System besteht aus mehreren Komponenten

Vorstandsvergütung zielt auf Wertsteigerung

Die Vergütung des Covestro-Vorstands zielt darauf ab, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Das aus mehreren Komponenten bestehende System sieht eine erfolgsorientierte Entlohnung für die Unternehmensführung vor.

Covestro wurde im Herbst 2015 als rechtlich und wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen in der Nachfolge des Bayer-Teilkonzerns Bayer MaterialScience gegründet. Die Vergütung des Vorstands der Covestro AG bezieht sich daher auf die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 2015.
In diesem Zeitraum erhielt der vierköpfige Vorstand Gesamtbezüge in Höhe von rund 3,28 Mio. Euro. Davon entfielen etwa 1,28 Mio. Euro auf erfolgsunabhängige sowie circa zwei Mio. Euro auf erfolgsbezogene Komponenten. Die Pensionsverpflichtungen beliefen sich auf insgesamt 312.000 Euro.

 Langfristige Ausrichtung

Für die einzelnen Komponenten des Vergütungssystems gilt – jeweils 100 Prozent Zielerreichung bei den variablen Elementen angenommen – die folgende Zusammensetzung: Rund 30 Prozent der Vergütung bestehen aus einer jährlichen Festvergütung (ohne Berücksichtigung von Sachbezügen und sonstigen Leistungen sowie Pensionszusagen). Weitere circa 30 Prozent ergeben sich aus einer kurzfristigen variablen Barvergütung, und zu etwa 40 Prozent wird eine langfristige aktienbasierte Barvergütung gewährt.

Ab dem Jahr 2016 gilt bei Covestro ein neues System der kurzfristigen variablen Barvergütung für alle anspruchsberechtigten Mitarbeiter einschließlich der Vorstandsmitglieder. Es beruht ausschließlich auf wirtschaftlichen Zielen. Basis sind dieselben Kennzahlen, die auch zur Steuerung des Unternehmens verwendet werden: Mengenwachstum in Kerngeschäft, Free Operating Cash Flow und Return on Capital Employed. Die Höhe der Auszahlung hängt jeweils zu einem Drittel von dem Grad der Zielerreichung dieser Kennziffern ab. Mit diesem System wird die Vergütung nach eindeutigen, klar messbaren finanziellen Zielen bemessen.

Die langfristige aktienbasierte Barvergütung des Vorstands soll von der künftigen Kursentwicklung der Bayer-Aktie entkoppelt werden. Daher orientieren sich die bisherigen Ansprüche der Vorstandsmitglieder an den durchschnittlichen Schlusskursen der Bayer-Aktie an den 30 letzten Handelstagen des Jahres 2015, und die Auszahlungshöhe wird entsprechend eingefroren.

Neues Programm

Ab 2016 sind die Mitglieder des Vorstands berechtigt, an einem neuen langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogramm namens Prisma teilzunehmen. Als Zielbetrag gilt ein bestimmter Prozentsatz der jährlichen Festvergütung. Die Auszahlung richtet sich nach zwei Kriterien. Zum einen ist dies die absolute Kursentwicklung der Covestro-Aktie zuzüglich der Dividenden, die während der vierjährigen Performance-Periode ausgeschüttet werden (Total Shareholder Return).

Zum anderen wird die relative Entwicklung der Covestro-Aktie im Vergleich zum Aktienindex STOXX Europe 600 Chemicals betrachtet. Durch dieses zweite Kriterium verringert sich die Auszahlung, falls der Total Shareholder Return der Covestro-Aktie unter dem Median der Vergleichsgruppe liegt. Bei einer erheblich schlechteren Entwicklung kann die Auszahlung entfallen.

Weitere Informationen zur Vergütung des Vorstands finden Sie im Geschäftsbericht 2015 unter dem Kapitel Corporate Governance.