernährungs- und Sportangebote in den USA oder eine digitale Plattform rund um das Thema Wohlbefinden in Indien. In China unterstützen wir unsere Mitarbeitenden über eine Hotline mit psychologischer Unterstützung. Hinzu kommen in China beispielsweise verschiedene Online-Angebote, um die Herausforderungen des Homeoffices zu bewältigen und auch, um körperlich aktiv zu bleiben. Und das sind nur einige Beispiele. Sie alle zeigen: „Wir sind 1“ ist der Kern unserer Kultur. Besonders in diesen Zeiten müssen wir noch mehr aufeinander achten. Auch in schwierigen Zeiten stehen wir fest zusammen.</p><p>&nbsp;</p><h2><i>Was dürfen die Mitarbeitenden künftig von HR erwarten?</i></h2><p><strong>Sophie von Saldern:</strong> Wir mussten pandemiebedingt natürlich viel digital anbieten, auch im Bereich Weiterbildung. Die gerade neu eingeführte Corporate-Language-Akademie ist ein schönes Beispiel, das zeigt, was wir global unternommen haben, um auch in Zeiten von Homeoffice unseren Mitarbeitenden digitale Angebote zu machen und sich weiterzubilden. Innerhalb von zwei Wochen haben schon mehr als 2.000 Mitarbeitende das Angebot bereits genutzt. Wir haben neue Prozesse entwickelt, Lernformate und Führungskräfteformate. Das Thema Weiterbildung steht bei uns ebenfalls ganz oben auf der Agenda. Konkret beschäftigen uns bei HR derzeit zwei Schlüsselfragen: Welche Fähigkeiten benötigt Covestro in der Zukunft? Und: Wie bereiten wir unsere Belegschaft konsequent darauf vor? Deshalb werden wir noch mehr in die Menschen investieren. Wir werden uns als HR stark auf Personalentwicklung und Talentmanagement fokussieren und weiterhin zur Transformation von Covestro beitragen. Unsere Welt wandelt sich schnell und wir müssen darauf vorbereitet sein. Wir bereiten derzeit ein ganz neues Paket von Angeboten vor. Das Ziel ist klar: Alle Mitarbeitenden sollen sich gezielt weiterentwickeln und in Zukunft erfolgreich sein können. Und das wird unseren Zusammenhalt weiter stärken. Davon bin ich überzeugt.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Fri, 18 Mar 2022 09:55:47 +0100</pubDate>
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                        <title>„Für Chancengerechtigkeit zu kämpfen, ist ein Motivationsschub“</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/fuer-chancengerechtigkeit-zu-kaempfen-ist-ein-motivationsschub/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/fuer-chancengerechtigkeit-zu-kaempfen-ist-ein-motivationsschub/</guid><pp:caseid>497286</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Dr. Sarah Schwabe, Executive Board Assistant von Dr. Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro, spricht über das interne Gleichstellungsnetzwerk Compass, ihre persönlichen Herausforderungen und warum wir noch immer auf den Internationalen Frauentag aufmerksam machen müssen.</p><p>&nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p><span><strong><img class="image_resized image-style-align-left" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/800_sarahschwabe1.jpg?x=1646824250051" alt="Sarah Schwabe 1"></strong></span></p><p><span><strong>Das Motto des diesjährigen Internationalen Frauentages lautet #BreakTheBias. Du hast Anfang 2020 das interne Netzwerk zur Geschlechtergleichstellung von Covestro offiziell mitgegründet, es heißt Compass. Was war Eure Motivation dazu?</strong></span></p><p><span>Bei HR wurde eine Stelle für Diversity und Inclusion insbesondere in Deutschland gegründet. Das war der Schritt der Anerkennung, dass die Mitarbeiternetzwerke einen Wert für das Unternehmen haben. Vorher waren wir seit Jahren im „Guerilla-Mode“ unterwegs. Damals haben wir uns unregelmäßig getroffen, wir waren fünf bis zehn Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Zuerst waren es nur Frauen, aber relativ früh haben wir männliche Mitstreiter aufgenommen. Uns war früh schon klar, dass man die Herausforderungen nur gemeinsam meistern kann.</span></p><p><span><strong>Was waren die ersten Herausforderungen, die Euer Netzwerk angegangen ist?</strong></span></p><p><span>Die erste und auch fortdauernde Aufgabe ist es, Aufmerksamkeit für das Thema und die Herausforderungen der Chancengerechtigkeit zu schaffen. So haben sich zu Beginn einige Kolleginnen viel Mühe gemacht, auf Basis des damals verfügbaren Studienmaterials den „business case“ aufzuzeigen, also wie die Innovationskraft, die Produktionskraft und die Schaffenskraft insgesamt eines Unternehmens gefördert werden kann, wenn man das richtig angeht.</span></p><p><span><strong>Wurdest Du schon einmal im Beruf nicht ernst genommen?</strong></span></p><p><span>In der Rolle, die ich jetzt bekleide, nicht. Ich habe sicherlich schon einmal erlebt, was viele Frauen erleben. Dass ich in einer größeren Runde etwas gesagt habe, das nach meiner Wahrnehmung übergangen wurde. Dann hat ein männlicher Kollege das gleiche gesagt und das wurde positiv aufgenommen. Das ist mir aber nicht so furchtbar oft passiert.</span></p><p><span><strong>Was kannst Du in deiner Position als Executive Board Assistant von Dr. Markus Steilemann bewegen? Hast Du einen Hebel für Frauen, die Dir nachfolgen?</strong></span></p><p><span>Natürlich habe ich einen Hebel, indem ich Markus Steilemann Vorschläge machen kann, worüber er sprechen könnte. Ob er die Vorschläge annimmt, ist seine Entscheidung. Ich denke, dass ich mit ihm das ein oder andere gute Gespräch über das Thema hatte und er Chancengerechtigkeit voll unterstützt.</span></p><p><span><strong><img class="image_resized image-style-align-right" style="width:300px;" src="https://content.presspage.com/uploads/2697/800_sarahschwabe2.jpg?x=1646824933920" alt="Sarah Schwabe 2">Gab es eine Aufgabe oder eine Position, die Du Dir selbst gar nicht zugetraut hast? Die Rede ist ja häufiger vom Impostor-Syndrom.</strong></span></p><p><span>(Lacht.) Nein. Jedenfalls keine, bei der ich überrascht war, dass ich es doch konnte. Ich glaube, dass es eher ein Fall des gegenseitigen Bestärkens ist, was ohnehin im Netzwerk passiert. Erst am Freitag hatten zwei Kolleginnen gesagt, dass sie sich früher gar nicht getraut hätten, dieses oder jenes zu sagen. Aber in der Gruppe fühlen sie sich sicher, das zu sagen. Dann waren wir uns einig, dass wenn wir uns erstmal im geschützten Raum ausgetauscht haben, wir eine gute Basis haben, die Themen auch nach draußen sicher zu vertreten. Weil wir merken, dass wir mit unseren Beobachtungen und Bedenken die Gruppe größtenteils hinter uns wissen.</span></p><p><span><strong>Warum nur größtenteils?</strong></span></p><p><span>Wir sind inzwischen über 150 Mitglieder und haben sehr kontroverse Diskussionen über einige Themen, z.B. Quotenregelungen oder gendersensible Sprache. Wir vernetzen uns auch mit ähnlichen Netzwerken innerhalb von Covestro und von anderen Unternehmen. Die generelle Einstellung der Kolleginnen und Kollegen, die hier mitmachen, für Chancengerechtigkeit für alle Geschlechter, ist ein unheimlicher Motivationsschub. Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe in unserem Netzwerk auch in diesem Jahr um den Internationalen Frauentag gekümmert, denn es gibt immer noch viele Vorurteile, denen wir entgegentreten müssen. Deshalb sagen wir: „Break The Bias“.</span></p><p><span><strong>Sarah, ich danke Dir für das Gespräch</strong>.</span></p><p><span>Auf LinkedIn haben drei Vorständinnen zu „<strong>#BreakTheBias – Why business and science need female power</strong>” diskutiert. Mit dabei ist Sucheta Govil, </span><span style="text-align:start;">Vorständin für Vertrieb und Marketing&nbsp;von </span><span>Covestro. Den ganzen Livestream zum Nachschauen gibt es </span><a href="https://www.linkedin.com/video/event/urn:li:ugcPost:6904817359442583553/" target="_blank"><span>hier</span></a><span>. Oder auf </span><a href="https://www.youtube.com/watch?v=tlKyqh3CbFs" target="_blank"><span>YouTube</span></a><span>.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 10 Mar 2022 08:29:00 +0100</pubDate>
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