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                    <title><![CDATA[Newsroom Covestro Blog]]></title>
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                    <language>de</language>
                    <lastBuildDate>Tue, 08 Sep 2026 09:21:04 +0200</lastBuildDate>
                    <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 10:28:53 +0200</pubDate>
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                        <title><![CDATA[Newsroom Covestro Blog]]></title>
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                        <title>Ressourcen schonen, Energie erneuern</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/ressourcen-schonen-energie-erneuern/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/ressourcen-schonen-energie-erneuern/</guid><pp:caseid>780689</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Wir verbrauchen mehr, als die Erde erneuern kann – und das immer früher im Jahr. Die Energiewende ist Teil der Lösung. Aber sie funktioniert nur, wenn wir auch die Materialien mitdenken, aus denen Wind- und Solaranlagen bestehen. Und was mit ihnen passiert, wenn sie ausgedient haben.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die Erde kommt nicht mehr hinterher. Wälder, Fischbestände, Süßwasser – wir Menschen entnehmen in einem Jahr mehr, als die Natur im selben Zeitraum erneuern kann. Der <a href="https://overshoot.footprintnetwork.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Earth Overshoot Day</a> führt uns vor Augen: Unser Verbrauch an Ressourcen ist viel zu groß. 2026 leben wir bereits ab dem 30. Juli ökologisch auf Pump. Vor einem Jahrzehnt fiel der Stichtag noch in den August, vor zwanzig Jahren war die Erde erst im Oktober am Limit.</p><p>Der größte Treiber des ökologischen Defizits sind die fossilen Rohstoffe, die wir weiterhin in gigantischen Mengen aus dem Boden holen: Öl, Kohle, Gas. Denn bei ihrer Nutzung entstehen enorme Mengen CO₂, die von Wäldern und Ozeanen nicht schnell genug aufgenommen werden können. Umso wichtiger ist der Umstieg auf Energiequellen, die sich erneuern.</p><h2>Die Richtung stimmt, das Tempo nicht</h2><p>Dieser Wandel ist längst im Gange. 2025 war die globale Kapazität an regenerativen Energien mehr als doppelt so hoch wie noch zehn Jahre zuvor. Und sie wächst immer schneller, wie aus dem <a href="https://www.irena.org/Publications/2026/Jul/Renewable-Energy-Statistics-2026" target="_blank" rel="noreferrer noopener">jüngsten Bericht der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA)</a> hervorgeht. Solarenergie ist der größte Treiber – hier hat sich die Kapazität gegenüber 2015 mehr als verzehnfacht, bei Windkraft immerhin verdreifacht.</p><p>Das Ergebnis: Rund ein Drittel der weltweiten Stromerzeugung stammt inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Und auch beim weltweiten Ausbau der Stromkapazitäten dominieren sie längst: Laut IRENA machten erneuerbare Energien 2025 bereits mehr als 85 Prozent aller neu installierten Kapazitäten aus. Besonders beeindruckend: Solarstrom kostet heute rund 90 Prozent weniger als vor fünfzehn Jahren. In vielen Regionen der Welt ist er damit bereits die günstigste Art, Strom zu erzeugen.</p><p>Und dennoch: All das reicht nicht. Denn Strom ist nur ein Teil des Ganzen. Wärme, Verkehr, Industrie – der Großteil des weltweiten Energiebedarfs läuft noch immer mit fossilen Brennstoffen. Sie decken etwa 80 Prozent davon. Jeder weitere Tag mit diesem Energiemix vertieft unsere ökologische Schuld: mehr CO₂, mehr Ressourcenverbrauch.</p><h2>Windrad und Solarpanel müssen robust sein</h2><p>Was oft übersehen wird: Es geht nicht nur darum, wie viele neue Anlagen installiert werden und wie kostengünstig sie sind. Sondern auch, woraus sie bestehen. Ihre Materialien müssen häufig extremen Bedingungen standhalten, jahrzehntelang funktionieren – und am Ende ihres Lebens zurückgewonnen werden können. Ohne das bleibt die Energiewende nur ein halbes Versprechen.</p><p>Eine Windturbine ist kein simples Gerät. Ihre Teile sind Sturm, Salz, Hitze und UV-Strahlung ausgesetzt. Dazu braucht es Beschichtungen, die halten. Die Verbindung zwischen einem Windpark auf See und dem Festland muss auch am Meeresgrund zuverlässig funktionieren.</p><p>Auch Solaranlagen müssen Hitze, Feuchtigkeit und Sonnenstrahlung dauerhaft trotzen. Und bei Batteriesysteme ist eine der großen Herausforderungen, die Zellen vor Überhitzung zu schützen. All das ist nur möglich, weil es Hochleistungskunststoffe gibt.</p><p>Spezielle Beschichtungen zum Beispiel schützen die Rotorblätter vor Verschleiß an der empfindlichen Vorderkante – einer der häufigsten Gründe, warum Turbinen früher als nötig ausfallen. Dichtungen und dämpfende Materialien sorgen dafür, dass Verbindungen halten und Erschütterungen abgefedert werden. Robuste Gehäuse und Rahmen schützen die Technik im Inneren. Unscheinbare, aber entscheidende Produkte und Lösungen, ohne die der Siegeszug der Erneuerbaren nicht möglich ist.</p><h2>Material mitdenken, Zukunft gewinnen</h2><p>Wer diese Materialien im Kreislauf hält, reduziert den Bedarf an fossilen Rohstoffen. Das bedeutet: Wir müssen die Kunststoffe für Wind- und Solaranlagen von vornherein so entwickeln, dass sie am Ende optimal zurückgewonnen, aufbereitet und in gleichwertigen Anwendungen ohne Qualitätsverlust wiederverwendet werden können. Kreislauffähige Kunststoffe reduzieren den Bedarf an Primärrohstoffen – und machen <span>Energieanlagen</span> unabhängiger von endlichen Ressourcen.</p><p><a href="https://solutions.covestro.com/de/branchen/energie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Covestro entwickelt genau diese Materialien</a>: Schutzlacke für Rotorblätter, Elastomere für Unterwasserkabel, Rahmenmaterialien für Solarmodule. Das Unternehmen arbeitet daran, diese Kunststoffe am Ende ihres Lebens wieder in den Kreislauf zurückzuführen.</p><p>Denn erneuerbare Energien und zirkuläre Materialströme müssen zusammengedacht werden. Beides ist nötig, um den Ressourcenverbrauch zu senken, den CO₂-Ausstoß einzudämmen – und den Earth Overshoot Day langfristig wieder weiter nach hinten im Jahr zu verschieben.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 30 Jul 2026 10:28:53 +0200</pubDate>
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                        <title>Wissenschaft greifbar machen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wissenschaft-greifbar-machen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wissenschaft-greifbar-machen/</guid><pp:caseid>763513</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Durch die Stärkung der Wissenschaft hoffen die Vereinten Nationen, ihre Ziele für eine nachhaltige Welt doch noch zu erreichen. Die Industrie kann dabei helfen – indem sie Forschung in konkrete Lösungen überführt, die im Alltag ankommen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die Uhr tickt. Nur noch vier Jahre, dann soll das Versprechen eigentlich eingelöst sein: die umfassend nachhaltige und widerstandsfähige Welt, die sich die Vereinten Nationen auf die Fahnen geschrieben haben. Eigentlich. Denn mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) – in Gang gesetzt vor einem Jahrzehnt – geht es nur sehr schleppend voran. Gerade einmal ein Drittel liegt auf Kurs oder macht zumindest moderate Fortschritte. In zentralen Bereichen, etwa beim Klimaschutz oder der Bekämpfung des Hungers, sind indes sogar Rückschritte zu verzeichnen. Und die kann die Welt sich überhaupt nicht leisten.</p><p>Die SDG mögen in Zeiten von Krieg, Konfrontation, Wirtschaftsflaute und allgemeiner Unsicherheit einen harten Stand haben. Richtig und wichtig bleiben sie dennoch. Um der „Agenda 2030“ neuen Schwung zu verleihen, setzt die UNO besonders auf die Wissenschaft. Zu diesem Zweck hat sie 2024 die Initiative „<a href="https://www.un-sciences-decade.org/en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Internationale Dekade der Wissenschaften für nachhaltige Entwicklung</a>“ ausgerufen. Den Menschen vor Augen zu führen, welch großen Nutzen Forschung und Innovation bewirken können, sie in die Lage zu versetzen, Wissen anzuwenden, und das angeknackste Vertrauen in diese Sphäre zurückzugewinnen – das sind ihre Kernziele.</p><p>Zwei Jahre nach dem Start wird nun erste Bilanz gezogen: auf einer großen <a href="https://www.unesco.org/en/articles/2026-global-conference-international-decade-sciences-sustainable-development-2024-2033" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Konferenz</a> in Paris mit über 800 Personen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und der Wirtschaft. Dieser Ansatz der Gemeinsamkeit ist absolut zielführend, und die Einbindung der Industrie allemal. Denn sie ist das Bindeglied zwischen neuen Erkenntnissen, guten Ideen, hochfliegenden Plänen und deren Umsetzung. Wissen in Handeln zu verwandeln: Dafür braucht es die Kompetenz und das Engagement der Millionen Unternehmen rund um den Globus.</p><p>Die Chemieindustrie zeigt exemplarisch, wie das gelingen kann. Sie ist auf der einen Seite wissenschaftsbasiert, tief verankert in der akademischen Welt – auf der anderen Seite stark anwendungsorientiert und erfahren darin, Forschungserfolge vom Labor über Pilot- und Demonstrationsanlagen bis in die großtechnische Produktion zu skalieren.</p><h2>Schneller vom Labor in den Markt</h2><p>Allerdings verläuft der Technologietransfer vielerorts viel zu schleppend – in Industrienationen wie Deutschland, Japan, Frankreich und Italien ebenso wie in Entwicklungs- und Schwellenländern, vor allem in Südasien, Sub-Sahara-Afrika und Südamerika. Die Gründe reichen von einer schwachen Start-up-Kultur über mangelnde Digitalisierung und unzureichenden Patentschutz bis hin zu lähmender Bürokratie. An diesen Rahmenbedingungen muss sich dringend etwas ändern, damit die Wissenschafts-Dekade auch zu konkreten Ergebnissen führt, die auf die SDG einzahlen.</p><p>Die chemische Industrie, einschließlich der Kunststoffbranche, hat jedenfalls ein enormes Potenzial, das noch wesentlich besser abgerufen werden kann. Viele Unternehmen können und wollen bei der Verwirklichung der Nachhaltigkeitsziele helfen. Covestro zum Beispiel richtet sich mit seiner Strategie stark auf nachhaltige Lösungen aus – also auf Produkte, die nicht-fossile Rohstoffe enthalten oder einen geringeren CO₂-Fußabdruck aufweisen.</p><p>Das Spektrum ist vielfältig – von leichten Kunststoffen zur Förderung der Elektromobilität über Dämmstoffe zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden bis zu Innovationen für die Landwirtschaft.</p><p><a href="https://www.google.com/url?q=https://solutions.covestro.com/de/highlights/artikel/thema/anwendungen/biologisch-abbaubare-saatgutbeschichtungen&source=gmail&ust=1784364621357000&usg=AOvVaw1JkzH3ODb8ch6qOj1UfAKl" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Saatgutbeschichtungen</a> zum Beispiel: Dadurch haften Pflanzenschutzmittel am Korn und gelangen nicht in die Luft – was nicht nur der Umwelt nützt, sondern auch Ernteverluste durch Schädlinge und Pilze reduziert.</p><p>Covestro fördert vornehmlich solche Innovationen, die einen Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen leisten. Insgesamt trägt das Unternehmen zu allen 17 <a href="https://google.com/url?q=https://www.covestro.com/de/sustainability/our-commitment/our-sustainability-goals&source=gmail&ust=1784364621357000&usg=AOvVaw19VT1TUHvzf_veeC6C_PWx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">SDG</a> in unterschiedlichem Maße und in verschiedenen Bereichen bei. Und das nicht nur mit Produkten, sondern auch mit Technologien. Bei der Herstellung der Dämmstoff-Komponente MDI etwa kommt ein <a href="https://www.covestro.com/de/sustainability/our-pioneering-solutions-and-technologies/technologies/adip" target="_blank" rel="noreferrer noopener">innovatives Verfahren</a> (AdiP) zum Tragen, das den Energiebedarf stark senkt und damit auch die Emissionen: Der CO<sub>2</sub>-Fußabdruck fällt pro Tonne Produkt um bis zu 35 Prozent niedriger aus.</p><h2>Akzeptanz der Wissenschaft erhöhen</h2><p>Die Industrie als Scharnier zwischen Forschung und Anwendung – in Wirtschaft und Wissenschaft ist das gelebte Praxis. Doch dieser Fortschritt steht auf tönernen Füßen. Nicht nur wegen der vielfach unzureichenden Rahmenbedingungen. Sondern auch wegen der verbreiteten öffentlichen Skepsis bis Ablehnung gegenüber der Wissenschaft, die durch internetgestützte Des- und Fehlinformation und irreführende Propaganda verstärkt wird.</p><p>Wenn die Welt in der Dekade der Wissenschaften für nachhaltige Entwicklung einen echten Wissensschub erreichen soll, dann braucht es Aufklärung. Durch Fakten, und vor allem durch anschauliche Erfolgsbeispiele: Menschen müssen verstehen, wie Wissenschaft und Wirtschaft ihr Leben verbessern – und wie es ohne sie aussähe.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Fri, 17 Jul 2026 14:22:17 +0200</pubDate>
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                <pp:imageOriginal>https://content.presspage.com/uploads/2697/51702d5e-40c4-4b20-ac4f-3821a1c7444c/large-thesustainabledevelopmentgoalsareacallforactionbyallcountries.jpg?36322</pp:imageOriginal><pp:imageTitle><![CDATA[Large-The Sustainable Development Goals are a call for action by all countries]]></pp:imageTitle><pp:imageDescription><![CDATA[&amp;copy; Henry St. John - stock.adobe.com]]></pp:imageDescription></item><item>
                        <title>Smart Home: Zusammenspiel von Technik, Design und Material</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/smart-home-zusammenspiel-von-technik-design-und-material/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/smart-home-zusammenspiel-von-technik-design-und-material/</guid><pp:caseid>762970</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Menschheit wächst weiter – und wird im Schnitt wohlhabender und älter. Damit steigen auch die Ansprüche an die Wohnumgebung: Sie muss komfortabel, vernetzt und nachhaltig sein. Fortschrittliche Werkstoffe helfen dabei.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Man sitzt schwitzend vor dem Ventilator, wälzt sich nachts von einer Seite auf die andere, und für manche ist die Klimaanlage im Dauerbetrieb. In weiten Teilen der Welt macht den Menschen gerade wieder extreme Hitze zu schaffen, auch in gemäßigten Breiten wie Mitteleuropa – mit negativen Folgen für Befinden und Leistungskraft. Doch das muss nicht so sein. Ob glühend heiß oder klirrend kalt, ob in der Stadt oder auf dem Land: Das Leben lässt sich durchaus angenehmer und einfacher gestalten.</p><p>Durch ein Zuhause, das mitdenkt, unterstützt und schützt. In dem der Tag beginnt, bevor der Wecker klingelt. Die Temperatur im Badezimmer ist bereits optimal angepasst, das Licht im Schlafzimmer wird langsam hochgedimmt, auf dem Display in der Küche erscheinen Energieverbrauch, Wettervorhersage und anstehende Termine. Während der Kaffee durchläuft, misst ein Wearable unauffällig Puls und Schlafqualität.</p><p>Smart Home – was heute noch leicht extravagant klingt, wird für immer mehr Menschen rund um den Globus zur Normalität. Schließlich dürfte sich die Zahl der internetbasierten Geräte allein zwischen 2024 und 2030 noch einmal auf rund 40 Milliarden verdoppeln.</p><p>Ein gutes, zeitgemäßes Leben für alle, das ist die zentrale Vision der Vereinten Nationen. Eine immense Herausforderung – schon allein deswegen, weil die Weltbevölkerung stetig zunimmt, wie der <a href="https://www.un.org/en/observances/world-population-day" target="_blank" rel="noreferrer noopener">World Population Day</a> gerade wieder zeigt: von momentan 8,3 Milliarden auf fast zehn Milliarden Menschen bis 2050. Doch die eigentliche Dynamik hinter diesen Zahlen liegt nicht im reinen Wachstum, sondern in der Verschiebung von Kaufkraft und Lebensstil.</p><h2>Kaufkräftige Mittelschicht nimmt weiter zu</h2><p>Denn immer mehr Menschen vor allem im globalen Süden schaffen den Aufstieg in die Mittelschicht. Bis 2030 könnten bereits rund 55 Prozent der Weltbevölkerung zu dieser Gruppe gehören – fast zwei Milliarden Menschen mehr als noch zu Beginn dieses Jahrzehnts. Sie wollen nicht mehr nur versorgt werden, sondern ein modernes Leben führen: vernetzt, informiert, komfortabel, nachhaltig. Mit den Wünschen an ein entsprechendes Umfeld.</p><p>Aber die Wohnung oder das eigene Haus sollen nicht nur ansprechend, digital und trendy sein, sondern auch dabei helfen, länger aktiv und unabhängig zu bleiben. Denn die Welt wird im Schnitt nicht nur wohlhabender, sondern auch älter: Bis 2050 dürfte bereits jeder sechste Mensch mindestens 65 Jahre zählen. Damit rücken Sicherheit, Gesundheit, Aktivität und Selbstständigkeit stärker in den Mittelpunkt.</p><p>In der Summe entsteht so ein komplexes Ökosystem: Displays, Sensoren und Router auf der einen Seite, Möbel, Haushaltsgeräte, Wearables und Medizintechnik auf der anderen greifen im Alltag immer stärker ineinander. Doch bei allen Vorteilen liegen darin auch Herausforderungen.</p><p>Denn mehr Komfortprodukte und steigende Konnektivität bedeuten auch mehr Emissionen, mehr Elektroschrott und mehr Ressourcenbedarf. Im Schnitt werden elektronische Geräte heute nur rund drei Jahre genutzt; zugleich fielen 2024 weltweit über 60 Millionen Tonnen E-Waste an. Für das smarte Zuhause brauchen wir daher nicht nur überlegene Technik, sondern auch überlegene Produkte: langlebiger, sicherer, effizienter und besser wiederverwertbar.</p><h2>Material bestimmt modernes Wohnen</h2><p>Modernes Wohnen wird so zur Materialfrage. Wie viele Durchgänge die Waschmaschine aushält, wie lange das Display klar und der Sessel elastisch bleibt, ob der Kühlschrank die Energie effizient genutzt wird oder die digitale Infrastruktur zuverlässig arbeitet – in den eigenen vier Wänden ist das auch eine Frage der richtigen Werkstoffe. Sie sind oft unsichtbar, aber entscheidend dafür, dass Komfort, Sicherheit, Design und Nachhaltigkeit zusammenkommen.</p><p>Hier kommt die Kunststoffindustrie ins Spiel. Im <a href="https://solutions.covestro.com/de/highlights/artikel/thema/anwendungen/huellen-fuer-unterhaltungselektronik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Elektronikbereich</a> können zum Beispiel Gehäuse, Displays oder Touchscreens durch Polycarbonate besonders robust, leicht und designfähig werden. Polyurethan-Schaumstoffe tragen zu <a href="https://solutions.covestro.com/de/branchen/holz-und-moebel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Komfort</a> und <a href="https://solutions.covestro.com/de/highlights/artikel/thema/anwendungen/haushaltsgeraete" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Energieeffizienz</a> bei, etwa in Matratzen, Möbeln, Polstern oder Dämmungen für Klimaanlagen und Kühlgeräte.</p><p>Auch die <a href="https://solutions.covestro.com/de/highlights/artikel/thema/anwendungen/telecommunications" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Infrastruktur</a> hinter dem vernetzten Zuhause braucht leistungsfähige Materialien: Glasfasernetze, Kabel, Stecker, Gehäuse, 5G-Basisstationen und WiFi-Komponenten müssen zuverlässig funktionieren und Belastungen über Jahre standhalten. Beschichtungen, Harze und Hightech-Kunststoffe können dazu beitragen, diese Systeme widerstandsfähiger und langlebiger zu machen.</p><p>Der World Population Day macht deutlich: Die Frage ist längst nicht mehr nur, wie viele Menschen auf diesem Planeten leben, sondern wie sie leben wollen – und mit welchen Materialien wir diesen Wandel gestalten. Denn moderner Wohnkomfort entsteht nicht an der nächsten App oder dem neuesten Gerät. Er entsteht dort, wo Technologie, Design und Werkstoffe zusammenspielen.</p>]]></description><category><![CDATA[Performance Materials]]></category>
            <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 12:38:24 +0200</pubDate>
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                        <title>Mehr Realitätssinn für Europas Industrie</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-realitaetssinn-fuer-europas-industrie/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/mehr-realitaetssinn-fuer-europas-industrie/</guid><pp:caseid>762553</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Irland hat jetzt den Vorsitz in der EU und setzt auf die richtigen Themen. Aber Brüssel läuft Gefahr, dabei das Falsche zu tun – indem die Klimapolitik so verschärft wird, dass Europas Grundstoffindustrie zugrunde geht. Unter der neuen Ratspräsidentschaft braucht die Union vor allem eins: mehr Realitätssinn.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>“Ní neart go cur le Chéile”, sagen sie in Irland – Einigkeit macht stark. Unter diesem Motto hat der Inselstaat jetzt für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union angetreten. Und bringt damit auf den Punkt, worauf es ankommt: Die EU muss mehr denn je Geschlossenheit und Durchsetzungskraft zeigen, um ihre großen Herausforderungen zu bewältigen – von geopolitischen Bedrohungslagen über den Billionen-Haushalt für die kommenden Jahre bis zum Kinderschutz im Internet.</p><p>Stärke hat immer auch eine mentale Komponente, braucht ein geistiges Fundament. Daher ist es wichtig und richtig, dass die Iren einen Schwerpunkt auf die Werte legen, die Europa prägen und attraktiv machen: Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Vielfalt.</p><p>Aber wirklich stark ist nur, wer auch ein solides wirtschaftliches Fundament hat. Das von Europa knirscht jedoch bedenklich.</p><p>Langfristig besonders gefährlich: Unsere Innovationsfähigkeit lässt nach. Forschungsintensität, Patentaktivität, Venture-Capital-Finanzierung, Talentbindung – bei entscheidenden Stellschrauben vergrößert sich die Lücke zu China und den USA. Nicht weniger dramatisch: Die Investitionstätigkeit erodiert zunehmend, immer mehr Firmen verlagern ihre Aktivitäten in andere Regionen oder müssen sie in Europa einstellen.</p><h2>Starkes Europa braucht starke Chemie</h2><p>Das gilt insbesondere für die Chemie, die Mutter aller Industrien. Als zweitgrößte Branche Europas liefert sie die Grundstoffe für nahezu jeden anderen Sektor – von Automobil über Pharma und Landwirtschaft bis hin zu Energie und Elektronik. Ohne eine starke Chemie gibt es keine starke Industrie und kein starkes Europa.</p><p>Doch allein seit 2022 sind im Chemiesektor bereits rund zehn Prozent der Produktionskapazität und 20.000 Arbeitsplätze verlorengegangen; fast 90.000 weitere sind gefährdet. Gleichzeitig verzeichnen wir bei den Investitionen in neue Kapazitäten einen Rückgang um beinahe 90 Prozent.</p><p>So kann Europa nicht funktionieren. So werden wir schwächer statt stärker.</p><p>Aber es gibt einen Hoffnungsschimmer. Weil Irland sich neben Werten und Sicherheit einen weiteren eindeutigen Arbeitsschwerpunkt für seine Ägide setzt: die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Was für mich vor allem bedeutet, den Unternehmen die Rahmenbedingungen zu geben, ohne die sie nicht handeln und gedeihen können – eine immer wieder erhobene Forderung, der jetzt endlich Taten folgen müssen.</p><p>Ich will hier nicht auflisten, was alles zu passieren hat. Hier adressiert Irland durchaus die richtigen Themen – von Bürokratieabbau und Energiesicherheit bis zur Ausweitung der Handelspartnerschaften und der Vertiefung des Binnenmarktes.</p><p>Ich will vor allem betonen, was nicht passieren darf. Es darf nicht sein, dass die EU in einer hochdynamischen Welt noch immer so wenig Flexibilität zeigt. Dass sie an Prinzipien festhält, die vor langer Zeit unter anderen Umständen getroffen wurden. Das gilt insbesondere für die Klimapolitik. Natürlich muss Europa unbedingt den Klimawandel bekämpfen und seine Folgen eindämmen. Schließlich erwärmt sich unser Kontinent schneller als alle anderen – die Hitzewelle gerade zeigt eindringlich, was noch auf uns zukommen kann.</p><h2>Klimapolitik ohne Dogmatismus</h2><p>Mit dem Emissionshandelssystem (ETS) hat Europa beim Klimaschutz im Grunde das richtige Instrument zur Hand: Unternehmen, die CO₂ ausstoßen, müssen dafür Zertifikate vorweisen – wer weniger emittiert, spart Kosten; wer mehr ausstößt, muss zukaufen.</p><p>Aber das ETS darf nicht dogmatisch und falsch angewendet werden. Doch genau das droht. Die Menge der Zertifikate immer mehr zu verringern, energieintensiven Branchen wie der Chemie immer weniger davon kostenlos zur Verfügung zu stellen und die „Benchmarks“ – also die Bedingungen der Zuteilung – zu verschärfen: Diese Pläne treffen die Grundstoffindustrie ins Mark.</p><p>Denn uns fehlen schlicht die Voraussetzungen, um klimaneutral produzieren zu können: bezahlbare erneuerbare Energie, funktionierende Wasserstoffinfrastruktur, Märkte für CO₂-arme Produkte.</p><p>Und noch eins: Die Freizuteilung der Zertifikate ist keineswegs ein Subventionsinstrument – sie ist Schutz vor Carbon Leakage. Denn wenn Produktion ins außereuropäische Ausland abwandert, sinken die globalen CO₂-Emissionen nicht. Sie steigen. Ein ETS, das schneller anzieht als die Industrie sich transformieren kann, treibt keine Emissionen aus Europa – sondern Investitionen. Und das kann nicht das Ziel sein.</p><p>So wie geplant, könnte das ETS zum Totengräber der Industrie statt zum Treiber der grünen Transformation werden, die Europa – zu Recht – als Geschäfts- und Exportmodell verfolgt. Mehr Wettbewerbsfähigkeit – diesen Agendapunkt könnte die EU dann ad acta legen.</p><p>Ní neart go cur le Chéile, Einigkeit macht stark. Das stimmt. Aber es gilt auch: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Die EU darf nicht nur auf die richtigen Themen setzen. Sie muss den Mut aufbringen, sie mit Realitätssinn und Praxisnähe auch richtig umzusetzen.</p><p>Stärke braucht beides.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Wed, 08 Jul 2026 09:42:38 +0200</pubDate>
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                        <title>Vom Wollen zum Machen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/vom-wollen-zum-machen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/vom-wollen-zum-machen/</guid><pp:caseid>757651</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Großprojekte wie die Energiewende sind unverzichtbar, um unsere Welt nachhaltiger und resilienter zu machen. Vielversprechende Ideen und Technologien, vor allem für Energieeffizienz, harren jedoch häufig der Umsetzung. Denn zum Handeln braucht es Anstöße wie aktuell die globalen Sustainable Energy Days – aber auch die richtigen politischen Rahmenbedingungen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Machen ist wie Wollen, nur krasser – der Pop-Aphorismus gewinnt umso mehr an Gewicht, je mehr Probleme sich aufeinandertürmen. Der gemeinsame Nenner ist klar: Die Welt muss auf ein nachhaltiges und krisenfesteres Fundament gestellt werden. Wobei die grundsätzliche Machbarkeit gar nicht zur Debatte steht. Viele Herausforderungen sind durchaus lösbar: Neue Ideen – große und kleine – werden laufend geboren, wirksame Technologien sind längst vorhanden, und im Prinzip hapert es meist auch nicht am guten Willen, sie umzusetzen.</p><p>Doch mit jeder weiteren Herausforderung wächst bei vielen ein Gefühl der Ohnmacht, nimmt das Zweifeln an der eigenen Wirksamkeit und die Selbstwahrnehmung als bloßes Rädchen im Getriebe zu. Man weiß um die Probleme, spürt die Sorgen – und rafft sich dennoch nicht zum Machen auf. Umso wichtiger sind Impulse, die uns aus der Zuschauerrolle holen: gemeinschaftliche Pflanzaktionen, Aufräumtage, offene Werkstätten und Initiativen wie aktuell die von der Europäischen Union weltweit ausgerufenen <a href="https://www.hurriyetdailynews.com/global-renewable-capacity-sees-record-growth-irena-220565" target="_blank">Sustainable Energy Days</a>.</p><p>Hier werden Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden, Organisationen und Unternehmen ermutigt, vor Ort die Energiewende voranzubringen – das überragende globale Großprojekt, um den Klimawandel einzudämmen und die zunehmend volatile Versorgung mit Energie zu sichern. Von März bis Juni ging es darum, in Graswurzel-Aktionen – Workshops, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, interaktiven Erlebnissen – saubere Energielösungen nicht nur zu erkunden, sondern vor allem in die Tat umzusetzen.</p><h2>Vorrang für Energieeffizienz</h2><p>Im Blickpunkt stehen meist die Erneuerbaren Energien, und hier gibt es durchaus bedeutende Fortschritte – 2025 war der <a href="https://www.hurriyetdailynews.com/global-renewable-capacity-sees-record-growth-irena-220565" target="_blank">Ausbau</a> weltweit so hoch wie nie zuvor. Dennoch sollten wir uns stets vor Augen führen: Die beste Energie ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen. <a href="https://energy.ec.europa.eu/topics/energy-efficiency/energy-efficiency-targets-directive-and-rules/energy-efficiency-directive_en?utm_source=copilot.com" target="_blank">„Energy Efficiency First“</a> hat die EU denn auch als politischen Grundsatz festgeschrieben. Bis 2030 soll die Gemeinschaft 11,7 Prozent weniger Energie konsumieren als in einem Zukunftsszenario, das 2020 ohne zusätzliche Klimapolitik erwartet wurde.</p><p>Ein wesentlicher Ansatzpunkt für mehr Effizienz ist die Industrie, die in der EU für rund ein Viertel des Energieverbrauchs verantwortlich ist. Und gerade in diesem Sektor sind kurzfristig die größten Effizienzgewinne realisierbar. Studien der EU‑Kommission und der IEA zeigen: Wer Abwärme nutzt, kann bis zu <a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s12053-019-09803-0" target="_blank">20 Prozent</a> Energie einsparen. Und durch neue Verfahren in der Produktion lässt sich der Energiebedarf einzelner Prozesse sogar um bis zu <a href="https://www.iea.org/reports/energy-technology-perspectives-2023" target="_blank">60 Prozent</a> verringern.</p><p>Das sind aber keine bloßen Rechenmodelle, das ist gelebte Wirklichkeit. Den Schritt vom Wollen zum Machen – die Industrie geht ihn, und zwar vor allem die besonders energieintensive Chemiebranche. Covestro hat jetzt sein bislang größtes <a href="https://www.covestro.com/press/de/covestro-startet-bisher-groesstes-energieeffizienz-projekt/" target="_blank">Energieeffizienz-Projekt </a>gestartet: Am Standort Dormagen wird ein Kompressor installiert, der anfallenden Wasserdampf heißer macht und den Druck erhöht. Damit lässt er sich optimal in anderen Produktionsabläufen nutzen.</p><p>Allein dank dieser einen Verfahrensinnovation kann das Unternehmen seinen gesamten Energiebedarf in Deutschland künftig um zwei Prozent pro Jahr senken. Insgesamt hat Covestro schon mehr als tausend solcher Projekte aufgelegt, alle auf sein strategisches Ziel ausgerichtet: bis 2030 ein Fünftel weniger Energie pro Tonne produziertes Produkt zu verbrauchen als zum Beginn dieses Jahrzehnts.</p><p>Hand in Hand damit setzt das Unternehmen verstärkt auf Erneuerbare Energien, die bereits mehrere Standorte rund um den Globus versorgen. Gepaart mit Einsparungen sollen sie helfen, den laufenden Betrieb bis 2035 klimaneutral zu machen. Dafür sind zunächst bis 2030 Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe geplant.</p><h2>Rahmenbedingungen erschweren Umsetzung</h2><p>Aber man muss willigen Unternehmen wie Covestro das Machen auch ermöglichen. Für sie gilt: Effizienz und die Transformation Richtung Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft brauchen einen Business Case, sprich wirtschaftliche Attraktivität.</p><p>Derzeit sind viele Rahmenbedingungen vor allem in der EU jedoch so gestaltet, dass die Industrie ihre Transformation kaum vorantreiben kann. Unter anderem steht nicht genug Erneuerbare Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung, und die EU erwägt Schritte, wodurch die CO₂-Kosten der Betriebe noch einmal massiv verschärft würden.</p><p>Fazit: Wir brauchen Ansporn durch Aktionen wie die Sustainable Energy Days und Auszeichnungen wie die <a href="https://sustainable-energy-week.ec.europa.eu/awards_en" target="_blank">European Sustainable Energy Awards</a>, die gerade in Brüssel an Unternehmen, Kommunen und Einzelpersonen für herausragende Projekte vergeben wurden. Aber wir brauchen auch den passenden Rahmen, in dem solche Projekte gedeihen können. Dann wird aus Wollen krasses Tun.</p><p>&nbsp;</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 12:23:39 +0200</pubDate>
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                        <title>Ideen suchen Umsetzung</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/ideen-suchen-umsetzung/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/ideen-suchen-umsetzung/</guid><pp:caseid>756238</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Welt sortiert sich neu, und technologische Stärke entscheidet über wirtschaftliche Zukunft. Umso wichtiger ist es, dass aus Forschungsergebnissen schneller marktfähige Lösungen werden.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Dem Klimawandel Einhalt gebieten, die wachsende Menschheit ernähren, den steigenden Energiebedarf sichern: Die Welt ist voller Herausforderungen, auf die Unternehmen und Volkswirtschaften Antworten finden müssen. Der Schlüssel dazu heißt Innovation, und die Fähigkeit dazu wird immer wichtiger. Nur wer in Zukunftsfeldern vorn dabei ist, sichert Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung, technologische Unabhängigkeit und Resilienz in einer zunehmend unsicheren Welt.</p><p>Daher wird rund um den Globus massiv in Technologien von morgen investiert. Die USA fördern ihre industrielle Transformation mit milliardenschweren Programmen, und China baut strategisch technologische Führungspositionen aus. Auch Europa setzt auf Forschungsförderung, innovationsfreundlichere Rahmenbedingungen sowie politische Initiativen wie den geplanten <a href="https://research-and-innovation.ec.europa.eu/strategy/support-policy-making/shaping-eu-research-and-innovation-policy/european-innovation-act_en" target="_blank">European Innovation Act</a>, der Grundlagenforschung, industrielle Anwendung und Investitionen stärker miteinander verbinden soll.</p><p>Vor diesem Hintergrund ist auch die neue <a href="https://hightech-agenda-deutschland.de/" target="_blank">Hightech-Agenda Deutschland</a> zu sehen. Damit soll sich das Land noch gezielter auf bestimmte Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Mikroelektronik und Biotechnologie fokussieren. Alles wichtig und richtig. Entscheidend ist aber nicht allein, dass neue Erkenntnisse gewonnen werden. Sondern auch, wie schnell daraus konkrete Anwendungen, industrielle Prozesse und marktfähige Lösungen werden.</p><h2>Forschung muss Wirkung entfalten</h2><p>Gerade darin liegt eine der größten Aufgaben für Deutschland und Europa. Denn zwischen exzellenter Forschung und industrieller Umsetzung klafft häufig eine Lücke. Zahlreiche vielversprechende Ideen kommen nicht über das Labor hinaus, weil verlässliche Transferstrukturen, Investitionsanreize oder industrielle Skalierungsmöglichkeiten zur Marktreife fehlen.&nbsp;</p><p>Damit Innovation schneller Wirkung entfalten kann, reichen Technologie-Roadmaps allein nicht aus. Entscheidend ist vor allem ein durchgängiger Innovationspfad von der Grundlagenforschung über Pilotanlagen bis hin zur großindustriellen Produktion. Nur wenn Wissenschaft, Industrie und Politik in diesem Sinne eng zusammenarbeiten, können Innovationen ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung entfalten.&nbsp;</p><h2>Innovation breit denken</h2><p>Für ein wirklich zukunftsfähiges, global führendes Innovations-Ökosystem braucht es eine breite Aufstellung und vielfältige Impulse. Daher müssen innovationspolitische Programme wie die Hightech-Agenda umfassender gedacht werden. Die Wirtschaft in ihrer Gesamtheit sollte stärker involviert werden – besonders die chemische Industrie. Denn viele Schlüssel- und Querschnittsbereiche lassen sich nur mit innovativen Werkstoffen und chemischen Prozessen erfolgreich adressieren. Ob Kreislaufwirtschaft, klimaneutrale Produktion, Batterietechnologien, Halbleiter, erneuerbare Energien – die Chemie steckt in fast jedem Zukunftsbereich und gehört stets mit an den Tisch.</p><p>Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Covestro. In der Elektromobilität etwa helfen Materialien des Unternehmens dabei, die Fahrzeuge leichter, effizienter, günstiger und besser recycelbar zu machen – und so den Weg in den Massenmarkt zu ebnen. Ein anderes Zukunftsfeld sind humanoide Roboter, die dank Künstlicher Intelligenz immer leistungsfähiger werden. Die Brücke zwischen digitalem Denken und physischem Handeln schlagen Hochleistungskunststoffe, Folien und Beschichtungen, wie sie Covestro entwickelt – sie geben Robotern Struktur und Feinmotorik, machen sie leichter und sorgen für die Langlebigkeit, die industrielle Dauereinsätze verlangen.</p><p>Was diese Beispiele verbindet: Werkstoffinnovationen sind keine Nischenthemen, sondern Querschnittstechnologien – unverzichtbar für nahezu jedes industrielle Zukunftsfeld. Doch damit solche Hebel ihre volle Wirkung entfalten, braucht es mehr als einzelne Vorreiter – es braucht gemeinsames Handeln über Branchengrenzen hinweg.&nbsp;</p><p>Innovation als ganzheitlicher Ansatz: Dafür steht auch <a href="https://www.madeforgermany.net/" target="_blank">Made for Germany</a>, eine einzigartige Standortinitiative, die rund 130 Unternehmen aus praktisch allen Branchen umfasst – von Maschinen- und Autobauern über Energieversorger bis zu Finanzdienstleitern, Softwareentwicklern und eben Chemiespezialisten. Auch Covestro ist mit an Bord und hat unter anderem konkrete Vorschläge zur Stärkung von Technologie und Bildung erarbeitet.</p><p>Worum es vor allem geht, ist Silodenken zu überwinden. Dann bleiben gute Ideen keine Luftschlösser, sondern kommen in der gesellschaftlichen Wirklichkeit an. Da, wo sie gebraucht werden.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 28 May 2026 11:34:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Die Europa-Idee wirkt – durch gemeinsame Innovationen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/die-europa-idee-wirkt--durch-gemeinsame-innovationen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/die-europa-idee-wirkt--durch-gemeinsame-innovationen/</guid><pp:caseid>744511</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Zusammenarbeit, Vielfalt, regelbasiertes Handeln – die Europa-Idee hat nicht ausgedient. Doch die EU muss der Welt beweisen, welchen konkreten Nutzen ihr Modell stiftet. Das bedeutet: Kräfte bündeln für gemeinsame Innovationen, mit der Kraft der Chemie.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Als studierte Juristin habe ich viel im Umfeld der europäischen Institutionen zu tun. Ein Grund, warum ich Ende der 1990er Jahre gerade dieses Fach gewählt habe, ist die europäische Idee – ein Kontinent vereint in Frieden, basierend auf der Herrschaft des Rechts und getragen von starker Zusammenarbeit.</p><p>Zum Europatag am 9. Mai stellt sich die Frage: Wie viel ist diese Idee noch wert, wie sehr ist sie noch durchsetzbar in der sich so rasch verändernden Welt? Viel hat sich seit meiner Studienzeit getan. Die Erweiterung der Europäischen Union brachte mehr Vielfalt, die Vertiefung aber auch mehr Komplexität. Und aktuell erleben wir den Wechsel von einem multilateralen zu einem multipolaren Umfeld, in dem internationale und supranationale Institutionen und Maximen an Bedeutung und Einfluss zu verlieren scheinen.</p><p>Aber ich bin nach wie vor überzeugt: Zusammenarbeit und regelbasiertes Denken und Handeln sind und bleiben letztlich der Schlüssel zum Erfolg, um Herausforderungen zu meistern und die Menschheit weiterzubringen, in Europa und überall sonst auf der Welt.</p><p>Bleibt die Frage der Durchsetzbarkeit. In meinem Beruf als „Lobbyist“ in der chemischen Industrie diskutiere ich oft die Frage: Was können wir kontrollieren, was können wir beeinflussen – und was müssen wir loslassen? Übertragen auf die EU und den europäischen Gedanken heißt das: Man muss seinen Einflussbereich bestimmen und Entscheidungen über die Allokation seiner Ressourcen treffen. Kurz, die EU sollte sich noch mehr auf ihre Stärken fokussieren.</p><h2>Auf die Stärken fokussieren&nbsp;</h2><p>Und das heißt für mich besonders, die Innovationskraft zu stärken. Die EU und ihre 27 Mitgliedstaaten sind voller Ideen – mit Branchen und Unternehmen, die über Jahrzehnte oder Jahrhunderte an Erfahrung verfügen, mit Start-ups, getragen von Talenten aus renommierten Universitäten und praktischer Expertise.&nbsp;</p><p>Europäische Länder trugen 2024 immer noch zu über 40 Prozent der weltweiten Patentanmeldungen bei, mit einem klaren Schwerpunkt in industriellen Sektoren, darunter Transport, Medizintechnik, Biotechnologie und grüne Technologien. Das zeigt eindeutig die Handlungsfähigkeit. Besonders die Chemie hat ein hohes Innovationspotenzial.</p><p>In meinem direkten Arbeitsumfeld sehe ich den Fortschritt insbesondere in den Beiträgen zur Schaffung einer nachhaltigen Welt – ein Topthema gerade auch für Europa selbst, wo sich der Klimawandel jetzt mit voller Wucht zeigt. Unternehmen wie Covestro demonstrieren, wie eine klimaneutrale und kreislauffähige Zukunft funktionieren kann: Indem Produkte von Anfang an auf Zirkularität konzipiert, mit nicht-fossilen Rohstoffen hergestellt und am Ende mit innovativen Technologien wie dem chemischen Recycling wiederverwertet werden können.</p><p>Europa hat die Fähigkeit, Veränderungen zu bewirken, neue Lösungen für den Kontinent und die Welt hervorzubringen. Und genau darauf kommt es an: Der Welt zeigen, dass die EU etwas nützt, dass der europäische Gedanke der Vielfalt und Zusammenarbeit das Gegenteil eines Auslaufmodells ist.&nbsp;</p><p>Dazu braucht es aber auch eine Vertiefung der Kooperation. Auch politischer Ebene bedeutet das die institutionelle Ausweitung der EU-Zuständigkeiten etwa bei der gemeinsamen Industriepolitik, der Energie- und Rohstoffsicherheit, der Kapitalmarktunion sowie einer echten europäischen Digital- und Innovationsstrategie.&nbsp;</p><h2>Zusammenarbeit ausbauen&nbsp;</h2><p>Und Branchen und Unternehmen brauchen mehr länderübergreifende Netzwerke und Innovationsprojekte, teilweise von der EU gefördert, die Unternehmen und Universitäten für einen gemeinsamen Zweck zusammenbringen. In der Chemie sehen wir das etwa bei europäischen Konsortien zur Entwicklung neuer Batteriematerialien, bei gemeinsamen Pilotanlagen für Wasserstofftechnologien oder bei der Skalierung innovativer Verfahren für klimaneutrale Grundchemikalien.</p><p>Aber auch über einzelne Forschungsprojekte hinaus könnten Unternehmen breiter kooperieren – um zu investieren, Reserven aufzubauen und Produktion, Transport und Liefernetzwerke gemeinsam zu managen.&nbsp;</p><p>Die Europäische Union kann helfen, den Rahmen dafür zu schaffen. Ein Beispiel: Für die Chemie- und Kunststoffindustrie gibt es derzeit zu wenig Sicherheit und Anreize, in zirkuläre Lösungen zu investieren. Die Vorschläge, wie man das ändern kann, liegen auf dem Tisch. Mit dem Circular Economy Act kann die Europäische Kommission noch in diesem Jahr den entscheidenden Impuls geben – sofern sie den Anwendungsbereich nicht auf kritische (anorganische) Rohstoffe beschränkt.</p><h2>Projekt Europa hochhalten</h2><p>Doch so wichtig die passenden politischen Rahmenbedingungen auch sind – entscheidend ist, dass alle Akteure sich des Wertes der europäischen Idee bewusst sind und aktiv dazu beitragen, den Glauben an und das Vertrauen in das Projekt Europa hochzuhalten. Alle Mitgliedstaaten sind der Europäischen Union beigetreten im Versprechen von Frieden und Wohlstand, durch den gemeinsamen Markt, basierend auf sozialen Rechten und Umweltschutz.&nbsp;</p><p>Um diese Versprechen zu erfüllen, braucht es den optimistischen Willen, etwas zu bewirken, Dinge zum Funktionieren zu bringen. Es geht um die Fähigkeit zu handeln und das Bewusstsein dafür.&nbsp;</p><p>Europa ist kein Selbstläufer. Es ist eine Entscheidung – jeden Tag aufs Neue. Eine Entscheidung für Zusammenarbeit statt Abschottung, für Fortschritt statt Stillstand, für Mut statt Müdigkeit. Wenn wir diese Entscheidung treffen, dann bleibt die europäische Idee nicht nur lebendig. Sie wird zur treibenden Kraft unserer Zukunft.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Mon, 11 May 2026 14:07:04 +0200</pubDate>
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                        <title>Wirtschaftlich und resilient – der unbekannte Nutzen der Kreislaufwirtschaft</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wirtschaftlich-und-resilient--der-unbekannte-nutzen-der-kreislaufwirtschaft/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wirtschaftlich-und-resilient--der-unbekannte-nutzen-der-kreislaufwirtschaft/</guid><pp:caseid>744022</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Kreislaufwirtschaft hilft nicht nur der Umwelt, sie stärkt auch Wirtschaft und Widerstandsfähigkeit. Dieser Dreiklang macht sie gerade für Europa zum richtigen Projekt. Jetzt liegt es an der EU-Kommission, die Weichen dafür zu stellen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Geopolitisch verwundbar, gesellschaftlich instabil, zunehmend weniger wettbewerbsfähig – Europa ist mit geballten Herausforderungen konfrontiert wie seit Jahrzehnten nicht. Da könnte eine weitere Hiobsbotschaft fast untergehen: Der Klimawandel hat den Kontinent voll im Griff.&nbsp;</p><p>Die Region erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. 2025 herrschten in mindestens 95 Prozent Europas Temperaturen weit oberhalb des üblichen Rahmens, schlägt die <a href="https://public.wmo.int/news/media-centre/european-state-of-climate-2025-record-heatwaves-from-mediterranean-arctic-while-glaciers-shrink-and" target="_blank">Weltmeteorologieorganisation</a> (WMO) Alarm. Und betont zugleich, was nun vordringlich ist: den massiven Ausbau der Kreislaufwirtschaft.&nbsp;</p><h2>Beratungen in Brüssel</h2><p>Die Mahnung kommt zur richtigen Zeit. Denn in der EU wird in diesen Tagen eine wichtige Weichenstellung gefällt: Das Kollegium der Kommissarinnen und Kommissare berät, welche Stoßrichtung der <a href="https://environment.ec.europa.eu/news/commission-holds-high-level-talks-circular-economy-act-2026-04-30_en" target="_blank">Circular Economy Act</a> haben soll – eine für dieses Jahr geplante wegweisende Gesetzesinitiative, die Europas Übergang zur Zirkularität beschleunigen soll.</p><p>Dass sie schon aus ökologischen Gründen rasch auf den Weg gebracht werden muss, wird spätestens mit der WMO-Warnung überdeutlich. Aber wir sollten die Kreislaufwirtschaft nicht nur unter Umweltaspekten fördern. Sondern sie viel stärker auch als strategischen Hebel sehen, der die Widerstandsfähigkeit Europas im geopolitischen Kräftespiel stärken kann. Und zugleich als immense Chance, um die EU auch wirtschaftlich nach vorne zu bringen.</p><p>Denn die Kreislaufwirtschaft hat ein riesiges ökonomisches Potenzial, das brach liegt – in Europa und weltweit. Wie der kürzlich erschienene <a href="https://dashboard.circularity-gap.world/report/2026/cgr-2026-overview" target="_blank">Circularity Gap Report</a> hervorhebt, entstehen jedes Jahr rund um den Globus schätzungsweise 25 Billionen Euro an Wertverlust, weil noch immer die Linearwirtschaft vorherrscht – das ist fast ein Drittel des weltweiten Bruttosozialprodukts.</p><h2>Brachliegendes Potenzial</h2><p>Auch Deutschland, das EU-Mitglied mit dem höchsten Materialverbrauch, könnte von einer konsequenten und umfassenden Einführung der Kreislaufwirtschaft enorm profitieren: Die Bruttowertschöpfung der Circular Economy ließe sich hierzulande von heute rund 60 Milliarden Euro bis zum Jahr 2045 auf bis zu 125 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Das haben der Bundesverband der Deutschen Industrie und Boston Consulting in einer umfangreichen <a href="https://bdi.eu/de/specials/industry-spotlight-circular-economy-studie" target="_blank">Studie</a> ermittelt.</p><p>Covestro mit seiner Expertise in Materialwissenschaft war an der Untersuchung beteiligt. Denn wir arbeiten unter anderem an innovativen Technologien, um das Recycling von Kunststoffen im großen Maßstab zu ermöglichen. Bei Polyurethan-Schaum für Matratzen zum Beispiel, von denen in Europa jedes Jahr schätzungsweise 40 Millionen Stück ausrangiert werden und im Abfall landen.</p><p>Mit chemischem Recycling lässt sich das ändern: Unser Verfahren „Evocycle<sup>®</sup> CQ mattress“ ermöglicht es, den Schaumstoff in seine beiden zentralen Komponenten zu zerlegen und diese in hoher Qualität zur Herstellung von neuem Polyurethan zu nutzen.&nbsp;</p><p>Es ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, bei dem wir nicht nur auf die Wiederverwertung von Produkten an ihrem Lebensende blicken, sondern auch ganz zu Anfang auf ihre Entstehung – mit einem Design, das die Kreislauffähigkeit mitdenkt, und mit erneuerbaren Rohstoffen wie pflanzliche Biomasse anstelle von Erdöl.</p><p>Gerade beim Stichwort Rohstoffe wird klar, dass die Kreislaufwirtschaft neben der Wirtschaftskraft auch die Resilienz erhöht. Wer Materialien länger und effizienter nutzt und im Kreis führt, reduziert Abhängigkeiten von Rohstoffmärkten, Lieferkettenrisiken und Preisschwankungen. So werden auch zentrale Bereiche wie Energie und Verteidigung gestärkt, die Achillesfersen der EU.</p><p>Allein in Deutschland könnten durch konsequentes Recycling und Wiederaufbereitung bis 2045 die Importquoten bei Seltenen Erden um 20 Prozent und bei strategischen Batteriematerialien um 10 Prozent gesenkt werden.&nbsp;</p><h2>Prioritäten für Europa</h2><p>Auch deshalb sollten wir 2026 zum Jahr der Kreislaufwirtschaft machen und ihr volles Potenzial verwirklichen. Wenn die Kommission nun über das Circular-Economy-Gesetz berät, dann sollte sich von drei Prämissen leiten lassen.&nbsp;</p><p>Erstens einen effizienten europäischen Markt für Sekundärrohstoffe mit so wenig Verwaltungsaufwand wie möglich schaffen. Zweitens Anreize setzen, damit alternative Rohstoffe samt recycelter Materialien stärker nachgefragt und genutzt werden – etwa durch steuerliche Vergünstigungen und größere Berücksichtigung bei öffentlichen Aufträgen. Und drittens die Investitionssicherheit verbessern und damit die Grundlage für den Technologieausbau in der Kreislaufwirtschaft legen, indem vor allem das chemische Recycling regulatorisch auf breiter Front anerkannt wird.</p><p>Wer die Kreislaufwirtschaft konsequent umsetzt, gewinnt ökologisch, wirtschaftlich und geopolitisch. Der Circular Economy Act bietet die Chance, diesen Dreiklang in die Realität zu überführen und damit die Zukunftsfähigkeit von Europa und Deutschland zu stärken.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Wed, 06 May 2026 10:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Sauberes Wasser: Gemeinsame Aufgabe für Industrie und Politik</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/sauberes-wasser-gemeinsame-aufgabe-fuer-industrie-und-politik/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/sauberes-wasser-gemeinsame-aufgabe-fuer-industrie-und-politik/</guid><pp:caseid>743430</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Sauberes Wasser – ein lebenswichtiges, aber immer knapperes Gut. Die chemische Industrie hilft mit innovativen Produkten und Verfahren, die Qualität und Verfügbarkeit von Wasser zu erhöhen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Das Erste, was ich morgens tue, ist einen Schluck Wasser zu trinken – aus dem Hahn. Und zwar unbesorgt, denn ich weiß, woher es kommt: gut geklärt aus Talsperren in meiner Nähe und aus dem Rhein. Der Fluss ist heute deutlich sauberer als noch vor wenigen Jahrzehnten; sogar der Lachs ist zurückgekehrt.&nbsp;</p><p>Trinkbares Wasser in guter Qualität und jederzeit verfügbar zu haben, ist ein Luxus, den wir uns in einem Land wie Deutschland bewusst machen müssen. Denn in vielen Regionen der Welt sieht es anders aus: Jeder vierte Mensch hat keinen Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser.</p><p>Gleichzeitig wird Wasser weltweit rarer. 3,6 Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Weltbevölkerung – erleben jedes Jahr mindestens einen Monat Wasserknappheit. Ein Problem, das zunehmend auch den globalen Norden betrifft.&nbsp;</p><p>Die Europäische Union hat beide Aspekte – Qualität und Verfügbarkeit – seit Langem im Blick. Bereits seit dem Jahr 2000 gibt es die Wasserrahmenrichtlinie, die festhält: „Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss."&nbsp;</p><p>Ich bin froh, dass dieses wichtige Menschheitsthema so klar adressiert worden ist. Dennoch ist klar: Die Ziele lassen sich nicht über Nacht erreichen. Die jüngste Revision der EU-Richtline, die am 10. Mai in Kraft tritt, peilt einen „guten Zustand“ für die Gewässer in der Union für das Jahr 2039 an.</p><p>Ermutigend finde ich vor allem, dass der politische Wille ungebrochen ist. Denn die EU-Kommission widmet sich inzwischen auch der Wasser-Resilienz – also dem Schutz des Wasserkreislaufs, dem Zugang zu sauberem und bezahlbarem Wasser und dem Aufbau einer „wasserklugen“ Wirtschaft.&nbsp;</p><p>Die Strategie reicht bis 2050, doch die Maßnahmen zu ihrer Umsetzung müssen jetzt starten. Denn neben hoher Qualität ist die ausreichende Verfügbarkeit von Wasser entscheidend für Leben, Wirtschaft und künftigen Wohlstand – auch in Europa.</p><h2>Chemieindustrie: Teil des Problems und Teil der Lösung</h2><p>Die chemische Industrie, in der ich arbeite, spielt dabei eine zentrale Rolle: als Teil des Problems und Teil der Lösung. Problematisch ist, dass ihre Produkte trotz kontinuierlicher Verbesserungen noch in Gewässer wie den Rhein gelangen – als Spurenstoffe aus Haushalten, achtlos weggeworfener Abfall, und, <span style="text-align:start;">selbst mit</span> moderner Klärtechnik, teils auch aus verschiedenen Industrieprozessen.&nbsp;</p><p>Viele meiner Kolleginnen und Kollegen arbeiten intensiv daran, diese Einträge zu reduzieren: durch bessere Prozesse, sauberere Produktionsschritte und neue Behandlungstechnologien. Die Branche setzt zunehmend auf Aktivkohlefilter, Ionentauscher und Membran‑Bioreaktoren, die Schadstoffe aus Abwasser entfernen, bevor es in Flüsse, Seen oder das Grundwasser gelangt.</p><p>Und auch mit ihren Produkten unterstützt die Chemieindustrie die Wasserreinhaltung. Sie stellt zum Beispiel Materialien für Nanofilter bereit, die selbst kleinste Schadstoffe und Mikroverunreinigungen zurückhalten. Auch Basischemikalien wie Salzsäure spielen eine wichtige Rolle in der Trinkwasseraufbereitung. So trägt der Chemiesektor wichtige Bausteine zu moderner Wasseraufbereitung bei.</p><p>Gleichzeitig wirkt die Branche der Wasserknappheit entgegen, indem sie Abwasser aus Produktionsprozessen im Kreislauf führt. Covestro zum Beispiel gewinnt durch eine vom Unternehmen mitentwickelte innovative Technologie Wasser und Salz zurück, die dann zur Herstellung der wichtigen Grundchemikalie Chlor verwendet werden können. Auch Haushalts- und sonstige Abwässer können in der Produktion wieder eingesetzt werden und so weiter zu Einsparungen beitragen.</p><p>Um unsere Gewässer wirksam zu schützen, brauchen Industrie, Behörden und Politik vor allem eines: ein gemeinsames Verständnis darüber, welche Stoffe wo auftreten und welche Auswirkungen sie haben. Die neue EU‑Liste der Umweltqualitätsnormen mit über 70 regulierten Substanzen zeigt, wie komplex diese Aufgabe ist.&nbsp;</p><p>Verlässliche Daten, einheitliche Messmethoden und ein klares Bild der Zusammenhänge sind unerlässlich für wirksame Maßnahmen. Wenn alle Beteiligten ihre relevanten Informationen teilen – von Monitoringdaten über Emissionsinventare bis hin zu Umwelttrends –, können Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzen bringen.</p><h2>Kluge Regulierung im Dialog ermöglichen</h2><p>Gute Regulierung bedeutet deshalb, nicht „mehr“, sondern „klüger“ zu regulieren – und zwar im Dialog. Umwelt-, Chemikalien‑, Abfall- und Klimavorgaben müssen <span style="text-align:start;">zusammengedacht</span> werden, damit Maßnahmen sich sinnvoll ergänzen und nicht widersprechen. Und damit Investitionen planbar und tragbar bleiben.&nbsp;</p><p>Ein wichtiger Schritt dafür sind die „Strukturierten Wasserdialoge“, die die EU ab diesem Jahr führen will. Sie sollen gemeinsame Standards schaffen und Entscheidungen auf eine solide, geteilte Wissensbasis stellen. Die Industrie ist dabei nicht Zuschauer, sondern Mitgestalter – mit Daten, technischem Know‑how und der Bereitschaft zu investieren, wenn der Umweltnutzen klar ist.</p><p>Sauberes Wasser aus dem Hahn ist kein Wunder. Es ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit. Und so ist auch der Weg zur Wasser-Resilienz: Er entsteht durch echte Partnerschaften – zwischen Politik, die ambitionierte, aber realistische Ziele setzt, Behörden, die sie verhältnismäßig anwenden, und einer Industrie, die in sauberere Prozesse und bessere Technologien investiert. Denn auch ihre eigene Zukunft hängt von der Gesundheit der Wassersysteme ab, in denen sie tätig ist.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 11:27:46 +0200</pubDate>
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                        <title>Kreativ bleiben in schwierigen Zeiten</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/kreativ-bleiben-in-schwierigen-zeiten/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/kreativ-bleiben-in-schwierigen-zeiten/</guid><pp:caseid>742706</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>In schwierigen Zeiten wie diesen nehmen Stress und Unsicherheit zu. Die Folge: Kreativität droht zu versiegen. Doch gerade jetzt wird sie besonders gebraucht – als Treibfeder für dringend nötige Innovationen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Kriege, Lieferengpässe, steigende Lebenshaltungskosten. Rasanter technologischer Wandel in Alltag und Arbeitswelt. Ein rauerer Ton im gesellschaftlichen Miteinander – die Welt ist von Konflikten und Umbrüchen geprägt wie nie zuvor. Das hat auch Folgen für viele Menschen. Stress und mentale Überlastung nehmen zu. Wir werden gereizt, unsicher und verzagt.</p><p>Und eine unserer wichtigsten Ressourcen wird gelähmt: die Kreativität. Ohne sie trocknen jedoch auch Innovation und Fortschritt aus, die Fähigkeit zur Konfliktlösung verkümmert, und letztlich bleiben Wertschöpfung und Wohlstand auf der Strecke. Ein Zusammenhang, den es anlässlich des <a href="https://www.un.org/en/observances/creativity-and-innovation-day" target="_blank">World Creativity and Innovation Day</a> hervorzuheben gilt.</p><p>Sorge und Stress engen uns ein. Das Gehirn schaltet vom Weitwinkel in den Tunnelblick. Überlastung lässt wenig Raum für Reflexion und unkonventionelle Gedanken. Angst fördert Konformität – niemand will in unsicheren Zeiten das Falsche sagen oder tun.</p><h2>Die Welt braucht kreative Lösungen</h2><p>Aber wenn wir in komplexen Situationen reflexartig auf Bewährtes setzen, riskieren wir, Chancen zu übersehen. Dabei kommt es gerade jetzt darauf an, bewusst Räume für neue Ideen zu schaffen – auch dann, wenn der Alltag dagegen arbeitet. Gerade in dieser schwierigen Welt voller Herausforderungen braucht es neue Lösungen, keine alten Antworten.</p><p>Das gilt auch und besonders für die Industrie und für Branchen wie die Chemie, von deren Innovationskraft so viel abhängt: Dass unser modernes Leben funktioniert. Und dass viele große Bereiche zukunftsfähig werden – von Energie über Mobilität bis zu Ernährung und Gesundheitsversorgung. Zugleich muss sich die Chemie selbst immer wieder neu erfinden: um ihre traditionelle Stärke zurückzugewinnen und Schritt zu halten mit der sich verändernden Welt und den Kundenanforderungen von morgen.</p><p>Die Tausenden von Beschäftigten in den Unternehmen brauchen also unbedingt ein Umfeld, das Kreativität freisetzt, statt sie einzuschränken. Dazu gehört es zum Beispiel, psychologische Sicherheit zu vermitteln: eine Fehlerkultur zu stärken, in der Ideen offen ausgesprochen werden können – auch dann, wenn sie noch unfertig sind oder sich im Nachhinein als nicht tragfähig erweisen. Hilfreich für eine positive mentale Verfasstheit ist auch ein betriebliches Gesundheitsmanagement mit vielfältigen Angeboten.</p><p>Und – ganz wichtig: Einfallsreichtum und schöpferische Kraft leben stark von Kollaboration, Inklusion und Zugehörigkeit. In vielen Unternehmen wächst das Bewusstsein dafür, wie wichtig Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg ist. Auch bei Covestro wird dieser Ansatz gelebt – etwa durch interdisziplinäre Teams und externe Partnerschaften mit Universitäten und Start-ups.</p><h2>Kreativität – Investition in die Zukunft</h2><p>Unternehmen, die jetzt in kreative Kulturen investieren, sichern ihre Zukunftsfähigkeit. Kreativität entsteht dort, wo Neugier auf Wissen trifft und wo Menschen bereit sind, neue Wege zu denken. Innovation entsteht dort, wo aus diesen Ideen durch Zusammenarbeit und konsequente Forschung etwas Greifbares wird.</p><p>Zwar können neue Technologien wie Künstliche Intelligenz kreative Prozesse unterstützen und beschleunigen – sie ersetzen aber nicht die menschliche Fähigkeit, gegen den Strich zu denken, unbequeme Fragen zu stellen und ungewöhnliche Verbindungen herzustellen.</p><p>Kreativität wurzelt tief in uns Menschen. Sie äußert sich im Mut, eine unfertige Idee auszusprechen, sie beginnt mit der Bereitschaft, den Gedanken einer Kollegin oder eines Kollegen weiterzudenken. <span style="text-align:start;">Denn gerade in Zeiten des Umbruchs entscheidet kreative Stärke darüber, wer Wandel nur bewältigt – und wer ihn aktiv gestaltet.</span></p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 12:10:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Material-Revolution treibt Industrie der Zukunft</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/material-revolution-treibt-industrie-der-zukunft/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/material-revolution-treibt-industrie-der-zukunft/</guid><pp:caseid>742730</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Menschenähnliche Roboter, künstliche Intelligenz, umfassende Automatisierung: Die Hannover Messe zeigt, wie rasant die Industrie 4.0 Realität wird. Im Hintergrund braucht es Umwälzungen in den Materialwissenschaften wie Leichtbau mit Hightech-Kunststoffen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die spektakuläre Kampfkunst-Choreografie beim China-Besuch von Bundeskanzler Merz, der neue Rekord im Halbmarathon, der erstmals nicht von einem Menschen erzielt wird – was humanoide Roboter inzwischen leisten, ist verblüffend. Im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz wird Science-Fiction zur Wirklichkeit.</p><p>Das gilt auch und besonders für die Industrie, wo gerade die ersten maschinellen Lebewesen zum Einsatz kommen. Bis zu 60 Prozent der manuellen Tätigkeiten in Bereichen wie Produktion und Logistik lassen sich laut einer aktuellen <a href="https://www.smart-production.de/digital-factory-journal/news-detailansicht/nsctrl/detail/News/nexery-veroeffentlicht-2026-humanoid-robot-study" target="_blank">Studie</a> grundsätzlich automatisieren. Bis 2030 könnten demnach mehrere Millionen Humanoide installiert sein.</p><p>Warum das so ist, führt mir die Hannover Messe vor Augen: Die dynamische Entwicklung wird von der enormen Innovationskraft Tausender großer und kleiner Unternehmen getrieben. So hat etwa der Industriezulieferer Schaeffler am Eröffnungstag der Leistungsschau den renommierten Hermes Award für eine Aktoren-Plattform gewonnen – so etwas wie Muskeln in den Gelenken von Androiden, die ihnen eine immer präzisere Feinmotorik ermöglichen.&nbsp;</p><h2>Material-Innovationen für Technologie-Sprünge</h2><p>Automatisierung und Digitalisierung – das sind die großen technologischen Treiber der Industrie, verbunden mit der Umstellung auf elektrische Energie. Was wir aber auch bedenken müssen: All die Roboter, Hightech-Computer, Solarmodule, Windräder und zahllosen weiteren zukunftsweisenden Anwendungen benötigen immer auch gleichermaßen innovative Materialien.&nbsp;</p><p>Hier lohnt sich der Blick auf einen Bereich, der im Hintergrund die technologische Entwicklung maßgeblich beschleunigt: den Leichtbau. Eine wichtige Querschnittstechnologie, die lange weit unterschätzt worden ist. Dabei steht zum Beispiel in Deutschland als Gastgeberland der Hannover Messe jeder zweite Wirtschaftssektor damit in Verbindung. Leichtbau trägt unmittelbar knapp vier Prozent zur deutschen Wirtschaftsleistung bei und steht für fast drei Prozent der Arbeitsplätze.</p><p>Da ist es nur zu verständlich, dass das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Messe jedes Jahr zum Lightweighting Summit lädt. Das Motto des diesjährigen Events, auf dem ich die Keynote halten durfte: „Vorsprung durch Effizienz“. Ein Thema, das für die Industrie in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs und Kostendrucks immer mehr an Bedeutung gewinnt.&nbsp;</p><h2>Leichtbau mit hochwertigen Kunststoffen</h2><p>Im verarbeitenden Gewerbe machen die Materialkosten bekanntlich mehr als die Hälfte der Gesamtkosten aus. Eine Steigerung der Materialproduktivität – also dem Verhältnis von Wertschöpfung zu Materialaufwendung – ist unerlässlich, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Ressourcenschonende Technologien wie Leichtbau sind der Schlüssel dazu.</p><p>Und ein Werkstoff par excellence für den Leichtbau sind hochwertige Kunststoffe. Hier vollzieht sich gerade ebenfalls ein Epochenwandel. KI und Quantencomputing eröffnen völlig neue Dimensionen bei Entwicklung und Produktion.&nbsp;</p><p>Aber auch schon jetzt bestechen Kunststoffe durch eine beispiellose Kombination besonders guter Eigenschaften. So besitzen sie eine geringe Dichte bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Dadurch lassen sich Bauteile deutlich leichter herstellen als zum Beispiel aus Metall. Gleichzeitig erlauben Kunststoffe energiearme und kostengünstige Fertigungsverfahren.&nbsp;</p><p>Wirtschaftlichkeit bemisst sich jedoch nicht allein an Kosten und Materialeinsatz, sondern auch an Funktionalität. Und auch hier stechen Kunststoffe heraus. Denn sie können mit ihrer hohen Designfreiheit zahlreiche Features integrieren – zum Beispiel elektronische Elemente wie LEDs, Sensoren oder Leiterbahnen. Auch dies sind wichtige Materialeigenschaften, die den Leichtbau beflügeln.</p><h2>Vorteile für Effizienz und Resilienz</h2><p>Wir dürfen Effizienz aber nicht ohne einen ergänzenden ökonomischen Kernfaktor denken: die Resilienz. Besonders in Zeiten volatiler Energiepreise wird ein geringerer Energiebedarf zum strategischen Vorteil – und wer auf Leichtbau setzt, reduziert ihn spürbar: in der Produktion, im Transport, im Betrieb.&nbsp;</p><p>Gleichzeitig profitieren die zunehmend vulnerablen Lieferketten. Leichtere Komponenten entlasten Transportkapazitäten, erhöhen die Nutzlast und eröffnen im Krisenfall schnellere Wechsel zwischen den Verkehrsträgern – von See auf Luft, von Straße auf Schiene.&nbsp;</p><p>Und schließlich reduziert Leichtbau nicht nur Gewicht, sondern auch Komplexität: Funktionsintegrierte Bauteile und modulare Strukturen vereinfachen Montage und Automatisierung, senken Fehlerquoten und machen Produktionssysteme insgesamt robuster.</p><h2>E-Autos profitieren von weniger Gewicht</h2><p>Im Lichte dieser Dualität von Resilienz und Effizienz ist Leichtbau mit hochwertigen Kunststoffen genau der richtige Ansatz, um die Transformation zentraler Sektoren voranzubringen. Wie stark diese Vorteile wirken, zeigt sich besonders in der Mobilitätswende mit dem Megatrend zum Elektroantrieb.&nbsp;</p><p>Schon hundert Kilogramm weniger auf der Waage senken hier den Stromverbrauch im Schnitt um zwei bis vier Prozent. So kann bei gleicher Batteriegröße die Reichweite erhöht werden. Leichte Kunststoffe wie Polycarbonat verringern das hohe Batteriegewicht, schützen aber auch die empfindlichen Akkus und machen die Fahrzeuge insgesamt windschnittiger.</p><p>E-Autos sind bereits im Alltag angekommen, humanoider Roboter werden ihn mehr und mehr prägen. Ohne Durchbrüche in den Materialwissenschaften, ohne Leichtbau und die stille Leistungsfähigkeit moderner Kunststoffe wären solche technologischen Sprünge undenkbar. Wenn wir die Zukunft gestalten wollen, müssen wir genau hier ansetzen – bei den Materialien, die Fortschritt erst möglich machen.</p>]]></description><category><![CDATA[Performance Materials]]></category>
            <pubDate>Tue, 21 Apr 2026 11:55:56 +0200</pubDate>
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                        <title>Müllwachstum – Sargnagel der Ernährung</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/muellwachstum--sargnagel-der-ernaehrung/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/muellwachstum--sargnagel-der-ernaehrung/</guid><pp:caseid>740664</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Die Menschheit muss gegen die stetig zunehmende Müllproduktion vorgehen. Gerade die Verringerung des Abfalls von Lebensmitteln könnte auch eine Chance für die Ernährungssicherheit sein, die durch volatile Lieferketten und zunehmendes Extremwetter zusätzlich unter Druck gerät. Zur Stabilisierung der Lage helfen moderne Anbaumethoden und Kühlketten auf Basis hochwertiger Kunststoffe.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Schalen, Rinden, Reste, Verdorbenes. Jede Woche landen bei mir zwei bis drei Kilo Lebensmittel im Kompost oder im Müll. Weil die Augen größer waren als der Magen. Weil ein unsauberer Löffel vermeintlich die Marmelade ruiniert hat. Weil ich den Hinweis auf Mindesthaltbarkeit mal wieder mit dem Verfallsdatum verwechselt habe.</p><p>Eine Vergeudung von Wert und Ressourcen, die mir anlässlich des <a href="https://www.un.org/en/observances/zero-waste-day" target="_blank">International Day of Zero Waste</a> noch bewusster wird. Rund <a href="https://www.fao.org/3/mb060e/mb060e.pdf" target="_blank">19 Prozent</a> aller Nahrungsmittel sind nach UN-Schätzungen davon betroffen, während weitere 14 Prozent nach der Ernte verlorengehen. Gleichzeitig wird die Menge an Abfall insgesamt weltweit bis zur Jahrhundertmitte voraussichtlich noch einmal <a href="https://www.worldbank.org/en/programs/tokyo-development-learning-center/brief/what_a_waste_3?utm_source=copilot.com" target="_blank">um die Hälfte</a> steigen wird. Das sind Zustände, die wir uns als Gesellschaft immer weniger leisten können. Insbesondere die Lebensmittelverschwendung ist ein Sargnagel der globalen Ernährungssicherheit. Und die wird immer prekärer – besonders in diesem Jahr.</p><p>2026 leiden die Ernährungssysteme zunehmend unter klimatischen Kettenreaktionen. So wird ein besonders starker El Niño erwartet – das globale Wetterphänomen, das den Pazifik aufheizt und den Jetstream durcheinanderbringt, der als rasender Luftstrom um die Erde fließt. Die Folge: Dürren und Überschwemmungen in den wichtigsten Anbauzonen rund um die Welt. Wobei die <a href="https://www.ioc.unesco.org/en/stor2024" target="_blank">Erhitzung der Ozeane</a> ohnehin seit langem gefährlich zunimmt – doppelt so schnell wie vor 20 Jahren, mit verheerenden Folgen für die Fischbestände.</p><h2>2026 droht besonders kritische Ernährungslage</h2><p>Was das Jahr 2026 besonders kritisch für die globale Ernährungslage macht, ist auch der Krieg am Persischen Golf. Wenn Ammoniak und Harnstoff nicht mehr durch die Straße von Hormus gelangen, kann Dünger knapp werden – genau dann, wenn viele Landwirte ihn benötigen. Verpassen sie das schmale Frühlingsfenster, sind Ertragseinbußen für dieses und das kommende Jahr programmiert.</p><p>Geopolitische Schocks und Klimaturbulenzen – sie machen mir überdeutlich: Null Abfall bei Lebensmitteln ist alles andere als ein Nischenthema. Sondern ein ambitioniertes Ziel, das rasch, ernsthaft und systematisch angegangen werden muss – Tag für Tag. Ich sehe vor allem drei Hebel, die dazu beitragen können, die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung – allein bis 2050 sind wir voraussichtlich noch einmal 1,5 Milliarden Menschen mehr – zu sichern.</p><p>Erstens: Kalorien retten<br>Wenn Dünger knapp und der Zeitpunkt kritisch ist, zählt Effizienz. Zum Beispiel liefert Mikro und Präzisionsbewässerung mithilfe dichter Rohr und Ventil¬netze „mehr Ertrag pro Tropfen“ und reduziert Ernteverluste. Und einfache Solartrockner – ebenfalls hergestellt mit hochwertigen Kunststoffen – sichern in Regionen mit hohen Temperaturen und häufigen Stromausfällen die Ernte und das Einkommen der Landwirte.&nbsp;</p><p>Zweitens: Kilos retten<br>In einem El Niño Jahr zählt Haltbarkeit. Hoch¬effiziente Kühlketten halten Ware frisch – vom Feld bis in die Küche, auch bei Hitzespitzen und Transportverzögerungen. Ebenso wichtig sind wirksame Verpackungen. Modernste, recycelbare Folien und Beschichtungen aus Kunststoff etwa regulieren Sauerstoffzufuhr und Feuchte – auch das hält Lebensmittel länger am Leben.</p><p>Wobei wir uns bewusst machen müssen: Für die Nahrung selbst müssen meist weitaus mehr Ressourcen aufgewendet werden als für ihre Hülle. Wenn gute, kreislauffähige Verpackungen dafür sorgen, dass weniger Essen verdirbt, fällt die ökologische Gesamtrechnung am Ende positiver aus.</p><p>Auf der anderen Seite: Wenn Hygiene, Nachfrage und Logistik passen, funktioniert durchaus auch das Unverpackt-Konzept. Und in vielen Haushalten können passgenaue Portionen den Abfall senken. Entscheidend ist bei allem, vom Ende her zu denken: so wenig Abfall wie möglich zu erzeugen.</p><h2>Kreislaufwirtschaft trägt zur Nahrungssicherheit bei</h2><p>Was mich zu meinem dritten Punkt bringt: Im Kreislauf führen&nbsp;<br>Lebensmittelreste – die am besten natürlich gar nicht erst entstehen – sollten nicht auf Deponien enden. Sondern als wertvolle Biomasse dienen, um daraus wieder nützliche Produkte zu fertigen. Und Verpackungen müssen biokompostierbar sein oder konsequent wiederverwertet werden.</p><p>Hierzu braucht es diverse Optionen und technologisch neue Wege wie das <a href="https://www.covestro.com/de/sustainability/what-drives-us/circular-economy/innovative-recycling" target="_blank">chemische Recycling</a> von Kunststoffen. Und wir benötigen Anreize, Standardisierung und Transparenz. Pfandsysteme holen etwa PET Flaschen in großen Mengen zurück und ermöglichen Bottle to Bottle Kreisläufe. Digitale Kennzeichnung erhöht die Sortiergenauigkeit und macht Pfand/Take Back skalierbar. Und digitale Produktpässe machen Materialflüsse sicht- und messbar.</p><p>Fazit: Wir verfügen über Konzepte, Materialien und Ingenieurskunst. Aber wir wenden sie nicht konsequent genug an – wo doch der Handlungsbedarf immer dringender wird. Verpackungen ohne Rücknahmeweg sind nicht Peinlichkeit, sondern Fahrlässigkeit. Produkte ohne Abfallnutzung im Geschäftsmodell sind nicht Versäumnis, sondern Risiko.</p><p>Sicher, es wird mühsam und teurer. Aber Nichtstun kostet mehr, am Ende auch Menschenleben. Es gibt viele Wege, Verlust und Verschwendung von Nahrung einen Riegel vorzuschieben. Gehen wir’s an: pragmatisch, wissenschaftsbasiert, kollaborativ. Von meiner Küche bis in die Lieferkette.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 15:08:25 +0200</pubDate>
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                        <title>Resilienz ist die neue Effizienz</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/resilienz-ist-die-neue-effizienz/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/resilienz-ist-die-neue-effizienz/</guid><pp:caseid>735888</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>In Zeiten von Instabilität, Machtpolitik und Normenerosion müssen Unternehmen den strategischen Kompass neu ausrichten. Resilienz, Sicherheit, Autonomie werden zunehmend zu neuen Stellgrößen. Aber Wirtschaften darf nicht in übermäßige Renationalisierung und komplette Abschottung münden.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Erst Davos, jetzt München: Auf das Weltwirtschaftsforum in den Schweizer Bergen folgt wie immer die Sicherheitskonferenz in der bayerischen Metropole. Aber es ist nicht bloß die zeitliche und räumliche Nähe, die beide Großevents verbindet. Sie stehen auch für eine veränderte Qualität in der Beziehung von Politik und Wirtschaft.&nbsp;</p><p>In unserer Welt im Umbruch, geprägt von Instabilität, Machtpolitik und Normenerosion, erleben wir gerade neue Leitlogiken. Ich beobachte, dass die Außen- und Sicherheitspolitik zunehmend geoökonomischen Gesichtspunkten folgt, während in der Wirtschaft wiederum Geopolitik und Sicherheit immer größeren Stellenwert einnehmen.&nbsp;</p><h2>Politik wird geoökonomisch – Wirtschaft geopolitisch</h2><p>Politisch zeigt sich eine andere Sicht auf die Globalisierungsidee und wirtschaftliche Integration – sie gelten jetzt zunehmend auch als potenzielle Gefahr für Unabhängigkeit und nationale Sicherheit. Infrastrukturen und Lieferketten werden als Mittel geostrategischer Einflussnahme genutzt, wie die Partnership for Global Infrastructure and Investment der G7-Staaten oder die Global Gateway-Initiative der EU als Antworten auf Chinas Belt and Road Initiative zeigen.</p><p>Handels- und Industriepolitik stellen sich als Fortsetzung der Sicherheitspolitik mit anderen Mitteln dar. Protektionismus mit Sanktionen, Exportkontrollen und Investitionsprüfungen ist anscheinend das New Normal.</p><p>Und die Wirtschaft? Hier hält in Zeiten, in denen Zölle und Finanzen zur geoökonomischen Waffe werden, ebenfalls ein neues Grundverständnis Einzug. Auch für mich heißt das: Umdenken, weg von vertrauten Mustern und Gegebenheiten. Stand in der langen Globalisierungsära mit ihren transnationalen Märkten und Institutionen das unternehmerische Handeln unter dem Primat der Effizienz, so tritt jetzt mit Resilienz eine strategische Stellgröße hinzu.&nbsp;</p><h2>Neue Paradigmen unternehmerischen Handelns</h2><p>Sicherheit wird immer mehr zum Kosten- und Steuerungsfaktor in globalen Wertschöpfungsketten. Resilienz, Sicherheit, Autonomie: Unter diesem Zeichen müssen Unternehmen verstärkt ihre Beschaffungs- und Absatzmärkte ausrichten – durch Multi Sourcing, Regionalisierung, durch Re-, Near- oder Friend-Shoring. Und das sind auch die Maßstäbe, an denen sich Produktionsentscheidungen verstärkt zu orientieren haben: redundante Strukturen vorhalten, Standorte auf mehrere Länder verteilen, die Energie- und Rohstoffbasis breiter und nachhaltiger aufstellen.</p><p>Und nicht nur das. In die Unternehmenswelt spielen zunehmend Querschnittsrisiken hinein, die auch auf der politischen und gesellschaftlichen Ebene greifbarer werden. Hybride Bedrohungen wie Cyber-Attacken, Sabotage und Desinformation, Umweltrisiken wie die planetare Dreifachkrise aus Klimawandel, Ressourcenschwund und Verschmutzung oder die Volatilität der globalen Finanz- und Devisenmärkte – all dies macht auch die Wirtschaft systemisch verwundbarer und verlangt nach strategischen Antworten.&nbsp;</p><p>Nach innen gilt es vor allem, Resilienz als Vorstands- und Governance-Thema zu verankern. Und nach außen kann die Bedeutung der Wirtschaft und insbesondere der Grundstoffindustrien für die Sicherheit und Resilienz von Ländern und Bündnissen wie der Europäischen Union nicht hoch genug veranschlagt werden.&nbsp;</p><h2>Chemie in systemrelevanter Funktion</h2><p>Die Chemiebranche etwa spielt als Fundament nahezu aller Wertschöpfungsketten eine systemrelevante Rolle für Bereiche wie Energie, Mobilität, Gesundheit, Infrastruktur und Verteidigung. Und als Motor für Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft. Denn auch die grüne Transformation zahlt ja auf Resilienz, Sicherheit und Autonomie ein, was wir über den vielen Akutkonflikten nicht aus den Augen verlieren dürfen.</p><p>Eine starke Industrie, die zu zukunftsfähigen Innovationen in der Lage ist und in der Heimat Investitionen nach sich zieht, muss eine bestimmende Größe für die Sicherung und den Ausbau nationaler Handlungsfähigkeit sein. Aber ich warne gleichzeitig vor einer übermäßigen Renationalisierung des Wirtschaftsgeschehens. Innovation, Investition und Wertschöpfung gedeihen nur durch Offenheit, Austausch und Kooperation.&nbsp;</p><p>Folglich muss das internationale System zweigleisig weiterentwickelt werden. Dadurch, dass wir neue, regelbasierte Bündnisse mit jenen eingehen, die ähnliche Interessen und Sichtweisen haben. Und indem wir systemischen Widersachern selbstbewusst begegnen, aber die Türen offenhalten. Was wir brauchen, sind faire, robuste Märkte mit klaren Regeln – keine willkürlichen Mauern.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Tue, 10 Feb 2026 14:47:04 +0100</pubDate>
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                        <title>&quot;A Spirit of Dialogue&quot; – Wenn Kommunikation zur Vertrauensarchitektur wird</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/a-spirit-of-dialogue--wenn-kommunikation-zur-vertrauensarchitektur-wird/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/a-spirit-of-dialogue--wenn-kommunikation-zur-vertrauensarchitektur-wird/</guid><pp:caseid>733656</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>In unserer polarisierten Welt braucht es dringend echten Dialog. Das Weltwirtschaftsforum könnte ein Fanal setzen – muss sich aber selbst wandeln.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Nachrichten aus meiner Heimatstadt interessieren mich immer. Jürgen Habermas, der große Soziologe und Philosoph, hat seinen Nachlass vorab komplett an die Frankfurter Universität übergeben, lese ich kürzlich. Erinnerungen aus der Studienzeit werden wach: kommunikatives Handeln, Diskursethik, deliberative Demokratie. Politik als Sache des öffentlichen Aushandelns.</p><p>Doch der Ideenkosmos des hochbetagten Wissenschaftlers mutet mittlerweile an wie aus einer anderen Zeit. Unsere Gegenwart ist geprägt von Polarisierung, Abschottung und Eigeninteressen. Die Verfechter einer „regelbasierten Ordnung“, Basis für die lange Zeit der Globalisierungserfolge, haben einen schweren Stand. Wertegeleitete Politik erscheint vielen nur noch als wohlklingende Rhetorik.</p><p>Konjunktur hat eher ein anderer Gesellschaftstheoretiker – Niccolò Machiavelli, der Apologet einer skrupellosen Machtpolitik. Staaten, Institutionen und gesellschaftliche Gruppen begegnen einander mit Skepsis und Ablehnung, der Glaube an die Kompetenz und Lösungsfähigkeit des jeweils anderen schwindet.</p><p>Die Folge: Irritation, Unsicherheit, Vertrauensschwund. Laut dem aktuellen <a href="https://www.edelman.com/sites/g/files/aatuss191/files/2026-01/2026%20Edelman%20Trust%20Barometer%20Global%20Report_Final.pdf" target="_blank">Edelman Trust Barometer</a>, wie immer im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht, herrscht inzwischen eine „inselartige Weltsicht, genährt von Ressentiment und Schwarzmalerei“.</p><h2>Dialogische Kommunikation beleben</h2><p>Ich bin in Davos wieder dabei, und das diesjährige Motto „A Spirit of Dialogue“ spricht mich als Kommunikator besonders an. Denn ich bin überzeugt: Nur durch Austausch und Kooperation kommt die Welt letzten Endes weiter, allem machtzentrierten Egoismus zum Trotz. Sie ist randvoll mit gemeinsamen Herausforderungen, die in der einen oder anderen Hinsicht alle acht Milliarden Menschen auf der Erde angehen und die kollektives Handeln erfordern – neben den akuten Krisen vor allem die Bedrohungen des Erdsystems.</p><p>Um Annäherung zu erreichen und Vertrauen zurückzugewinnen, müssen wir uns auf Vordenker wie Habermas besinnen und eine dialogische Kommunikation forcieren. Durch echten Austausch auf Augenhöhe Brücken bauen, anstatt nur bestehende Positionen vorzubringen.</p><p>Zuhören statt senden, verbinden statt spalten. Und gemeinsam zu neuen Erkenntnissen und Lösungen gelangen – ein Vorgehen, das zumindest in der Wirtschaft gut funktioniert. Bei Covestro erleben wir, dass dialogisches, partnerschaftliches Vorgehen Innovationen erst möglich macht, um Probleme zu überwinden und die Gesellschaft weiterzubringen – etwa beim Großprojekt Kreislaufwirtschaft, dem Schlüssel zur Überwindung der globalen <a href="https://www.covestro.com/blog/de/nachhaltige-welt--wirtschaftliche-chance/" target="_blank">Systemkrise</a> aus Klimawandel, Artensterben, Ressourcenschwund und Umweltverschmutzung.</p><p>Wenn das WEF es schafft, diese Einsichten stärker zu vermitteln, wäre einiges gewonnen. Wenn der „Spirit of Dialogue“ neu entzündet wird, könnte das der großen Zahl der Lösungsorientierten Auftrieb geben. Und dem Pessimismus Einhalt gebieten. Aber dazu muss der Gipfel – wie die anderen globalen Foren – auch sich selbst wandeln: Den Shift von einer Eliten-Konversation hin zu einem multilateralen Diskurs einleiten.</p><h2>Vom Eliten-Panel zum multilateralen Diskurs</h2><p>Denn hier tut sich eine wachsende Kluft auf. Das, was die Entscheidungsträger und Meinungsführer denken und wollen, deckt sich mitunter wenig mit den Ansichten der breiten Öffentlichkeit – Stichwort „Streets versus Elites“-Narrative. Das zeigt sich zum Beispiel an der Einstellung zu Künstlicher Intelligenz, wie die PR-Beratung <a href="https://fgsglobal.com/radar" target="_blank">FGS Global</a> kürzlich herausgefunden hat: Während Manager zumeist Effizienzgewinne erwarten, befürchtet die Bevölkerung vielfach Jobverluste und höhere Energiekosten.</p><p>Was es braucht, sind Mittler zwischen verschiedenen Welten. Hier kommen Kommunikationsprofis ins Spiel. Sie werden mehr und mehr zu Vertrauensarchitekten, die gemeinsame Handlungsräume schaffen. In unserer fragmentierten Welt wird dialogische Kommunikation zur strategischen Kernkompetenz. Sie muss gefördert und verbreitet werden. Habermas und ähnliche Denker sind aktueller denn je.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 16:40:20 +0100</pubDate>
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                        <title>Alte Muster im neuen Jahr vermeiden</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/alte-muster-im-neuen-jahr-vermeiden/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/alte-muster-im-neuen-jahr-vermeiden/</guid><pp:caseid>732907</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Mit dem neuen Jahr nehmen die politischen Bemühungen Fahrt auf, die Chemie wieder nach vorn zu bringen. Aber sie dürfen nicht in neues Mikromanagement münden. Sondern müssen der Branche erlauben, ihre Stärken auszuspielen – Innovationen für die Megatrends Nachhaltigkeit und Resilienz.&nbsp;</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, heißt es. Für die deutsche und europäische Wirtschaft lautet die bittere Erkenntnis: 2026 wird erneut ein kritisches Jahr. Die Unsicherheiten vor allem auf der globalen Bühne nehmen weiter zu, während die alten Probleme fortbestehen. Insbesondere die Chemieindustrie hat nach wie vor schwer zu kämpfen.</p><p>Was mir trotzdem Hoffnung gibt, sind zwei Dinge. Erstens ein zunehmend erkennbares politisches Momentum in Berlin und Brüssel. Und zweitens die nur verdeckte traditionelle Stärke der hiesigen Branche: ihre Innovationskraft, die sie noch intensiver auf die großen Trends Nachhaltigkeit und Resilienz richten muss. Denn die Chemie hält nicht nur praktisch die gesamte Wirtschaft am Laufen. Sondern sie kann auch dafür sorgen, dass Deutschland und Europa im geopolitischen Kräftemessen autark bleiben und nicht zuletzt die grüne Transformation fortsetzen können.</p><p>Bundesregierung wie auch EU-Kommission sind sich über die Bedeutung wie auch die schwierige Lage unserer Industrie im Klaren. Und sie bringen Bewegung ins Spiel. Nachdem in Berlin noch im alten Jahr eine „Chemieagenda“ gestartet wurde, die im vertieften Dialog zwischen Industrie und Politik bereits im Frühjahr zu Beschlüssen führen soll, kommt jetzt auch die EU in Gang: In Geleen in den Niederlanden konstituiert sich die „Critical Chemicals Alliance“ – ebenfalls ein runder Tisch zur Stärkung der Branche; am Start immerhin nur ein halbes Jahr nach der Ankündigung in Brüssel.</p><h2>Druck von allen Seiten</h2><p>Diese Initiative kann, wie auch die diversen anderen Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, nicht früh genug kommen. Aus ihrer Agenda geht hervor, wie sehr die Chemie von allen Seiten unter Druck steht: durch schwache Nachfrage, wachsende internationale Konkurrenz, die teils mit Dumping-Preisen agiert, zu teure Energie, Rohstoffe, Arbeit und nicht zuletzt ein wenig wettbewerbsfähiges CO<sub>2</sub>-Preisregime. Immer mehr Werke müssen schließen – unheilvoll nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung, sondern auch die Resilienz Europas.</p><p>In der Alliance werden zudem Sachverhalte adressiert, die weniger bekannt sind: Die europäischen Chemieanlagen sind im internationalen Vergleich uralt. Der Durchschnitt liegt bei 47 Jahren, gegenüber unter 30 in den USA, weniger als 20 in Nahost und gerade einmal rund zehn Jahren in China.</p><p>Lauter strukturelle Defizite, die jetzt mit Hochdruck angegangen werden müssen. Und wie die Bundesregierung will auch die Kommission zügig zu ersten Ergebnissen kommen, vielfach noch im ersten Halbjahr. Ganz wichtig dabei: eine enge Verzahnung des Dialogs auf EU-Ebene mit den Anstrengungen in den Mitgliedstaaten. Hier muss sich vieles deutlich stärker als bisher gegenseitig ergänzen und aufeinander einzahlen. Und die EU-Länder sind gefordert, die Empfehlungen dann auch schnellstmöglich umzusetzen und eigene Mechanismen anzupassen, soweit das nötig ist.</p><p>Aber, bei allem Optimismus – es befallen mich auch alte Ängste. Dass Brüssel den Erkenntnisprozess angesichts neu zu erarbeitender Analysetools vielleicht etwas zu weit treibt. Und sich noch tiefer in einen kleinteiligen Planungsmodus begibt. Wenn nun etwa ausgesondert werden soll, welche einzelnen Rohstoffe, welche einzelnen Standorte als erfolgskritisch gelten, könnte das den Regelungs- und Dokumentations-Dschungel, der doch gerade endlich gelichtet wird, wieder sprießen lassen. Und es könnte letztlich unsere Branche entzweien.</p><h2>Mehr Manövrierfähigkeit</h2><p>Was die Chemieindustrie bei allen berechtigten Detailfragen auch und vordringlich braucht, ist Manövrierfähigkeit. Nur mit weniger Ballast können wir durchstarten und unsere volle Innovationskraft entfalten. Innovation ist das schärfste Schwert, das Europa im globalen Wettbewerb hat. Die Bundesregierung will Deutschland folgerichtig zum weltweit innovativsten Standort für Chemie, Pharma und Biotechnologie machen.</p><p>Und unsere Branche leistet hier kräftig Vorschub. So stiegen die Investitionen in die Forschung im vergangenen Jahr trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage auf die Rekordsumme von 16,5 Milliarden Euro. Jetzt kommt es darauf an, die Mittel klug zu kanalisieren.</p><p>Für Innovationen in die Nachhaltigkeit, die immer mehr auch zu einer schieren ökonomischen Notwendigkeit wird. Noch haben Deutschland und Europa die Chance, hier eine glaubhafte und wirtschaftlich tragfähige Führungsrolle zu entwickeln. Sicherheit und Autarkie bilden das zweite große Zukunftsfeld, das innovative Lösungen aus der Chemie benötigt. Und auch hier hat unsere Branche einiges zu bieten. Ebenfalls grundiert vom verstärkten Einsatz digitaler Tools wie KI und Quantencomputing, die Forschung und Entwicklung in ganz neue Dimension katapultieren können.</p><p>Deutschland und Europa haben als Wissensstandort gerade jetzt größte Chancen. Dazu braucht es Freiheit und Offenheit – also das Gegenteil von planwirtschaftlicher Gängelei. Hierzulande tritt vor allem die Bundeswirtschaftsministerin für eine konsequentere Ordnungspolitik ein. Ich hoffe, diese Haltung setzt sich auch in Brüssel durch. Und wenn sich zugleich unsere Branche selbst neu justiert, kann es vielleicht schon in naher Zukunft heißen: Gefahr gebannt.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Fri, 09 Jan 2026 14:00:00 +0100</pubDate>
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                        <title>Nachhaltige Welt – wirtschaftliche Chance</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/nachhaltige-welt--wirtschaftliche-chance/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/nachhaltige-welt--wirtschaftliche-chance/</guid><pp:caseid>731263</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Klimawandel, Artensterben, Ressourcenschwund, Umweltverschmutzung – alles ballt sich immer mehr zu einer großen Systemkrise zusammen. Wir müssen sie viel stärker ganzheitlich adressieren – und dabei auch die enormen wirtschaftlichen Chancen sehen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Fax, Reisescheck, Kaufmannsladen. Viele Wörter sterben aus, weil sie keine Entsprechung mehr in der Wirklichkeit haben. Ich fürchte, „Staatengemeinschaft“ und „Weltordnung“ könnten bald dazugehören – bei dem Tempo, in dem das internationale System in teils selbstzentrierte Machtblöcke zerfällt. Immerhin sehen aber offenbar viele Länder weiter einen Sinn darin, sich an einen Tisch zu setzen. So wie jetzt auf der <a href="https://www.unep.org/environmentassembly/unea7" target="_blank">UN-Umweltversammlung</a> in Nairobi, dem höchsten Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen in allen Umweltbelangen.</p><p>Denn so fragmentiert und chaotisch die Geopolitik sich darstellt, so zusammenhängend sind die Probleme, die dringend gemeinschaftlicher Lösungen bedürfen. Darauf weisen zwei umfassende neue Studien hin, die im Vorfeld der Konferenz in Kenia erschienen sind. Sie haben mich aufgerüttelt – im Negativen wie im Positiven.</p><p>Zunächst das Alarmsignal. Was die OECD in ihrem <a href="https://www.oecd.org/en/publications/environmental-outlook-on-the-triple-planetary-crisis_257ffbb6-en.html" target="_blank">Umweltausblick</a> bis 2050 konstatiert, muss uns allen zu denken geben – denn es betrifft uns alle, über kurz oder lang: Dass sich Klimawandel, Artensterben und Ressourcenschwund sowie Umweltverschmutzung immer mehr zu einer systemischen „Dreifachkrise“ von planetarem Ausmaß zusammenballen.</p><h2>360-Grad-Sicht statt Silodenken</h2><p>Dieser Konnex muss viel stärker ganzheitlich gesehen und adressiert werden; die Menschheit kann sich ein Silodenken schlicht nicht mehr leisten. Denn sollte es bei dem heutigen Vorgehen bleiben, werden wir bis zur Jahrhundertmitte in allen Dimensionen noch einmal gravierende Verschlechterungen erleben, warnen die Experten.</p><p>Aber jetzt zur erfreulicheren Seite. Wenn Regierungen und Wirtschaft entschlossen in den Schutz von Klima und Natur investieren, dann könnten nicht nur Millionen Menschen aus Armut befreit und vor Krankheit und vorzeitigem Tod bewahrt werden. Dann winken überdies immense wirtschaftliche Vorteile: Bis 2070 könnte die globale Wirtschaftsleistung um mindestens 20 Billionen US-Dollar pro Jahr höher liegen als beim Business as usual, so der <a href="https://www.unep.org/resources/global-environment-outlook-7" target="_blank">Global Environment Outlook</a>, den das UN-Umweltprogramm UNEP jetzt vorgelegt hat.</p><h2>Nicht-Handeln keine Option</h2><p>Natürlich sind auch die Investitionen hoch – allein bis 2050 im Schnitt rund acht Billionen Dollar jährlich für Netto-Null-Emissionen sowie Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt. Aber: Die Kosten des Nicht-Handelns wären deutlich höher. Man führe sich nur vor Augen, was die zunehmenden Wetterextreme nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht bedeuten. Das mag auch denjenigen einleuchten, die „grünen“ Themen skeptisch gegenüberstehen.</p><p>Ich kann die Botschaft von UNEP-Direktorin Inger Andersen nur unterstreichen: „Entweder die Menschheit geht weiter in eine Zukunft, die von Klimawandel, schwindender Natur, degradierten Böden und verschmutzter Luft verwüstet ist. Oder sie ändert ihre Richtung und sichert einen gesunden Planeten, gesunde Menschen und gesunde Volkswirtschaften. Das ist eigentlich gar keine Wahl.“</p><p>Eine nachhaltige Welt als Aufgabe, Chance und wirtschaftlicher Imperativ – dies entspricht genau meiner Denkweise. Wir dürfen, bei aller berechtigten Sorge, die Zukunft nicht nur düster sehen. Und schon gar nicht die Bemühungen um Nachhaltigkeit als Naivität oder Zumutung abtun. Ganz im Gegenteil: Wenn – vereinfacht gesagt – immer mehr mitmachen, dann kann die Welt auch wieder lebenswerter werden: sauberer, gesünder und komfortabler, smarter und partizipativer. Und eben auch wohlhabender.</p><h2>Hightech-Materialien nutzen</h2><p>Denn es mangelt ja nicht an Ideen und Plänen. Wissen, Werkzeuge und Technologien sind vorhanden, wie auch in den Studien betont wird. Was mich wiederum anspornt, noch mehr für die Entwicklung von zukunftweisenden Materialien wie etwa Hightech-Kunststoffen zu tun. Denn sie sind unerlässlich, um auf praktisch allen Handlungsfeldern voranzukommen.&nbsp;</p><p>Im Energiesektor etwa, der als größter Emittent von Treibhausgasen den Klimawandel befeuert: Hier helfen Kunststoffe unter anderem beim Umstieg auf saubere Quellen wie Wind- und Solarkraft. Oder in der Landwirtschaft, dem größten Treiber für den Verlust von Ökosystemen. Kunststoffe können hier für effizientere, ökofreundliche Anbaumethoden sorgen, zum Beispiel in Form von biologisch abbaubaren Beschichtungen für Saatgut.</p><h2>Kreislaufwirtschaft als Gesamtkonzept</h2><p>Aber, wie gesagt, es geht nicht (nur) um Einzellösungen. Sondern darum, den Schutz von Klima, Natur und Umwelt konzeptionell besser zu verknüpfen. Und es gibt dafür auch eine Schlüsselstrategie: die Kreislaufwirtschaft. Ein gesellschaftliches Programm, das bewusstes Konsumverhalten, umweltverträgliche Produktionsweisen und nachhaltiges Wachstum vereinen kann.&nbsp;</p><p>Konsequent angewandt, setzt es an den miteinander verwobenen Ursachen der „Triple Crisis“ an: Klima- und gesundheitsschädliche Emissionen werden sinken, wir benötigen weniger Ressourcen, Ökosysteme und Arten bleiben erhalten, unser Abfallaufkommen wird kleiner.&nbsp;</p><p>Dazu gehört natürlich auch, dass künftig weniger Plastikmüll in die Umwelt gerät. Ich hoffe sehr, dass wir dazu endlich eine vernünftige globale <a href="https://www.unep.org/inc-plastic-pollution" target="_blank">Übereinkunft</a> bekommen – und alle Akteure beweisen, dass der Begriff der internationalen Gemeinschaft doch nicht sinnentleert wird.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 15:12:52 +0100</pubDate>
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                        <title>Wissenschaft verbindet und bewegt die Welt</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/wissenschaft-verbindet-und-bewegt-die-welt/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/wissenschaft-verbindet-und-bewegt-die-welt/</guid><pp:caseid>728473</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Wissenschaft ist das Werkzeug, mit dem wir die Welt verstehen – und verbessern. Eine Erkenntnis, die heute aktueller ist denn je.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Wer sich per Smartphone mit Freunden über Kontinente hinweg vernetzt, im Elektroauto unterwegs ist oder in einem energieeffizienten Gebäude arbeitet, nutzt Errungenschaften, die ohne Wissenschaft unmöglich wären. Doch was für viele selbstverständlich scheint, steht zunehmend unter Druck: Qualität von Wissenschaft und das Vertrauen in Fakten, Forschung und Bildung.</p><p>Der <a href="https://www.un.org/en/observances/world-science-day" target="_blank">Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung</a>, der jedes Jahr im November begangen wird, erinnert daran, wie essenziell wissenschaftliches Denken für Fortschritt und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Denn ohne die Bereitschaft, Erkenntnisse zu prüfen, weiterzuentwickeln und anzuwenden, stagniert nicht nur die Forschung, sondern auch die Gesellschaft.</p><h2>Fakten schaffen Fortschritt</h2><p>Wissenschaft ist die Grundlage jeder modernen Wissensgesellschaft. Sie hilft uns, komplexe Herausforderungen zu verstehen und Lösungen zu entwickeln – von der Energiewende über neue Materialien bis hin zu globaler Ernährungssicherheit. Doch in einer Zeit, in der Desinformation und vereinfachte Narrative immer lauter und Forschungseinrichtungen unter Druck gesetzt werden, braucht die Wissenschaft starke Fürsprecher.</p><p>Für die Wirtschaft und insbesondere die Chemieindustrie ist Wissenschaft kein theoretisches Ideal, sondern die <a href="https://www.covestro.com/de/innovation/reinforcing-progress/science" target="_blank">Basis für Innovation, Wertschöpfung, und nachhaltiges Wachstum</a>. Covestro zum Beispiel forscht weltweit an Lösungen für klimaneutrale Produktion, Kreislaufwirtschaft und Werkstoffe, die unser Leben auf vielen Gebieten verbessern. Ohne wissenschaftliche Exzellenz gäbe es keine neuen Technologien, keine verlässlichen Daten. Vor allem aber keine nachhaltigen Antworten auf die Herausforderungen von heute und morgen.</p><p>Wenn Vertrauen in wissenschaftliche Prinzipien schwindet, leidet die Innovationsbereitschaft. Fortschritt wird zum Zufall. Deshalb setzt Covestro auf <a href="https://www.covestro.com/de/innovation/reinforcing-progress/focus-on-facts" target="_blank">faktenbasierte Entscheidungen</a> im Labor, in der Produktion und im gesellschaftlichen Diskurs. Denn nur, wenn wir an die Kraft von Erkenntnis glauben, können wir Zukunft gestalten. Wissenschaft ist damit nicht nur Werkzeug des Fortschritts, sondern Ausdruck von Verantwortung für Menschen, Märkte und unseren Planeten.</p><h2>Bildung als Schlüssel zur Zukunft</h2><p>Doch Wissenschaft lebt nicht allein von Forschung, sondern von Menschen, die sie verstehen und weitertragen. Bildung ist der Schlüssel, um wissenschaftliches Denken in der Breite zu verankern. Nur wer die Mechanismen von Forschung, Daten und Technologie versteht, kann kritisch hinterfragen und zugleich mitgestalten.</p><p>Gerade im digitalen Zeitalter ist das wichtiger denn je. Künstliche Intelligenz kann wissenschaftliche Prozesse beschleunigen, Erkenntnisse vernetzen und neue Ideen ermöglichen. Doch sie kann ebenso zur Quelle von Manipulation und Desinformation werden. Medienkompetenz, kritisches Denken und Vertrauen in wissenschaftliche Methoden sind daher unverzichtbar, um Wahrheit von Täuschung zu unterscheiden.</p><p>Covestro engagiert sich deshalb bewusst für <a href="https://www.covestro.com/de/innovation/reinforcing-progress/education" target="_blank">naturwissenschaftliche Bildung</a> und Austausch in Schulen, Universitäten und Projekten wie dem <a href="https://www.covestro.com/blog/de/junge-europaeer-engagieren-sich-fuer-die-wissensgesellschaft/">Europäischen Jugendparlament</a>. Denn Wissenschaft ist kein Selbstzweck. Sie ist eine gemeinsame Aufgabe, eine Brücke zwischen Menschen, Märkten und Möglichkeiten. Sie schafft Frieden, Fortschritt und Perspektiven und verbindet Fakten mit Verantwortung und Ideen mit Wirkung.</p><p>Der Welttag der Wissenschaft erinnert uns daran: Jede Innovation beginnt mit einer Frage und mit dem Mut, sie zu stellen.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Fri, 14 Nov 2025 15:05:18 +0100</pubDate>
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                        <title>Energieeffizienz – das Stiefkind beim Klimaschutz</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/energieeffizienz--das-stiefkind-beim-klimaschutz/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/energieeffizienz--das-stiefkind-beim-klimaschutz/</guid><pp:caseid>728263</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Zum UN-Klimagipfel wird deutlich: Die Welt muss dringend mehr Energie sparen. Die Chemieindustrie kann mit Produkten und Technologien helfen, die Effizienzrate zu erhöhen.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Jaguar, Tanga, Piranha – so manche Wörter, die wir kennen, stammen aus den Tupí-Guaraní-Sprachen in Südamerika. Jetzt ist ein weiterer davon abgeleiteter Begriff in meinen Sprachschatz gewandert: „Mutirão“, was so viel wie kollektive Anstrengung bedeutet. Die UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém hat ihn zu ihrem Motto erkoren. Ob sich die über 50.000 Delegierten aus 194 Ländern jedoch zu einer solchen Gemeinschaftsaktion aufraffen können, erscheint mir überaus fraglich angesichts der zunehmend konfrontativen Weltordnung und insbesondere der Abwesenheit der USA.</p><p>Dabei wird ein gemeinsames Handeln immer dringender, wie die jüngsten Fakten zeigen. 2024 hat nicht nur einen neuen Rekord an energiebedingten <a href="https://www.iea.org/reports/global-energy-review-2025/co2-emissions" target="_blank">CO<sub>2</sub>-Emissionen</a> gebracht, sondern war auch das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Welt steuert bis 2100 momentan im günstigsten Fall auf eine Temperaturerhöhung um 2,3 Grad zu, wie das <a href="https://www.unep.org/resources/emissions-gap-report-2025" target="_blank">UN-Umweltprogramm</a> kurz vor Beginn der COP30 bekanntgab.</p><p>Das sind zwar erheblich bessere Aussichten als der Anstieg um 3,7 bis 4,8 Grad, der vor zehn Jahren befürchtet wurden, als das Pariser Klimaabkommen verabschiedet wurde. <span style="text-align:start;">Eine Begrenzung auf 1,5 Grad – wie damals voller Euphorie angestrebt – rückt jedoch in immer weitere Ferne und ist nach der aktuellen Einschätzung der&nbsp;</span><a href="https://iea.blob.core.windows.net/assets/5306bae2-1f99-402f-8d14-542bfa0ae96e/WorldEnergyOutlook2025.pdf" target="_blank"><span style="text-align:start;">Internationalen Energieagentur</span></a><span style="text-align:start;">&nbsp;allenfalls mit äußerster Kraftanstrengung noch erreichbar.</span></p><h2>Wichtigen Hebel für Klimaneutralität nutzen</h2><p>Was auch daran liegt, dass die technologischen Möglichkeiten zur Eindämmung der Treibhausemissionen nach wie vor nicht voll ausgeschöpft werden. Das gilt vor allem für einen Bereich, der mir besonders am Herzen liegt: die Energieeffizienz. Neben dem populären Thema erneuerbare Energien führt sie leider noch immer ein Schattendasein. Dabei sind Effizienzverbesserungen einer der <a href="https://www.iea.org/energy-system/energy-efficiency-and-demand/energy-efficiency" target="_blank">wichtigsten Hebel</a>, um Klimaneutralität im Energiebereich zu erreichen, der wiederum die größte Quelle für Treibhausgase ist. Ganz wichtig also: Wir müssen Energie nicht nur grüner machen, wir müssen auch mehr Energie einsparen – darauf möchte ich anlässlich der COP30 den Blick lenken.</p><p>Denn die Welt kommt bei der Energieeffizienz kaum von der Stelle. Das vor zwei Jahren auf der Klimakonferenz in Dubai gesteckte Ziel, die jährliche Effizienzrate bis 2030 auf vier Prozent zu verdoppeln, liegt in weiter Ferne. 2023 und 2024 betrug sie gerade mal ein Prozent, so die ebenfalls kürzlich veröffentlichte <a href="https://www.irena.org/-/media/Files/IRENA/Agency/Publication/2025/Oct/IRENA_COP30_GRA_Tracking_the_UAE_Consensus_2025.pdf" target="_blank">Bilanz</a> der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien (IRENA). Das bedeutet: Wir müssen noch größere Anstrengungen unternehmen und die Rate auf mindestens fünf Prozent erhöhen, um das wichtige Ziel noch erreichen zu können.</p><h2>Elektromobilität und Gebäudedämmung vorantreiben</h2><p>Im Grunde wäre das auch machbar. Die Fachleute wissen seit langem, was wie und wo zu tun ist. Etwa im Bauwesen und im Verkehr, die neben dem Energiesektor stark zu CO<sub>2</sub>-Ausstoß und Erderwärmung beitragen. Hier sind vor allem der Umstieg auf Elektromobilität und die energetische Optimierung von Gebäuden wirkungsvoll. Die gute Nachricht: Die entsprechenden Konzepte und Technologien sind längst da.</p><p>An dieser Stelle kommt die Chemieindustrie ins Spiel. Sie hilft zum Beispiel bei der Verbreitung von klimaverträglichen Elektroautos – indem sie leichte Kunststoffe bereitstellt, die das Gewicht der schweren Batterien senken und so die Reichweite erhöhen. Und die Chemie trägt dazu bei, Gebäude energieeffizienter zu machen – durch gute Dämmung, um Strom für Heizungen und Kühlanlagen zu sparen. Besonders effektiv ist dabei Polyurethan-Schaumstoff, der im Vergleich zu anderen konventionellen Dämmstoffen die beste Isolierwirkung hat.</p><p>Aber natürlich muss auch die Chemieindustrie selbst, die zu den großen Energieverbrauchern zählt, ihre Effizienz verbessern. In Deutschland etwa konnte von 1990 bis 2022 der spezifische Energieeinsatz der Branche halbiert werden, vor allem durch die Umstellung auf Kraft-Wärme-Kopplung. Allerdings wird es immer schwieriger, noch Potenziale zu heben.</p><h2>Covestro will Energieeffizienz um 20 Prozent steigern</h2><p>Deshalb entwickeln Unternehmen wie Covestro intensiv neue Verfahren. In diesem Jahr haben wir zum Beispiel eine Produktionsanlage am Standort Dormagen modernisiert und verbrauchen dort nun durch Nutzung von Abwärme bis zu 80 Prozent weniger Energie als mit herkömmlichen Verfahren. Insgesamt will unser Unternehmen bis 2030 die Energieeffizienz, also den Gesamtenergieeinsatz bezogen auf die Produktionsmenge in Tonnen, im Vergleich zu 2020 um 20 Prozent erhöhen.</p><p>Was ich mit diesen Beispielen unterstreichen möchte: Technologisch ist sehr viel machbar auf dem Weg in eine nachhaltigere Welt. Und die Industrie kann wichtige Impulse geben. Auf der anderen Seite sind Technik und Wissenschaft natürlich nicht alles. Wenn der politische Wille fehlt, wenn sich die zersplitterte Welt nicht zusammenrauft, dann kommt auch der Klimaschutz nicht voran. Aber es ist sicher gut zu wissen, dass mutirão, die kollektive Anstrengung, ein Hightech-Fundament hat.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 13 Nov 2025 13:25:39 +0100</pubDate>
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                        <title>Junge Europäer engagieren sich für die Wissensgesellschaft</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/junge-europaeer-engagieren-sich-fuer-die-wissensgesellschaft/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/junge-europaeer-engagieren-sich-fuer-die-wissensgesellschaft/</guid><pp:caseid>727352</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Der Anstieg von Desinformation und Fake News sägt auch an den Fundamenten von Wissenschaft, Innovation und Fortschritt. Über Lösungen haben engagierte junge Menschen auf dem Europäischen Jugendparlament in </span><span style="text-align:start;">Málaga</span><span> diskutiert, unterstützt von Covestro.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Von überall her in Europa sind sie gekommen. Mehr als 300 engagierte junge Menschen, die eine Woche lang das Kongresszentrum „Edgar Neville“ in <span style="text-align:start;">Málaga</span> bevölkern. Was sie antreibt: drängende gesellschaftspolitische Fragen zu diskutieren und Lösungen mitzugestalten. Ihre Bühne: die 103. internationale Sitzung des Europäischen Jugendparlaments (EYP).</p><p>Hier geht es zu wie in einer „richtigen“ Volksvertretung, mit Fachausschüssen zu zahlreichen Themen und einer Plenarsitzung, in der die erarbeiteten Ergebnisse verabschiedet werden – von den Folgen des Klimawandels bis zu Minderheitenrechten und Migration. Dieser Austausch über nationale und kulturelle Grenzen hinweg schafft ein tiefes, persönliches Verständnis für die demokratischen Prozesse.</p><p>Aber werden wir auch in Zukunft noch fähig sein, komplexe Themen zu behandeln und im Miteinander konstruktive Lösungen zu finden? In dem Tempo, in dem Desinformation und vereinfachende populistische Narrative um sich greifen, kann man daran zweifeln. Wenn Unwahrheit gesät, Verunsicherung geschürt und aufgeklärtes kritisches Denken diskreditiert wird, dann schwindet das Vertrauen in wissenschaftliche Fakten. Wenn wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert werden, verliert die Gesellschaft die Fähigkeit, rationale, konsensbasierte Entscheidungen zu treffen. Die Folge: Polarisierung, Frustration, Stagnation.</p><h2>Gefahren für Politik und Wirtschaft</h2><p>Wie lässt sich also die Basis unserer Wissensgesellschaft erhalten? Auch das war Thema im Jugendparlament. Covestro als innovationsgetriebenes Unternehmen mit seinem Eintreten für Faktenorientierung, Bildung und Wissenschaft hatte in <span style="text-align:start;">Málaga</span> Gelegenheit, sich mit den jungen Delegierten dazu auszutauschen. Denn Desinformation, Manipulation und gesellschaftliche Spaltung sind nicht nur eine politische, sondern auch eine immense wirtschaftliche Gefahr.</p><p>Unternehmen wie Covestro und Branchen wie die Chemie sind auf die Akzeptanz wissenschaftsbasierter Lösungen angewiesen; ob für die Entwicklung nachhaltiger Materialien, klimaneutrale Produktion oder die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Wenn das Vertrauen in die Wissenschaft erodiert, verebbt auch die Innovationsbereitschaft.</p><p>Dann werden Investitionen risikoreicher, und dringend benötigte Technologien wie das chemische Recycling erfahren unnötigen Widerstand durch Verzerrung und Fehlinformation. Zuletzt können irreführende Darstellungen den Ruf und damit die Geschäftsgrundlage eines Unternehmens nachhaltig schädigen.</p><h2>Ambivalente Rolle von KI</h2><p>Inzwischen reichen dafür ein paar Mausklicks – durch die ungeahnten Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Aber sie eröffnet zugleich auch neue Chancen. KI als Brandbeschleuniger oder Hoffnungsträger – eine Ambivalenz, die auf dem EYP lebhaft diskutiert wurde.</p><p>Auf der einen Seite bietet KI in Wissenschaft und Wirtschaft enorme Vorteile. Sie revolutioniert die Forschung, verbessert komplexe Produktionsprozesse und hilft, neue, nachhaltige Materialien schneller zu entwickeln. Für Covestro ist KI ein unverzichtbares Werkzeug, um schneller zu Innovationen zu gelangen und die eigenen ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu verwirklichen.</p><p>Auf der anderen Seite ermöglicht KI die massenhafte und überzeugende Produktion von Deepfakes. Man denke nur an das Foto von Papst Franziskus im stylischen Daunenmantel. Diese Art der Manipulation macht es selbst für kritische Bürger immer schwieriger, Fakten von Fiktion zu unterscheiden.</p><h2>Medien- und Digitalkompetenz stärken</h2><p>Die jungen Delegierten haben dies erkannt: Es reicht nicht mehr aus, nur Fakten zu präsentieren. Es muss in die Medien- und Digitalkompetenz investiert werden, damit gerade junge Leute im Digitalzeitalter Hintergründe und Zusammenhänge durchschauen, Manipulations-Mechanismen verstehen und die Werkzeuge kennen, um unterscheiden zu können zwischen Wahr und Falsch.</p><p>Die Erfahrung in <span style="text-align:start;">Málaga</span> hat gezeigt, dass viele in der jungen Generation entschlossen sind, sich für Demokratie, Toleranz und ein konstruktives Miteinander einzusetzen. Ihre kritische und lösungsorientierte Haltung ist ein Mutmacher. Das Europäische Jugendparlament: eine strategische Investition in den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der Welt, wie wir sie schätzen. Und in den Geist der Zusammenarbeit, ohne den es keinen Fortschritt gibt.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 11:42:05 +0100</pubDate>
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                        <title>Zeit für urbane Visionen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/zeit-fuer-urbane-visionen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/zeit-fuer-urbane-visionen/</guid><pp:caseid>725580</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Wie wir unsere Städte gestalten, gestalten wir unser Leben. Der „Urban October“ beleuchtet Herausforderungen wie Chancen der Urbanisierung: Konzepte, Technologien und Materialien.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Ob die Millionenmetropole oder die Gemeinde mit ein paar tausend Einwohnern: Städte sind immer mehr als eine Ansammlung von Gebäuden und Straßen. Sie definieren auch, wie wir leben und uns fortentwickeln. Ob wir uns wohlfühlen, welche Kontakte wir pflegen können, wie unsere Möglichkeiten für Freizeit und einen gesunden Lebenswandel aussehen oder wie wir von A nach B kommen.</p><p>Und genau jetzt ist die Gelegenheit, solche Themen intensiv zu diskutieren: Im „<a href="https://urbanoctober.unhabitat.org/" target="_blank">Urban October</a>“ lädt UN-Habitat, das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen, dazu ein, neue Perspektiven auf das Leben in Städten zu entwickeln und die Herausforderungen wie Chancen der Urbanisierung zu beleuchten.</p><h2>Städte im Wandel</h2><p>Warum ist das relevant? Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Und bis 2050 werden es laut UN fast 70 Prozent sein – das sind rund 2,4 Milliarden Menschen mehr als heute. Um diesen Zuwachs zu bewältigen, müssen etwa 60 Prozent der städtischen Infrastruktur noch gebaut werden: Wohnraum, Verkehrswege, Energieversorgung, Wasserleitungen. Die Stadt der Zukunft muss aber nicht nur funktional, sondern auch nachhaltig, resilient und lebenswert sein.</p><p>Dabei geht es nicht allein um bauliche Maßnahmen – auch soziale, ökologische und technologische Aspekte müssen mitgedacht werden. Wie gelingt es, Städte inklusiv zu gestalten? Wie können sie auf den Klimawandel reagieren, Ressourcen effizient nutzen und gleichzeitig Lebensqualität bieten?</p><h2>Neue Konzepte für urbane Räume</h2><p>Zukunftsorientierte Stadtentwicklung bedeutet, mit begrenzten Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, sei es Raum, Energie oder Materialien. Dabei entstehen spannende Konzepte, die auf ökologische Bauweisen und intelligente Nutzung vorhandener Strukturen setzen.</p><p>So gibt es beispielsweise Pilotprojekte, in denen leerstehenden Industriegebäuden und Bauruinen neues Leben eingehaucht wird. Indem sie nicht abgerissen werden, sondern die bereits investierte Energie des ursprünglichen Baus weiter genutzt wird, soll eine möglichst positive Energiebilanz geschaffen werden. Solche Projekte zeigen, wie Architektur und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können und wie aus vermeintlich unattraktiven Stellen wohnliche Orte entstehen.</p><h2>Materialien mit Zukunft</h2><p>Dabei kommt es immer auch auf die richtigen Materialien an. Holz zum Beispiel gilt als nachhaltiger Baustoff mit vielen Vorteilen: Es sorgt für ein angenehmes Raumklima, ist kreislauffähig und ermöglicht kurze Bauzeiten. Auch Kunststoffe spielen eine wichtige Rolle, oft weniger sichtbar, aber umso wirkungsvoller. Sie sind leicht, witterungsbeständig und vielseitig einsetzbar. In der Stadt der Zukunft finden sie beispielsweise Anwendung in Fassaden, Dämmungen, smarten Sensoren, Infrastrukturkomponenten wie Wasser- und Energiesystemen oder in neuen Mobilitätskonzepten.</p><p>Intelligentes urbanes Bauen wird auf hybride Lösungen setzen: Materialien wie Holz, Beton und Kunststoff werden kombiniert, um ökologische, funktionale und gestalterische Anforderungen gleichermaßen zu erfüllen. So entstehen kostengünstige Gebäude und Infrastruktur, die nicht nur effizient und langlebig sind, sondern auch flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren können.</p><p>Wie so ein ganzheitlicher Ansatz aussehen kann, zeigt beispielsweise in Deutschland das Leuchtturmprojekt <a href="https://www.covestro.com/blog/de/klimaneutral-und-trotzdem-preiswert-wohnen/" target="_blank">STADTQUARTIER 2050</a>, das von der Bundesregierung gefördert wird. In der Stadt Überlingen ist ein klimaneutrales Quartier entstanden aus neuen und energetisch sanierten Gebäuden in schöner Lage am Bodensee – mit Wohnungen, die auch für sozial Schwächere bezahlbar sind. Dabei kommt auch hocheffiziente Gebäudedämmung aus Komponenten von Covestro zum Einsatz.</p><h2>Visionen brauchen Mut</h2><p>Der „Urban October“ ist ein wertvoller Impuls, um über die Zukunft unserer Städte nachzudenken. Aber klar ist: Es braucht mehr als 31 Tage, um urbane Lebensräume neu zu gestalten. Es braucht Technologien, Materialien und Kapital. Und es braucht visionäres Denken, Mut und Ausdauer.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Wed, 22 Oct 2025 10:00:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Hand in Hand für bessere Lebensmittel</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/hand-in-hand-fuer-bessere-lebensmittel/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/hand-in-hand-fuer-bessere-lebensmittel/</guid><pp:caseid>725206</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p>Das globale Ernährungssystem muss dringend umfassend nachhaltiger werden. Der Welternährungstag erinnert uns daran, dass dies nur gemeinsam gelingen kann. Die Kunststoffindustrie leistet dazu ihren Beitrag.</p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Wenn ich von meinem Zuhause auf dem Land ins Büro in Leverkusen pendle, fahre ich regelmäßig hinter großen Traktoren her, die auf dem Weg zum Feld oder zurück sind. Diese Begegnungen zünden zwei Gedanken: die Arbeit der Bauern um uns herum ist essenziell, um die Lebensmittel zu produzieren, die wir brauchen. Gleichzeitig steht unser Ernährungssystem vor vielfältigen Herausforderungen, in Deutschland und vielen anderen Teilen der Welt. Themen, auf die der <a href="https://www.fao.org/world-food-day/en" target="_blank">Welternährungstag 2025</a> am 16. Oktober aufmerksam macht, der dieses Jahr unter dem Motto steht: „Hand in Hand für bessere Lebensmittel und eine bessere Zukunft.“</p><h2>Die globale Hungerkrise</h2><p>Weltweit leiden rund 670 Millionen Menschen an Hunger, und etwa 2 Milliarden haben keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichend nahrhaften Lebensmitteln. Auch wenn diese Zahlen für viele Menschen in wohlhabenden Ländern mit rund um die Uhr verfügbarem Essen weit entfernt erscheinen, ist auch die Situation hier möglicherweise weniger sicher, als wir denken. Zum Beispiel warnen Expertinnen und Experten, dass Deutschland mit Lebensmittelengpässen konfrontiert sein könnte, da Wasser zur Bewässerung knapper wird.</p><p>Gleichzeitig sieht sich die Mittelmeerregion zunehmend extremen Wetterereignissen gegenüber, die Ernten vernichten. Europa, ein dicht besiedelter Kontinent mit dem Anspruch auf ständige Lebensmittelverfügbarkeit, könnte verletzlicher sein, als wir es uns eingestehen wollen.</p><p>Der <a href="https://www.ifpri.org/global-food-policy-report/" target="_blank">Global Food Policy Report 2025</a> bestätigt diese Sorgen. Demnach könnte der Klimawandel die globalen Rohstoffpreise bis 2050 um bis zu 18 Prozent steigen lassen im Vergleich mit einem Szenario ohne Klimawandel. Dieser Preisanstieg könnte zusätzlich 78 Millionen Menschen in chronischen Hunger treiben, mehr als die Hälfte von ihnen in Afrika südlich der Sahara.</p><p>Das bedeutet: Das Ernährungssystem muss dringend nachhaltiger werden – weit über den Klimaschutz hinaus. Umso mehr, als die Weltbevölkerung bis 2050 voraussichtlich um rund 1,5 Milliarden Menschen wächst. Das macht eine Steigerung der Lebensmittelproduktion um 30 bis 60 Prozent notwendig.</p><h2>Nährreicher Boden und Wasser: bedrohte Ressourcen</h2><p>Wir müssen uns auf zwei grundlegende Ressourcen konzentrieren, die die Basis unserer Ernährungssicherheit bilden: Boden und Wasser. Ihr Schutz muss im Zentrum jeder Lösung stehen – ob Hightech oder traditionell, ob in Industrie- oder Entwicklungsländern.</p><p>Weltweit verlieren wir fruchtbaren Mutterboden in alarmierendem Tempo – Schätzungen zufolge bis zu 24 Milliarden Tonnen pro Jahr. Ist dieser Boden erst einmal verschwunden, kann es Jahrhunderte dauern, bis er sich regeneriert.</p><p>Wasserknappheit stellt eine ebenso drängende Herausforderung dar – die Landwirtschaft verbraucht etwa 70 Prozent des weltweit verbrauchten Süßwassers. Um diese lebenswichtige Ressource nachhaltig zu managen, muss sich die Art und Weise ändern, wie wir Wasser sammeln, speichern, verteilen und innerhalb unserer Ernährungssysteme nutzen.</p><p>Die Bewältigung dieser Herausforderungen macht es nötig, modernste Technologien mit traditionellen Praktiken zu kombinieren, die kreativ neuinterpretiert werden müssen. Präzisionslandwirtschaft kann beispielsweise den Wasserverbrauch um bis zu 30 Prozent senken und gleichzeitig die Erträge steigern. Ebenso wichtig sind Innovationen in der regenerativen Landwirtschaft, die helfen, Böden wieder gesunder zu machen und gleichzeitig Kohlenstoff zu binden.</p><p>Darüber hinaus wird die Anpassung an den Klimawandel immer wichtiger – was auch Chancen bietet. Ich habe selbst erlebt, wie der Klimawandel traditionelle Agrarlandschaften verändert: Bei meiner letzten Reise nach Italien etwa habe ich erfahren, dass Chiquita dort den Bananenanbau testet – eine Kulturpflanze, die traditionell mit tropischem Klima verbunden ist, nun aber aufgrund steigender Temperaturen auch in Südeuropa Fuß fassen könnte. Das ist ein pragmatischer Ansatz: die veränderten Bedingungen erkennen und die landwirtschaftlichen Systeme entsprechend anpassen.</p><p>Der Global Food Policy Report betont außerdem, dass die Eindämmung des durch den Klimawandel verursachten Hungers jährlich bis zu 24 Milliarden US-Dollar kosten könnte – einschließlich Investitionen in Agrarforschung, Wasserversorgung und andere Infrastrukturen.</p><p>All das unterstreicht die Notwendigkeit für innovative, kosteneffiziente Lösungen, die in großem Maßstab umgesetzt werden können.</p><h2>Materialien für nachhaltige Ernährungssysteme</h2><p>Mein Büro in Leverkusen befindet sich bei Covestro, einem globalen Unternehmen für spezielle Werkstoffe. Ich arbeite hier auch deshalb besonders gern, weil wir – neben vielen anderen Themen – <a href="https://solutions.covestro.com/de/branchen/industrielle-und-landwirtschaftliche-anwendungen" target="_blank">Lösungen</a> entwickeln und anbieten, die nachhaltige Ernährungssysteme unterstützen.</p><p>Im Bereich Wassermanagement ermöglichen zum Beispiel fortschrittliche Bewässerungssysteme aus langlebigen Kunststoffen eine präzise Wasserzufuhr direkt an die Wurzeln der Pflanzen. Biologisch abbaubare Baumschutzhüllen mit biobasierten Beschichtungen helfen dabei, unsere lebenswichtigen Wälder vor Wasserverlust zu schützen.</p><p>Zum Schutz des Bodens verhindern biologisch abbaubare Mulch-Folien das Wachstum von Unkraut und die Verdunstung von Wasser. Spezielle Saatgutbeschichtungen tragen dazu bei, Umweltbelastungen zu reduzieren und Erträge zu steigern – und sind dabei vollständig biologisch abbaubar.</p><p>Um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, können spezielle Beschichtungen eingesetzt werden, die Papierverpackungen vor Verunreinigungen schützen und vollständig recycelbar sind. Solche Ansätze sind besonders wertvoll in Regionen mit begrenzter Infrastruktur, wo bis zu 40 Prozent der Lebensmittel zwischen Ernte und Verbrauch verloren gehen können.</p><h2>Hand in Hand: Die Kraft des "UND"</h2><p>Die Kunststoffindustrie ist somit Teil der Lösung – und damit sind wir beim Motto des Welternährungstags: „Hand in Hand“. Denn es geht nicht darum, sich zwischen Hightech oder traditionellen Ansätzen, Industrie- oder Entwicklungsregionen, kurzfristigen Bedürfnissen oder langfristiger Nachhaltigkeit zu entscheiden. Es geht darum, die Kraft des „UND“ zu nutzen – und anzuerkennen, dass wir alle Lösungen brauchen, die gemeinsam wirken.</p><p>Ganz im Sinne von „UND“ entwickeln Covestro-Beschäftigte nicht nur innovative Produktlösungen, sondern leisten auch einen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Ernährungsunsicherheit. In der Region Amerika hat mein Unternehmen beispielsweise die Initiative „10 for 10“ ins Leben gerufen: Für jede ehrenamtliche Stunde, die Mitarbeiter in diesem Jahr leisten, spendet Covestro über gemeinnützige Organisationen zehn Mahlzeiten an hungernde Menschen.</p><p>Zum Welternährungstag – und zum 80. Geburtstag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen – lade ich uns alle ein, darüber nachzudenken, wie wir zu nachhaltigeren Ernährungssystemen beitragen können. Wenn wir zusammenarbeiten und die Kraft des „UND“ statt des „ODER“ nutzen, können wir tatsächlich bessere, nachhaltigere Lebensmittel und eine bessere Zukunft für kommende Generationen schaffen.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 10:44:09 +0200</pubDate>
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                        <title>Der „Material Effect“</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/der-material-effect/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/der-material-effect/</guid><pp:caseid>725075</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Europas Kunststoffbranche blickt in den Abgrund, vor allem wegen negativer Rahmenbedingungen. Aber im Kern ist sie vital und hochinnovativ. Das macht sie auf der K2025 deutlich, ihrer weltgrößten Leistungsschau.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Das emissionsfreie Flugzeug aus Leichtkunststoff, das zukünftig nur mit Wasserstoff im Tank als Experiment die Erde umrunden soll. Der Autoscheinwerfer, der bereits jetzt aus alten Reifen hergestellt wird. Oder auch einfach die Zahnbürste aus nur einer Plastikart, die sich deswegen besonders leicht recyceln lässt: Drei innovative Produkte und Konzepte unter vielen anderen, denen ich dieser Tage auf der <a href="https://www.k-online.de/" target="_blank">K2025</a> begegne, der weltgrößten Leistungsschau der Kunststoffindustrie.</p><p>Hochwertige Kunststoffe: Sie sind das Material für das 21. Jahrhundert, wie mir beim Streifen durch die Messehallen in Düsseldorf einmal mehr deutlich wird. Und vielen anderen Besuchern sicherlich auch. Über 3000 Aussteller aus 66 Ländern, darunter Covestro, machen hier greifbar, wie der Werkstoff unser Leben auf Schritt und Tritt verbessert, es nachhaltiger und smarter macht, bequemer und sicherer. Und wie er immer wieder hilft, Neues hervorzubringen. Kein Wunder, dass die weltweite Kunststoffproduktion weiter zunimmt: 2024 fuhr sie ein Plus von vier Prozent ein, mehr als das weltweite Bruttosozialprodukt.</p><h2>Technologien konsequenter umsetzen</h2><p>Das bestärkt mich in meinem Optimismus, der auch in angespannten Zeiten wie diesen überwiegt: An guten Ideen und technologischen Lösungen herrscht eigentlich kein Mangel – sie müssen bloß konsequenter verwirklicht werden.</p><p>Viel Zuversicht also auf der „K“. Aber nicht nur. Als CEO eines in Deutschland verwurzelten Weltkonzerns treiben mich wie viele andere Unternehmenslenker zugleich auch tiefe Sorgen um. Denn ausgerechnet in Deutschland als Standort der seit über 70 Jahren bestehenden Leitmesse wie auch in ganz Europa ist die Kunststoffindustrie schwer unter Druck. Mehr noch – der Sektor, der in 50.000 Unternehmen 1,5 Millionen Menschen beschäftigt, steht inzwischen regelrecht am Abgrund.</p><h2>Wirtschaftliche Lage alarmierend</h2><p>Zweistelliges Umsatzminus, weiter schrumpfende Marktanteile: Der <a href="https://plasticseurope.org/de/knowledge-hub/plastics-the-fast-facts-2025/" target="_blank">Lagebericht</a>, den der Branchenverband Plastics Europe vor ein paar Tagen vorgelegt hat, ist alarmierend. Inzwischen stammen nur noch zwölf Prozent aller Kunststoffe aus Europa – vor knapp 20 Jahren waren es noch 22 Prozent. Gleichzeitig ist vor allem China aufgestiegen, das fast dreimal so viel Plastik produziert wie die gesamte EU.&nbsp;<br>Was wiederum zeigt: Es sind vor allem die Rahmenbedingungen, die den Sektor in Europa und namentlich in Deutschland ausbremsen – insbesondere höhere Energiekosten, strengere regulatorische Anforderungen und größerer bürokratischer Aufwand.</p><p>Die gute Nachricht: Die Bundesregierung hat das erkannt und will eine „Chemieagenda 2045“ aufstellen. Ich hoffe, die Jahreszahl markiert nicht erst das Startdatum. Denn der Zeitpunkt zum Handeln ist jetzt – je früher, desto besser. Welche <a href="https://www.vci.de/vci/downloads/publikation/politikbrief/vci-politikbrief-machenjetzt.pdf" target="_blank">Strukturreformen</a> konkret angegangen werden müssen, hat „meine“ Branche unmissverständlich formuliert. Und auch gegenüber der Kommission in Brüssel hegen wir sehr klare Erwartungen, die keinen Aufschub dulden.</p><h2>Besonderes Erfolgsrezept</h2><p>Denn klar ist: Die EU und Deutschland als größtes Mitgliedsland brauchen eine starke Kunststoffindustrie. Und im Kern ist sie das ja auch – vital und hochinnovativ. Sie bringt beständig passgenaue Lösungen für zahllose andere Sektoren und die Herausforderungen des modernen Lebens hervor. Das Erfolgsrezept, das besonders bei Covestro ausgeprägt ist: eine einzigartige Kombination aus Materialwissenschaft, Prozesstechnik und Anwendungsentwicklung.</p><p>Wir nennen das „<a href="https://www.covestro.com/press/de/covestro-bringt-the-material-effect-auf-die-k-2025/" target="_blank">The Material Effect</a>“. Das bedeutet: Genau zu wissen, wie man im Baukasten der Chemie kleinste Dinge verändert, um Kunststoffe mit bestimmten Eigenschaften zu designen. Das heißt, sie so effizient und umweltverträglich wie möglich herzustellen, mit Verfahren, die immer ausgefeilter werden. Und das erfordert, sich in vielen Branchen richtig gut auszukennen – um die Bedürfnisse von heute zu decken und die Trends von morgen zu sehen. Bei allen drei Facetten helfen uns Künstliche Intelligenz und Quantencomputing.</p><p>Auf der K2025 zeigen wir den Material Effect in Aktion. Wie er in Elektronik, Gesundheit, Sport und Freizeit durchschlägt. Oder bei der Mobilität, wo Covestro-Materialien jetzt im Prototyp eines Busses für den öffentlichen Nahverkehr verwendet werden. Der Clou: <a href="https://solutions.covestro.com/de/highlights/artikel/stories/2025/die-zukunft-faehrt-autonom-dank-dem-material-effect" target="_blank">Das Shuttle</a> ist nicht nur elektrisch, sondern auch fahrerlos unterwegs – unter anderem dank des Hochleistungskunststoffs Polycarbonat, der Assistenzsysteme und Sensoren integriert.</p><h2>Zirkuläres Kunststoffsystem aufbauen</h2><p>Dass sich dieses Material hervorragend recyclen lässt, ist ein weiteres Plus – und bringt mich noch zu einem anderen Punkt: Europas Kunststoffindustrie muss dringend ihre ambitionierten Nachhaltigkeitsziele verwirklichen können. Wir haben die Chance, auf dem Kontinent das weltweit erste zirkuläre Kunststoffsystem aufzubauen. Das wäre ein großartiges Signal und könnte starke Wachstumsimpulse geben.</p><p>Aber auch dazu bedarf es rasch besserer politischer Rahmenbedingungen – etwa die entschlossene Förderung von chemischem Recycling, das derzeit in der EU auf der Stelle tritt. Und insgesamt ist es im Moment leider so, dass die Gemeinschaft ihre frühere Spitzenposition bei zirkulären Kunststoffen an Asien verloren hat. Auch hier liegt wiederum China weit vorn, wo 2024 fast die doppelte Menge davon hergestellt wurde wie Europa.</p><p>In drei Jahren findet die nächste „K“ statt. Ich hoffe sehr, dass bis dahin die nötigen Reformen gegriffen haben werden und die Branche in Europa wieder mit besseren Zahlen aufwarten kann. Aber in einem bin ich mir sicher: Dass ich auch 2028 wieder Innovationen aus der Welt der Kunststoffe bestaunen kann.</p>]]></description><category><![CDATA[Performance Materials,Steilemann]]></category>
            <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 13:38:00 +0200</pubDate>
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                        <title>Grenzen überwinden: Innovative Materialien für das Gesundheitswesen</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/grenzen-ueberwinden-innovative-materialien-fuer-das-gesundheitswesen/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/grenzen-ueberwinden-innovative-materialien-fuer-das-gesundheitswesen/</guid><pp:caseid>724944</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><span>Das Gesundheitswesen steht vor der Quadratur des Kreises: Nötig ist eine flächendeckende Versorgung in hoher Qualität, die zugleich kosteneffizient und nachhaltig ist. Scheinbar unvereinbare Ziele. Doch mit ganzheitlichem Denken und innovativen Materialien können wir diese vermeintlichen Grenzen überwinden.</span></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Das Gesundheitswesen hat gewaltige Herausforderungen zu bewältigen. Chronische Krankheiten wie Krebs und Diabetes nehmen weiter zu – inzwischen sind sie für drei Viertel aller Todesfälle weltweit verantwortlich. Hinzu kommt, dass bis 2050 ein Viertel der Weltbevölkerung über 60 Jahre alt sein wird – ein Lebensabschnitt, in dem in der Regel der Bedarf an Gesundheitsleistungen zunimmt. Allein schon aus diesen Gründen besteht eine wachsende Nachfrage nach wirksamen medizinischen Lösungen.</p><p>Doch der Zugang zu hochwertiger Versorgung bleibt für viele Menschen eingeschränkt. Auch, weil auf Krankenkassen oder Selbstzahler immer höhere Lasten zukommen. In den OECD-Ländern etwa wird ein massiver Anstieg der Gesundheitskosten erwartet. Betrugen sie im Jahr 2000 im Schnitt noch sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), so dürfte der Anteil im Jahr 2040 bereits bei zwölf Prozent liegen.</p><p>Hinzu kommt eine weitere Herausforderung: Wenn das Gesundheitswesen stärker in Anspruch genommen wird, wirkt sich das auch zunehmend negativ auf die Umwelt aus. Bereits jetzt verursacht der Gesundheitssektor mehr als vier Prozent der globalen Treibhausgasemissionen; zugleich entstehen in den Krankenhäusern rund um den Globus pro Patienten durchschnittlich 20 Kilogramm Abfall am Tag.</p><h2>Grundsätzliches Problem im Gesundheitswesen</h2><p>Täglich haben auch Ärztinnen, Pfleger, Apotheker, Therapeutinnen, Gesundheitsökonomen und alle anderen, die im Gesundheitssektor tätig sind, mit vielen solcher Einzelprobleme zu kämpfen. Dahinter steht aber eine viel umfassendere grundsätzliche Herausforderung: Wie lassen sich die verschiedenen Anforderungen, von denen jede einzelne essenziell ist, miteinander in Einklang bringen? Eine flächendeckende Versorgung in hoher Qualität, die zugleich kosteneffizient und nachhaltig – geht das überhaupt?</p><p>Der <a href="https://www.worldhealthsummit.org/events/annual-whs" target="_blank">World Health Summit 2025</a> in Berlin geht diesen drängenden Fragen nach. Hier kommen ranghohe Vertreterinnen von Regierungen, internationalen Organisationen, Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen, Unternehmen, Allianzen und Initiativen aus aller Welt mit ihrem geballten Sachverstand zusammen.</p><h2>Innovative Materialien als Lösungsansatz</h2><p>Die gute Nachricht: Wir müssen diese Probleme nicht als unüberwindbar akzeptieren. Innovative Materialien, wie sie Covestro entwickelt, bieten einen Weg, alle Dimensionen gleichzeitig zu verbessern.</p><p>Beispiel Zugänglichkeit: Medizinprodukte aus Hochleistungskunststoffen sind häufig besonders leicht, was Logistikvorteile bietet und die Versorgung auch in abgelegenen Regionen erleichtert. Zudem lassen sich Kunststoffe für Gesundheitsanwendungen schnell und in großen Mengen herstellen – zum Beispiel bei Impfkampagnen oder Pandemien. Und im wachsenden Markt der Fernbehandlung kommen sie ebenfalls zum Tragen.</p><p>Auch beim Thema Kosteneffizienz sind hochwertige Kunststoffe von Vorteil: Sie ermöglichen die Massenproduktion von medizinischen Geräten, Verpackungen und Einwegartikeln zu vergleichsweisen niedrigen Kosten.</p><p>Um hohe Qualität im Gesundheitswesen zu sichern, braucht es innovative Anwendungen. Zum Beispiel medizinische Kunststoffe für präzise Diagnostikgeräte oder organähnliche Prothesen. Und 3D-Druck mit Kunststoffen erlaubt maßgeschneiderte Lösungen etwa bei Zahnimplantaten und Orthesen – wichtig für den Trend zur individuellen Medizin.</p><p>Auch bei einer anderen Entwicklung spielen Hochleistungs-Materialien wie Kunststoffe eine Rolle: dem sich wandelnden Gesundheitsverständnis. Hier dienen sie etwa zur Herstellung der immer beliebteren Wearables, die proaktives Gesundheitsmanagement und Wellness-Monitoring im Alltag ermöglichen – ein Paradigmenwechsel von der reinen Krankheitsbehandlung zur vorausschauenden Gesundheitsförderung.</p><p>Um die Nachhaltigkeit zu fördern, wird intensiv daran gearbeitet, Kunststoffe mit nicht-fossilen Rohstoffen herzustellen, was ihren ökologischen Fußabdruck verbessert. Zudem werden sie zunehmen so konzipiert, dass sie einfacher wiederaufbereitet oder recycelt werden können. Und ihr meist geringes Gewicht hilft, den Materialeinsatz und damit die Umweltbelastung über den gesamten Lebenszyklus von Medizinprodukten zu verringern.</p><h2>Ganzheitlich statt Entweder-oder</h2><p>Auch dank Materialinnovationen zeigt sich: Das Trade-off-Denken hat im Gesundheitswesen ausgedient. Statt uns zwischen Zugänglichkeit, Kosteneffizienz, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit entscheiden zu müssen, können wir durch intelligente Materialinnovationen alle Ziele gleichzeitig verfolgen.</p><p>Was wir brauchen, ist ein ganzheitlicher Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus von Materialien und Produkten betrachtet. Der Health Summit mit seinem Fokus auf "Taking Responsibility for Health in a Fragmenting World" bietet die ideale Plattform, um diese Perspektive in die globale Gesundheitsdiskussion einzubringen.</p><p>Die Zukunft gehört nicht denen, die in Gegensätzen denken. Sondern denen, die das komplexe Zusammenspiel aller Faktoren verstehen und nutzen. Nur so können wir ein Gesundheitssystem schaffen, das sowohl den Menschen als auch dem Planeten dient.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Mon, 13 Oct 2025 11:25:49 +0200</pubDate>
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                        <title>Lösungen für das Energie-Trilemma</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/loesungen-fuer-das-energie-trilemma/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/loesungen-fuer-das-energie-trilemma/</guid><pp:caseid>724519</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Sicher, bezahlbar, nachhaltig – die drei Simultanziele der Energiewende geraten zunehmend unter Druck. Während der World Energy Week </strong><span><strong>wurde</strong></span><strong> nach Lösungen gesucht. Technologische Innovationen mit hochwertigen Kunststoffen können dabei helfen.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Wir kennen es aus der Volkswirtschaft oder als philosophisches Gedankenexperiment: Man hat drei gleich wichtige Ziele, kann aber eigentlich nur zwei davon auf einmal erreichen – ein klassisches Trilemma. Vor einer solchen Herausforderung steht auch die internationale Energiepolitik: Die Energieversorgung muss zugleich sicher, bezahlbar und gerecht sowie nachhaltig sein. Nur wenn man sich hier annähert, so die einhellige Überzeugung, kann die Energiewende gelingen.</p><p>Dieser Zielkonflikt besteht seit langem, doch momentan wird er immer ausgeprägter und folgenschwerer. Die Versorgungssicherheit wird weltweit durch die wachsenden geopolitischen Spannungen fragiler. Angriffe auf Stromnetze und Pipelines nehmen zu, regionale Abhängigkeiten machen sich deutlicher bemerkbar.</p><h2>Zunehmende Ungleichgewichte</h2><p>Gleichzeitig bleibt Energiearmut ein globales Problem: Rund 750 Millionen Menschen vor allem in Afrika, Südostasien und Lateinamerika hatten 2024 keinen Zugang zu Elektrizität. Zudem wird die Bezahlbarkeit mehr und mehr ein Thema für Europa. Hier liegen die Energiepreise teils weit über denen anderer Regionen, was wichtige Industrien wie Chemie und Stahl in ihrem Bestand gefährdet und Rufe nach einer Umakzentuierung der Energiewende lauter werden lässt.</p><p>Beim Thema Nachhaltigkeit zeigen sich die energiepolitischen Disparitäten am stärksten zwischen den USA und China: Während die einen nunmehr verstärkt auf fossile Energieträger wie Öl und Gas setzen, sind die anderen der unangefochtene Spitzenreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien – und bringen zugleich immer mehr Kohlekraftwerke ins Netz.</p><p>In der Summe steigen die globalen energiebedingten CO<sub>2</sub>-Emissionen weiter an. Und die Folgen des Klimawandels treten immer deutlicher zutage: 2024 war das bislang heißeste Jahr, das je gemessen wurde, und brachte eine ganze Serie von Naturkatastrophen mit sich.</p><h2>Internationale Konferenz</h2><p>Wie und ob sich die zunehmenden Disparitäten im Energiesystem eindämmen lassen, stand jetzt im Zentrum der „World Energy Week“ in Panama. Die Konferenz, die jährlich an einem anderen Ort stattfindet, versteht sich mit Beteiligung von über hundert Staaten als Zentrum für strategischen Dialog und Plattform für den Austausch praktischer und umsetzbarer Lösungen im Energiesektor.</p><p>Und genau darauf sollte die Weltgemeinschaft abheben: auf die vielen Technologien und Ideen, um die Energieversorgung umweltverträglicher, smarter, kostengünstiger und sicherer zu machen. Innovation muss die Trumpfkarte sein, die am meisten überzeugt – zumal damit auch meist klare wirtschaftliche Vorteile einhergehen. So könnten etwa bei erneuerbaren Energien nach Schätzungen der Branchenorganisation IRENA weltweit bis 2030 zwischen 30 und 38 Millionen Arbeitsplätze entstehen.</p><p>Zukunftsweisende Technologien bedeutet immer auch zukunftsweisende Materialien – so wie hochwertige Kunststoffe. Sie spielen bei der Energiewende eine zentrale Rolle, denn sie adressieren alle drei Facetten des Energie-Trilemmas.</p><p>Thema Versorgungssicherheit: Hier dienen Kunststoffe als Rückgrat moderner Infrastruktur. Durch ihre Leichtigkeit und Haltbarkeit ermöglichen sie zum Beispiel robuste Komponenten für Stromnetze, Windräder, Solarpanels und Batteriesysteme. Und sie unterstützen dezentrale Lösungen: Insbesondere in Regionen mit instabiler Versorgung können modulare Solarsysteme und mobile Speicher aus Kunststoff helfen, Energie lokal bereitzustellen.</p><p>Covestro hat zum Beispiel einen neuartigen Verbundwerkstoff für die Rahmen von Solarpanelen entwickelt, der die bisher verwendeten Lösungen aus Aluminium ersetzen kann. Die Pluspunkte sind unter anderem ein höherer Korrosionsschutz und niedrigerer CO<sub>2</sub>-Fußabdruck bei der Herstellung.</p><h2>Zahlreiche Vorteile</h2><p>Kunststoffe punkten aber nicht nur bei Versorgungssicherheit, sondern auch beim Thema bezahlbare und gerechte Energieversorgung. Sie senken beispielsweise die Produktionskosten für Solarlampen und Wasserpumpen. Zudem erleichtern Kunststofftanks und -leitungen unter anderem die Verteilung von Biogas, Wasserstoff oder Wärme – entscheidend vor allem für abgelegene Gebiete.</p><p>Ein weiteres Argument, bei technischen Lösungen für die Energiewende Kunststoffe zu bevorzugen, ist ihre Wirkung auf die Umwelt. Sie werden nicht nur zunehmend nachhaltig hergestellt – mit nicht-fossilen Rohstoffen und – hier schließt sich der Kreis – erneuerbaren Energien.</p><p>Kunststoffe helfen auch, viele besonders energie- und klimaintensive Bereiche nachhaltiger zu machen. Unzählige Häuser werden etwa durch Dämmplatten besser gegen Hitze und Kälte geschützt, was Energie für Heizung und Klimaanlage spart. Und im Verkehr tragen leichte Komponenten aus Kunststoff dazu bei, Kraftstoff und Emissionen zu sparen, während sie gleichzeitig die Elektromobilität fördern.</p><p>Covestro ist jedenfalls davon überzeugt, dass die Materialwissenschaften und Kunststoffe einen Beitrag leisten werden, die drei Ziele des Energie-Trilemmas wieder mehr in Einklang zu bringen.</p>]]></description><category><![CDATA[Planet]]></category>
            <pubDate>Thu, 09 Oct 2025 10:01:16 +0200</pubDate>
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                        <title>Das Klassenzimmer – da, wo die Zukunft beginnt</title>
                        <link>https://www.covestro.com/blog/de/das-klassenzimmer--da-wo-die-zukunft-beginnt/</link>
                        <guid>https://www.covestro.com/blog/de/das-klassenzimmer--da-wo-die-zukunft-beginnt/</guid><pp:caseid>723954</pp:caseid><pp:summary><![CDATA[<p><strong>Fortschritt entsteht dann, wenn aus Ideen Lösungen werden – in Laboren, Fabriken und in der Gesellschaft insgesamt. Dafür braucht es Menschen, die den Wandel nicht nur verstehen, sondern gestalten. Das Fundament dafür wird in Schulen gelegt.</strong></p>]]></pp:summary><description><![CDATA[<p>Die Welt steckt voller Herausforderungen. Um sie zu bewältigen und in Chancen zu verwandeln, braucht es häufig technologische Lösungen – und immer kritisches, kreatives Denken. Doch wie bereiten wir insbesondere junge Menschen darauf vor? Die Antwort beginnt früher, als wir denken: im Klassenzimmer. Mit Lehrerinnen und Lehrern, die am Anfang der Innovationskette stehen.&nbsp;</p><p>Idealerweise schaffen sie den Raum für „Future Skills“ wie Problemlösungskompetenz, Anpassungsfähigkeit, interdisziplinäres Arbeiten und Empathie, aber auch naturwissenschaftliches und digitales Verständnis. Kein Wunder, dass die Vereinten Nationen die besondere Rolle von Lehrkräften jährlich am 5. Oktober mit dem <a href="https://www.unesco.org/en/days/teachers" target="_blank">World Teachers’ Day</a> würdigen.</p><h2>Lehren neu denken</h2><p>Dieses Jahr steht der Aktionstag unter dem Motto „Recasting teaching as a collaborative profession“: Lehren als kooperative, vernetzte Profession neu zu denken. Genau das ist der richtige Ansatz. Denn die großen Aufgaben unserer Zeit – vom Klimaschutz über die <a href="https://www.covestro.com/de/sustainability/what-drives-us/circular-economy" target="_blank">Kreislaufwirtschaft</a> bis hin zur Digitalisierung – können nur im Miteinander gelöst werden: interdisziplinär, global und teamorientiert.</p><p>Damit Ideen nicht in Schubladen verschwinden, brauchen wir Menschen, die wissen wollen, Dingen auf den Grund gehen und gemeinsam weiterdenken. Solche Fähigkeiten entwickeln sich nicht allein durch Lehrpläne. Sie wachsen in Projekten, im Austausch und in der Verantwortung füreinander. Genau das sollten Schülerinnen und Schüler heute lernen, denn das werden sie in der Welt von morgen brauchen.</p><p>In der Realität ist das jedoch oft schwer umzusetzen. Zeitdruck, knappe Ressourcen und bürokratische Anforderungen schränken viele Lehrkräfte ein – gerade dann, wenn es darum geht, was Schule eigentlich leisten soll: junge Menschen auf eine komplexe und sich ständig wandelnde Welt vorzubereiten. Umso wichtiger ist es deshalb, die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern nicht nur zu würdigen, sondern sie auch aktiv zu unterstützen. Denn sie vermitteln weit mehr als nur Wissen. Sie befähigen junge Menschen, über Fachgrenzen hinauszudenken, Verantwortung zu übernehmen und sich gemeinsam mit anderen weiterzuentwickeln.&nbsp;</p><p>Das ist wichtig und wird immer bedeutender – nicht nur in der Schule, sondern auch in Unternehmen. Was heute als kollaborative Lernkultur im Klassenzimmer entsteht, bildet morgen die Grundlage für die Zusammenarbeit in internationalen Projektteams.&nbsp;</p><h2>Covestro unterstützt schulisches Lernen</h2><p>Wenn wir unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen, dann beginnt das nicht erst im Studium oder im Beruf, sondern viel früher. Deshalb fördert Covestro Projekte im schulischen Umfeld – in Deutschland etwa den Recherchewettbewerb „<a href="https://www.covestro.com/press/de/starke-ideen-in-recherchewettbewerb-praemiert/" target="_blank">Zukunft braucht Wahrheit</a>“ mit der Handelsblatt Media Group, die <a href="https://www.covestro.com/press/de/covestro-startet-inhouse-days/" target="_blank">Covestro Inhouse-Days</a> oder das „<a href="https://www.leverkusen.de/pressemodul/pressemitteilungen/september/levcreationlab" target="_blank">lev_creation lab</a>“ in Leverkusen, wo schulisches Lernen und wirtschaftliche Praxis zusammenkommen.&nbsp;</p><p>Bei all diesen Initiativen leiten uns klare Grundsätze: Ohne Bildung keine Innovation, ohne Lehrkräfte keine „Future Skills“. Anlässlich des World Teachers’ Day sagen wir deshalb ganz bewusst Danke – an alle Lehrerinnen und Lehrer, die nicht nur unterrichten, sondern inspirieren. Die junge Menschen dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen. Und die mit ihrer Arbeit den Grundstein legen für das, was wir morgen gemeinsam gestalten.</p>]]></description><category><![CDATA[People]]></category>
            <pubDate>Thu, 02 Oct 2025 13:43:24 +0200</pubDate>
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