05
Juli
2021
|
11:39
Europe/Amsterdam

Eine sportliche Analogie zur CO₂-Technologie

Written by: Patrick Herrmann
Zusammenfassung

„Vizekusen“ ist ein Begriff, der einst für das Fußballteam Bayer Leverkusen stand. Als der Begriff entstand, irgendwann in den frühen Jahren dieses Millenniums, war das Team deutscher Vizemeister geworden.

Nach dem Finale des European Inventor Award geisterte wieder der Begriff „Vizekusen“ durch einen Regieraum, aus dem die beiden Nominierten, Christoph Gürtler und Walter Leitner, der Verleihung zugeschaltet waren. Im Finale des Europäischen Erfinderpreises Mitte Juni gingen sie leer aus. Im Finale um den Deutschen Zukunftspreis war die CO₂-Technologie schon 2019 knapp gescheitert. Beide Male hatte es nicht gereicht, die Jury vollständig zu überzeugen. Immer gewannen andere, wirklich tolle Innovationen.

Aber eigentlich hat auch diese fantastische CO₂-Technologie gewonnen. Vielleicht keinen Award für den Wohnzimmerschrank der Nominierten, aber Aufmerksamkeit für eine wirklich wichtige Sache: nachhaltige Kunststoffe.

Kunststoffe stecken in allen möglichen Alltagsdingen: Autos, Matratzen, Socken und sogar Häusern. Eine Vielzahl solcher Produkte lässt sich auch mit der CO₂-Technologie ressourcen- und klimaschonend herstellen. Nun haben Menschen weltweit von dieser innovativen Lösung gehört, Videos gesehen und Interviews gelesen: Insgesamt konnten mit Unterstützung des Europäischen Patentamtes bis zu 221 Millionen Menschen erreicht werden, ergab eine Medienerhebung. Sie alle wissen nun, dass der Weg zur Kreislaufwirtschaft eingeschlagen ist und erfolgreich gegangen wird.

Die CO₂-Technologie ist vielleicht mehr chemischer Exot mit Außenseiterchancen als Favorit in solchen Wettbewerben. Aber genau deshalb ist die Geschichte so schön. Der wirklich nachhaltige Underdog schützt das Klima für uns alle. Damit ist die Technologie ein echter Champion. Ein Sieger der Herzen aus Leverkusen, nicht Vizekusen.

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