Systematisches Energiemanagement für effizientere Produktion

Die effizienten 60

Die Herstellung chemischer Produkte wie Kunststoffe benötigt eine große Menge an Strom, Gas, Öl und Dampf. Verständlicherweise unternimmt die Industrie alles, um die Effizienz zu optimieren und die Umweltbelastung zu minimieren. Covestro übernimmt dabei eine Vorreiterrolle und hat ein System entwickelt, mit dem Anlagen individuell gemanagt werden können. So wird sichergestellt, dass so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Mit diesem System hat das Unternehmen den Energiebedarf jeder Produktionsstätte um durchschnittlich zehn Prozent gesenkt.
Covestro hat ein spezielles Mess- und Management-System entwickelt, um den eigenen Energieverbrauch zu optimieren.

Die Produktionsanlagen, die Covestro rund um den Globus betreibt, sind so groß wie Mehrfamilienhäuser. In ihnen werden Hightech-Kunststoffe und chemische Bestandteile für Schaumstoffe, Lacke und Klebstoffe hergestellt. Diese Produkte stecken in vielen Alltagsdingen – von Matratzen, Dämmstoffen und Schuhen bis hin zu Autolacken und Computergehäusen. Oftmals machen sie das Leben sicherer, grüner und komfortabler.

Optimiertes Anlagenmanagement

Bei der Herstellung dieser Materialien wird anfangs eine große Energiemenge benötigt. Deshalb hat Covestro das Mess- und Managementsystem STRUCTese® entwickelt, mit dem der hauseigene Energieverbrauch optimiert werden soll. Das System ist bereits in etwa 60 Betrieben in Europa, Asien und Amerika eingeführt worden, die für den größten Energieverbrauch des Unternehmens verantwortlich sind. Andere Standorte sollen folgen. Das Einzigartige an diesem System ist, dass der Energieverbrauch jeder einzelnen Anlage durchgehend online aufgezeichnet wird und an einen Optimalwert angepasst werden kann. Dadurch können die Mitarbeiter jederzeit das bestmögliche Anlagenmanagement sicherstellen.

STRUCTese® hat das Unternehmen bereits dabei unterstützt, jährlich mehr als 1,2 Millionen Megawattstunden Strom einzusparen, indem der Energieverbrauch jeder Anlage um durchschnittlich zehn Prozent reduziert wurde. Dadurch konnten auch die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen um 360.000 Tonnen gesenkt werden. Bis 2020 ist eine Verringerung der Emissionen um etwa 750.000 Tonnen zu erwarten. Andere Unternehmen können die Lizenz für das System erwerben – manche haben dies bereits getan.